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Sonntag, 28 Februar 2021 11:47

Feuer in Wohn- und Geschäftshaus am Steinweg

BRILON. Heimrauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr, haben in der Nacht auf Sonntag (28. Februar) schlimmeres verhindert.

Kurz vor Mitternacht (23.53 Uhr) wurden Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei aufgrund von ausgelösten Rauchmeldern in den Briloner Steinweg alarmiert. Noch während der Anfahrt teilte die Rettungsleitstelle den anrückenden Kräften mit, dass die Anruferin einen leichten Brandgeruch und Feuerschein ausmachen konnte. Das Alarmstichwort wurde erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert. Alle Bewohner konnten dank der frühzeitigen Warnung durch die Rauchmelder, das Gebäude rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Mit schwerem Atemschutz und einem C-Rohr ausgerüstet, ging ein Trupp in das mittlerweile stark verrauchte Erdgeschoss vor, um den Brandherd ausfindig zu machen. Nach kurzer Zeit war dieser lokalisiert worden; der Einsatzleiter konnte der Leitstelle "Feuer unter Kontrolle" melden. Während des Einsatzes erlitt der hinzugeeilte Ladenbesitzer einen Schwächeanfall. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert. Nachdem mithilfe der Wärmebildkamera keine Glutnester mehr ausfindig gemacht werden konnten, folgten umfangreiche Lüftungsmaßnahmen. Der Rauch war teilweise in das gesamte dreigeschossige Gebäude gezogen. Ein Hochleistungslüfter wurde dazu eingesetzt.

Anschließend konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Gegen 2 Uhr kam der Befehl zu m Abmarsch. Im Einsatz befand sich der Löschzug Brilon mit 21 Einsatzkräften, davon 6 unter PA (Pressluftatmer), der Rettungsdienst und die Polizei Brilon. Über Ursache und Höhe des Schadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

Link: Freiwillige Feuerwehr Brilon

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KORBACH. Die Feuerwehr Korbach wurde Samstagabend gegen 17.20 Uhr zu einem Brand in der Feldgemarkung zwischen der ehemaligen belgischen Kaserne und Gut Dingeringhausen alarmiert. Gemeldet wurde der Brand eines Strohlagers mit 50 großen Quaderballen.

Bei Eintreffen der Kräfte standen die Ballen bereits im Vollbrand. Alarmiert wurde der Löschzug der Kernstadt, die Brandbekämpfung erfolgte unter Atemschutz mit mehreren C-Rohren. Unterstützt wurden die Löscharbeiten durch zwei ortsansässige Landwirte, die das brennende Stroh mit Schleppern und einem Radlader auseinander zogen. So war es möglich, auch die letzten Glutnester abzulöschen. Die Wasserversorgung wurde mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr sichergestellt werden.

Der Rettungsdienst stand ebenfalls zur Brandstellenabsicherung bereit. Da sich das Strohlager direkt neben einer Masten-Anlage für eine Überlandhochspannungsleitung befand, war die Energie Waldeck-Frankenberg ebenfalls vor Ort. Für die 27 Einsatzkräfte war dies ein zeitaufwändiger und kräfteraubender Einsatz. Insbesondere dem Atemschutzgeräteträgern ist großen Respekt zu zollen. Erst nach knapp vier Stunden Einsatzzeit konnte das letzte Fahrzeug nach entsprechenden Rüstarbeiten wieder einsatzbereit gemeldet werden.

Da Selbstentzündung ausgeschlossen werden kann, lässt sich als Brandursache nur vorsätzliche Brandstiftung vermuten. Die Polizei Korbach sucht Hinweisgeber, die am späten Nachmittag im Bereich der ehemaligen Kaserne verdächtige Personen oder im Feldweg an des Strohlagers einen abgestellten Pkw beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 05631/9710 entgegen. 

Link: Standort der Brandbekämpfung am 21.November 2020

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Sonntag, 25 Oktober 2020 10:56

Korbacher Feuerwehr rückte am Wochenende aus

KORBACH. Gleich mehrfach musste die Freiwillige Feuerwehr Korbach am Wochenende ausrücken.

Am Freitag, um 22.11 Uhr, wurde die Kernstadtwehr mit dem Stichwort "Ausgelöster Rauchwarnmelder" zu einem Mehrfamilienhaus in die Korbacher Altstadt gerufen. Da von einem Wohnungsbrand in der engen Altstadtbebauung ausgegangen werden musste, rückte sofort ein kompletter Löschzug aus. Nach erster Erkundung konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Vermutlich durch eine technische Störung hatte die Rauchabzugsanlage im Treppenhaus ausgelöst. Das Gebäude wurde kontrolliert und dem Vertreter der Hausverwaltung übergeben.

Um 0.07 Uhr am Sonntag, wurden die ehrenamtlichen Kräfte der Kernstadtwehr erneut gerufen. Im Innenhof der Louis-Peter-Schule brannte ein Müllbehälter. Unter Atemschutz ging ein Trupp zur Brandbekämpfung vor und konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern. Noch während der Einsatz lief, erreichte die Kräfte ein weiterer Notruf. Über die Leitstelle wurde ein Brand in der Schlesischen Straße gemeldet. Ein zweites Fahrzeug übernahm sofort diese Aufgabe. Auch dort konnte ein in Flammen stehender Müllcontainer rasch gelöscht werden.

Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Wer hat an den Örtlichkeiten Personen beobachtet und kann sachdienliche Hinweise geben? Hinweise bitte an die Polizeistation in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710. 


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Dienstag, 14 Juli 2020 07:00

Ladewagen mit Stroh brennt bei Frankenau

FRANKENAU. Zu gleich zwei Einsätzen wurde die Feuerwehr Frankenau am Montag alarmiert - zweimal mussten die Florianjünger löschen.

Ein 69-jähriger Landwirt aus Geismar befuhr die Landesstraße 3332 von Frebershausen in Richtung Allendorf (Hardtberg) mit seinem Traktor und einem mit Rundballen beladenen Anhänger, bis er innerhalb der Ortschaft Frankenau von entgegenkommenden Fahrzeugen mittels Lichthupe auf einen Entstehungsbrand an seinem Anhänger aufmerksam gemacht worden war. Aus bislang ungeklärter Ursache waren neun verladene Rundballen auf dem Ladewagen in Brand geraten. Geistesgegenwärtig steuerte der Landwirt seinen Massey Ferguson  auf ein Feld am Ortseingang von Frankenau und verständigte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg.

Unter dem Alarmkürzel "F2, brennt Landmaschine" rückten um 20:01 Uhr die Wehren Frankenau, Altenlotheim und die Löschgemeinschaft Dainrode/Allendorf zur Einsatzstelle aus. Während der Anfahrt der Rettungskräfte lud der Landwirt die Rundballen mit seinem Frontlader vom Anhänger ab, um diesen vor den Flammen zu schützen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen die neun Rundballen in Vollbrand. Einsatzleiter Manuel Kühn leitete umgehend die Brandbekämpfung ein. Der erste Löschangriff galt dem Anhänger, um größeren Schaden zu vermeiden. Löschwasser bezogen die Einsatzkräfte aus den wasserführenden Fahrzeugen.

Parallel dazu wurde eine Wasserversorgung aus dem Ortsnetz aufgebaut. Anschließend mussten die Rundballen auseinandergezogen und abgelöscht werden. Kontrolliert wurden die Löscharbeiten mit einer Wärmebildkamera. Da unter der Ladefläche des Anhängers eine enorme Wärmequelle lokalisiert werden konnte, wurde diese mittels Winkelschleifer und Brechwerkzeug geöffnet, um auch die letzten Glutnester ablöschen zu können. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehren waren ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg und ein Rettungswagen vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Beamten der Polizei aufgenommen. Personenschaden entstand glücklicherweise keiner, die genaue Schadenshöhe ist derzeit unbekannt. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet.

Link: Brandbekämpfung bei Frankenau am 13.07.2020.

Böschungsbrand

Bereits gegen 17.20 Uhr war die Feuerwehr Frankenau zu einem Böschungsbrand an der Landesstraße 3332 zwischen Frankenau und Frebershausen  alarmiert worden. Etwa sechs Quadratmeter mussten abgelöscht werden.  Auch hier wurde mit der Wärmebildkamera nachkontrolliert. (112-magazin.de)

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EDERTAL. Die Ortsteilfeuerwehr Bergheim-Giflitz wurde um 11.20 Uhr mit dem Alarmstichwort "F2 – brennt Holzstapel an Gebäude" in die Bahnhofstrasse in Edertal Giflitz zum ehemaligen Le Palais alarmiert.

Die 15 Kameradinnen und Kameraden fanden an der Einsatzstelle einen Holzstapel an einem Gewerbeobjekt vor, der von Mitarbeitern eines benachbarten Kieswerkes bereits gelöscht worden war. Mit einer Wärmebildkamera überprüften die Kameraden den Holzstapel und löschten nach. Dieser Brand hätte auch anders ausgehen können, direkt hinter dem Brandherd steht ein Gewerbeobjekt mit Fenstern, die teils offen waren, das schnelle eingreifen der Nachbarn – und der Feuerwehr hat Schlimmeres verhindert" sagte der Edertaler Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam gegenüber 112-magazin.de. Einsatzleiter war der stellvertretende Wehrführer Jens Wilke.

Der zum Eigenschutz der Einsatzkräfte angeforderte Rettungswagen konnte die Einsatzstelle schnell wieder verlassen da keine Gefahr für Einsatzkräfte und Anwohner bestand. Beamte der Polizei Bad Wildungen waren vor Ort, konnten aber noch keine Details zur Brandursache nennen.  (112-magazin.de)

Link: Einsatzstandort der Gemeinschaftsfeuerwehr Bergheim-Giflitz am 10. Juli 2020.  

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BAD BERLEBURG. „Es war eine gute Kameradschaft von Anfang und man wurde einfach super aufgenommen“, ist Mark Stremmel voll des Lobes. Er berichtet mir von seinen ersten Gehversuchen im Löschzug der Bad Berleburger Feuerwehr. Heute - das ist nur etwas weniger als ein Jahr später - zeigen er und sein Kamerad Moritz Eigner mir, was damit gemeint ist. Beide jungen Feuerwehrleute kenne ich bisher nicht. Und als ich mich mit ihnen zum Termin treffe, da ist das für mich einfach so, als würden wir uns schon immer kennen. „Man wird in der Runde nach dem Dienstabend nicht einfach sitzen gelassen, man kommt einfach mit jedem ins Gespräch. Niemand sieht einen hier von der Seite an nach dem Motto: Was will der denn hier?“, schildert Mark mir seine Eindrücke, die er hier von Anfang an erlebt hat. Und viele seiner heutigen Kameraden kannte der Bad Berleburger damals nicht. Ein bisschen empfinde ich es heute auch so, wie Mark damals. Denn obwohl ich die beiden Feuerwehrmänner nicht kenne, haben sie mich sehr herzlich empfangen. Mit Handschlag. Mit Lächeln und mit großer Geduld, all meine Fragen zu ihrem Werdegang zu beantworten. Der nämlich war bei den beiden nicht so, wie eigentlich in den meisten Fällen engagierter Feuerwehrleute. Mark und Moritz sind ganz aus freien Stücken in die Feuerwehr eingetreten. Nicht, wie viele ihrer Kameraden über die Jugendfeuerwehr. Sondern mitten aus dem Leben als junge Erwachsene.

Ein Großbrand in der Nachbarschaft war der letzte Impuls

Wie war das denn? Warum ist Mark Stremmel im Juni 2019 mit 33 Jahren in die Bad Berleburger Feuerwehr eingetreten? Ganz, ganz früher – vor mehr als 20 Jahren hatte er schon mal einen kurzen Versuch unternommen. Damals in der Jugendfeuerwehr Aue- Wingeshausen, der Ortschaft in der der Familienvater seine Kindertage verbracht hat. Aber eine Verbindung zu seinem jetzigen Eintritt in den Löschzug aus dieser Zeit gibt es nicht mehr. Vielmehr war einer der Hauptauslöser einer seiner heutigen Kameraden: „Wir haben hier in der Stadt ein Haus gekauft. Mein Kamerad Markus Crusius ist dort mein Nachbar“, erzählt Mark. Selbst aktiver Feuerwehrmann im Löschzug und sehr daran interessiert, dass die Einsatzkräfte Verstärkung bekommen. „Komm vorbei. Komm, mach mit! , hat Markus mir immer wieder ans Herz gelegt“, berichtet Mark. „Er war schon ein treibender Keil“, lacht er. Aber der letzte Anstoß, der habe doch immer noch gefehlt. „Der kam dann im Mai letzten Jahres. Da brannte der Westfälische Hof“, erinnert sich Mark. Der Westfälische Hof war in Bad Berleburg einst ein sehr gutes und bekanntes Traditionshotel und später ein Massagecenter. Im Mai wurde das Gebäude ein Raub der Flammen. „Das konnte ich von unserem Haus aus sehen. Wir wohnen genau oberhalb am Berg“, berichtet er. „Und das war dann der Punkt, an dem ich mich entschieden habe, endgültig bei der Feuerwehr mitzumachen“, berichtet Mark. „Direkt den Donnerstag danach war ich da“, erinnert sich der hauptberufliche Werkzeugmechaniker. An jenem Dienstabend waren die Kameraden damit beschäftigt, ihre Materialien nach dem Großbrand zu reinigen und in Ordnung zu bringen. Also eine Aufgabe, die sicher nicht zu den Traumaufgaben eines Feuerwehrmannes an seinem allerersten Dienstabend gehört. „Ich bin direkt da geblieben und habe mitgemacht“, erinnert sich Mark. Da war es passiert: Der junge Mann war Feuerwehrmann. Mit Leib und Seele, seine Passion und die unvergleichbare Kameradschaft hatte er hier gefunden. Fortan war Mark bei fast allen Dienstabenden dabei, wurde mit Material ausgestattet, erhielt einen Funkmeldeempfänger, und: „Ich durfte mit zu Einsätzen fahren“. Das war etwas Neues für den Quereinsteiger. „Die Pumpe geht schneller, wenn der Pieper geht. Nachts noch schneller“, gibt er zu. Aber mittlerweile gehe es besser. Auch weil er weiß: „Es ist hier von der Führung super getaktet und man weiß dann genau, was man zu tun hat. Man wird nie alleine gelassen“. Mark strahlt. Er freut sich über die großartige Unterstützung seiner Kameraden.

Der Feuerwehrmann-Anwärter hat das Ziel, Maschinist zu werden und Atemschutzgeräteträger. Besonders interessiert ihn der Einsatz auf der Drehleiter.

"Man kann jederzeit hier her kommen - es wird belohnt" (Mark Stremmel, Feuerwehrmann in Bad Berleburg)

Etwas nachdenklich wird Mark, als ich ihn frage, ob er sich Einsatzsituationen vorstellen kann, vor denen er Angst hat. „Das sind Einsätze, bei denen ich Bekannten begegne, die in eine Notsituation geraten sind“. Da muss er nicht lange überlegen. Vor den Gefahren, die es dort geben könnte, hat er weniger Angst, denn er weiß: „Man kann sich hier auf das Wissen und die Anweisungen der Führung verlassen“. Seit Mark in der Feuerwehr ist, hat er übrigens einen heißen Verehrer, der es kaum abwarten kann, ihm zu folgen und in der Jugendfeuerwehr anzufangen: Sein Sohn Max, acht Jahre alt. „Papa, ich will auf jeden Fall zur Feuerwehr!“, bekommt Mark sehr oft von seinem Jungen zu hören. „Auch meine Tochter ist sehr beeindruckt von der Arbeit der Feuerwehr. Aber ob sie auch dort mitmachen möchte, weiß ich nicht“, lacht Mark. Und wie ist das mit der Unterstützung der Ehefrau bei seiner neuen Tätigkeit? „Das ist super und gar kein Problem“, freut er sich. „Meine Frau hat sofort und immer wieder gesagt: Klar, mach das“, ist er begeistert.

Dem engagierten Helfer ist zum Schluss unseres Gespräches eine Botschaft wichtig: „Es geht auch in meinem Alter ohne Vorbereitung in die Feuerwehr einzutreten. Man kann sich jederzeit trauen, hier her zu kommen. Es wird belohnt“.

Bauingenieur als Hilfe für seine Kameraden

Neben mir sitzt Moritz. Er wirkt ein wenig aufgeregt. Das muss er gar nicht sein. Denn ebenso wie Mark, macht er einen super Job in der Feuerwehr. „Ich bin 19“, antwortet er mir, als ich ihn nach seinem Alter frage. Er ist nun schon seit über einem Jahr in der Feuerwehr, geht noch zur Schule. „Ich mache Abitur und danach studiere ich. Ich möchte Bauingenieur werden“, verrät er mir. Sein Traum ist es, seine Kameraden dann auch in Einsatzfragen unterstützen zu können: „In welche Richtung könnte ein Gebäude einstürzen? Sind es tragende Balken, und wie werden sie beansprucht?“, diese Fragen würde er gerne für seine Kameraden klären.

Von der Kneipe in die Feuerwehr

Auch Moritz ist Quereinsteiger. Hatte noch nichts mit der Feuerwehr zu tun. Der Besuch einer privaten Feier änderte dies. „Wir waren anschließend noch in einer Kneipe und ich saß bei einem Maschinisten hier aus dem Zug am Tisch. Da kamen wir mal kurz über die Feuerwehr ins Gespräch“, erinnert sich Moritz an die Anfänge. „Dann war das so interessant für mich, dass die Feuerwehr den ganzen Abend unser Thema war“, berichtet er weiter. Da war der Funke auf Moritz übergesprungen. Nur einen Tag nach dem Kneipenbesuch knüpfte er sofort Kontakt zu einem Feuerwehrmann, den er bereits aus Schulzeiten kannte. „Ich habe mir sofort die formellen Dinge klären lassen“, erzählt Moritz. Und schon am nächsten Donnerstag war er zum ersten Mal beim Dienstabend im Feuerwehrhaus. „Was kann man denn sonst an einem Donnerstagabend machen?“, fragt er mich. Nach wenigen Besuchen stand für ihn fest: „Ich bleibe hier!“ Und auch für Moritz hatte der Brand des Westfälischen Hofes im Mai eine besondere Bedeutung: „Das war mein erster Einsatz in der Feuerwehr“, erklärt er. Direkt zu Beginn dieses Einsatzes wurde er gefordert: „Auf dem Weg zum Gerätehaus musste ich an der Brandstelle vorbei fahren. Aber da war alles blockiert mit Autos, die einfach angehalten haben. Ich kam nicht mehr weiter“, erzählt er. Er habe gehupt und aus dem Fenster gerufen: „Hier ist ein Feuerwehrmann, der muss durch“. Moritz berichtet mir: „Das musst Du Dir vorstellen. Die Einsatzfahrzeuge kommen gleich und man kommt nicht durch, weil die Leute einfach anhalten und gucken“. Irgendwie schaffte er es dann schließlich doch, zum Gerätehaus zu kommen und mit einem der Löschfahrzeuge auszurücken. Wie denn seine Eindrücke auf dem Weg zu diesem Einsatzort dann waren, möchte ich wissen. „Ich kannte meinen Truppführer ganz gut und auf ihn habe ich vertraut. Es wurden genaue Anweisungen vor Ort gegeben und das war genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Viele Dinge konnte ich ja noch gar nicht wissen“, berichtet er mir. „An der Einsatzstelle hat alles sehr gut funktioniert“, ist er begeistert. Nach dem Ende dieses Einsatzes war der Tag für Moritz aber noch lange nicht vorbei: „An dem Abend war ich noch bei einem Feuerwehrlehrgang und so um kurz vor elf war ich dann erst wieder zu Hause“, erinnert er sich. Am nächsten Morgen musste Moritz früh raus. Schule. In Siegen. Eine Stunde mit dem Auto musste er fahren. „Das war alles kein Problem. Ich war nicht erschöpft, ich hatte ja vorher super Hilfe vor Ort“.

Für Moritz ist es die Abwechslung, die den Reiz an der Feuerwehrarbeit ausmacht. Er ist fasziniert darüber, „eine Gemeinschaft zu bilden und anderen zu helfen“. Und: „Es ist mir wichtig, dass die Feuerwehr Präsenz zeigt, in der Öffentlichkeit gesehen wird und auch Wertschätzung erfährt“, schließt Moritz das Gespräch ab, bevor wir nach draußen gehen, um Fotos zu machen.

Ich bin mir sehr sicher, dass es Dank so engagierter Menschen wie Mark und Moritz dazu kommt, dass die Wünsche von Moritz hinsichtlich der Feuerwehr erfüllt werden. Denn seine spannende Geschichte wird in der Öffentlichkeit gelesen, seine Einsatzeindrücke und die tolle Einstellung und das Engagement der beiden Quereinsteiger werden ganz sicher Wertschätzung erfahren. Menschen wie diese beiden werden die Feuerwehr nach vorne bringen und sie reicher machen.

Gelebte Kameradschaft auch für die Berichterstatter

Zum Thema Kameradschaft: Da die beiden noch keinen Lkw-Führerschein besitzen, konnte kein Löschfahrzeug zum Foto raus gefahren werden. Als Feuerwehrmann Jan Schenk von dem Termin hörte, bot er sofort und ganz aus eigenen Stücken an: „Wenn Ihr einen braucht, der Euch eben ein Auto für den Fototermin raus fährt, dann meldet Euch. Ich mache das sofort“.

Zum Abschluss verabschieden wir uns. Wieder mit Handschlag. Rund zwei Stunden ihrer Freizeit habe ich den beiden Feuerwehrleuten für die Serie geraubt. Und das an einem Sonntag. „Echt super, dass die beiden das machen“, denke ich mir. Und was dann passiert, kann ich kaum glauben: Beide bedanken sich bei mir, dass ich den Bericht über sie verfassen möchte und sie gefragt habe, ob sie bei der Serie mitmachen. Das sitzt. Ich bin tief beeindruckt und verstehe ein wenig, wie sie sich bei der Aufnahme in die Feuerwehr gefühlt haben müssen.

Publiziert in SI Feuerwehr

MARSBERG. Einen einsatzreichen Jahreswechsel hatten die Wehrfrauen und -männer des Löschzugs Marsberg zu bewältigen: Zu fünf Einsätzen musste der Löschzug binnen weniger Stunden ausrücken.

Waren es bis Mitternacht eher kleinere Einsätze, so waren sie in der Neujahrsnacht besonders gefordert - in einem Mehrfamilienhaus in Marsberg war es zu einem Kellerbrand gekommen. Gegen 1.15 Uhr wurde der Löschzug Marsberg zu einem Brandeinsatz mit Menschenleben in Gefahr alarmiert. Das Brandereignis bestätigte sich bei Eintreffen. Glücklicherweise hatten sich die vier Hausbewohner, die zum Zeitpunkt des Brandes im Haus waren, selbständig in Sicherheit bringen können. Sie blieben unverletzt, wie der Rettungsdienst nach kurzer Untersuchung feststellen konnte.

Die Feuerwehrleute unter Leitung ihres Löschzugführers Michael Zinkhöfer sahen sich unterdessen mit einem Kellerbrand bei starker Rauchentwicklung konfrontiert. Aus einem geöffneten Kellerfenster aus der Rückseite trat dichter, dunkler Rauch aus - das Treppenhaus auf der Hausvorderseite war nur leicht verraucht, da die Kellertür verschlossen war. So entschied sich die Einsatzleitung, einen Trupp unter Atemschutz vom Hauseingang her in den Keller zu schicken, um den Brand bekämpfen zu können.

Dazu wurde ein Hochdrucklüfter eingesetzt, um den Treppenraum rauchfrei zu halten und den Keller zu entrauchen, um den vorgehenden Trupp die Arbeit zu erleichtern. Gesichert wurde die Fensteröffnung auf der Hausrückseite mit einem Strahlrohr. Diese Maßnahme zeigte schnellen Erfolg: Die Einsatzkräfte konnten im Keller den Brandherd schnell auffinden und begannen mit den Löscharbeiten. Aus dem offenen Kellerfenster schafften sie das Brandgut ins Freie, um es dort abzulöschen.

Nach einer knappen halben Stunde war der Brand gelöscht. Anschließend belüfteten die Einsatzkräfte zunächst den verrauchten Keller und kontrollierten dann unter Atemschutz das Treppenhaus und die Wohneinheiten des Mehrfamilienhauses. Da auch in ihnen eine Verrauchung festzustellen war, mussten die Wohnungen belüftet werden.

Insgesamt acht Einsatzkräfte mussten unter Atemschutz tätig werden. Etwa 30 Einsatzkräfte des Löschzugs Marsberg, des Rettungdienstes, der Polizei und der Energieversorger waren in der Neujahrsnacht mehrere Stunden im Einsatz. Für den Löschzug Marsberg war dieser Einsatz bereits der fünfte an diesem Silvesterabend - neben einer Tragehilfe für den Rettungsdienst, einer Nachschau und dem Alarm einer Brandmeldeanlage kurz vor Mitternacht, waren sie bereits drei Stunden vorher zu einem Brandeinsatz in der Nähe alarmiert worden. (Feuerwehr Marsberg)

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Publiziert in HSK Feuerwehr
Sonntag, 26 Mai 2019 23:54

Live Band in der Feuerwache Winterberg

WINTERBERG. „Manchmal kann man Engeln auch begegnen“, eine Redewendung, die oft in Werbungen verwendet wird und dem Betrachter einen Menschen zeigt, der durch eine gute Tat einem anderen Menschen geholfen hat und dafür eine „Merci“-Schokolade erhält. Für die Hilfe bei der Autopanne, beim Reifenwechsel, oder dem Tragen der Einkaufstaschen. Dem nicht im Regen stehen lassen, oder der Auskunft über den richtigen Weg.

Ihr, liebe Leser habt bald auch Gelegenheit, Engeln zu begegnen. Genannt werden möchten sie so sicher nicht, und sie wissen auch nicht, dass ich das jetzt gerade tue.

Feuerwehrleute als Engel in der größten Not

Sie sind Menschen, die schwer Verletzte aus zermalmten Fahrzeugen schneiden, die parallel dazu ins Unfallwrack kriechen, dem Verletzten die Hand halten, ihm Mut machen und nicht mehr von seiner Seite weichen. Menschen, die trotz sengender Hitze in brennende Häuser eilen, um Menschen, Tiere und auch persönliche und unwiederbringliche Gegenstände zu retten. Die meterhohen Flammen gegenüberstehen, um das Haus einer Familie zu retten. Menschen, die nachts aufstehen, obwohl sie am nächsten Tag zur Frühschicht müssen, um eine Ölspur zu beseitigen. Menschen, die sich freuen, wenn sie ein Tier aus einer misslichen Lage retten konnten, hart gesottene Männer und Frauen, die weiche Stimmen und einen Kloß im Hals bekommen, wenn man ihnen ein herzliches „Danke“ sagt. Familienväter, junge Frauen und Männer, die sich Eindrücken aussetzen, die der Laie sich gar nicht vorstellen kann. Kameraden, die jederzeit füreinander einstehen, die in der Atemschutzübungsstrecke an ihre Leistungsgrenzen gehen, die Verletzte aus dem Gefahrenbereich tragen, die fast das Doppelte wiegen, als sie selbst.

Nicht nur im Einsatz und bei Übungen sind sie stets zur Stelle:

Über tausend Stunden Eigenleistung am Neu- und Umbau der Feuerwache

In weit über 1000 Stunden haben die Kameraden in ihrer kostbaren Freizeit die Winterberger Feuerwache in der Schulstraße renoviert. Sie haben eine alte Wohnung, Schulungsräume und Büros entkernt, Abrissarbeiten durchgeführt, oder die Wache von innen und außen gestrichen. Sie haben Spinde angebracht und den Außenbereich der Feuerwache gestaltet. Unterstützt wurden sie dabei aber auch von zahlreichen Firmen.

Jetzt, nach rund drei Jahren Planungsphase und zwei Jahren Umbauzeit, und nach der Anschaffung zweier neuer Einsatzfahrzeuge laden die Kameraden des Löschzuges Winterberg Euch ein, liebe Leser, um Euch einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Um Euch zu zeigen, was sie in ihrer Freizeit errichtet haben, und um Euch zu zeigen, mit welchen Fahrzeugen sie in Not geratenen Menschen und Tieren zur Hilfe eilen. Sie möchten Euch erklären, wie die Geräte im Einsatz funktionieren, Euch die neue Wache im Detail vorstellen. Eure Fragen beantworten, mit einer Hüpfburg für ein Leuchten in den Kinderaugen sorgen, demonstrieren, wie toll sie ihren Nachwuchs auf den Einsatzdienst vorbereiten, Euch verpflegen, nette Gespräche führen, die neuen Einsatzfahrzeuge – ein Löschgruppenfahrzeug und einen Gerätewagen Messtechnik – einweihen.

Live-Band "Night Life" in der Feuerwache

Doch damit nicht genug: Für einen weiteren Höhepunkt wird ab 18.00 Uhr die Musikband „Night Life“ sorgen.

Also, liebe Leser, begegnet auch Ihr Engeln und sagt „Merci“ mit einem Besuch beim Tag der offenen Tür, damit sich die unermüdliche Arbeit der Kameraden auch außerhalb der Einsätze und Übungsdienste lohnt.

Wann: Sonntag, 09. Juni 2019, ab 10.00 Uhr

Wo: Feuerwache Winterberg, Schulstraße 10

Publiziert in HSK Feuerwehr

BAD BERLEBURG. Am Samstagabend gegen 18.45 Uhr kam es im Weidiger Weg in Bad Berleburg-Wingeshausen zu einem Brand eines dortigen Gartenhauses.

Beim Eintreffen der Polizei war bereits der gesamte Löschzug 6 der Feuerwehr der Stadt Bad Berleburg vor Ort und traf erste Löschmaßnahmen. Personen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden, der Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro.

Die Polizei ermittelt jetzt zur genauen Brandursache. (ots/r)

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MARSBERG. Unter dem Motto "Mehr Sicherheit im Einsatz" stand die Fortbildung der Atemschutzgeräteträger beim Löschzug Marsberg. Am Samstag trafen sich hierzu einige Feuerwehrfrauen und -männer sowie die Ausbilder am Feuerwehrgerätehaus in Marsberg.

Auf dem Plan standen Themen wie eine theoretische Unterweisung zur Überwachung der eingesetzten Kräfte, Verhalten in Notlagen und Unfallverhütungsvorschriften. In den praktischen Teilen wurden unter anderem Hindernisse aufgebaut um ein Gebäude mit mehreren Räumen zu simulieren. Hier galt es unter voller Ausrüstung und ohne etwas zu sehen, die Räume abzusuchen und eine vermisste Person zu finden und aus dem Gebäude zu bringen.

Bei einer weiteren Station wurde die Situation eines in Not geratenen Atemschutztrupps nachgestellt. Hier mussten die Teilnehmer einen bewusstlos gewordenen Feuerwehrmann unter Atemschutz mit seiner kompletten Ausrüstung aus dem Gebäude zu holen. Das richtige öffnen von Zimmertüren war ein weiterer Bestandteil der Fortbildung.

Den Teilnehmern wurden Einsatztaktiken gezeigt, wie man Türen richtig öffnet, hinter denen es brennt. Als letztes mussten die Teilnehmerunter Atemschutz die Drehleiter hochsteigen. Im ersten Obergeschoss mussten sie von der Drehleiter in ein Fenster übersteigen, was mit 25 Kilogramm Ausrüstung, einer eingeschränkten Sicht und eingeschränkter Bewegungsfreiheit eine Herausforderung darstellte.

Am Ende des Tages waren sich Ausbilder und Teilnehmer einig, dass es ein gelungener Samstag war. Viele Dinge die oft in der Theorie besprochen werden, konnten so auch praktisch geübt werden. Der Löschzug wird eine Fortbildung dieser Art im Frühjahr wiederholen.

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