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Sonntag, 24 Januar 2021 08:55

Wohnhausbrand in Goddelsheim (aktualisiert)

GODDELSHEIM. In der Nacht zu Sonntag ereignete sich ein Wohnungsbrand im Lichtenfelser Ortsteil Goddelsheim. Gegen 1:40 Uhr wurden die Wehren Goddelsheim, Immighausen, Rhadern und Fürstenberg durch die Leitstelle Waldeck-Frankenberg unter dem Alarmkürzel "F2, Wohnungsbrand" in die Immighäuser Straße alarmiert. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug aus Korbach, ein RTW und ein Funkwagen der Polizeistation Korbach. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus vorgefunden. Ein Bewohner, der sich innerhalb des Wohnhauses befand, konnte sich bereits über ein Baugerüst ins Freie retten und wurde umgehend mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Somit wurde ein weiterer RTW zur Absicherung für die Rettungskräfte alarmiert.

Ausgebrochen war der Brand nach ersten Erkenntnissen im 1. OG. Da die Zwischendecke zum Spitzboden bereits teilweise eingestürzt war, konnte ein Innenangriff unter Atemschutz vorerst nicht durchgeführt werden. Somit wurde unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Klaus Debus die Drehleiter umgehend in Stellung gebracht und mittels Einreißhaken das Dach teilweise abgedeckt um den Brand genauer lokalisieren zu können. Für die Brandbekämpfung von außen mit mehreren Rohren wurden die Einsatzabschnitte Vorder- und Rückseite eingerichtet und die Einsatzstelle aufgrund der Dunkelheit ausgeleuchtet.

Für ein besseres Eindringen des Löschwassers in die Decken des Fachwerkhauses wurde Netzmittel beigefügt. Wegen der engen Bebauung wurden das Nachbarhaus und die angrenzende Scheune mittels Wärmebildkamera kontrolliert, hier konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden. Im späteren Verlauf gingen Trupps unter Atemschutz ins Innere des Gebäudes vor, lokalisierten mittels Wärmebildkamera weitere Brandherde und Glutnester und löschten diese ab. Erschwert wurden die Einsatzarbeiten durch Schneefall und Minusgrade. Gegen 3.55 Uhr konnte der Leitstelle "Feuer aus" gemeldet werden. Um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder herzustellen, wurde der Gerätewagen-Atemschutz aus Korbach angefordert; somit konnten die verbrauchten Atemschutzgeräte ausgetauscht werden. Gegen 4.30 Uhr rückten die ersten Wehren wieder ab.

Für weitere Nachlöscharbeiten blieb die Feuerwehr Goddelsheim und eine Brandwache vor Ort. Die Kripo rückte in den Morgenstunden noch an, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Man schätzt den Schaden auf ca. 80.000 Euro. Im Anschluss rückte noch der Bauhof an, um eine Glatteisbildung auf den Straßen zu vermeiden. Während der Löscharbeiten versorgte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Herbert Knipp die Presse mit Informationen zum Einsatzgeschehen. (Marvin Schreck)

Publiziert in Feuerwehr

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