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Montag, 28 Januar 2013 12:19

Wettbüro-Einbruch: 25-Jähriger in Haft

KORBACH. Zu zehn Monaten Haft hat das Korbacher Amtsgericht einen jungen Mann aus Nordwaldeck verurteilt. Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling befand den Mann für schuldig, im August 2011 in ein Korbacher Wettbüro eingebrochen zu sein. Weil der Angeklagte wegen einer anderen Tat noch unter Bewährung stand, muss er die Haftstrafe antreten, wenn sie rechtskräftig wird.

Schon Anfang Januar war wegen des Einbruchs verhandelt worden. Am Montag wurde noch ein weiterer Zeuge gehört. Zeugen für die Tat hatte es nicht gegeben. Im Gericht schwieg der 25-Jährige. Und auch Spuren gab es nicht - bis auf einen Blutstropfen, der auf die Spur des Mannes führte. Anhand der Indizien und des Blutstropfen verurteilte Kalhöfer-Köchling den Mann. Er sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte den Einbruch begangen hatte, bei dem etwa 4500 Euro Bargeld erbeutet wurden.

Insider-Wissen
Weil seine damalige Freundin in dem Wettbüro gearbeitet habe, habe er das Wissen gehabt, dass in der Nacht diese Geldmenge in der Kasse lag. Denn normalerweise brachte der Betreiber die Einnahmen regelmäßig zur Bank. Von Insider-Wissen ging der Richter aus, weil bei dem Einbruch gezielt nur nach Geld gesucht wurde. Andere Wertgegenstände wie Flachbildschirme seien nicht beachtet worden.

DNA-Untersuchung führt zu 25-Jährigem
An der mit Sicherheitsglas ausgestatteten Eingangstür hatte die Kriminalpolizei einen Blutstropfen gefunden. Den hatte laut Richter der Täter beim Einschlagen hinterlassen. Und der war dem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Denn die DNA-Spur aus diesem Tropfen brachte die Polizei auf die Spur des Nordwaldeckers. Der war polizeibekannt, weil er eine gefährliche Körperverletzung begangen hatte. Wegen dieser Tat, die vor dem früheren Bad Arolser Amtsgericht geahndet worden war, stand der Mann noch unter Bewährung.

Verteidiger wollte Freispruch
Mit den zehn Monaten Haft war Kalhöfer-Köchling dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Auch die sah den Mann anhand der Indizien als den Täter an und hatte sich gegen eine Bewährungsstrafe ausgesprochen. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch, weil er die Indizien gegen seinen Mandanten als nicht ausreichend erachtete. Quelle: HNA

Publiziert in Archiv - Sammlung

FRANKENBERG. Einer der vier verurteilten Tankstellenräuber hat sich noch vor Antritt bei einer Therapie aus dem Staub gemacht und wieder zugeschlagen: Mit einem Komplizen stieg er vergangene Woche in einen Drogeriemarkt ein. Die Polizei fasste den 14-Jährigen, der nun in Haft sitzt.

Nach mehreren spektakulären Tankstellenüberfällen in Kassel waren die vier Täter am Anfang April in Marburg vom Jugendgericht verurteilt worden (wir berichteten). Ein 14-jähriger Frankenberger wurde dabei zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt - mit der Auflage, sich sofort in eine Langzeittherapie in Berlin zu begeben. Er begriff dies aber nicht als letzte Chance, sondern setzte sich noch am Bahnhof in Marburg von einer Sozialarbeiterin ab und flüchtete.

Seit dieser Zeit hielt sich der entwichene Straftäter verborgen. Die folgenden Ermittlungen der Frankenberger Polizei führten wieder in die Heimat des 14-jährigen. Es mehrten sich Hinweise, dass er sich in Frankenberg aufhalten soll. Die gezielten Ermittlungen führten schließlich am Donnerstagmorgen zu einer Wohnung in der Breslauer Straße. Dort sollte sich der Flüchtende verborgen halten. In einer von der Polizei geplanten und für den Teenager völlig überraschenden Aktion erfolgte der Zugriff, so dass der 14-Jährige in der Wohnung widerstandslos festgenommen wurde.

Er hatte sich dort bei einem 16-Jährigen aufgehalten, der bei der Polizei ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt ist. Bei der Festnahme fanden die Beamten dann auch noch Diebesgut, das aus einem Einbruch in einen Drogeriemarkt in der Fußgängerzone vom frühen Ostersonntagmorgen stammte (112-magazin.de berichtete ebenfalls).

Die Bewährung wurde mittlerweile widerrufen. Nun sitzt der 14-Jährige seine Strafe in einer Justizvollzugsanstalt ab und muss sich nun auch noch für den erneuten Einbruch verantworten - ebenfalls der 16 Jahre alte Komplize, der nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Publiziert in Polizei
Donnerstag, 22 September 2011 16:47

Bewährung futsch: Detektiv erwischt Ladendieb

Nicht sehr lange hielt sich ein polizeibekannter Mann an die Bewährungsauflagen der Justiz. Der 34-Jährige versuchte am Dienstagnachmittag, 20. September, in einem Lebensmittelmarkt in der Universitätsstraße Rubbellose im Wert von etwa 220 Euro zu stehlen. Ein aufmerksamer Ladendetektiv machte dem Dieb einen Strich durch die Rechnung.

Der aus dem Südkreis stammende mutmaßliche Täter befindet sich nach einem Bewährungswiderruf wieder in Haft. (js/as)

Publiziert in MR Polizei

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