Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Onlinebanking

MARBURG. Der Betrug geht entweder mit einem Anruf oder mit einem am PC aufpoppenden Fenster los, in welchem z.B. auf ein Computerproblem und auf eine Rufnummer zur Hilfeleistung hingewiesen wird.

In beiden Fällen melden sich angebliche Mitarbeiter von Microsoft und bieten großzügig ihr Hilfe an. Einziges Ziel dieser Betrüger ist es jedoch, an den Datenbestand des Rechners und an das Geld des Opfers zu kommen. Diese wohl bundesweite Betrugsmasche erreichte auch den Landkreis Marburg-Biedenkopf.

In den zurückliegenden Tagen traf es bislang vier bekannte Opfer. Die Täter erbeuteten jeweils mehrere Hundert Euro. Sie "überreden" ihre Opfer zur Installation von Software und verlangen im Verlauf persönliche Daten. Die so ergaunerte Fernwartung erlaubte den Tätern den totalen Zugriff auf den Computer und damit auch auf das Online-Banking. Sie schaffen es so, das Opfer zur Weitergabe der z.B. via Handy übermittelten TAN zu überreden. Letztlich erbeuteten die Täter jeweils ca. 300 Euro, bewusst kleinere Summen, bei denen man nicht sofort Verdacht schöpft und bei denen keine Probleme beim Online-Banking zu erwarten sind.

"Wenn Sie ein Problem weder telefonisch noch per Rechner selbst irgendwo mitgeteilt haben und um Hilfe ersucht haben, dann legen Sie einfach auf. Lassen Sie sich nicht auf unangekündigte und unerwartete Anrufe ein!". Hinterher ist das Geld weg und ein infizierter Rechner funktioniert trotzdem nicht. Kein seriöser Betrieb ruft unaufgefordert an und bietet die Lösung eines Problems an, das man vor dem Anruf noch gar nicht erkannt hat. "Verhindern Sie unbedingt einen ungewollten Fernzugriff und installieren Sie deshalb auf gar keinen Fall irgendeine angeblich notwendige Software. Geben Sie niemals persönliche Daten am Telefon preis, insbesondere keine Konto- oder Kreditkartendaten oder Passwörter." (ots/r)

- Anzeige -


Publiziert in MR Polizei
Mittwoch, 07 Dezember 2016 19:47

Falsche Sparkassenmail: Betrüger warnen vor Betrug

WALDECK-FRANKENBERG. Mit gefälschen E-Mails versuchen derzeit Betrüger einmal mehr, an Kontodaten argloser Bankkunden heranzukommen. Wie bei vergangenen Fällen kann es mitunter Monate dauern, bis die Falle zuschnappt. Dann aber ist das Geld definitiv weg...

Aktuell erhalten zahlreiche Menschen auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg elektronische Post, die angeblich von der Sparkasse stammt. Darin heißt es, die EC-Karte des Empfänger würde schon bald ungültig und müsse gegen eine neue ausgetauscht werden. Dies sei nötig, weil das Kreditinstitut eine Systemumstellung vollzogen habe - ausgerechnet um Kriminellen einen Strich durch die Rechnung zu machen und Betrug zu verhindern. "Derzeit stellen Missbrauchmeldungen bezüglich der Bankkarte ein großes Problem für die Sparkasse dar. Der Schaden, der dadurch herbei geführt wurde, ist enorm", heißt es in der Mail. Doch Vorsicht: Das Schreiben stammt nicht von der Bank, sondern von Betrügern.

Täter setzen Frist und machen Druck
Um ihre Opfer in die Falle zu locken, erklären die Absender in der Mail, die bislang verwendete Debitkarte verliere am 23. Dezember ihre Gültigkeit und müsse daher bis zu diesem Tage ausgetauscht worden sein. Erfolge kein Austausch, würden dem Kunden nach Ablauf der Frist 34,95 Euro vom Konto abgebucht. Um den Austausch - angeblich - kostenlos und so einfach wie möglich zu machen, gibt es in der Mail einen Link. Diesen sollte man keinesfalls klicken, denn entweder wird dadurch ein Trojaner auf dem eigenen Rechner installiert, um Kontodaten und Passwörter auszulesen, oder man gelangt auf eine gefälschte Seite im gewohnten Sparkassen-Layout: Dort wird man aufgefordert, zum Tausch der Bankkarte die eigenen Konto- und eventuell auch Zugangsdaten zum Onlinebanking zu nennen.

Wer ein solches gefälschtes Formular ausfüllt und digital versendet, liefert den Tätern fast alle Informationen für ihr weiteres Vorgehen. Wochen oder sogar Monate später dann melden sich die Betrüger telefonisch bei ihren Opfern, geben sich als Sparkassenmitarbeiter aus und erklären, am Konto des Kunden sei eine wichtige Umstellung nötig. Um dies reibungslos abwickeln zu können, sei es zwingend erforderlich, eine TAN (Transaktionsnummer) genannt zu bekommen. Diese TAN nutzen die Täter dann, um mit den im ersten Schritt erlangten Kontodaten eine Überweisung per Onlinebanking in Auftrag zu geben. Das von den Tätern zumeist auf Konten im Ausland überwiesene Geld ist dann in der Regel weg.

Mitarbeiter von Banken und Sparkassen fragen am Telefon nie nach sensiblen Daten. Umstellungen an Konten oder Karten werden in der Regel per Post oder persönlich am Schalter angekündigt beziehungsweise vollzogen. Wer eine wie die beschriebene und im Ausschnitt gezeigte Mail erhält, solle nur an einer einzigen Stelle klicken: Auf die Papierkorb- oder "Löschen"-Schaltfläche.

Hinweise der Polizei:

  • Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden
  • Klicken Sie nicht auf den angegebenen Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten tatsächlich über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen, ohne diese in die Adresszeile einzutippen
  • Öffnen Sie insbesondere keine angehängten Dateien
  • Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten am Telefon oder per Post oder E-Mail von Ihnen an
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (zum Beispiel Passwörter oder Transaktionsnummern am Telefon oder per E-Mail
  • Geben Sie persönliche Daten nur im gewohnten Ablauf innerhalb Ihrer Online-Banking-Anwendung Ihres Kreditinstitutes an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie sofort die Verbindung
  • Veränderungen sollten Sie misstrauisch machen
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen
  • PIN und TAN sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit Ihrem Browser hergestellt ist

Mehr Hinweise und Tipps zum Thema Phishing und dem Schutz vor meist organisierter Kriminalität sind auf der Homepage polizei-beratung.de zu finden. (pfa)  

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Einmal mehr spielen Betrüger mit der Angst der Bürger vor Strafverfolgung: Die Täter geben sich in Mails als Ermittler einer Abteilung für Internetkriminalität aus und informieren die Empfänger über ein angebliches Ermittlungsverfahren gegen sie. Details dazu seien einer angehängten Datei zu entnehmen - doch wer diese öffnet, installiert ungewollt einen Trojaner.

Die Masche, vor der beispielsweise die Polizei in Niedersachsen in ihrem "Ratgeber Internetkriminalität" warnt, ist nach Angaben von Polizeisprecher Volker König ein ganz aktuelles Phänomen. Dabei soll im Namen der Polizei Schadsoftware auf Computer argloser Nutzer aufgespielt werden. "Die Masche ist sehr raffiniert. Ein erster Fall ist nun auch am heutigen Tage hier in Waldeck-Frankenberg aktenkundig geworden", sagte König am Montag.

Bei dieser Masche machen sich die Täter die Angst, aber auch die Neugier der PC-Besitzer zunutze. In den Mails, die angeblich von der Polizeiinspektion Cyberabteilung in Köln stammen und einen offiziellen Charakter vermitteln, ist von einem Strafverfahren wegen Betruges die Rede, das gegen den Empfänger der Mail eingeleitet worden sei. Zur Information vorab, vor Erhalt der schriftlichen Ladung zu einer Vernehmung, werde dem Beschuldigten der Inhalt der Ermittlungsakte in digitaler Form zur Verfügung gestellt.

Weil viele Nutzer von der Ankündigung über angebliche Strafverfolgung eingeschüchtert sind und unmittelbar erfahren wollen, was es mit den Betrugsvorwürfen auf sich hat, tappen sie in die Falle: Der Mailanhang enthält nämlich keine Informationen zu den überhaupt nicht geführten Ermittlungen, sondern einen Trojaner. Dieser aktiviert sich beim Öffnen der Datei per Doppelklick und installiert sich auf dem eigenen Rechner. Die Mail der angeblichen Cyberabteilung der Polizei ist nichts weiter als ein Cyberangriff, es extrahiert sich eine Schadsoftware ganz von allein.

Ist dies passiert, übernimmt der Verschlüsselungstrojaner den Rechner. Nach einem erzwungenen Neustart des Computers wird zum Beispiel das aktuelle Betriebssystem blockiert und auf dem Monitor ein Totenkopf oder ein komplett schwarzer Bildschirm angezeigt. Zur Entschlüsselung des Rechners werden dann Geldforderungen gestellt, die man mit dem als Bitcoins bezeichneten virtuellen Zahlungssystem begleichen soll. In anderen Fällen versuchen die Täter auch, an Passwörter für soziale Netzwerke und Webshops, Zugangsdaten zum Onlinebanking oder andere sensible Daten heranzukommen. Vorstellbar ist auch, dass gespeicherte Mailadressen ausgelesen werden und die Empfänger ebenfalls betrügerische Nachrichten erhalten. 

Daher rät die Polizei:

  • Infizierte Systeme umgehend vom Netz (Internet) trennen
  • Die Software des verwendeten Betriebssystems sowie Backups der eigenen Daten aktuell halten
  • Passwörter sehr vertraulich behandeln
  • Neben einem Virenscanner auf dem PC als Basisschutz sollte zudem für eine gute Datensicherung gesorgt sein. Das gilt sowohl für Firmensysteme als auch für Privathaushalte. Wichtige Dateien gehen so nicht verloren
  • Sollten Sie von einem Schaden betroffen sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei

Betroffene können sich auch in einem Leitfaden über als Ransomware bezeichnete Schadsoftware des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik informieren. (pfa) 

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei
Montag, 05 September 2016 16:19

Achtung! Weiterhin Anrufe falscher Polizisten

KASSEL. Weiterhin gehen in der Region Anrufe falscher Polizisten bei Bürgern ein. In allen Fällen versuchen die Betrüger, ihren Gesprächspartnern Informationen zu Wertgegenständen und Bargeld zu entlocken oder an Zugangsdaten zum Onlinebanking der Angerufenen zu kommen.

Seit Sonntagnachmittag melden sich vermehrt Bürger bei der Kasseler Polizei und berichten, von angeblichen Beamten des Polizeipräsidiums Nordhessen oder gar dem Landeskirminalamt (LKA) Hessen angerufen worden zu sein. "In allen der Polizei bislang bekannt gewordenen Fällen handelten die Opfer richtig", sagte Polizeisprecher Torsten Werner - niemand habe den Anrufern die gewünschten Infromationen gegeben.

Oberkommissar Weiß ruft nach Einbruch an
Die gängigste Masche der zuletzt angezeigten Delikte beginnt mit einem Telefonanruf, bei dem ein Mann sich als Polizist ausgibt und von einer angeblichen Festnahme nach einem Einbruch in der Nachbarschaft berichtet. Bei den Tätern sollen dabei Listen mit Adressen gefunden worden sein. Nun würden diese Adressen angerufen, um zu klären, ob tatsächlich Wertgegenstände oder Bargeld vorhanden seien. So auch in einem Fall in der Hunsrückstraße. Ein Mann meldete sich gegen 17 Uhr bei einer dort wohnenden 68-Jährigen und gab sich als Oberkommissar Weiß vom Polizeipräsidium Nordhessen aus. Zu den Vermögenswerten befragt, roch die 68-Jährige den Braten, beendete das Telefonat mit dem falschen Polizisten und informierte sofort die echte Polizei über Notruf 110.

Angeblicher LKA-Mitarbeiter fragt nach PIN
Zuletzt meldete sich am Montagmorgen gegen 11 Uhr ein Anwohner aus dem Kasseler Stadtteil Jungfernkopf. Auch er sei am Sonntagabend von einem Mann angerufen worden, der sich als Mitarbeiter des LKA Hessen ausgab und sich zu Wertgegenständen im Haus des Angerufenen informieren wollte. In diesem Fall ging der falsche LKA-Mitarbeiter sogar noch einen Schritt weiter. Er fragte, ob der 77-Jährige Onlinebanking betreibe, und wollte die Zugangsdaten wissen. Auch dieser Rentner ließ sich keinen Bären aufbinden und beendete das Telefonat.

Wie die Opfer übereinstimmend berichten, meldete sich stets ein besonders höflich agierender Mann, der mit gutem, akzentfreiem Deutsch sprach. Die Kasseler Polizei geht davon aus, dass die Anrufe als Vorbereitung zu möglichen Trickdiebstählen dienen. Nicht selten kündigt der falsche Polizist einen weiteren Beamten an, der, sofern Wertgegenstände und Bargeld von den Opfern benannt werden, zum Abholen und Überprüfen vorbeikommt.

Die echte Polizei rät:

  • Seien Sie am Telefon misstrauisch und aufmerksam
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Machen Sie keine Angaben zu Wertsachen und Bargeld in Ihrer Wohnung
  • Erfragen Sie bei einem Anruf eines angeblichen Polizei- oder Kriminalbeamten Name und Dienststelle und informieren Sie sich selbst durch einen Rückruf bei der Polizei
  • Lassen Sie sich dabei nicht durch die im Display angezeigte Rufnummer des Anrufers irritieren. Insbesondere bei 110 seien Sie gewarnt. Die Polizei ruft nicht unter der Notrufnummer an
  • Benachrichtigen Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt

In den vergangenen Monaten gab es in der Region zahlreiche ähnlich gelagerte Fälle, in denen auch angebliche Mitarbeiter von Behörden, Versicherungen oder Banken bei arglosen Bürgern anriefen, um vertrauliche Dinge zu erfragen. (ots/pfa)

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in KS Polizei

KREIS HÖXTER. Durch einen Betrug beim Online-Banking haben Unbekannte im Kreis Höxter einen Schaden von mehr als 9000 Euro angerichtet - das ist der Betrag, den sie sich unter einem Vorwand und mit einem Trick von ihren arglosen Opfern überweisen ließen. Die Polizei warnt nun, man sollte sich bei verdächtigen Nachrichten immer erst mit der eigenen Bank in Verbindung setzen.

Mindestens zwei Opfer des Betrugs erhielten über die Seite ihrer Bank die Nachricht, dass ihnen das Zollamt fälschlicherweise Geld überwiesen hat. Der Betrag wurde auch im Onlinebanking als Gutschrift angezeigt. Sie wurden aufgefordert, diesen Betrag auf das Konto des Zollamts zurück zu zahlen. Nachdem die Betroffenen das Geld wie gefordert zurück überwiesen hatten, bemerkten sie etwas: Die angebliche Fehlüberweisung war vom Konto wieder gelöscht, aber die "Rücküberweisung" war vollzogen und das Geld "futsch". So entstand ein Schaden von mehr als 9000 Euro. 

In einem Fall bemerkte das Opfer einen Trojaner auf seinem Computer. Dieser wurde jedoch durch ein Virenprogramm gelöscht. Die Polizei in Höxter macht auf diese Masche aufmerksam. Bei merkwürdigen Kontobewegungen oder verdächtigen Nachrichten während des Online-Bankings sollte man immer zuerst den Kontakt mit der eigenen Bank suchten. Bei einem Betrugsversuch sollte sich der Betroffene auch an die Polizei wenden.

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}
Publiziert in HX Polizei
Donnerstag, 06 Februar 2014 12:02

Vöhlerin wird Phishingopfer: Mehrere tausend Euro weg

VÖHL. Eine Frau aus der Gemeinde Vöhl ist Opfer einer Variante des sogenannten Phishings geworden. Dabei wurde sie von unbekannten Tätern um einen fast fünfstelligen Betrag gebracht. Die Polizei mahnt zur Vorsicht beim Onlinebanking.

Die Variante, der die Frau zum Opfer fiel, wurde erstmals im November vergangenen Jahres im Landkreis Waldeck-Frankenberg registriert. Nun sind erneut zwei Fälle bekannt geworden. "Am Beispiel der Vöhlerin warnen wir nun erneut vor dieser Masche", sagte Polizeisprecher Volker König am Donnerstag.

Bisher war diese Art des Onlinebetruges eher dadurch bekannt, dass Nutzer von Onlinebanking auf täuschend echt aussehende Internetseiten gelockt wurden. Meist findet dies über einen entsprechenden Link in einer angeblich offiziellen E-Mail eines Geldinstitutes statt oder wird über eine eingeschleuste Schadsoftware ermöglicht.

Bei dem aktuellen Fall gingen die Täter andere Wege. Die Vöhlerin erhielt einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin ihres Geldinstitutes aus Vöhl. Die Anruferin, die sich als Mitarbeiterin der Bank vorstellte, erklärte, dass sie sich wegen der anstehenden Umstellung auf das europäische SEPA-Verfahren bei Überweisungen melde.

Um die nötigen Umstellungen für das Konto der Kundin reibungslos abwickeln zu können, sei es zwingend erforderlich, eine TAN (Transaktionsnummer) genannt zu bekommen. TAN sind letztlich der Schlüssel, um Überweisungen per Internet abwickeln zu können.

Die Vöhlerin nannte der Anruferin dann auch arglos eine solche Transaktionsnummer. Abschließend erklärte die falsche Bankangestellte, das Konto müsse nun systembedingt für einen Tag außer Funktion gesetzt werden.

Einen Tag später kontrollierte die Vöhlerin ihren Kontostand. Dabei stellte sie entsetzt fest, dass bereits mit der am Vortag herausgegeben TAN ein beinahe fünfstelliger Betrag von ihrem Konto abgebucht worden war.

Sofort meldete sich die Frau bei ihrer Bank in Vöhl. Dort wurde ihr Verdacht traurige Gewissheit. Sie war gutgläubig einer Betrügerin aufgesessen.

An die erforderlichen Kontodaten der Vöhlerin waren die Betrüger mit einer E-Mail im Oktober gelangt. In einer täuschend echt aussehenden Mitteilung, die den Anschein erweckte, sie stamme von ihrer Hausbank, wurde sie aufgefordert, ihre Kontodaten über einen beigefügten Link einzutragen. Auch hier stand die anstehende Umstellung auf das SEPA-Überweisungsverfahren im Vordergrund.

Auf diesem Wege kamen die Betrüger an die erforderlichen Bankdaten der gutgläubigen Frau. Was fehlte, war noch eine gültig TAN. Diese wurde dann wie beschrieben von der vermeintlichen Bankangestellten telefonisch erfragt.

"Ob die Betrogene ihr Geld je wieder zurück bekommt, ist sehr fraglich", sagte der Polizeisprecher.

Hinweise der Polizei
Mehr Hinweise und Tipps zum Thema Phishing und dem Schutz vor meist organisierter Kriminalität sind auf der Homepage polizei-beratung.de zu finden.

Darüber hinaus sollte folgendes beachtet werden:

  • Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden
  • Folgen Sie nicht den in E-Mails angegebenen Links.
  • Klicken Sie nicht auf den angegebenen Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten tatsächlich über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen, ohne diese in die Adresszeile einzutippen.
  • Öffnen Sie insbesondere keine angehängten Dateien.
  • Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten am Telefon oder per Post oder E-Mail von Ihnen an.
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (zum Beispiel Passwörter oder Transaktionsnummern am Telefon oder per eMail.
  • Geben sie persönliche Daten nur im gewohnten Ablauf innerhalb Ihrer Online-Banking-Anwendung ihres Kreditinstitutes an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie sofort die Verbindung.
  • Veränderungen sollten Sie misstrauisch machen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand, sowie Ihre Kontobewegungen.
  • PIN und TAN sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit Ihrem Browser hergestellt ist.

Über einen gleichgelagerten Fall im Herbst 2013 berichteten wir ebenfalls:
Phishing: Edertalerin verliert fast 10.000 Euro (07.11.2013)

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 23 Oktober 2013 13:04

Online-Betrügern nicht in Malware-Falle gehen

WALDECK-FRANKENBERG. Die Polizei mahnt beim Umgang mit dem Internet einmal mehr zur Vorsicht. Eine neue Welle von Schadprogrammen scheint im Umlauf zu sein. Experten sprechen von Malware.

Unter Malware versteht man Computerprogramme, die entwickelt wurden, um den Benutzer unerwünschte oder schädliche Software auf den PC zu übertragen. Das können Trojaner und Viren sein. Polizeisprecher Volker König warnte am Mittwoch vor einer neuen Malware-Welle, die auch über Waldeck-Frankenberg hereinschwappt.

Absender der aktuellen E-Mail-Welle ist laut Polizei eine "Post-Bank 562". In einem freundlichen Schreiben wird den Empfängern vorgegaukelt, dass ihre Kundenkonten gesperrt werden, falls sie nicht aktualisiert werden. Zur Aktualisierung wird eine Frist gesetzt, in der dies kostenfrei möglich sei, später würden Kosten von 9,95 Euro anfallen. Zur Aktualisierung ist ein Formular unter einem "Link" abrufbar.

Öffnet man diesen Link, kann dies gravierende Folgen haben: So können Trojaner oder Viren auf den Computer geladen werden, um die Rechner der Empfänger zu schädigen oder Daten auszulesen. Die Polizei empfiehlt, derartige Mails sofort zu löschen.

Stellenanzeige:

Publiziert in Polizei
Freitag, 13 September 2013 16:18

Polizei warnt vor Betrügern beim Onlinebanking

WALDECK-FRANKENBERG. Betrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen und nutzen dabei die Arglosigkeit und Gutgläubigkeit ihrer Opfer aus. Die Polizei warnt vor immer wieder neuen Maschen der Verbrecher. So lautet der aktuelle Hinweis der Ermittler: "Vorsicht beim Onlinebanking".

Eine Geschädigte aus dem Hochsauerlandkreis wurde beim Onlinebanking um mehr als 4000 Euro geprellt. Als sie die Homepage ihrer Bank im Browser öffnen wollte, öffnete sich jedoch eine gefälschte Bankseite. Die Geschädigte aus dem Nachbarlandkreis wurde über das neue Sepa-Verfahren informiert. Da diese Bankseite täuschend echt aussah, schöpfte die Frau auch keinen Argwohn.

Sie wurde aufgefordert, mit dem neuen Sepa-Verfahren eine Testüberweisung über mehrere tausend Euro durchzuführen - was sie auch tat. Erst am nächsten Tag stellte sie dann fest, dass es sich nicht um einen Test handelte, sondern Betrüger ihre Unwissenheit ausgenutzt und so ihr Geld ergaunert hatten.

"Banken fordern nie zu Sicherheitstests oder Testbuchungen auf, bei denen man eine TAN einsetzen muss", sagte am Freitag Polizeisprecher Volker König.


Die Polizei macht derzeit auf weitere Betrugsmaschen aufmerksam:
Polizei warnt vor Betrügern bei Online-Autokauf (13.09.2013)
Polizei warnt vor Betrügern: Ungedeckte Schecks (13.09.2013)

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei

KASSEL. Bittere Folgen hat ein Internetbetrug für das Kasseler Familienberatungszentrum Kafa. Die Beratungseinrichtung ist zahlungsunfähig und musste Insolvenz beantragen. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

Das bestätigte Geschäftsführerin Alexandra von Aschoff. Bei dem besonders dreisten Phishing-Fall (112-magazin.de hatte bereits am 21. Juni berichtet) war ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden. Der Betrieb läuft vorerst ganz normal weiter, sagte von Aschof am Montag. Der Kasseler Insolvenzverwalter Fritz Westhelle soll Kafa jetzt aus der finanziellen Schieflage helfen. Der will weitere Informationen bei einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt geben.

Die Betrüger hatten zunächst eine gefälschte E-Mail an Kafa geschickt. Absender: angeblich die Kasseler Sparkasse. Die nichtsahnenden Mitarbeiter antworteten und gaben leichtfertig die angeforderten Kontozugangsdaten preis. Kurze Zeit später meldete sich dann telefonisch eine Frau. Die gab ebenfalls vor, von der Sparkasse zu sein. Sie müsse eine Umstellung beim Online-Banking vornehmen und bräuchte dabei Hilfe, log die professionell und fachkundig auftretende Frau.

Wohl sehr überzeugend, denn ein Kafa-Mitarbeiter gab ihr am Telefon bereitwillig mehrere geheime TAN-Nummern heraus. Mit diesem einmalig verwendbaren Passwort-Schlüssel sind Online-Überweisungen überhaupt erst möglich. Mit den zuvor ergaunerten Bankdaten mussten die Betrüger nur noch die TAN-Nummern eingeben und konnten so das Geld vom Kafa-Konto abziehen.

Gipfel der Dreistigkeit: Die Gauner wiesen den Mitarbeiter sogar an, den Zugang zum Online-Banking nicht selbst zu öffnen, bevor er nicht eine entsprechende Anweisung der Sparkasse erhalte. Darauf konnte er lange warten. Und die Betrüger konnten in Ruhe das Konto leer räumen. Der Verein Kafa berät seit 64 Jahren Kinder, Jugendliche und deren Familien. Kafa betreibt auch ein Familienzentrum in der Nordstadt, bietet Frühförderung und einen Service für Unternehmen an.

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in KS Polizei

KASSEL. Mit einer besonders dreisten Phishing-Masche haben Online-Betrüger eine Kasseler Institution um mehrere tausend Euro gebracht. Zunächst schickten die Täter der Institution eine gefälschte Mail, die den Anschein erweckte, als stamme sie von der Kasseler Sparkasse. Darin wurde auf angebliche Änderungen im Online-Banking-Verfahren hingewiesen.

Eine arglose Mitarbeiterin der Institution klickte auf den angegebenen Link in der Mail und gab auf der Seite die geforderten Zugangsdaten zum Konto ein. Einige Tage darauf meldete sich dann eine Anruferin bei der Institution. Sie gab sich als Sparkassen-Mitarbeiterin aus und gab vor, sie melde sich wegen der Umstellung beim Online-Banking-Verfahren. Sie wurde zum zuständigen Mitarbeiter durchgestellt. Mit einigem Detailwissen und geschickter Gesprächsführung erschlich sie sich dessen Vertrauen und er erklärte sich bereit, mit ihr zusammen die Umstellung am Telefon vorzunehmen.

Die angebliche Sparkassenmitarbeiterin brachte den Mitarbeiter laut Polizeibericht von Freitag dazu, gleich mehrere TAN-Nummern zu generieren und ihr durchzugeben. Die TAN-Nummer ist ein Einmal-Passwort, das Online-Überweisungen erst möglich macht und bei jedem Vorgang neu generiert werden muss. Dabei gaukelte die angebliche Bankerin ihm jedes Mal vor, die Umstellung sei fehlgeschlagen und sie brauche eine neue TAN. Weil die Frau am Telefon sehr sprachgewandt und professionell auftrat und mit dem Online-Banking sehr vertraut schien, schöpfte der Mitarbeiter keinen Verdacht und folgte ihren Anweisungen. Mit den zuvor ergaunerten Kontodaten und den TAN-Nummern konnten die Täter so mehrere tausend Euro erbeuten - ohne dass der Mitarbeiter an seinem Rechner den eigenen Online-Banking-Zugang selbst geöffnet hatte.

Besonders dreist: Er wurde sogar angewiesen, den Zugang keinesfalls zu öffnen, bevor er eine entsprechende Mail erhalten habe. So bemerkte er nicht, wie die Täter in aller Seelenruhe das Konto leer räumten. Die Polizei warnt eindringlich davor, auf Mails zu antworten, in denen die Eingabe vertraulicher Zugangsdaten verlangt wird. Wer solche Mails erhält, sollte sich sofort an die Polizei wenden. Geldinstitute und Banken wickeln solche Umstellungen nicht per Mailverkehr ab. Kunden werden in jedem Fall angeschrieben oder es wird ein persönlicher Termin vereinbart.

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in KS Polizei

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige