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BROMSKIRCHEN. In einer beispiellosen Aktion haben Rettungsassistenten des DRK Kreisverbandes Frankenberg am späten Samstagabend einer Seniorin aus Bromskirchen das Leben gerettet. Geistesgegenwärtig zogen sie die Frau aus ihrer Wohnung, weil dort Kohlenmonoxid ausgetreten war.

Gemeindebrandinspektor Andreas Kautz, Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort, erklärte, dass die Seniorin zunächst selbst den Rettungsdienst verständigt habe, da es ihr nicht gut gegangen sei. Als kurze Zeit nach dem Alarm der Rettungsdienst bei der alten Dame eingetroffen war, lösten die speziellen Kohlenmonoxidwarnmelder der Rettungskräfte aus. Da Kohlenmonoxid farb- und geruchlos ist und bereits ein sehr kurzer Aufenthalt genügt, um tödliche Folgen zu haben, sind in vielen Rettungsdienstbereichen zum Schutz der Einsatzkräfte Kohlenmonoxidwarnmelder angeschafft worden.

Nachdem die Rettungskräfte die Frau schnellstens aus dem Haus gerettet hatten, alarmierten sie die Feuerwehr, damit die Ursache für den Gasaustritt gefunden werden und die Gefahr gebannt werden konnte. Die Melder der Rettungskräfte hatten nicht nur akustischen Alarm gegeben, sondern auch angezeigt, wie hoch die Kohlenmonoxidkonzentration war. Dieser Wert war am Samstag noch relativ gering, sodass die Assistenten sich entschlossen hatten, die Frau noch aus dem Haus retten zu können.

Wäre die Konzentration höher gewesen, wäre eine Rettung durch den Rettungsdienst ohne Atemschutz nicht mehr möglich gewesen. Die Frau wurde mit Rettungsdienst und Notarzt ins Frankenberger Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren aus Bromskirchen und Somplar fanden die vermutliche Ursache in einer älteren Heizung im Keller des Hauses. Unter schwerem Atemschutz lüfteten die Kameraden das Wohnhaus und führten immer wieder Kontrollmessungen durch, ehe sie kurz vor Mitternacht wieder einrücken konnten. Zu eventuell entstandenem Sachschaden konnten keine Angaben gemacht werden.

Publiziert in Feuerwehr

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