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Donnerstag, 17 Januar 2019 14:43

Sparkassenmitarbeiterin verhindert Enkeltrick

KREUZTAL. Eine aufmerksame Sparkassenmitarbeiterin konnte am Mittwochnachmittag erfolgreich verhindern, dass ein hochbetagter Kreuztaler Senior Opfer eines hinterhältigen Enkeltricks wurde.

Nach dem Anruf der vermeintlichen Enkel hatte sich der ältere Herr bereits zu seiner Sparkasse in Kredenbach begeben, um dort über 10.000 Euro abzuholen. Die Mitarbeiterin der Sparkasse reagierte jedoch clever, bemerkte das hinterhältige Spiel der Betrüger und rief dann zusammen mit dem Senior zunächst einmal den tatsächlichen Enkel des Kreuztalers an. So klärte sich dann schnell, dass dieser keinesfalls - wie von dem falschen Enkel am Telefon behauptet - 13.000 Euro für den Kauf von Wertpapieren benötigte. Anschließend verständigten die Sparkassenmitarbeiterin und der Senior sofort die Polizei - das Siegener Kriminalkommissariat 2 ermittelt nun in der Sache.

Aus aktuellem Anlass wird nochmals besonders vor dieser Betrugsmasche gewarnt, da die Polizei nicht ausschließt, dass noch weitere ältere Menschen ebenfalls gleichlautende Anrufe bekommen könnten. Personen, die einen solchen Anruf erhalten, sollten sich schnellstmöglich unter dem Notruf 110 mit der Polizei in Verbindung setzen. Gleichzeitig weist die Polizei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Geldgeschäfte unter Familienangehörigen im Regelfall zeitlich nicht so dringend sind, sodass eine unmittelbare Entscheidung am Telefon getroffen werden müsste. Solche wichtigen Entscheidungen werden am besten in der guten Stube in ruhiger Atmosphäre unter persönlicher Anwesenheit aller Beteiligten getroffen. Deshalb sollte man sich am Telefon niemals unter Druck setzen lassen. (ots/r)

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Publiziert in SI Polizei

SIEGEN. Eine 75-jährige Siegener Seniorin wurde Opfer hinterhältiger Telefonbetrüger, die sich als falsche Microsoft-Mitarbeiter ausgaben und die Konten der Seniorin um über 11.000 Euro erleichterten.  

Zur Mittagszeit hatte die Seniorin auf ihrem Festnetztelefon einen Anruf von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter namens "Steve Johnson" erhalten, der vorgab, dass der Rechner der 75-Jährigen "gehackt" worden sei und sie nun entsprechende Arbeiten zur Bereinigung des Problems durchführen müsse. Die Kommunikation fand in englischer Sprache statt, der Anrufer hatte einen indischen Akzent.  

Durch die Mitwirkung der Siegenerin wurde der falsche Microsoft-Mitarbeiter dann für den direkten Zugriff auf den Computer und auch das Smartphone der älteren Dame freigeschaltet. Die mit der ganzen Situation letztlich überforderte 75-Jährige sah alsdann ständig nur noch aufleuchtende Buttons, die sie dann mit "Okay" o.ä. anklickte. Dann wurden Dateien der Seniorin geöffnet und sie sah überall Malware und rotes Aufleuchten. Und da angeblich auch die Firewall-Lizenz der Seniorin abgelaufen sei, bot "Mr. Johnson" der Siegenerin noch verschiedene Verträge an, deren Abrechnung via Kreditkarte erfolgen sollte.

Letztlich wurden die Konten der Siegenerin so um über 11.000 Euro erleichtert. Das für Betrugsdelikte Siegener Kriminalkommissariat 2 warnt deshalb erneut vor diesen perfiden Telefonbetrügern. Die Anrufer suggerieren ihrem jeweiligen Opfer meist in englischer Sprache mit deutlichem asiatischem Akzent, dass Microsoft einen angeblichen Viren- bzw. Trojanerbefall auf dem genutzten Computer festgestellt habe. Entsprechende Meldungen - so erläutert der hinterhältige Anrufer dann weiter - seien mehrfach beim Microsoft Support eingegangen und man wolle dem Nutzer nun helfen, diese Infektion zu beseitigen.

Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der oder die Täter bereits zuvor eine Schadsoftware auf dem betroffenen Computer installiert haben und der Nutzer tatsächlich Performance-Probleme mit seinem Rechner hat. Während des Telefonates wird das Opfer nun aufgefordert, diverse Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen, bzw. bestimmte Letztlich wird für die angebliche Serviceleistung ein Geldbetrag gefordert, welcher in der Regel mittels einer Kreditkarte bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter auch noch an die Kreditkartendaten des Opfers.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben. Die Kriminalpolizei rät daher:  

  • Beenden Sie solche Telefonate umgehend!  
  • Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen sie umgehend die Internetverbindung und lassen Sie den Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen!  
  • Nehmen Sie keine Zahlungen vor!
(ots/r)

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