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WALDECK-FRANKENBERG. Ein Schnäppchen im Internet: Viele Menschen freuen sich, wenn sie ein vermeintliches Schnäppchen im Internet entdeckt haben. Diese "Schnäppchen" erweisen sich aber oft als Betrug. Für Kriminelle ist das Online-Shopping ein lukratives Geschäft. Mittels gefälschter Verkaufsplattformen, sogenannte Fake-Shops, betrügen sie Online-Käufer um Waren und Geld.

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg häufen sich in letzter Zeit wieder die Fälle des Betruges mit Fake-Shops, bei dem bestellte Ware nicht geliefert wird. Die Käufer entdeckten im Internet ein vermeintliches Schnäppchen, überwiesen das Geld an den angeblichen Verkäufer, erhielten aber nicht die bestellte Ware.

So kaufte eine 42-jährige Frau aus dem Edertal über einen Internetshop ein Fahrrad im Wert von 2000 Euro. Nachdem sie bezahlt hatte, wartete sie vergeblich auf die Lieferung des hochwertigen Bikes: Sie war auf einen Fake-Shop hereingefallen, der danach nicht mehr existierte.

Ähnlich erging es auch einer 39-Jährigen aus Allendorf (Eder). Sie freute sich über ein vermeintliches Schnäppchen: Sie hatte Gartenmöbel für etwa 360 Euro im Internet bestellt und bezahlt. Die Freude dauerte aber nicht lange an. Die Ware wurde nicht geliefert, das Portal im Internet wurde gelöscht.

In beiden beschriebenen Fällen wurden die Käufer Opfer von Betrügern, die im Internet Fake-Shops eingerichtet hatten.

Fake-Shops

Fake-Shops sind gefälschte Internet-Verkaufsplattformen, die äußerlich schwer bis kaum von real existierenden Websites zu unterscheiden sind. Sie wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Fake-Shops blenden die Konsumenten mit attraktiven Angeboten. Sie arbeiten mit gefälschten Webseiten und nutzen dabei missbräuchlich Artikelfotos, Namen und sogar Impressen tatsächlich existierender Unternehmen oder auch komplett gefälschte Impressen. Die meisten seriösen Shops bieten dem Kunden im Vergleich zu den Fake-Shops verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung an. Die Käufer sollten vorsichtig sein, wenn sie ausschließlich per Vorkasse bezahlen können.

Vorsicht bei Konten im Ausland

Besonders vorsichtig sollten die Käufer sein, wenn sich die Konten der Unternehmen im Ausland befinden, der Shop seinen Sitz aber in Deutschland hat. Käufer sollten daher auf die Landeskürzel der IBAN achten.

Wie kann man einen Fake-Shop erkennen?

Prüfen Sie das Angebot mit einer Checkliste. Wenn mehrere Punkte zutreffend sind, ist Vorsicht angebracht, oft handelt es sich um einen Fake-Shop. Die URL des Shops weist keine gesicherte Verbindung (https) auf. Die angebotenen Produkte werden als "echtes Schnäppchen" wahrgenommen und sind extrem günstig. Auch die Stückzahl der "Schnäppchen" ist begrenzt oder zeitlich eingeschränkt. Die Bezahlung ist nur per Vorkasse möglich, obwohl andere Bezahlmöglichkeiten ohne Funktion aufgeführt werden. Oft fehlt das Impressum oder es ist unvollständig. Äußerst verdächtig: Die Kundenbewertungen sind durchgängig positiv. Oft fehlen Kontaktmöglichkeiten und der aktuelle Lieferstatus kann nicht abgerufen werden. Vorsicht ist geboten, wenn Bestell-, Zahlungseingangs- und Versandbestätigungen ausbleiben. Teilweise machen sich Fake-Shop-Inhaber auch große Onlineplattformen zunutze und verlinken von dort auf fremde, tatsächlich existierende Onlineshops.

Bei Verdachtsmomenten kontaktieren Sie bitte die Polizei - die Beamten werden ihnen mit Sicherheit den richtigen Rat geben. (ots/r)




Publiziert in Blitzer

WALDECK-FRANKENBERG. Sie sprechen von der großen Liebe, wollen aber nur an das Vermögen - die Polizei warnt vor "Love Scamming", einer modernen Form des Heiratsschwindels. Dabei handelt es sich um Täter, die in sozialen Netzwerken oder Chats gezielt Menschen ansprechen.

Was wie ein Flirt beginnt, endet mit der Bitte um Geld, die Gründe sind unterschiedlich. In der Regel leben die Männer und Frauen im Ausland und "benötigen" es für einen vermeintlichen Besuch in Deutschland, medizinische Versorgung oder anderen Notlagen. So ähnlich hat es auch eine Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg erlebt.

Die Frau, Mitte 30, lernte den Mann auf Instagram kennen. Nach einigem Chatverkehr offenbarte der Mann, dass er sich verliebt hat und auch heiratswillig sei. Die Frau ging auf die Offenbarung ein und schenkte dem Mann ihr Vertrauen. Als Liebesbeweis verschickte er anschließend ein Päckchen mit seinen Papieren, seinen Medaillen und auch Bargeld. Kurz nach der angeblichen Versendung meldet er sich und gab vor, dass Päckchen sei beim Zoll beschlagnahmt worden und er benötige 3000 Euro zur Freigabe.

Nachdem die Frau dem Mann offenbarte, dass sie nicht im Besitz von so viel Geld sei, drohte ihr dieser mit dem "FBI" und einer Verhaftung. Der Mann setzt die Frau so unter Druck, dass sie zur Bank ging und einen Kredit aufnahm. Dem Betrüger reichte das aber noch nicht, er fordert weiteres Geld.

Erst als die Frau mehr als 10.000 Euro überwiesen hatte, ging sie zur Polizei und erstattete Anzeige.

Die Polizei rät

  • Lassen Sie sich nicht auf eine Onlinebeziehung zu Unbekannten ein!
  • Akzeptieren Sie ausschließlich Freundschaftsanfragen von Personen, die sie tatsächlich kennen!
  • Sprechen Sie mit Freunden über Ihre Erfahrungen und Vorhaben!
  • Überweisen Sie fremden Menschen niemals Geld!
  • Lassen Sie sich nicht von ansprechenden Profilen von Kontaktsuchenden täuschen!
  • Brechen Sie sofort den Kontakt zu den Betrügern ab!
(ots/r)

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Publiziert in Polizei

NORDHESSEN. Die Kasseler Kripo ermittelt derzeit in einem Verdachtsfall des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kassel hat ein Unbekannter in Chats eines Kleinanzeigenportals im Internet anderen Nutzern gegenüber angegeben, seine geistig behinderte Tochter sexuell zu missbrauchen und auch anderen ein Treffen zum gemeinsamen sexuellen Missbrauch in Aussicht gestellt.

In einem Fall übersandte der mutmaßliche Täter im Vorfeld eines beabsichtigten Treffens auch ein Foto von sich und seiner Tochter. Ob es anschließend tatsächlich dazu kam, ist derzeit nicht bekannt. Da sich bei den bisherigen intensiv geführten Ermittlungen der Beamten des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kripo und der Kasseler Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf die tatsächliche Identität des Mannes, der offenbar mit falschen Personalien agiert, ergeben haben, erhoffen sich die Ermittler nun durch die Veröffentlichung des Fotos, Hinweise aus der Bevölkerung auf ihn oder seine Tochter zu bekommen.

Mitarbeiter meldete Chatverlauf der Polizei

Ein Mitarbeiter des Kleinanzeigenportals war auf eine im Jahr 2016 geschaltete Anzeige mit der Bezeichnung "FKK, Freundschaften und mehr" aufmerksam geworden. Dort hatte ein Nutzer, der sich als "Gerd" oder "Jonas" ausgab, geschildert, dass er seine Tochter seit ihrem 6. Lebensjahr sexuell missbrauche. Er sei alleinerziehend, die Mutter des Kindes, das er mal "Anja", mal "Saskia" nannte, sei nach der Geburt gestorben. Das Kind soll damals, im Jahr 2016, zwölf Jahre alt gewesen sein und müsste heute demnach 15 Jahre alt sein. Neben der Anmeldung in dem Kleinanzeigenportal war der mutmaßliche Täter offenbar auch in Flirtportalen aktiv und wählte dort die Profilnamen "RubensLiebhabER" und "RubensFan55".

Nutzer verschleiert seine Identität

Wie die daraufhin sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, handelt es sich bei den zu dem Nutzer hinterlegten Namen "Gerd Mahler" und "Gerd Meistermann" und angegebener Adressen in Kassel um falsche Identitäten. Der Tatverdächtige, der in einem seiner Online-Profile auch Hannover als seine Heimatstadt angab, verschleiert seine Identität offenbar gezielt. Sämtliche bisherige intensive Ermittlungen zur Identifizierung des Mannes oder des Kindes führten bislang nicht zum Erfolg. Zudem ist es derzeit nicht eindeutig nachvollziehbar, ob es sich um den auf dem Foto zu sehenden Mann tatsächlich um den Verfasser der besagten Chat-Nachrichten handelt und ob die darin geschilderten Handlungen der Wahrheit entsprechen. Die Auswertung aller bisherigen Erkenntnisse legt einen über Jahre andauernden sexuellen Missbrauch des Kindes jedoch nahe.

Foto zeigt Mann im Alter von geschätzten 40 bis 50 Jahren

Das im Internet von dem Unbekannten an andere übersandte Foto zeigt einen sommerlich gekleideten Mann, auf dessen Schoß ein Mädchen sitzt. Dabei soll es sich um seine geistig behinderte Tochter handeln, die seit ihrer Geburt am "Fetalen Alkoholsyndrom" leide. Das Bild dürfte nach Einschätzung der Ermittler ca. drei Jahre alt sein. Der Mann ist schätzungsweise 40 bis 50 Jahre alt, hat lockige dunkle Haare, die nach hinten lang und eventuell zum Pferdeschwanz gebunden sind. Er trägt ein grünliches Basecap und ein hellblaues T-Shirt. Das auf dem Bild zu sehende Kind hat rötliche, nach hinten gebundene Haare. Das Mädchen von kräftiger Statur trägt eine Brille mit ovalen Gläsern sowie ein Schlüsselbund um den Hals und ist mit einem roten Shirt bekleidet.

Ermittler hoffen auf Hinweise durch Fernsehsendung Aktenzeichen XY

Die Ermittler des K 12 erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls sowie einen Auftritt bei der Fernsehsendung Aktenzeichen XY am heutigen Mittwochabend entscheidende Hinweise zu bekommen. Kriminalhauptkommissar Peter Keyser wird dort zu Gast sein und über den Stand der Ermittlungen berichten. Auch das Foto wird in der Sendung gezeigt. Da momentan nicht erwiesen ist, dass dieser Mann tatsächlich im Zusammenhang mit den besagten Aussagen oder möglichen Tathandlungen eines sexuellen Kindesmissbrauchs steht, bittet die Polizei darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern im Falle einer Identifizierung sofort die Polizei zu informieren.

Hinweise nimmt die Kasseler Polizei unter der Telefonnummer 0561/9100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.(ots/r)

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 12 Juni 2018 17:45

Vorabzahlung: Immobilienbetrug im Internet

MARBURG. Bei Geschäften über das Internet kann man gar nicht vorsichtig genug sein. Auf die Zahlung etwaiger Gebühren vor Erhalt einer Leistung sollte man allerdings grundsätzlich verzichten.

Dies gilt dann ganz besonders, wenn das Empfängerkonto auch noch bei einer Bank im Ausland liegt. Das Geld ist meist unwiederbringlich weg und einen Gegenwert gibt es nicht. Genau diesen Fall erlebte nun eine 41 Jahre alte, in Marburg lebende Frau, die auf einer bekannten Internetplattform für Immobilien nach einer Wohnung in Berlin suchte.

Sie fand ein interessantes Angebot, nahm den Kontakt mit dem Verkäufer auf und ließ sich letztlich darauf ein, die zum Geschäftsabschluss notwendigen Gebühren von fast 1.500 Euro vorab auf ein Konto in den Niederlanden zu überweisen. Auf den dafür versprochenen Vertrag und Wohnungsschlüssel wartet sie seit nunmehr über zwei Wochen. Der angebliche Verkäufer meldet sich nicht mehr und antwortet auch nicht mehr auf elektronische Post.

Nach polizeilicher Erfahrung ist die Dame einem Betrüger auf den Leim gegangen, das Geld ist weg und vermutlich existiert die Wohnung in Berlin gar nicht bzw. steht weder zum Verkauf noch zur Vermietung. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
Freitag, 06 April 2018 16:21

Einbrecher legen Telefon und Internet lahm

ALTENBEKEN. Der nächtliche Einbruch in einen Lebensmittelmarkt am Orthagen steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Ausfall der Telefon- und Internetleitungen in vielen Buker Haushalten am frühen Freitagmorgen.  

Ein Anlieferungsfahrer bemerkte den Einbruch in den Combi-Markt gegen 04.00 Uhr. Er stellte fest, dass Rolltore geöffnet waren und im Geschäft Licht brannte. Der Zeuge alarmierte die Polizei, die daraufhin das Gebäude durchsuchten, jedoch waren die Täter nicht mehr am Tatort.

Um in die Büros zu gelangen, brachen diese Rolltor und Türen auf, durchsuchten die Räumlichkeiten und flüchteten ohne Beute noch vor der Tatentdeckung.  

Bei den weiteren Ermittlungen fiel auf, dass die Datenzuleitungen in den Lebensmittelmarkt gekappt worden waren. Auf dem Gehweg unweit des Geschäfts hatten die Einbrecher sowohl die Schachtabdeckung geöffnet, um an die Leitungen zu gelangen. als auch die Wartungsklappe einer Straßenlaterne, um das Licht auszuschalten. Gegen 01.45 Uhr werden diese Schäden laut ersten Auswertungen, eingetreten sein.

Darüber hinaus wurden am Morgen zwei beschädigte Verteilerkästen der Telekom an der Dorfstraße entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass auch diese Schäden von den Tätern verursacht wurden. In den Schaltkästen wurden die Verbindungen zerstört, sodass in den angeschlossenen Haushalten weder das Telefon, noch das Internet funktioniert. Ebenfalls davon betroffen ist die Buker Feuerwehr. Wie lange die Reparaturarbeiten andauern, ist noch nicht bekannt. Der Gesamtschaden liegt bei mehreren zehntausend Euro.  

Die Polizei verstärkt die Streifen im Raum Buke und sucht Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge entdeckt haben. Möglicherweise haben Internetnutzer den Totalausfall "live" bemerkt und in diesem Zusammenhang Verdächtiges beobachtet. Wer sachdienliche Hinweise hat, melde sich bitte unter der Telefonnummer 05251/3060. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Donnerstag, 22 Februar 2018 13:21

Zwei Betrugsfälle durch sogenanntes "Love-Scamming"

HOMBERG. Eine Betrugsmasche, die hohen finanziellen Schaden anrichtet: Das sogenannte "Love-Scamming" führt teils zur Zahlung horrender Summen.

Zwei Fälle von "Love-Scamming" wurden in den letzten Tagen bei der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis angezeigt. Die Tatzeit beläuft sich auf einen Zeitraum von Januar bis Februar 2018. In dem Fall eines 28-jährigen Mannes erlangten die Täter insgesamt 4.850 Euro, bei einer 61-jährigen Frau blieb es bei dem Versuch, sie bemerkte den Betrug noch bevor sie Geld bezahlte.

Der 28-Jährige hatte Anfang Januar über eine Internet-Plattform eine "Frieda Müller" kennengelernt. Hieraus ergab sich ein Kontakt, in dessen Verlauf der 28-Jährige und die "Frieda Müller" über mehrere Wochen Nachrichten austauschten und Fotos schickten. Sie gab an, dass sie Amerikanerin sei, die sich derzeit in Georgien aufhalte. Sie wollte ihn besuchen, hatte jedoch angeblich Probleme mit ihrem Pass. Weiterhin benötigte sie Geld für Hotelkosten und den Flug, woraufhin der 28-Jährige mehrere Zahlungen veranlasste, um ihr den Flug zu ermöglichen.

Er wurde erst misstrauisch, als sie ihm etwas von einer Goldkiste mitteilte, für deren Transport er 27.000 Euro bezahlen sollte. Daraufhin meldete er sich bei der Polizei, er hatte jedoch bis zu diesem Zeitpunkt bereits über 4.000 Euro bezahlt.

Die 61-Jährige lernte ebenfalls über eine Internet-Plattform jemanden kennen - einen angeblichen Soldaten, welcher aktuell in Afghanistan stationiert sei. Zwecks weiterer Kommunikation wurden E-Mail-Adressen ausgetauscht und der Kontakt fand schriftlich über Skype statt. Die 61-Jährige hatte ebenfalls über das Internet regelmäßigen Kontakt zu dem angeblichen Soldaten und ihr wurden Bilder über Skype übersandt. Er gab dann an, dass er eine Lösung gefunden habe, wie er früher aus der Army entlassen werden könne.

Anfang Februar bat der angebliche Soldat sie, für ihn ein Paket mit seinen gesamten Wertsachen anzunehmen. Mit dem Paket gab es dann Probleme, es solle angeblich in Syrien sein, und für die Anlieferung des Pakets sollte die 61-Jährige nun fast 5.000 Euro bezahlen. Die 61-Jährige wurde nun misstrauisch und wandte sich an die Polizei, Geld hatte sie noch nicht bezahlt. (ots/r)

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Publiziert in HR Polizei
Schlagwörter
Dienstag, 05 September 2017 18:39

"CEO Fraud": Falscher Chef holt sich richtig viel Geld

KASSEL. Die Polizei warnt Firmen aus aktuellem Anlass erneut vor der sogenannten "CEO Fraud"-Betrugsmasche. Dabei geben sich die Täter nach Sammlung jeglicher Art von Information über das anzugreifende Unternehmen beispielsweise als Geschäftsführer (CEO) der Firma aus und veranlassen einen Unternehmensmitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrages ins Ausland.

Dies passierte Ende August bei einem Kasseler Autohaus. Eine Mitarbeiterin hatte eine E-Mail von ihrem angeblichen Chef bekommen und daraufhin die Überweisung einer fünfstelligen Summe veranlasst. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass die E-Mail nicht vom Geschäftsführer, sondern von Betrügern stammte.

Die Mitarbeiterin war zunächst von der Richtigkeit des Absenders ausgegangen und hatte den nicht ungewöhnlichen Überweisungsauftrag daraufhin ausgeführt. Erst aufgrund einer Fehlermeldung, die sie nach einer Antwortmail an ihren "Chef" erhielt, flog der Betrug kurze Zeit später auf. Das Geld war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits ins Ausland transferiert.

Das Bundekriminalamt hat in Verbindung mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen eine Infobroschüre herausgegeben, aus der die nachfolgenden Tipps stammen:

  • Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen öffentlich sind ´beziehungsweise wo und was Sie und Ihre Mitarbeiter im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen publizieren
  • Veröffentlichen Sie keine Unterschriften von Zeichnungsberechtigten auf Ihrer Homepage
  • Führen Sie klare Abwesenheitsregelungen und interne Kontrollmechanismen ein
  • Sensibilisieren Sie Ihre Belegschaft für das beschriebene Betrugsphänomen

Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten - vor Veranlassung der Zahlung - folgende Schritte durchgeführt werden:

  • Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
  • Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf oder schriftliche Rückfrage beim genannten Auftraggeber
  • Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung oder dem Vorgesetzten    

Unternehmen sollten sich bei Auffälligkeiten und Fragen an die örtliche Polizeidienststelle wenden. (ots/pfa) 

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Publiziert in KS Polizei

MARBURG. Das Opfer eines Fahrraddiebstahls hat sein geklautes Citybike wenig später in einer Kleinanzeige entdeckt und sofort die Polizei eingeschaltet. Die Polizei ermittelt nun gegen einen 16-Jährigen wegen Diebstahls und Hehlerei.

Das rot-silberne Citybike verschwand am Montag zwischen 8 und 16 Uhr von einem Abstellplatz in der Neuen Kasseler Straße. Der rechtmäßige Eigentümer entdeckte sein Bike noch am selben Tag in den Kleinanzeigen, schaltete die Polizei ein und vereinbarte mit dem Anbieter ein Treffen in Wehrda, um das Rad zu kaufen.

Bei der durch die Polizei überwachten Übergabe am Abend versuchte der Jugendliche vergeblich, Reißaus zu nehmen. Angehörige des Jugendlichen störten dann auch noch die Festnahme erheblich und händigten erst nach mehrfacher Aufforderung ihre Ausweise aus. Dabei wurden die eingesetzten Beamten auch beleidigt. Erst das Eintreffen einer weiteren Streife ermöglichte den Abtransport des jungen Mannes, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat. Der Verdächtige musste nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Marburg eine Sicherheitsleistung von 200 Euro hinterlegen und wurde im Anschluss entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. (ots/pfa)  

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Publiziert in MR Polizei
Mittwoch, 14 Juni 2017 05:05

Leichen am Richtsberg? - Polizei klärt auf

MARBURG. Seit Montag, 12. Juni kursiert unter der Überschrift "7 Leichen am Richtsberg" ein Beitrag im Netz, der einer offiziellen Pressemeldung ähnelt, jedoch jeglicher Grundlage entbehrt und von vorne bis hinten frei erfunden wurde, teilte gestern Pressesprecher Martin Ahlich mit.  Die Polizei Marburg hat mittlerweile die Staatsanwaltschaft um Prüfung rechtlicher Schritte gebeten. Inzwischen klickte schon eine sechsstellige Zahl von Menschen auf den Beitrag. Viele nahmen diese Schreckensnachricht für bare Münze, waren verängstigt und verunsichert, kommentierten entsprechend und leiteten die Nachricht, leider ohne sich an offizieller Stelle zuvor mal rück zu versichern, weiter.

Mit solchen Meldungen werden Menschen einfach nur in völlig unsinniger Weise verängstigt und beunruhigt. Um derartige Auswüchse und Folgen zu vermeiden, bittet die Polizei darum, sich vor der Weiterverbreitung von solchen oder gleichartigen Nachrichten seriöser Informationsquellen zu bedienen. Auch eine vorherige Recherche im Internet über den Verbreiter der Nachricht bringt wichtige Informationen.

In diesem Fall nämlich stammt die Nachricht von einem Portal, auf dem jeder seine eigenen Fake News kreieren und generieren kann, um mit absolut echtaussehenden, jedoch völlig fiktiven Meldungen bewusst zu täuschen. Das Aussehen der Fake News ähnelt tatsächlichen Internetseiten oder Blog-Einträgen mit Titelbild und Überschrift. Alles ist zur Verbreitung im Netz gedacht und steht in dem Internetportal unter dem Motto: Erstelle deinen Witz in wenigen Sekunden oder Erfinde dein eigenen Fake News und lege alle deine Freunde rein! Du kannst deine erfundenen Nachrichten auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken teilen. Worauf wartest du noch? Lass den Spaß beginnen!

"Trotz des Hinweises, dass sich jeder Verfasser, sofern sein Beitrag die öffentliche Ordnung beeinträchtigt, mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen muss, kam es zu diesem Beitrag, der definitiv weder lustig noch spaßig ist. Hier ist die Grenze deutlich überschritten", so Martin Ahlich von der Marburger Polizei.

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Publiziert in MR Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Betrüger versenden aktuell E-Mails und geben sich als das Finanzamt oder Bundeszentralamt für Steuern aus. Nach ähnlichen Fällen im Februar und März sind der Polizei im Landkreis Waldeck-Frankenberg erneut solche elektronische Schreiben bekannt geworden. Die Ermittler raten zur Vorsicht.

Es handelt sich dabei um eine gefälschte Mail und trägt den Betreff "Benachrichtigung über Steuerrückerstattung" und zeigt den Absender "meine(at)bzst.de". Im Text heißt es: "Nach den letzten jährlichen Berechnungen Ihrer steuerpflichtigen Aktivitäten haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch haben auf eine Steuerrückerstattung von EUR 232,81. Bitte reichen Sie die Steuerrückerstattung Anfrage ein und gewähren Sie uns 3-5 Tage für die Verarbeitung." Nutzer, die aufgrund der erhofften Erstattung auf den eingefügten "Weiter"-Link klicken, landen auf einer gefälschten Internetseite, die der echten Website des Bundeszentralamtes für Steuern nachempfunden wurde.

Hier soll zunächst die eigene IBAN eingegeben werden. Im Verlauf werden weitere persönliche Daten wie Namen, Adressen und Kartennummern inklusive Prüfziffer abgefragt. Auch das Bundeszentralamt für Steuern warnt davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren. Aufforderungen zur Beantragung von Steuererstattungen würden grundsätzlich nicht per E-Mail verschickt und Bankverbindungen nie in dieser Form abgefragt. Für den Steuerbescheid sei zudem das örtliche Finanzamt zuständig, das den Steuerbescheid im elektronischen Steuerportal Elster bereitstellt.

Die Polizei empfiehlt: Wer Opfer einer Phishing-Attacke geworden ist und Passwort, PIN oder TAN auf einer betrügerischen Seite eingegeben hat, sollte sofort handeln. Wenn möglich, sind die PIN und das Passwort umgehend zu ändern. Bei Eingabe von Bankdaten sollte in jedem Fall sofort die Hausbank oder der Versandhändler informiert werden sowie der Onlinezugang und das Konto gesperrt werden. EC- und Kreditkarten können Verbraucher unter der deutschlandweiten Notrufnummer 116 116 sofort sperren lassen. Auch empfiehlt sich eine Anzeige bei der Polizei - "denn Phishing ist Diebstahl", sagte Polizeisprecher Jörg Dämmer. (pfa)  

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