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Donnerstag, 18 Februar 2021 13:48

Corona: Neue Betrugsmasche mit Impfstrategie

BRAKEL. Die Polizei Höxter warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit Bezug auf die Corona-Pandemie - In Brakel hatte ein bislang unbekanntes Paar versucht, unbefugt in eine Wohnung zu gelangen, indem es behauptete, eine Impfung vornehmen zu wollen.

Am Dienstag, 16. Februar, waren zwischen 16 Uhr und 17 Uhr im Kobergweg in Höhe Hausnummer 16 ein Mann und eine Frau vor einem Mehrfamilienhaus aufgefallen. Beide hatten angegeben, eine ältere Dame aufsuchen zu wollen, um eine Impfung durchzuführen. Als dies von einer Hausbewohnerin angezweifelt wurde, entfernte sich das kriminelle Pärchen und fuhr mit einem kleinen weißen Transporter davon. Die Frau soll im Alter zwischen 40 bis 50 Jahren und der Mann im Alter zwischen 40 bis 60 Jahren gewesen sein. Beide trugen dunkle Jacken.

Da das Impfen zu Hause aktuell keine übliche Vorgehensweise ist und die Corona-Impfungen im kreisweiten Impfzentrum stattfinden, wird davon ausgegangen, dass sich die Unbekannten Zutritt zur Wohnung verschaffen wollten, um Straftaten zu verüben. Dank der aufmerksamen Nachbarin ist in diesem Fall kein Schaden entstanden. Dennoch bittet die Kriminalpolizei Höxter um Zeugenhinweise zu den Personen oder dem Fahrzeug unter der Telefonnummer 05271/962-0. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Fremden zutritt in die eigenen vier Wände zu gewähren und empfiehlt, im Zweifelsfall sofort den Notruf 110 zu wählen. (ots/r)

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Publiziert in HX Polizei

KORBACH. In diesen Herbsttagen finden üblicherweise Alarmübungen der Freiwilligen Feuerwehren statt, um den Ausbildungsstand vor den Wintermonaten nochmals zu definieren. Wie macht man dies, wenn der Ausbildungsbetrieb mit Blick auf die Systemrelevanz noch immer coronabedingt eingeschränkt ist und eine einheitsübergreifende Ausbildung vermieden werden muss?

Die Verantwortlichen der Feuerwehren der Großgemeinde Korbach haben dazu eine Lösung erarbeitet und erfolgreich in die Tat umgesetzt. "Begreifen wir die Krise einfach als Chance und nutzen unsere Möglichkeiten", das war die Devise der Korbacher Stadtbrandinspektoren. Erst kürzlich wurde eine neue Führungskomponente, die sog. Örtliche Technische Einsatzleitung (ÖTEL), einsatzbereit gemeldet. Diese Einheit sollte in das Übungsgeschehen ebenfalls integriert werden.

Schnell war der Gedanke gefasst: die Simulation einer größeren Schadenslage, die zum einen von der ÖTEL zentral geführt werden kann, zum anderen aber auch zulässt, dass jede Wehr autark nur in ihrem Ortsteil arbeiten kann. Die Führungskräfte der Wehren wurden in die Planung mit einbezogen, sodass auch die örtlichen Voraussetzungen und Besonderheiten berücksichtigt werden konnten. Schlussendlich ergaben sich zwei Übungseinheiten mit jeweils sieben beteiligten Ortsteilswehren, die am Montag- und Dienstagabend in Form von Alarmübungen zur Durchführung gelangten. An beiden Abenden waren jeweils 14 verschiedene Einsatzszenarien abzuarbeiten. Den Auftakt machte jeweils die Alarmierung der ÖTEL, die in Korbach ebenfalls auf zwei Gruppen aufgeteilt ist. Das komplette digitale Lagezentrum im Stützpunkt konnte in weniger als 15 Minuten aufgebaut und einsatzbereit gemeldet werden.

Im zweiten Schritt wurden die jeweils beteiligten sieben Ortsteilswehren alarmiert und in Bereitschaft versetzt. Nach Eingang der simulierten Notrufe koordinierte die ÖTEL die Arbeit aller sieben Wehren zeitgleich. Dies war eine besondere Herausforderung und erforderte  bei der Kommunikation im Funkverkehr ein großes Maß an Disziplin und Können. Besonderes Fachwissen war auch bei den Wehren vor Ort gefragt. Die insgesamt 28 Einsatzszenarien waren sehr breit gestreut: umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und brennende Immobilien mit eingeschlossenen Personen waren ebenso dabei wie technische Hilfe bei Verkehrsunfällen, bei Arbeitsunfällen oder auch die Vermisstensuche in Waldgebieten.

Insbesondere bei den Brandszenarien kamen auch zahlreiche Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Nach Abschluss der Übungen konnte ein überaus positives Fazit gezogen werden. Die Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland, Sascha Franken und Arno Zenke lobten das Engagement der eingesetzten Kräfte. "Unter den besonderen Bedingungen der Pandemie haben wir gemeinsam einen Weg gefunden, die Ausbildung weiter voranzutreiben. Das neue Übungskonzept ist zwar aus der Krise geboren, wird aber unsere künftige Arbeit sicher weiter begleiten".

Neben den Ausbildungseinheiten für die 14 Ortsteilswehren arbeitet auch die Kernstadtwehr seit vielen Wochen auf der Grundlage eines speziell ausgearbeiteten Ausbildungskonzeptes. Die Größe der Wehr macht eine Ausbildung in Kleingruppen erforderlich, um die notwendigen Nahkontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. "Wir zollen dem Führungs- und Ausbildungsteam der Kernstadtwehr ganz großen Respekt. Durch die Ausbildung in Kleingruppen hat sich der zeitliche Aufwand vervierfacht. Eine herausragende Leistung, die das besondere Engagement deutlich macht", loben die Stadtbrandinspektoren.

Besondere Alarmübungen sind aufgrund der höheren Einsatzzahlen in der Kernstadt nicht zwingend notwendig. Im laufenden Jahr stehen schon über 150 Einsätze in der Statistik der gesamten Großgemeinde. "In diesem besonderen Zeiten leisten die Feuerwehren tatsächlich etwas Besonderes" macht Stadtbrandinspektor Carsten Vahland deutlich. "Für mich ist immer ganz besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Arbeit in unserer Region komplett ehrenamtlich abgeleistet wird". Am Feuerwehrdienst Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. 

Link: Freiwillige Feuerwehr Korbach

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Publiziert in Feuerwehr
Dienstag, 29 September 2020 13:44

Corona-Soforthilfen beantragt: Festnahme in Hessen

HESSEN. In einem gemeinsamen Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, des Hessischen Landeskriminalamtes und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main wegen Straftaten im Zusammenhang mit Anträgen auf Auszahlung von sogenannten Corona-Soforthilfen, haben Beamte am 29. September in Egelsbach einen 46-jährigen Beschuldigten wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen vollendeten und versuchten Betruges aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Frankfurt festgenommen.

Zudem durchsuchten Polizeibeamte an sechs Orten im Rhein-Main-Gebiet insgesamt sieben Objekte, darunter die Wohn- und Geschäftsräume des dringend Tatverdächtigen und eines weiteren 44-jährigen Beschuldigten. Die mutmaßlichen Täter stehen im Verdacht, gemeinschaftlich handelnd, in der Zeit von April bis Mai 2020 insgesamt fünf Anträge auf Auszahlung sogenannter Corona-Soforthilfen über das Onlineportal des Regierungspräsidiums Kassel gestellt zu haben.

Der 46-jährige Tatverdächtige soll hierbei in vier Fällen unter Nutzung von gefälschten Personaldokumenten seine wahre Identität verschleiert und eine wirtschaftliche Betätigung mehrerer Unternehmen vorgetäuscht haben. Zudem soll er unter Vorlage eines gefälschten Ausweises bereits im September 2019 ein Girokonto und im Januar 2020 ein Postfach eingerichtet haben. Zur Begründung der Anträge auf Auszahlung soll der 46-jährige Tatverdächtige eine geschäftliche Tätigkeit mehrerer Unternehmen, insbesondere im Bereich des Handels mit Konsumgütern, Textilien und Software, sowie pandemiebedingte wirtschaftliche Ausfälle bewusst wahrheitswidrig angegeben haben. Bei den Unternehmen soll es sich um zuvor vom Beschuldigten - unter Nutzung falscher Identitäten - eingerichtete Gesellschaften gehandelt haben. Der 44-jährige Mitbeschuldigte soll dem Hauptbeschuldigten Bankverbindungen sowie zuvor verfälschte Dokumente zur Antragsbegründung zur Verfügung gestellt und in einem Fall ebenfalls unter Verschleierung seiner Identität und Vortäuschung einer wirtschaftlichen Betätigung die Auszahlung einer "Corona-Soforthilfe" beantragt haben.

Lediglich in einem Fall konnten die Beschuldigten die beantragten Soforthilfen in Höhe von 10.000 Euro erlangen. In einem weiteren Fall sperrte das Kreditinstitut das Bankkonto, auf das die Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro zunächst ausgezahlt worden war. In drei weiteren Fällen kam es zu keiner Auszahlung. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten der Beschuldigten konnte umfangreiches Beweismaterial sowie Bargeld in Höhe von 3000 Euro sichergestellt werden. Der aufgrund des Haftbefehls vorläufig festgenommene 46-jährige Beschuldigte wird heute dem Haftrichter des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt werden.  (ots/r)

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Publiziert in Polizei

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