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ALME/BREDELAR. Die Löschgruppe Alme wurde am Dienstag um 6.19 Uhr zu einem Erdrusch auf der Landesstraße 637 zwischen Alme und Harth alarmiert. Dort war auf einer Länge von 50 Metern die Böschung abgerutscht. Die Fahrbahn wurde halbseitig blockiert.

Zusammen mit der Polizei wurden erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Einsatzstelle wurde anschließend an "Straßen NRW" übergeben. Zur Räumung der Straße wurde die Strecke dann voll gesperrt. Die Löschgruppe Alme war mit sieben Einsatzkräfte rund drei Stunden im Einsatz. 

Daneben wurde die Löschgruppe Hoppecke um 9.34 Uhr zum Bahnhof Brilon-Wald gerufen. Dort stand die Bahnunterführung rund 15 Zentimeter unter Wasser. Auf Grund der erheblich nachfließenden Wassermengen war ein Einsatz jedoch nicht möglich. Die Deutsche Bahn wurde informiert, um das Problem zu beheben.

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Publiziert in HSK Feuerwehr

NETPHEN. Unwetterartige Regen- und Hagenfälle haben am Mittag in weiten Teilen von Netphen und Hilchenbach für Feuerwehreinsätze gesorgt. In Eckmannshausen hatte es nach einem Blitzeinschlag in zwei Wohnhäuser nach Brandrauch gerochen. Glücklicherweise gab es hier kein offenes Feuer.

Der starke Wind hatte einen Baum zwischen Eckmannshausen und Herzhausen auf die Straße stürzen lassen. In Hilchenbach-Oechelhausen trat ein kleiner Bach über seine Ufer und verwandelte sich in einen reißenden Strom. Dabei wurde die Straße überspült, viele Gärten überflutet.

Besonders schlimm traf es die Menschen in Afholderbach: Dort wurden Wohnungen komplett unter Wasser gesetzt, Gärten liefen über und es fielen Hagelkörner vom Himmel, die so groß waren, wie Taubeneier. „So viel Wasser haben wir noch nicht gehabt. Das habe ich noch nicht erlebt“, berichteten gleich mehrere Anwohner. Mit Tauchpumpen musste die Feuerwehr Häuser und Scheunen leer pumpen und auch einen Vorgarten, damit das Wasser nicht weiter ins Haus eindringt.

Auf der Straße von Afholderbach in Richtung Sohlbach kam es durch die gewaltigen Wassermassen zu einem Erdrutsch. Die Ortschaft Sohlbach war zeitweilig gar nicht mehr zu erreichen. Der Landesbetrieb Straßen NRW und die Stadtwerke Netphen mussten mit Baggern anrücken, und den Weg wieder passierbar machen. Noch bis morgen muss allerdings mit Behinderungen gerechnet werden. Menschen kamen bei dem Unwetter, was am Mittag tobte, zum Glück nicht zu Schaden.

Publiziert in SI Feuerwehr
Montag, 15 November 2010 14:00

Nach Erdrutsch: Risse in Wohnhaus

BAD AROLSEN. Durch einen Erdrutsch ist ein Hang unter einem Haus so in Bewegung geraten, dass Risse im Mauerwerk entstanden.

Durch einen lauten Schlag waren die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Albert-Schweitzer-Straße am Arolser Stadtrand in der Nacht zu Montag wach geworden, konnten sich den Lärm aber zunächst nicht erklären. Erst am Morgen entdeckten die Bewohner des Gebäudes auf einem Balkon im oberen Geschoss größere Risse im Mauerwerk. Auf dem Hanggrundstück im Garten unterhalb des Hauses war auf einer Breite von etwa acht Metern eine Stützmauer umgekippt, das Erdreich dahinter rutschte ab. Die Bewohner verständigten sie die Leitstelle, die die Feuerwehr und das Korbacher THW alarmierte.

Der Krach in der Nacht "war so, als würde ein Schrank umfallen", sagte einer der Bewohner gegenüber 112-magazin.de. Das sei irgendwann zwischen 2 und 4 Uhr gewesen. Erst nach Tagesanbruch sei der Grund für den nächtlichen Lärm ersichtlich geworden.

Die ausgerückte Feuerwehr unter Leitung von Wehrführer Gordon Kalhöfer und Vize-Stadtbrandinspektor Sven Eichweber sperrte die Straße und das Grundstück sowie einen unterhalb davon verlaufenden Feldweg ab. Fachberater des THW begutachteten die Risse im Haus und brachten sogenannte Riss-Detektoren an. Damit soll im Laufe der Woche mehrfach überprüft werden, ob es Veränderungen am Mauerwerk gibt. Dann "müsste das Gebäude eventuell abgestützt werden", erklärte THW-Zugführer Dirk Gernand an der Einsatzstelle. Er sehe derzeit aber keine akute Einsturzgefahr. Als ein Indiz dafür nannte Gernand die Betonbrücke, die vom Bürgersteig zum Hauseingang führt. "Die hat sich kein Stück verschoben".

Die Einsatzkräfte forderten zudem Statiker der Stadt Bad Arolsen und vom Landkreis an. Sie begutachteten im Laufe des Vormittags ebenfalls das Gebäude und wollten in Absprache mit den Einsatzkräften das weitere Vorgehen abstimmen. Angaben dazu lagen zunächst nicht vor.

Nachbarn des betroffenen Hauses sagten, die hätten solche Auswirkungen schon längere Zeit befürchtet. Sowohl in der Albert-Schweitzer-Straße selbst als auch in der unterhalb verlaufenden Thilebachstraße herrsche reger Fahrzeugverkehr. Man habe unter anderem versucht, die Stadtverwaltung mit einer Unterschriftenaktion zum Einlenken zu bewegen - erfolglos. Die Bedenken seien als grundlos zurückgewiesen worden. Eine Nachbarin sagte, ihrer Meinung nach sei der Regen der vergangenen Tage in Verbindung mit den dauerhaften Erschütterungen durch den Fahrzeugverkehr Ursache für das Abrutschen des Abhangs.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. In dem betroffenen Gebäude wohnt eine sechsköpfige Familie mit Kindern in der oberen Etage des Mehrfamilienhauses. Die zwei darunter liegenden Geschosse stehen derzeit leer.

Publiziert in Retter

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