Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Darknet

MÜNCHEN/MARBURG. Der Amokschütze von München, der im Juli neun Menschen erschoss und sich anschließend das Leben nahm, hat seine Waffen über das Darknet offenbar aus Marburg bezogen - dort nahmen Ermittler am Dienstag einen 31-Jährigen fest. Er soll auch anderen Kunden Waffen und Munition beliefert haben, unter anderem einen 17-jährigen Schüler aus Nordhessen.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (Main) mitteilte, nahmen die dort angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Dienstag in Marburg einen 31 Jahre alten Deutschen fest, der unter dem dringenden Verdacht steht, mit Schusswaffen und Munition illegal Handel getrieben und unter anderem die beim Amoklauf in München am 22. Juli verwendete Tatwaffe und die dazugehörige Munition geliefert zu haben. Ausgangspunkt für die Festnahme waren Ermittlungen gegen einen 62-jährigen Buchhalter aus Nordrhein-Westfalen und einen 17-jährigen Schüler aus Nordhessen - beide sollen bei dem mutmaßlichen Waffenhändler aus Marburg Schusswaffen und Munition erworben haben.

Waffen, Munition und Schwarzpulver bei Schüler in Nordhessen gefunden
Der 62-Jährige soll anlässlich eines Treffens am 4. Juni in Marburg von dem mutmaßlichen Waffenhändler eine Pistole und 100 Patronen im Kaliber 7,65 mm im Tausch gegen eine Pistole und 97 Patronen des Kalibers 9x19 mm erworben haben. Die eingetauschte Pistole nebst Munition wurde anlässlich der Durchsuchung der Wohnung des 62-Jährigen im Regierungsbezirk Amsberg am 27. Juli aufgefunden und sichergestellt. Der 17-jährige Tatverdächtige soll bei einem Treffen in der ersten Julihälfte in Marburg von dem mutmaßlichen Waffenhändler ein Repetiergewehr Karabiner Modell 1931 und 157 Patronen im Kaliber 7,5 mm zum Preis von 1.150 Euro erworben haben. Beides wurde der Durchsuchung des Zimmers des 17-Jährigen in der elterlichen Wohnung in Nordhessen in der Nacht vom 2. auf den 3. August aufgefunden und sichergestellt. Außerdem fand die Polizei bei dem Teenager eine Pistole Walther PK 380, drei Gewehre verschiedener Kaliber, vier Revolver verschiedener Kaliber, weitere 175 Patronen verschiedener Kaliber und etwa fünf Kilogramm Schwarzpulver. Auch dies wurde sichergestellt.

Um nun dem mutmaßlichen Waffenhändler auf die Spur zu kommen, schlugen die Ermittler dem Mann über einschlägige Internetforen im Darknet ein Scheingeschäft über die Lieferung einer Maschinenpistole mit vier Magazinen und insgesamt 700 Patronen sowie einer Pistole, Modell Glock 17, mit Magazinen und 100 Patronen im Kaliber 9x19 mm zum Gesamtpreis von 8000 Euro vor. Im Zuge der weiteren Kommunikation erklärte der mutmaßliche Waffenhändler, er habe die anlässlich des Amoklaufs in München verwendete Pistole mit Munition an den Amokschützen geliefert. Die Schusswaffe will der mutmaßliche Waffenhändler bei einem Treffen in Marburg am 20. Mai und 350 Patronen im Kaliber 9x19 mm am 18. Juli an den späteren Amokschützen von München verkauft haben. Diese Angaben werden gestützt durch Erkenntnisse aus den von der Staatsanwaltschaft München I und dem Bayerischen Landeskriminalamt geführten Ermittlungen.

Spezialeinheit nimmt mutmaßlichen Waffenhändler fest
Der mutmaßliche Waffenhändler wurde dann am Dienstag bei der Übergabe der Schusswaffen in Marburg von Kräften der Zentralen Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ), einer Spezialeinheit des Zollkriminalamts Köln, festgenommen. Die zum Verkauf bestimmte Maschinenpistole und die Pistole mit Munition wurden sichergestellt. Der Festgenommene hatte in einem Schulterholster eine durchgeladene Pistole zur Eigensicherung dabei. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und wird dem Haftrichter in Marburg vorgeführt.

"Der Ermittlungserfolg beweist erneut, dass es im Internet keine lückenlose Anonymität und keinen vollständigen Schutz vor Strafverfolgung gibt", sagte ein Sprecher der Generalbundesanwaltschaft. Dies gelte auch für das sogenannte Darknet. Insbesondere Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Betäubungsmittelgesetz könnten auch bei Ersttätern mit empfindlichen Strafen geahndet werden. (ots/pfa) 

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in MR Polizei

KASSEL. Derzeit bearbeitet die Polizei in Kassel mehrere Falschgeldfälle. Bei einem 15-Jährigen fanden die Beamten sieben von insgesamt zehn falschen Banknoten und auch in einer Diskothek sowie beim Public-Viewing auf dem Kasseler Königsplatz tauchten insgesamt elf falsche 50-Euro Scheine auf. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang zu besonderer Aufmerksamkeit, gibt Tipps zum Erkennen der Blüten und bittet um Zeugenhinweise.

Nach umfangreichen Ermittlungen im Frühjahr dieses Jahres gelang es den Beamten, den 15-Jährigen aus Kassel festzunehmen, der im dringenden Tatverdacht steht, falsche 50-Euro-Scheine im sogenannten Darknet bestellt zu haben. Bei der Hausdurchsuchung Mitte April stellten die Ermittler fünf falsche 50er sicher. Er räumte in seiner Vernehmung schließlich ein, dass er insgesamt zehn 50-Euro-Banknoten für 200 Euro gekauft habe. Die Seite ist bereits abgeschaltet und kann nicht mehr erreicht werden. Neben den fünf sichergestellten Geldscheinen tauchten zwei weitere bereits wieder auf. Bei einer Tankstelle am Kreisel und einem Schulfest im Kasseler Stadtteil Oberzwehren bezahlten damit bislang Unbekannte. Es ist davon auszugehen, dass die drei übrigen Falsifikate noch im Umlauf sind.

In zwei weiteren Kasseler Fällen tauchten zuletzt insgesamt elf gefälschte 50-Euro-Scheine auf. Erst bei der Verarbeitung bei Kreditinstituten wurden die Blüten erkannt. Der Weg des Geldes konnte zurückverfolgt werden, aber über die Täter ist bislang nichts bekannt. Vier der elf falschen 50er sind bei den Einnahmen eines Getränkegroßhändlers aufgetaucht, der die Besucher der Public-Viewing Veranstaltung anlässlich der Fußball-EM auf dem Kasseler Königsplatz bewirtete. Die Ermittler wissen sogar, dass die Geldscheine am Samstagabend, 2. Juli, eingenommen wurden. An diesem Abend spielte Deutschland gegen Italien. Die übrigen sieben gefälschten Banknoten tauchten Ende der vergangenen Woche in einer Diskothek an der Rathauskreuzung auf. Auch hier können die Ermittler die genaue Tatzeit benennen. Der Unbekannte zahlten mit diesen Scheinen in der Nacht zu Sonntag, 17. Juli, Eintritt oder Getränke.

Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise auf weitere Falsifikate oder zu möglichen Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/pfa)


Die Bundesbank informiert:
Falschgelderkennung - Die Sicherheitsmerkmale

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}



Publiziert in KS Polizei

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige