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WALDECK-FRANKENBERG. Die Ereignisse von Hanau werfen ihre Schatten auch in den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Aufgrund einer Gesetzesänderung zum Waffenrecht werden Jagdscheine in Hessen zurzeit nicht verlängert. Das könnte bedeuten, dass ein Jahresjagdschein, der am 31. März 2020 seine Gültigkeit verliert, nicht fristgerecht verlängert werden kann.

Das bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion ein Mitarbeiter der Jagdbehörde im Korbacher Kreishaus. Allerdings versucht die untere Jagdbehörde die Gemüter zu beruhigen: Kein Jäger muss am 1. April seine Waffen abgeben, auch die Jagdpachtfähigkeit ohne gültigen Jagdschein bleibt von der ungewöhnlichen Maßnahme unberührt. Ob die Jagd ohne das grüne Dokument weiterhin ausgeübt werden kann, ist aber fraglich - schließlich ist die Berechtigung eine Waffe zu führen an einen gültigen Jahresjagdschein gebunden.

Derzeit müssen nach neuer Gesetzeslage sämtliche Jäger (m/w/d) vom Verfassungsschutz und vom Bundeskriminalamt überprüft werden. Leider stehen den Behörden derzeit die technischen Möglichkeiten nicht zur Verfügung. Es wird aber mit Hochdruck daran gearbeitet, versichert die untere Jagdbehörde und gibt ein Zeitfenster von vier Wochen vor. Ob allerdings sämtliche Jagdscheine zum 1. April verlängert werden können, steht nicht fest.   (112-magazin)

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 27 März 2019 12:36

Am Kreishaus: Sportback angefahren und abgehauen

KORBACH. Ziemlich leicht gemacht hat es sich ein unbekannter Fahrzeugführer, als er beim Ein- oder Ausparken auf dem Parkplatz zwischen dem Kreishaus und dem Finanzamt einen schwarzen Audi demolierte und anschließend die Flucht ergriff - der Sachschaden an dem Fahrzeug wird auf 1500 Euro geschätzt.

Laut Polizeiprotokoll erschien am heutigen Mittwoch eine 32-jährige Frau aus Vöhl um 7.40 Uhr bei der Polizeidienststelle in Korbach, um eine Verkehrsunfallflucht anzuzeigen. Die Frau hatte ihren schwarzen Audi am 25. März gegen 7.15 Uhr auf dem Parkplatz beim Kreishaus abgestellt und ihren Wagen am 27. März um 7.15 Uhr erneut aufgesucht. Dabei fiel der jungen Frau eine kräftige Beschädigung an der linken Fahrzeugseite (siehe Titelbild) auf. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden bei dem A1 auf 1500 Euro.

In diesem Fall ist die Polizei auf Hilfe von Zeugen angewiesen. Wer Hinweise zum Fluchtfahrzeug oder zum Täter geben kann, möchte sich bitte mit der Polizeistation in Korbach unter der Rufnummer 05631/9710 in Verbindung setzen. ( 112-magazin)

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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Ab sofort gibt es im siebenköpfigen Team der Leitenden Notärzte (LNA) in Waldeck-Frankenberg einen neuen Mediziner: Dr. Thomas Klausnitzer ist Nachfolger von Dr. Christoph Schlepper, der drei Jahre in dieser Funktion tätig war und aus dem Amt ausschied.

In der Notfallmedizin sind im Landkreis rund 65 Notärzte im Einsatz. Die Aufgaben der Leitenden Notärzte beziehen sich auf die Lenkung und Leitung größerer Schadenslagen, in denen medizinorganisatorisches Wissen gefragt ist. Dabei beurteilen die LNA die Lage aus medizinischer Sicht und koordinieren verantwortlich die Versorgung der Unfallopfer.

Damit im Notfall stets ein Leitender Notarzt in greifbarer Nähe ist, haben die sieben Mediziner ihre Wohnsitze über den gesamten Landkreis verteilt. Bei einer komplexen Schadenslage mit mehreren Verletzten alarmiert die Leitstelle im Korbacher Kreishaus sämtliche Leitende Notärzte. Der Kollege, der sich in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle befindet und auch in seinem eigentlichen Beruf nicht gebunden ist, eilt dann schnellstmöglich dorthin, um die Patienten gemeinsam mit dem Rettungsdienst zu versorgen.

Dr. Thomas Klausnitzer ist bereits seit 2000 regelmäßig als freiberuflicher Notarzt tätig, seit 2011 im Landkreis Waldeck-Frankenberg an den Standorten Bad Arolsen und Frankenberg. Zuvor war er bereits als Leitender Notarzt in Bielefeld tätig, wo er unter anderem auch in der Luftrettung auf dem Rettungshubschrauber Christoph 13 im Einsatz war. Der ausgebildete Anästhesist leitet in seinem jetzigen Wohnort Rodenbach das Projekt "First Responder" - eine Gruppe ehrenamtlicher Ersthelfer, die im Notfall Unfallopfer erstversorgen können, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Hauptberuflich als Pilot bei Viessmann
Von 1999 bis 2011 war Dr. Thomas Klausnitzer als Anästhesist am Bielefelder Klinikum Mitte tätig sowie als Notarzt im boden- und luftgebundenen Rettungsdienst der Stadt Bielefeld. Hauptberuflich ist er seit einigen Jahren als Pilot im Werksflugbetrieb der Viessmann-Werke in Allendorf tätig.

"Wir freuen uns, Dr. Klausnitzer in die Gruppe der Leitenden Notärzte aufnehmen zu dürfen", betonte der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für den Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Jens Deutschendorf. "Dies ist eine Funktion, in der die Mediziner eine große Verantwortung übernehmen und einen großen persönlichen Einsatz leisten - zum Wohle der Patienten." Für ihren stetigen Einsatz danke er daher nicht nur den Leitenden Notärzten, sondern auch allen anderen Helfern aus dem Rettungsdienst, der Leitstelle und der Feuerwehr, die bei Unfällen stets zur Stelle sind.

"Für den flächenmäßig größten Landkreis in Hessen ist es schon allein aus den resultierenden Entfernungen und Fahrzeiten zur Einsatzstelle unabdingbar, eine ausreichende Zahl an Notärzten und Leitenden Notärzten vorzuhalten", ergänzte der Ärztliche Leiter Rettungsdienst im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Dr. Rudolf Alexi und freut sich auf eine künftige Zusammenarbeit.

Dr. Klausnitzer sieht seine neue ehrenamtliche Herausforderung als "großartige Aufgabe", wie er bei der offiziellen Ernennung und Vereidigung am Freitag im Korbacher Kreishaus erklärte. Als gebürtiger Allendorfer sehe es zudem "als Geschenk, mich in meiner alten Heimat engagieren zu dürfen", unterstrich der verheiratete 45-Jährige bei der Übergabe der Ernennungsurkunde. Das Verhältnis als Ehrenbeamter des Landkreises währt für zunächst fünf Jahr, kann dann aber verlängert werden.

Umfangreiche Qualifikation
Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, dankte Klausnitzer für seine Bereitschaft, sich als LNA zur Verfügung zu stellen. Biederbick verwies auf die hohe fachliche Kompetenz, die für diese Tätigkeit vonnöten sei. "Man muss was dafür tun", verdeutlichte der Fachdienstleiter. So müsse ein Leitender Notarzt nicht nur eine medizinische Ausbildung vorweisen, sondern sich in zweijähriger Zusatzausbildung als Notfallmediziner qualifizieren und obendrein eine Qualifikation zum Leitenden Notarzt erwerben. (r/pfa) 


Publiziert in Retter

KORBACH. Bei einem Verkehrsunfall auf dem Südring vor der Kreisverwaltung ist am Mittwochmittag eine 25 Jahre alte Autofahrerin leicht verletzt worden. Die Insassen des zweiten Wagens blieben unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

Die 25-Jährige aus einem Waldecker Stadtteil wollte um kurz vor 13 Uhr vom Gelände der Kreisverwaltung in den Südring einbiegen. Von links aus Richtung Medebacher Landstraße näherte sich ein Subaru. Weil der Wagen nach Angaben der Polofahrerin rechts blinkte und die Waldeckerin daher davon ausging, dass der Fahrer abbiegt, fuhr sie selbst los - im nächsten Moment krachte es. Der Subaru rammte den Polo in Höhe der Fahrertür, wodurch die junge Frau verletzt wurde - zum Glück nur leicht.

Der Korbacher Notarzt und die Besatzungen von insgesamt drei Rettungswagen rückten zur Unfallstelle aus. Lediglich ein RTW wurde aber schließlich benötigt, mit dem die 25-Jährige vorsorglich ins Korbacher Krankenhaus gebracht wurde. Der 84 Jahre alte Subarufahrer aus Korbach und seine 68-jährige Beifahrerin blieben unverletzt. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf mindestens 6000 Euro. (pfa) 

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Publiziert in Retter

KORBACH. Die Leitstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg wird größer und moderner: seit kurzem laufen die Arbeiten zum Umbau und der Erweiterung der Räume im Korbacher Kreishaus. Dabei werden nicht nur eine neue Funk- und Fernmeldetechnik installiert, sondern auch ein Stabsraum eingerichtet und die fünf Arbeitsplätze künftig in einem Raum untergebracht.

Das Land Hessen stellt momentan alle 25 nicht-polizeilichen Leitstellen im Land auf Digitalfunk-Technik um, so auch die Leitstelle Waldeck-Frankenberg im Kreishaus. Dabei werden die Glasfaseranbindung realisiert und die Server-Systeme umfänglich erneuert. Mit der neuen abhörsicheren Technik ist eine schnellere Datenübertragung möglich; Einsätze können so künftig noch besser koordiniert werden. Auch eine verbesserte Vernetzung der Leitstellen in Hessen untereinander wird dadurch möglich sein.

Im Zuge dieser Arbeiten hat sich der Landkreis dazu entschlossen, auch die Räumlichkeiten der Leitstelle im Korbacher Kreishaus zu verbessern. Bisher tagte der Katastrophenstab bei Bedarf in einem Stabsraum im Erdgeschoss der Korbacher Kreisverwaltung. "Insbesondere bei der Koordination der kurzfristigen Zuweisung von Flüchtlingen, die uns im Herbst 2015 erreichte, hat sich aber herausgestellt, dass der Raum den Anforderungen nicht mehr entsprach", begründet der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für den Rettungsdienst, Jens Deutschendorf, die Entscheidung.

Im Zuge der Umbauarbeiten soll dementsprechend ein neuer Stabsraum in den bisherigen Räumen der Leitstelle entstehen. Für die neue Leitstelle wird eine bereits bestehende Fläche, die an der Südseite des Kreishauses an das Gebäude grenzt und sich in unmittelbarer Nähe der alten Leitstelle befindet, genutzt. Der Rohbau ist bereits abgeschlossen; demnächst wird der Ausbau beginnen, der bis Ende Mai beendet sein soll.

In einem weiteren Schritt sollen dabei die fünf Arbeitsplätze, die sich momentan noch in zwei Räumen befinden, in einem Raum untergebracht werden. "Das hat eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Kommunikation des Leitstellenpersonals während der Einsätze untereinander zur Folge", betont der Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, Gerhard Biederbick.

Die Kosten für die Erneuerung der Leitstellentechnik wird das Land Hessen übernehmen; die Kosten von einer Million Euro für die Umbauten im räumlichen Bereich der Leitstelle trägt der Landkreis Waldeck-Frankenberg. (r/Quelle: Kreisverwaltung)   

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Publiziert in Retter

WALDECK-FRANKENBERG. Medizinischer Notfall, Feuer, Unfall oder Katastrophe - wenn Menschenleben in Gefahr sind, zählt jede Sekunde. Hilfe bekommen die Bürger in beinahe jeder Notsituation über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112. Am 11.2. ist der europäische Tag des Notrufes 112, der unter anderem das Ziel hat, die in allen EU-Ländern geltende Nummer bekannter zu machen.

Umfragen zufolge wissen zum Beispiel nur 20 Prozent der Deutschen, dass die Notrufnummer 112 in der gesamten Europäischen Union gilt. Gerade in Bezug auf Urlaub oder berufliche Auslandsaufenthalte kann dieses Wissen Menschenleben retten. Weiterhin ist die Notrufnummer unabhängig vom jeweiligen Netzanbieter rund um die Uhr erreichbar.

Egal ob Festnetz oder Mobiltelefon, wer in Waldeck-Frankenberg die 112 wählt, landet in der Regel in der zentralen Leitstelle im Korbacher Kreishaus. Wählt man den Notruf über das Mobiltelefon, kann der Anruf - abhängig vom Standort - auch schon einmal bei einer benachbarten Leitstelle ankommen, "die Kollegen leiten ihn in diesem Fall jedoch schnellstmöglich an uns weiter", erklärt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Er ist Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Waldeck-Frankenberg - und damit unter anderem auch für die Rettungsleitstelle verantwortlich.


23.215 Notrufe über die Nummer 112 im Jahr 2016
Die Disponenten der Leitstelle Waldeck-Frankenberg haben im vergangenen Jahr genau 23.215 Notrufe entgegengenommen, aus denen 15.237 Einsätze entstanden sind. In den übrigen Fällen haben Personen die Notrufnummer entweder missbräuchlich oder versehentlich gewählt, außerdem gehen laut Biederbick in einigen Fällen auch mehrere Notrufe zu ein und demselben Unfall oder Brand ein. Nicht zuletzt wählen Anrufer aus Unwissenheit die Notrufnummer, obwohl sie beispielsweise lediglich einen Krankentransport bestellen oder Fragen zu Apothekennotdiensten beantwortet haben möchten. Notrufe per Fax als Möglichkeit für Gehörlose gingen im vergangenen Jahr laut Biederbick nicht ein. Auch Notrufe, wie sie spezielle Smartphone-Apps ermöglichten, spielten im vergangenen Jahr keine Rolle.


Die Telefonnummer des Hilfesuchenden wird der Leitstelle auch bei unterdrückter Rufnummer angezeigt, sodass die Disponenten schon während des Telefonats wichtige Informationen zu Namen und Adresse des Anrufers abgleichen können - digitale Technik macht's möglich. Inzwischen digital - früher auf Tonband - werden alle Notrufe aufgezeichnet und gespeichert. Hierdurch können sich die Disponenten das Gespräch bei Bedarf mehrfach anhören und auch unter schwierigen Bedingungen den Inhalt bestmöglich auswerten.

"Ganz wichtig beim Absetzen eines Notrufes ist es, eine gewisse Ruhe zu bewahren", erklärt Gerhard Biederbick. "Zuerst müssen wir wissen, wer den Notruf meldet, und was genau passiert ist. Dann sollte man mitteilen, wie viele Personen betroffen sind und wo man sich befindet. Bei dieser Frage ist es besonders wichtig, die Angaben so genau wie möglich zu machen, um den Einsatzkräften eine zeitaufwändige Suche zu ersparen", verdeutlicht der Fachdienstleiter. Beenden sollte der Hilfesuchende das Gespräch in keinem Fall selbst, da hierbei wichtige Informationen verloren gehen könnten. Man solle stets auf mögliche Rückfragen des Disponenten warten - der das Gespräch beendet, wenn er über alle nötigen Informationen verfügt.


Biederbick empfiehlt, sich an die sogenannten fünf "W"s zu halten:
"Wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist die Einsatzstelle? Wie viele Betroffene? Warten auf Rückfragen.

Biederbick rät außerdem, den Notruf so früh wie möglich zu wählen, um ein rasches Entsenden der Einsatzkräfte zu ermöglichen. Neben Feuerwehr, Rettungswagen und Notarzt kann die Leitstelle auch DLRG, THW, Bergwacht und weitere Organisationen zur Einsatzstelle entsenden. Bei sehr schweren Notfällen fordern die Disponenten in Absprache mit umliegenden Leitstellen zum Beispiel auch Rettungshubschrauber an.

Erfolgreiche Telefonreanimation
Dass man bei einem Notfall durchaus mehr machen kann als nur den Notruf abzusetzen, zeigt ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr, bei dem ein zweijähriger Junge in Korbach nach einem Sturz in den Swimmingpool von seinem Bruder reanimiert wurde. Der damals Neunjährige wählte den Notruf und schilderte dem Disponenten Michael Seebold die Situation. Noch während Seebold (r.) an seinem Rechner den Rettungswagen samt Notarzt alarmierte, erklärte er dem jungen Anrufer das weitere Vorgehen. Durch Instruktionen am Telefon angeleitet, zog der Junge seinen Bruder aus dem Wasser, leitete entsprechende Maßnahmen ein und rettete ihm somit das Leben.


Wichtige Hinweise:

  • Rufen Sie die 112 nicht für Verkehrsmeldungen, Wetterberichte oder allgemeine Informationen an
  • Unnötige Anrufe können das System überlasten und so das Leben derer gefährden, die wirklich dringend Hilfe benötigen
  • Scherzanrufe können ebenfalls die Reaktion auf echte Notfälle verzögern. Wegen der hohen Zahl von falschen Notrufen haben zahlreiche Länder beschlossen, die 112 für Anrufe von Mobiltelefonen ohne SIM-Karte zu sperren

Weitere Informationen und Links zum Thema:
Einheitliche Telefonnummer 112 für den Notfall europaweit

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Publiziert in Retter

WALDECK-FRANKENBERG. Sind bei einem Unfall, Brand oder anderen Unglück mehrere Verletzte zu versorgen, kommen neben Notärzten und Rettungskräften unter anderem auch sogenannte Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) zum Einsatz. Sie koordinieren zum Beispiel die Sichtung der Patienten und deren Zuweisung in Kliniken. Mit Manuela Stehling, Andreas Heuser und Mark Hiller stehen im Kreis nun drei neue OLRD zur Verfügung.

Ein Zusammenstoß zweier voll besetzter Autos, ein Zugunglück, ein Brand in einem Mehrfamilienhaus oder ein Chemieunfall in einem heimischen Industrieunternehmen - wenn Rettungskräfte und Feuerwehrleute sich bei solchen sogenannten Großschadenslagen um mitunter viele Verletzte kümmern, haben sie ohnehin alle Hände voll zu tun. Um die Retter zu entlasten und ihnen notwendige organisatorischen Aufgaben abzunehmen, werden bei derartigen Fällen Leitende Notärzte (LNA) und Organisatorische Leiter Rettungsdienst zur Einsatzstelle gerufen, um Strukturen vor Ort zu schaffen - das ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg pro Jahr durchschnittlich acht bis zwölf Mal der Fall.

Hochqualifiziert, viel Erfahrung
"Sie sind hochqualifiziert und bringen viel Erfahrung mit", sagte am Mittwoch Jens Deutschendorf, Erster Kreisbeigeordneter und Dezernent für den Katastrophenschutz, bei der Vereidigung der neuen OLRD im Kreishaus. Deutschendorf ernannte Manuela Stehling aus Edertal, die hauptamtlich im DRK-Kreisverband Bad Wildungen tätig ist, und Andreas Heuser aus Waldeck, neuer Wachenleiter des promedica-Rettungsdienstes Sachsenhausen, zu Ehrenbeamten des Landkreises, der Träger des Rettungsdienstes ist. Dritter neuer Organisatorischer Leiter Rettungsdienst ist Mark Hiller (Winterberg/DRK Frankenberg), der aus Krankheitsgründen nicht an der Ernennung teilnahm.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Rudi Alexi, bezeichnete das Gespann aus Leitendem Notarzt und OLRD an der Einsatzstelle als "doppeltes Lottchen", das die Anforderungen einer Großschadenslage gemeinsam mit der Feuerwehr bewältige. Inzwischen verfüge der Landkreis über 16 Organisatorische Leiter Rettungsdienst und sieben Leitende Notärzte. "Wir sind Hessens größter Landkreis, daher sind diese Kräfte über das gesamte Kreisgebiet verteilt", erklärte Deutschendorf. Innerhalb von 30 Minuten müssten LNA und OLRD vor Ort sein, erklärte Dr. Alexi. Um eine reibungslose Zusammenarbeit im Ernstfall zu gewährleisten, gebe es unter anderem gemeinsame Katastrophenschutzübungen, erklärte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Er ist Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz.

Um ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, stünden den Organisatorischen Leitern aber auch eine gute Infrastruktur zur Verfügung, lobte OLRD-Sprecher Kai Schulz. So könne man bei größeren Einsatzlagen über die Leitstelle zum Beispiel den sogenannten ELW 2 anfordern - eine mobile Leitstelle, die an der Einsatzstelle weitere Aufgaben erfüllt und die Kommunikation übernimmt. Um die anspruchsvollen Anforderungen eines Organisatorischen Leiters Rettungsdienst zu erfüllen, müssen die Kandidaten laut Schulz gelernte Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter sein, eine analoge und digitale Funkunterweisung absolviert haben, als Zugführer bei Feuerwehr oder Rettungsdienst tätig sein und einen entsprechenden OLRD-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen haben.

Bei der Ernennung und Vereidigung für die fünfjährige ehrenamtliche Zusatzaufgabe dankte Deutschendorf den neuen Organisatorischen Leitern dafür, "dass Sie sich für diese wichtige Aufgabe bereiterklären". Wenn ein OLRD zum Einsatz gerufen werde, sei dies stets eine hochkritische Situation - vor allem für die Betroffenen.

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Publiziert in Retter
Freitag, 13 September 2013 06:30

Kreishaus: Auto angefahren und geflüchtet

KORBACH. Vermutlich beim Ausparken hat ein bislang unbekannter Autofahrer einen am Kreishaus abgestellten Renault angefahren und beschädigt. Der Verursacher kümmerte sich nicht weiter um das 800 Euro teure Malheur, sondern machte sich aus dem Staub.

Der Renault Scenic war am Donnerstag in der Zeit zwischen 8 und 13.15 Uhr abgestellt in der zweiten Parkreihe des Kreishaus-Parkplatzes im Südring. Als der Renaultfahrer mittags zu seinem Wagen zurückkehrte, fand er den Scenic beschädigt vor: Der Wagen war am rechten Heck angefahren worden. Der Schaden beträgt laut Polizei etwa 800 Euro.

Weil der Verursacher weder eine Notiz hinterließ noch auf der Wache anrief, ermittelt die Polizei nun wegen Unfallflucht und sucht Zeugen, denen im genannten Zeitraum etwas aufgefallen ist. Wer zur Aufklärung des Falls beitragen kann, meldet sich unter der Rufnummer 05631/971-0.

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