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MARBURG/GIESSEN. Bei Schwerlastkontrollen in Mittelhessen hat die Polizei fast jeden dritten der überprüften Brummis beanstandet. Mangelhafte Ladungssicherung, vor allem aber technische Mängel führten dazu, dass die Kontrolleure mehrere Lkw vorübergehend stilllegten. Auch Busse mussten sich einer Überprüfung unterziehen.

"Die Ergebnisse bestätigen leider die Notwendigkeit von Sonderkontrollen des Gefahrgut-, Personen- und Schwerverkehrs", sagte am Freitag der Marburger Polizeisprecher Martin Ahlich. Bereits im Mai hatte die Polizei Mittelhessen 29 von 103 überprüften Fahrzeugen (28,15 Prozent) beanstandet. Bei den aktuellen Kontrollen am Donnerstag auf der Autobahn und in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf waren es dann 35 von 123 kontrollierten Lastwagen (28,45 Prozent). Darin enthalten sind diesmal 44 (im Mai: 28) überprüfte Gefahrguttransporter, von denen die Polizei 17 (9) beanstandete und 7 (8) vorrübergehend stilllegte. Erheblich waren zudem die Mängel an einem aus Litauen stammenden Lastwagen. Gleich vier gebrochene Bremsscheiben stellten die Kontrolleure fest und unterbanden die Weiterfahrt. Das gleiche Los zog der Fahrer eines mit Heu beladenen Lastwagens aus den Niederlanden. Seine Ladung war mangelhaft gesichert und das Gefährt wies erhebliche technische Mängel an den Bremsscheiben und am verrosteten Druckluftbehälter der Bremsanlage auf.

Die gemeinsamen Kontrollen der Regionalen Verkehrsdienste und der Polizeiautobahnstation des Polizeipräsidiums Mittelhessen, des Regierungspräsidiums und des Landkreises Gießen, des Zolls, der Dekra und der kommunalen Ordnungsbehörden waren am Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr. Angehalten wurde auf der A 5 auf dem Parkplatz Reinhardshain, auf der Bundesstraße 255 in Herborn Hörbach, der B 253 am Parkplatz Nebelsberg, der B 3 bei Josbach, der B 62 vor Lahntal-Göttingen und auf der A 5 auf dem Limesparkplatz. Der Schwerpunkt lag auf der Überprüfung der Gefahrgutvorschriften, der Ladungsmenge und -sicherung, der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten und der Fahrtauglichkeit des Fahrers.

Hintergrund
Auf den Straßen in Deutschland findet jährlich in verschiedensten Fahrzeugen ein Warentransport von 4,3 Millionen Tonnen statt, mit steigender Tendenz. Zeitgleich wächst der regionale und überregionale Personenkraftverkehr mit Bussen. Das führt zu einem verstärkten Wettbewerb sowie zunehmendem Zeit- und Kostendruck. Der Anteil des Schwerverkehrs beträgt bereits jetzt etwa 13 Prozent und wird zunehmen. Unfälle unter Beteiligung von Bussen und/oder Lastwagen haben in den meisten Fällen weitreichende Auswirkungen auf die beteiligten Personen, die Umwelt und nicht zuletzt aufgrund der meist komplizierten und langwierigen Bergungen auch Einfluss auf den Verkehrsfluss. Über 70 Prozent der Unfälle werden durch den beteiligten Lastwagenfahrer verursacht.

In Mittelhessen waren Lastwagen im Jahr 2014 an 2898 von insgesamt 21.487 Unfällen beteiligt. Diese Unfälle forderten sechs Tote, 78 Schwer- und 380 Leichtverletzte. Der Gesamtsachschaden betrug fast 14 Millionen Euro. Im Jahr 2014 kontrollierte die Polizei Mittelhessen 8589 Lastwagen, 222 Gefahrguttransporte und 334 Busse. Sie beanstandeten dabei 40 Prozent der Lastwagen, 70 Prozent der Gefahrguttransporte und 33 Prozent der Busse. 142 der überprüften Fahrzeuge blieben stehen - 47 davon waren Gefahrguttransporter.

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Publiziert in MR Polizei

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