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EDERSEE. Nach Fahrradunfällen ist der Korbacher Notarzt am Samstag zweimal an den Edersee ausgerückt. Gemeinsam mit RTW-Besatzungen und First Respondern wurden die verletzten Männer versorgt. In einem Fall war auch der Rettungshubschrauber im Einsatz.

Zunächst stürzte am Samstagvormittag ein etwa 50 Jahre alter Radfahrer in der Banfe und verletzte sich schwer. Notarzt und Rettungswagenbesatzung eilten zur Unfallstelle in der Nähe von Asel-Süd. Wegen der Verletzungen forderte der Notarzt einen Rettungshubschrauber an. Da der Pilot der Kasseler Maschine Christoph 7 nicht am Ufer landen konnte, wählte er als Landeplatz den Sportplatz oberhalb des Campingplatzes. Dorthin brachte der RTW den Verletzten, der anschließend in eine Kasseler Klinik geflogen wurde.

Einige Stunden später, am frühen Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr, sorgte ein epileptischer Anfall eines 51 Jahre alten Urlaubers aus dem Frankenland für den nächsten Fahrradunfall. Bei Waldeck-West verlor der Mann die Kontrolle über sein Mountainbike und prallte an einer Parkplatzzufahrt gegen ein Verkehrsschild neben dem parallel zur Ederseerandstraße verlaufenden Radweg. Die First Responder der DLRG-Schulungsstätte rückten ebenso zur Unfallstelle aus wie der Korbacher Notarzt und ein RTW-Team. Der Verletzte wurde ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert.


Bereits am Freitagabend waren Rettungskräfte am Edersee im Einsatz:
Bei Segway-Tour gestürzt: Mann schwer verletzt (17.05.2014)

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Publiziert in Retter

HERINGHAUSEN. Bei einem außergewöhnlichen Verkehrsunfall am Diemelsee ist ein 22 Jahre alter Motorradfahrer am Freitagabend von der Randstraße abgekommen, einen 15 Meter tiefen Abhang hinuntergestürzt und schwer verletzt im Wasser gelandet.

Der junge Suzukifahrer aus einem Ortsteil der Großgemeinde Diemelsee erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen und musste von der Besatzung eines Rettungshubschraubers in eine Kasseler Klinik geflogen werden. Zuvor waren Feuerwehr und DLRG daran beteiligt, den von anderen Motorradfahrern ans Ufer gezogenen 22-Jährigen zu versorgen und mit dem Boot nach Heringhausen zu transportieren - das Boot war zufälligerweise erst am Freitag für die neue Saison zu Wasser gelassen worden. Im Einsatz waren auch der Korbacher Notarzt, die Besatzung des in Adorf stationierten Johanniter-Rettungswagens und ein First Responder der JUH mit Dienstmotorrad.

Über Zaun geschleudert
Nach Auskunft der Korbacher Polizei befuhr der 22-Jährige gegen 19.15 Uhr die Diemelseerandstraße von der Talsperre kommend in Richtung Heringhausen. In einer engen Linkskurve auf hessischer Seite fuhr der Suzukifahrer aus unbekannten Gründen geradeaus und stieß mit dem Vorderrad gegen den Bordstein des Geh- und Radweges. Während die Maschine gegen einen Zaun prallte und davon wieder abgewiesen wurde, flog der Motorradfahrer über den Zaun hinweg und stürzte einen etwa 15 Meter tiefen Abhang hinunter. Bevor er im See landete, schlug der 22-Jährige offenbar mehrfach auf dem Hang auf.

Wegen einer Vielzahl von Verletzungen, unter anderem an Armen und Rücken, forderten die Rettungskräfte über die Leitstelle einen Rettungshubschrauber an. Aus Bielefeld flog die Maschine Christoph 13 den Diemelsee an - inzwischen versorgten Notarzt und Rettungsassistenten den Verletzten an der Anlegestelle in Heringhausen. Der Hubschrauber landete auf der voll gesperrten K 63 in Höhe eines Sägewerks.

Nach längerer gemeinsamer Versorgung lagerten die Einsatzkräfte den Schwerverletzten in den Helikopter um, dessen Pilot dann unter den Augen einiger Camper startete Kurs auf eine Kasseler Klinik nahm. Den Schaden an Motorrad und Zaun schätzte ein Polizist auf 3000 Euro.


Ebenfalls Christoph 13 war vergangenes Jahr nach einem Motorradunfall in der Großgemeinde Diemelsee im Einsatz:
Ersthelfer befreien eingeklemmten Kradfahrer - Hubschrauber (7.7.13, mit Video/Fotos)

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WALDECK-FRANKENBERG. Fast jede vierte Einsatzstunde in Hessen haben die Wachkräfte der DLRG an den drei Seen in Waldeck-Frankenberg geleistet. Das sagte Thorsten Reus, Präsident des hessischen Landesverbandes der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft, am Samstag bei der Drei-Seen-Konferenz am Edersee.

Knapp 170.000 Wachstunden leisteten die ehrenamtlichen DLRG-Helfer in 92 Stationen in Hessen. Mit mehr als 38.300 Stunden sorgten etwa 60 Mitglieder für die Sicherheit am Eder-, Diemel- und Twistesee. Erfreulich in der Bilanz 2013: An den drei Seen wurde kein tödlicher Badeunfall registriert, ergänzte Klaus Schultze, Leiter der DLRG-Schulungsstätte Hessen-Nord in Waldeck.

75 Mal waren die DLRG-Leute bei Erster Hilfe gefragt, schwerpunktmäßig am Edersee. Das größte Gewässer zieht die meisten Gäste an und hat damit auch die größten Einsatzzahlen. Dort erbrachten die Mitglieder 49 von kreisweit insgesamt 59 technischen Hilfeleistungen.

Damit die Einsatzfähigkeit verbessert wird, erhält die Station Fürstental am Edersee vor der Wachsaison einen neuen Bootssteg. Die grundlegend sanierte Station war vor zwei Jahren wieder eingeweiht worden. Für 2014 werden die Arbeitsmöglichkeiten mit dem Steg verbessert. 60.000 Euro teilen sich die Edersee-Anrainer Vöhl, Waldeck und Edertal sowie der Kreis Waldeck-Frankenberg. 5000 Euro steuert die DLRG selbst bei.

Fehlendes Hallenbad in Korbach sorgt für Mitgliederschwund
Sorgen bereitet den Lebensrettern der Mitgliederschwund im Kreis, sagte Stationsleiter Schultze. So "laufen der Ortsgruppe Korbach die Mitglieder weg", weil das städtische Hallenbad geschlossen sei. Das gehe an die Substanz.

Für 2014 sind die Vorbereitungen längst angelaufen. Die Lebensretter stellen sich auf ein turbulentes Jahr ein, weil sie anlässlich des Edersee-Jubiläums mit besonders hohen Besucherzahlen rechnen.

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HERINGHAUSEN. Den Einsatz nach einer Verkettung von Unglücken im Haus des Gastes mit Schwimmbad in Heringhausen haben am Sonntag mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rotem Kreuz, Johannitern und DLRG geübt. Das vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Torsten Behle ausgearbeitete Szenario verlangte den beteiligten Kräfte zahlreiche verschiedene Aufgabenstellungen ab.

Die angenommene Kettenreaktion nahm ihren Ausgang in einem normalen Arbeitsunfall, der so täglich passieren kann: Bei Arbeiten im Keller des Schwimmbades erlitt ein Techniker einen Stromschlag, durch den elektrischen Kurzschluss entstand ein Brand. Dieser dehnte sich im Techniktrakt des Bades aus und erfasste auch dort gelagerte Behältnisse mit Chemikalien - dadurch reagierten Chlor und pH minus miteinander, es entstand Chlorgas. "Über die Lüftungsanlage geriet dieses gefährliche Gas ins Schwimmbad", erklärte Behle.

Somit war nicht nur drei vom Stromschlag betroffene Techniker schwer verletzt, sondern auch zwei seiner Kollegen im Keller sowie acht leicht verletzte Betroffene im Schwimmbad. Sie alle mussten von Feuerwehrleuten unter Atem- oder Vollschutz gefunden und ins Freie gebracht werden. Im Feuerwehrgerätehaus in Heringhausen richteten die Einsatzkräfte eine Verletztensammelstelle ein.

Chlorgaswolke mit Hydroschild aufgehalten
Neben der Löschwasserversorgung, Brandbekämpfung, Menschenrettung oder Einsatzkoordination über eine mobile Leitstelle galt es unter anderem auch, mit einem sogenannten Hydroschild die Ausbreitung der Chlorgaswolke in Richtung eines Campingplatzes zu verhindern: Dazu bauten die Feuerwehrleute im Schwimmbad-Freigelände einen Wasserwerfer aus, der mit Löschwasser eine Wasserwand bildete.

Beteiligt an der Großübung waren die Feuerwehren Heringhausen, Stormbruch, Rhenegge, Adorf, Giebringhausen und Korbach (Gefahrgutzug), die DLRG, die DRK-Bereitschaften aus Korbach, Bad Arolsen und Ehringen sowie die Johanniter - deren Mitglieder schminkten die Verletzten-Darsteller, darunter Mitglieder der Jugendfeuerwehr Willingen.

Bürgermeister Volker Becker verfolgte die realistische Übung und lobte alle Beteiligten. Dank richtete er vor allem an Torsten Behle, der die Übung in all ihren Facetten geplant hatte. Für die Gemeindeverwaltung sei es selbstverständlich, so Becker, das Gebäude vor dem nun anstehenden Umbau für eine solche Übung zur Verfügung zu stellen. "Der Ernstfall kann immer eintreten, da ist es hilfreich, sich mit einer Übung darauf vorzubereiten".

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Publiziert in Feuerwehr
Donnerstag, 14 November 2013 10:56

"Funksprache" und technische Grundlagen erlernt

ADORF. Beim letzten Sprechfunklehrgang nach altem Ausbildungskonzept und zugleich dem ersten im neuen Feuerwehrhaus in Adorf sind 20 Angehörige von Feuerwehr, DLRG und Johannitern in die Grundlagen der drahtlosen Kommunikation eingewiesen worden.

Durch die Finanzierung der Gemeinde Diemelsee war es auch den Mitgliedern der DLRG möglich, an diesem Lehrgang teilzunehmen. Die Leitung hatte der Kreisausbilder Karl-Wilhelm Römer, er wurde von Julia Paulus aus Viermünden unterstützt. Die Ausbildung dauerte 27 Stunden.

Im Lehrgang wurden die Bedienung der analogen Sprechfunkgeräte und die richtige "Funksprache" unterrichtet. Die Abschlussprüfung beinhaltete eine theoretische- und eine praktische Prüfung, sie wurde von Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick abgenommen. Zum Abschluss nahmen alle Teilnehmer eine Lehrgangsbescheinigung für erfolgreiche Teilnahme entgegen. "Eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Hilfsorganisationen ist nun bei den Teilnehmern gewährleistet", sagte der Sprecher der Feuerwehren in Diemelsee, Günter Radtke.

Folgende Teilnehmer waren erfolgreich dabei:
Feuerwehr: Kai Figge (Adorf), Fabian Fischer (Benkhausen), Nico Gerhard, Dominik Helmetag (beide Vasbeck), Jannik Schäfer (Schweinsbühl) und Bernd Wilke (Rhenegge);

DLRG: Felix Freund, Anja Hibbeln-Meißner, Udo Kirchstein, Dan Ortlieb, Otto Radmacher, Martina Stoewe, David Wolf (alle Ortsgruppe Korbach), Janine Kabelitz, Markus Schiel, Angelika Vahle (alle Ortsgruppe Volkmarsn), Marcel Plempe, Pascal Plempe (beide Ortsgruppe Marsberg), Christoph Ruhl (Ortsgruppe Bad Arolsen) und Jasmin Fromm (Ortsgruppe Niestetal).

Johanniter Unfall-Hilfe: Wilfried Wagener.

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Publiziert in Feuerwehr

DIEMELSEE. Die Feuerwehren in der Großgemeinde Diemelsee haben als erste Feuerwehren im Landkreis Waldeck-Frankenberg digitale Funkgeräte eingebaut.

Insgesamt wurden 91 Geräte für die Fahrzeuge und Handfunkgeräte als Ersatz für die alten Funkgeräte beschafft und montiert. Den Einbau übernahm die Firma Funk & Phone aus Korbach. Die Firma ist Spezialist für die Installation digitaler Funktechnik.

Die Gemeinde Diemelsee übernahm auch die Kosten der digitalen Funkausstattung der DLRG-Station am Diemelsee. Bei einem Einsatz beider Hilfsorganisationen muss die DLRG mit der Feuerwehr kommunizieren können. Sicherheit auf dem Diemelsee ist somit auch funktechnisch nach neuesten Stand gewährleistet.

Die Gemeinde investierte etwa 50.000 Euro in die Geräte und nochmals 20.000 Euro in den Einbau der Funkgeräte. Ein besonderer Dank gilt den politischen Gremien mit Bürgermeister Volker Becker für die Übernahme der Kosten und die zügige Beschaffung der Geräte. Die Ausbildung der Einsatzkräfte in die neuen Funkgeräte wird in Kürze folgen.

Die ersten positiven Erfahrungen mit dem Digitalfunk sammelten die Brandschützer bereits im Einsatzleitwagen aus Adorf. Dieses Fahrzeug war als Führungsfahrzeug bei dem Hochwassereinsatz in Sachsen im Einsatz. "Es funktionierte alles reibungslos, die Einsatzkräfte waren begeistert", sagte der Sprecher der Diemelseer Wehren, Günter Radtke. Auch im neuen Feuerwehrhaus in Adorf wurde ein digitales Gerät eingebaut. Aus dem Haus können bei Großschadenslagen Einheiten geführt und koordiniert werden.

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WALDECK. Ein 37 Jahre alter Motorradfahrer ist am Freitagabend von der Ederseerandstraße abgekommen und gegen ein Geländer geprallt. Der Mann aus Wetter erlitt dabei vermutlich schwere Verletzungen. Als mögliche Unfallursachen kommen laut Polizei nicht angepasstes Tempo und einen Fahrfehler in Frage.

Der Mann und ein Bekannter waren am Freitag gegen 19 Uhr mit ihren Maschinen von Waldeck-West kommend in Richtung Edertalsperre unterwegs, als es an einer leichten Steigung in einer scharfen Linkskurve zu dem Unfall kam: Der Hondafahrer kam nach rechts von der L 3086 ab, überfuhr den kombinierten Rad- und Gehweg und stieß schließlich vor ein Metallgeländer. Das bewahrte Mann und Maschine womöglich vor einem Absturz den Steilhang hinab in den See.

Nach dem Notruf eilten die First Responder der DLRG-Wache in Waldeck-West, die Besatzung des Sachsenhäuser promedica-Rettungswagens und der Korbacher Notarzt zur Unfallstelle. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle lieferten die Rettungskräfte den Verletzten ins Krankenhaus nach Korbach ein.

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WALDECK-WEST. Ein Getränke-Lkw ist am Donnerstagmorgen komplett im Edersee versunken. Der 37 Jahre alte Fahrer, der die Personenschifffahrt beliefert hatte, konnte sich unverletzt retten und kletterte auf das Führerhaus des noch eine Weile aufschwimmenden 12-Tonners. Am Nachmittag erfolgte die Bergung, nachdem Taucher den Laster lokalisiert und eine Seilwinde angeschekelt hatten.

Der Lastwagenfahrer hatte am Donnerstagmorgen bereits seine Ladung am Fähranleger ausgeliefert, als er wieder in den Lkw einstieg und zurücksetzte. Nach einigen Metern musste er anhalten, weil sich hinter ihm ein weiteres Lieferfahrzeug befand. Anschließend sei der Fahrer vorwärts gefahren und dabei in den See geraten. Der Lastwagen schwamm noch eine Weile auf und trieb einige Meter ab, bevor er schließlich im vollen See versank.

Aufs Führerhaus geklettert und um Hilfe gerufen
Der Fahrer kletterte nach Angaben der Wasserschutzpolizei aus dem Führerhaus und kletterte aufs Dach, wo er laut um Hilfe rief. Mitarbeiter der Personenschifffahrt warfen ihm einen Rettungsring zu."Er hat sich an den Rettungsring geklammert und ich habe ihn ans Schiff gezogen", sagte Ralf Jobs, Schwager des Kapitäns Wilfried Meyer. "Der Lkw ist kurz danach komplett versunken". Im diesem Moment habe er das Geschehen eigentlich noch nicht realisiert, "man macht nur, was erfolderlich ist", sagte Jobs. "Hinterher ist man dann aber ganz flatterig, das war heftig". Zufrieden sei er darüber gewesen, dass der 37-Jährige den ungewöhnlichen Unfall unbeschadet überstanden habe.

Taucher der DLRG ermittelten die genaue Position des gesunkenen Lastwagens in acht bis zehn Metern Tiefe und markierten das Fahrzeug mit einer Boje. Glücklicherweise war der Getränkelaster beim Sinken nicht umgekippt und stand somit auch auf dem Grund des Sees noch auf den Rädern. Durch eine geöffnete Seitenklappe waren lediglich einige leere Flaschen aufgestiegen und schwammen auf dem See. Feuerwehrleute sammelten das Leergut mit dem Motorboot der Hemfurther Wehr ein.

Ölsperren weiträumig ausgelegt
Bevor die eigentliche Bergung begann, legten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hemfurth-Edersee, Sachsenhausen, Frankenberg, Korbach und Bad Wildungen Ölsperren auf dem See rund um die Unfallstelle. Kurioserweise hatten Edertaler und Wildunger Wehren genau das vor einigen Tagen geübt. Die schwimmenden Sperren sollten eventuell auslaufende Betriebsstoffe auffangen. Der Dieseltank des Lasters war jedoch so gut wie leer, andere Betriebsstoffe traten auch nicht aus. Vertreter der Unteren Wasserbehörde und des Wasser- und Schifffahrtsamtes verfolgten die gesamten Bergungsarbeiten.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, schekelten die DLRG-Taucher die Seilwinde eines Forstrückeschleppers am Heck des Lasters an. Vorsichtig und unter Beobachtung der Taucher wurde der Lkw aus dem Wasser gezogen. Tausende Liter Wasser flossen von der Ladefläche und aus dem Führerhaus hinaus zurück in den Edersee. Der Getränkelaster wurde später von einem Bergungsunternehmen abgeschleppt.

Unzählige Schaulustige
Unzählige Zuschauer hatten die Bergungsarbeiten verfolgt. Aufmerksam auf den Einsatz geworden waren Einheimische und Gäste zunächst auf die vielen Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht, die an der Ederseerandstraße abgestellt waren. Etliche Fotoapparate, Videokameras und Handys der Passanten waren ebenso auf den auftauchenden Laster gerichtet wie die Kameras der Profis: Neben den heimischen Zeitungen und 112-magazin.de berichteten unter anderem auch der Hessische Rundfunk und RTL über den Unfall. Der Fahrer und auch sein Chef hätten auf derartige Aufmerksamkeit wohl gern verzichet...


Einen spektakulären Lkw-Unfall hatte es am Waldecker Schlossberg im vergangenen Jahr gegeben - geborgen wurde er mit demselben Rückeschlepper:
Lkw stürzt 100-Meter-Böschung hinab und brennt aus (15.2.2012, mit Video u. Fotos)

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Publiziert in Polizei
Montag, 13 Mai 2013 17:06

Vermissten tot in der Lahn gefunden

FRONHAUSEN/LOLLAR. Einen 76 Jahre alten Mann haben Suchkräfte tot in der Lahn aufgefunden. Der Rentner war nicht von einem abendlichen Spaziergang zurückgekommen.

Wie Polizeisprecher Martin Ahlich am Montag berichtete, hatten Einsatzkräfte den Toten am Samstag gegen 13.50 Uhr in der Lahn nahe der Eisenbahnbrücke Lollar gefunden. Die bisherigen Ermittlungen der Kripo Gießen zum Tod des Mannes ergaben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Die Suche nach dem aus Fronhausen stammenden Mann hatte um kurz nach Mitternacht begonnen, da er von einem abendlichen Spaziergang nicht zurück gekehrt war. Schon in der Nacht war ein Hubschrauber im Einsatz.

Am Tag suchten mehr als 50 Feuerwehrmänner und -frauen, etliche Streifen der Polizei, die DLRG mit Boot, sowie zwei Hundestaffeln des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Johanniter Unfallhilfe und nochmals der Hubschrauber - vergeblich.

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Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 02 Mai 2013 19:01

Maifeiertag: Viel zu tun für Polizei

MARBURG-BIEDENKOPF. In der sogenannten Hexennacht und am Maifeiertag ist die Polizei zu zahlreichen Vorfällen ausgerückt. Auch der Rettungsdienst, die Feuerwehr und die DLRG wurden angefordert.

In der Nacht zum 1. Mai, um 2.20 Uhr, trafen auf dem Parkplatz am ehemaligen Brauereigelände am Pilgrimstein zwei kleinere Personengruppen zufällig aufeinander. Dabei kam es aus bislang noch nicht bekannten Gründen zunächst zu einem Gerangel. Wie eine 20-jährige Frau der Polizei anzeigte, habe ihr ein junger Mann dann in den Bauch getreten, so dass sie zu Boden gegangen sei. Zudem habe er sie obszön beleidigt. Er habe sich anschließend zu Fuß in den alten botanischen Garten entfernt. Seine drei Begleiter konnte eine Polizeistreife in einem Auto stellen. Die Ermittlungen, auch nach dem noch flüchtigen Unbekannten, dauern an. Er wird beschrieben als männlich, etwa 20 Jahre alt, kräftig, osteuropäischer Typ, schwarze Haare, war bekleidet mit blauem Pulli und Jeans. Hinweise erbittet die Polizei Marburg unter der Rufnummer 06421/406-0.

In Dautphe kam es ebenfalls in der Nacht zum 1. Mai, kurz nach 5 Uhr, zu einer Auseinandersetzung auf dem Festplatz. Am Ende der Veranstaltung sollten keine Getränke mehr ausgegeben werden. Mit noch anwesenden Gästen kam es zum Streit und auch körperlicher Auseinandersetzung. Die Beteiligten im Alter zwischen 20 und 35 waren teilweise stark alkoholisiert. Die Ermittlungen der Polizei in Biedenkopf dauern an.

In Dautphetal-Holzhausen gab es am Mittwochabend um 19.40 Uhr nach der Feier in der Hünstein-Hütte Streitigkeiten und eine Schlägerei. Dabei wurde ein 26-Jähriger von zwei anderen mit Faustschlägen und Tritten traktiert. Er erlitt dabei mehrere Wunden im Gesicht und wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Alle Beteiligten waren erheblich alkoholisiert.

In Lahntal-Sarnau wurden mehrere Funkstreifen eingesetzt. Dort kam es am späten Nachmittag in der Hauptstraße zu mehreren Auseinandersetzungen verschiedener Personengruppen. Die Lage war kurze Zeit später unter Kontrolle, Personalien wurden festgestellt. Die Ermittlungen dauern an.

In Goßfelden musste am Mittwochabend die Feuerwehr aus Lahntal ausrücken. Am Radweg zwischen Goßfelden und Caldern war eine Wandergruppe junger Menschen unterwegs. Laut Zeugenangaben entzündete ein 18-Jähriger aus Marburg an mehreren Stellen trockenes Gras am Wegesrand. Dabei verbrannte eine Grasfläche von etwa zehn Quadratmetern.

Bei einem Bootsverleiher in der Sommerbadstraße in Marburg hatten gegen 18 Uhr zwei Personen widerrechtlich ein Boot genommen und waren über das Wehr hinausgefahren. Dann hingen sie im Wehr fest. Das DLRG rückte daraufhin mit einem Boot aus. Die beiden Bootsinsassen flüchteten zu Fuß Richtung Südviertel.

Auf der Herrentoilette des Kinos in der Biegenstraße in Marburg traten am 1. Mai um 20 Uhr bislang Unbekannte eine Tür ein, so dass die Tür und das Schloss beschädigt wurden. Als sie bemerkten, dass sich jemand in der Kabine befand und sich schnell von innen dagegen stemmte, entfernten sie sich. Ein vager Verdacht richtet sich gegen eine Gruppe Jugendlicher. Im Kino waren zahlreiche Personen. Die, die etwas von dem Vorfall mitbekamen, oder sonst Hinweise in der Sache geben können, bittet die Polizei in Marburg, sich zu melden. Die Rufnummer lautet 06421/406-0.

Auf der K48, zwischen Lohra-Reimershausen und Kirchvers wurden am Maifeiertag über eine Strecke von etwa drei Kilometer mehr als 20 Leitpfosten herausgezogen und in den Graben geworfen. Es handelt sich um eine kurvenreiche, enge Straße, auf der gerade am 1. Mai sehr viele Maiwanderer und Gruppen unterwegs waren. Die Polizei ermittelt deshalb wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise.

Vor einem Lokal Am Markt in Marburg kam es am frühen Donnerstagmorgen um 3.45 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Wie drei junge Männer angaben, war einer von ihnen beim Verlassen der Gaststätte draußen von einer größeren Personengruppe angegriffen worden. Als die beiden Bekannten ebenfalls aus dem Lokal kamen, habe man diese davon abgehalten, ihm zu helfen. Der 18-Jährige trug eine blutende Lippe davon, einer der Helfer kleine Kratzer. Der Haupttäter ist Südländer, etwa 40 Jahre alt, hat grau melierte Haare und einen Bart. Er hatte eine blutige Nase. Hinweise erbittet die Polizei Marburg, Tel. 06421/406-0.

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Publiziert in MR Polizei
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