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Freitag, 28 Oktober 2011 11:20

Millionenbetrug: Mann aus Wrexen in Haft

HOMBERG/WREXEN. Eine Serie von Brandstiftungen und Betrugsdelikten, bei denen Versicherungen um mehr als eine Million Euro geprellt wurden, die Kriminalpolizei Homberg in dieser Woche geklärt. Unter anderem nahm die Polizei einen 54 Jahre alten Mann aus Wrexen fest. Auch ein Teenager aus Waldeck-Frankenberg soll an einem Fall beteiligt gewesen sein.

Bei verschiedenen Bränden im Laufe von mehreren Jahren war immer wieder ein 47 und 48 Jahre altes Pärchen aus Niedenstein geschädigt. Im Verlauf von zehn Jahren brannten ein Auto, eine Feldscheune und mehrmals Haupt- oder Nebengebäude der "Weißenthalsmühle" in Niedenstein - diese Anhäufung "von zum Teil erheblichen schadensintensiven Branddelikten" fiel auch der Kripo auf. Nach einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft war ein Gesamtschaden von rund zwei Millionen Euro entstanden, der zum Teil schon von Versicherungen reguliert wurde.

Bei den weiteren Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass das "geschädigte" Pärchen an den Bränden selbst beteiligt war beziehungsweise diese in Auftrag gegeben hatte, um anschließend die Versicherungssumme zu kassieren. Es ist nach den bisherigen Erkenntnissen davon auszugehen, dass die Taten zumeist ein 54-Jähriger aus Diemelstadt-Wrexen gegen eine entsprechende Bezahlung ausführte - in einem Fall mit Unterstützung durch einen 17-Jährigen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg. Laut Pressemitteilung von Freitag wurden am Mittwoch Wohnungen in Niedenstein und Wrexen durchsucht, die Tatverdächtigen wurden festgenommen.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Die drei Tatverdächtigen Haupttäter - das 47 und 48 Jahre alte Pärchen sowie der 54-Jährige aus Diemelstadt - wurden am Donnerstag der Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar vorgeführt, sie erließ in allen Fällen Untersuchungshaftbefehle erließ. Die drei Tatverdächtigen wurden anschließend in verschiedene Haftanstalten eingeliefert. Der 17-Jährige wurde seiner Mutter übergeben.

Aus den sichergestellten Beweismitteln ergaben sich noch Hinweise auf eine Vielzahl gleichgelagerter Straftaten, an deren Klärung die Ermittler weiterhin intensiv arbeiten, hieß es am Freitag.

Publiziert in Polizei

Die Marburger Kripo Marburg nahm zwei mutmaßliche Diebe und Kreditkarten-Betrüger fest. Die angeblich in Köln wohnende Männer im Alter von 26 und 34 Jahren sitzen in Untersuchungshaft.

Die Taten ereigneten sich am Mittwoch gegen 15 Uhr in einem Juwelier- und Uhrengeschäft in der Augustinergasse. Nach bisherigen Ermittlungen beobachtete ein bislang unbekannter Zeuge von außen den Griff in die Kasse und in die Schubladen. Die Kripo bittet diesen Zeugen dringend, sich zu melden.

Um kurz vor 15 Uhr betraten die Männer das Geschäft und zeigten starkes Interesse an Goldschmuck. Die Bezahlung der ausgesuchten 6.400 Euro teuren Goldkette mit der Visa-Karte scheiterte wegen einer Fehlermeldung. Im weiteren Verkaufsgespräch musste die Verkäuferin die Kunden kurz aus den Augen lassen.

Der unbeobachtete Augenblick endete sofort, als ein Alarm der Kasse der Verkäuferin eine Unregelmäßigkeit meldete. Sie bemerkte noch, wie einer der beiden Männer den Versuch machte, eine Schmuckschublade zu öffnen, bevor beide das Geschäft verließen. Die Kripo nahm die gut beschriebenen Männer wenig später fest. Sie fuhren einen mit englischem Kennzeichen versehenen weinroten BMW der 5er Reihe.

Die Kripo stellte unter anderem eine hochwertige Schweizer Herrenarmbanduhr im Wert von rund 5.300 Euro sicher. Die Herkunft dieser Uhr ist zurzeit
unbekannt.

Gegen die Männer bestanden bundesweite Suchmeldungen verschiedener Staatsanwaltschaften wegen Betrugs und Diebstahls. Nach den ersten Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Festgenommenen bundesweit Betrügereien und Trickdiebstähle begangen haben. Der zuständige Richter erließ jeweils Haftbefehl wegen Fluchtgefahr, zumal der angegebene Wohnort in Köln einer polizeilichen Überprüfung nicht stand hielt. (ma)

Publiziert in MR Polizei
Freitag, 14 Oktober 2011 13:03

Neue Betrugsmasche: Salz statt Smartphone

MARBURG. Salz statt Handy - mit dieser Betrugsmasche ging offenbar ein italienisches Trio in der Marburger Innenstadt vor. Dabei gerieten die Männer allerdings ins Visier von Zielfahndern - nun sitzen zwei der Verdächtigen in Untersuchungshaft. 

Das Trio sprach am Mittwoch in der Ketzerbach mehrere Passanten an, um angeblich Smartphones zu verkaufen. Die Fahnder gingen der Sache auf den Grund und die Kontrolle brachte Erstaunliches ans Tageslicht. Bei der Durchsuchung eines weißen Renault Megane mit italienischer Zulassung fanden die Beamten drei hochwertige Smart-Phones sowie zwei Digital-Kameras. Am Rücksitz des Wagens war zudem der Schaumstoff herausgeschnitten.

In dem gut angelegten Versteck stellten die Ermittler Bargeld und zwei Packungen Speisesalz sicher. Das Fachkommissariat geht davon aus, dass das Trio wie folgt vorgeht:

Sie sprechen Passanten auf der Straße an und bieten hochwertige Geräte in eigens präparierten Verkaufstaschen an. Sobald der gutgläubige Käufer das vermeintliche Schnäppchen bezahlt hat, wird die Tasche mit flinker Hand ausgetauscht. Der Kunde erlebt später eine böse Überraschung. Das Smartphone entpuppt sich nämlich dann als Speisesalz.

Nach Erkenntnissen der Kripo Marburg, die wegen des gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt, gingen die drei Männer im Alter von 27, 34 und 35 Jahren nicht nur in Marburg mit dieser Masche ans Werk. Die italienischen Staatsangehörigen äußerten sich bei der Polizei nicht zu den Vorwürfen. Ein Richter erließ gegen zwei der Männer mittlerweile Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr.

Das Fachkommissariat für Betrugsfälle bittet alle Passanten, die in der Innenstadt von dem Trio angesprochen wurden, telefonisch Kontakt mit der Polizei aufzunehmen. Hinweise bitte an die Kripo Marburg, Tel. 06421-4060. (js/as)

Publiziert in MR Polizei
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Mittwoch, 31 August 2011 15:56

Polizei warnt: Nicht auf E-Mail-Angebote eingehen

KORBACH. Das Polizeipräsidium warnt: Mit vermeintlich lukrativen Jobangeboten bei Verdienstmöglichkeiten zwischen 2000 und 8000 Euro wird in seit kurzem verbreiteten E-Mails gelockt - wer sich auf dieses Angebot einlässt, macht sich strafbar.

In den besagten E-Mails wird Folgendes angeboten:
- Für eine Finanztransaktion soll man sein Girokonto bei einer beliebigen Bank zur Verfügung stellen
- Von einem ausländischen Anbieter wird kurze Zeit später Geld auf dieses Konto gutgeschrieben
- Das ausländische Geld soll nun abgehoben und abzüglich ihrer Vermittlungsgebühr von 10 bis 20 Prozent über Bargeldfirmen wie beispielsweise "Western Union" an den ausländischen Empfänger weitergeleitet werden

Der Versender der E-Mails tritt als scheinbar seriöser Anbieter auf und heuchelt vor, die Aktion wäre legal - das ist es jedoch nicht.

Wenn man auf ein solches Angebot reagiert, also als sogenannter Finanzagent auftritt, wird man in kriminelle Angelegenheiten verwickelt und macht sich der Geldwäsche strafbar. Außerdem droht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Verfahren wegen "ungenehmigten gewerbsmäßigen Betreibens eines Finanztransfergeschäftes".

Damit aber nicht genug. Kontoinhaber sind zur Rückzahlung des Geldes verpflichtet, denn das Geld stammt aus illegalen Machenschaften wie zum Beispiel Internetbetrügereien. Der ausländische Verantwortliche - laut Polizeipräsidium stammt dieser zumeist aus Osteuropa - ist nur schwer ausfindig zu machen, denn die Spuren der Geldempfänger werden durch die anonyme Bareinzahlung verwischt.

Letzendlich bleibt man auf den finanziellen Schäden sitzen und muss zudem mit einem Strafverfahren rechnen. Der vermeintlich leichte Verdienst kehrt sich ins Gegenteil.

Es gibt noch eine modernere Variante des "Finanzagenten", die sogenannten "Waren- oder Paketagenten". Hierbei stellt man statt seines Girokontos seine Wohnanschrift zur Verfügung, um Pakete entgegenzunehmen und anschließend weiterzuleiten. Die Pakete stammen meist aus Internetbetrügereien und sollen mit neuer Adresse ins Ausland weitergeleitet werden, um die Spuren der Verantwortlichen zu verwischen. Den "Waren- und Paketagenten" werden für die Weiterleitung der Pakete 20 bis 40 Euro versprochen. Die Agenten müssen mit einer Strafanzeige wegen Betruges, oder zumindest der Beihilfe zum Betrug, rechnen.

Ein Polizeisprecher machte es deutlich: "Lassen Sie sich nicht auf solche Internetangebote ein, sondern behandeln Sie diese E-Mails als Spam und löschen sie sofort! Im Zweifelsfall suchen Sie Rat bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle".

Publiziert in Internet
Mittwoch, 28 September 2011 11:13

Miese Abzocke: Polizei warnt erneut vor PC-Virus

WALDECK-FRANKENBERG. Nun warnt auch das hessische Landeskriminalamt (LKA) warnt vor einem aggressiven Computervirus, einem so genannten Trojaner, der seit April 2011 aktiv ist.

Der Virus lege infizierte Computer lahm, indem dieser durch eine Bildschirmeinblendung blockiert werde, berichtete am Mittwoch ein LKA-Sprecher. Bereits im August hatte das LKA in niedersachsen vor der Abzocke im Netz gewarnt. Die unbekannten Täter gäben den Nutzern mit einer Bildschirmmeldung vor, diese stamme von der Bundespolizei oder vom Bundeskriminalamt.

Mit dieser falschen Meldung werde der Nutzer aufgefordert, einen Betrag von anfänglich 100 Euro über die Prepaid-Zahlsysteme Ukash oder Paysafe-Card zu zahlen, damit der PC freigeschaltet werde. Eine Zahlung an die Täter bewirke jedoch nichts, warnt das LKA. Das Geld sei futsch, der PC bleibe gesperrt. Inzwischen sind 13 verschiedene Varianten dieser Bildschirmmeldungen bekannt. Sie unterscheiden sich anhand des Textes (zum Teil in englischer oder spanischer Sprache) und der Mailadresse für den Prepaid-Code. Den Tätern scheinen mittlerweile 100 Euro für die PC-Freischaltung nicht mehr zu reichen, denn in der neuesten Variante verlangen sie 500 Euro.

Infiziert würden die Computer durch Besuche von Video-Kinofilmportalen und Pornoseiten, die auch illegale Downloads anbieten. Seit Neuestem seien aber auch vermehrt Fälle bekannt geworden, in denen eine Virusinfektion beim Anklicken eines Links beim Sozialnetzwerk Facebook mit der Fragestellung "Bist du das auf dem Bild?" erfolgte.

In Waldeck-Frankenberg gibt es ebenfalls Betroffene. "Leider hat es auch in unserem Landkreis in diesem Jahr bereits mehr als 30 Geschädigte mit dieser Problematik gegeben. Tendenz steigend". Das sagte am Mittwoch Polizeisprecher Dirk Virnich, nachdem das hessische LKA eine Warnung veröffentlicht hatte. Entsprechende Anzeigen würden an das LKA weitergeleitet. Das Landeskriminalamt richtete eine Ermittlungsgruppe ein, die bundesweit Betrugsfälle dieser Art bearbeitet. Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich um ein internationales Geflecht von Tätern handelt, so dass die LKA-Ermittler auch intensiv mit ausländischen Kollegen zusammenarbeiten.

Das LKA empfiehlt Geschädigten, bei der Polizei Strafanzeige zu erstatten. Die Polizei gebe Tipps, wie der Virus wieder entfernt werden kann. Nähere Informationen zum Entfernen des Trojaners gibt es im Internet, etwa auf der Seite www.botfrei.de

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Publiziert in Internet
Donnerstag, 25 August 2011 17:55

Achtung: Enkeltrickbetrüger versuchen ihr Glück

MARBURG. Am heutigen Donnerstag zeigten alleine vier Senioren an, dass sie von so genannten "Enkeltrickbetrügern" angerufen wurden. Daher mahnt die Polizei zur Wachsamkeit.

Richtige Reaktionen bewahrten vier Senioren davor, Opfer von Enkeltrickbetrügern zu werden. Sie fielen auf die Anrufer, die sich
als Angehörige oder Bekannte ausgaben, nicht herein und informierten zu Recht sofort die Polizei. Innerhalb kurzer Zeit erhielt die Polizei dadurch Kenntnis von insgesamt vier Anrufen am heutigen Donnerstag, 25. August.

Betroffen waren zwischen 12 und 15.45 Uhr ältere Menschen in zwei Fällen in Marburg sowie in Moischt und Bauerbach. Der Anrufer meldete sich nicht wirklich mit Namen, sondern stellte die Fangfrage, ob man denn wisse, welcher Angehörige oder Bekannte am
Apparat sei.

Mit dieser geschickten Gesprächsführung erhalten die Anrufer schnell einen passenden Namen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis des potenziellen Opfers. Nach weiterem kurzen, belanglosen, aber Vertrauen förderndem Hin und Her kommt der Enkeltrickbetrüger zur Sache. Die folgenden Geschichten sind flexibel, aber letztlich frei erfunden und dienen immer nur dem Zweck, an das Geld der Opfer zu kommen.

Die Kripo Marburg hält die Anrufe des heutigen Tages für Kontaktaufnahmen von Enkeltrickbetrügern. Die mutmaßlichen Betrüger legten einen Zwischenschritt ein und verabredeten sich zunächst mal zum Kaffeetrinken oder Mittagessen. Ganz sicher wäre es dann dort zur Schilderung der erfundenen Geschichte mit einer Notsituation gekommen, aus der es nur mit dem Geld des Opfers, möglichst viel Geld, ein Entrinnen gibt. Das Treffen könnte dabei Grundlage für eine größere Überzeugungskraft durch persönliches Auftreten und Einwirken sein.

Die Polizei in Marburg warnt davor, auf egal welche Forderungen einzugehen. "Verabreden Sie sich nicht blind und nehmen Sie vor allem kein Geld mit, holen Sie keins ab und geben Sie es erst recht keinem Fremden", sagt Martin Ahlich, Pressesprecher der Polizei Marburg. Bei den Anrufern handelt es sich übrigens nicht nur um Männer, sondern auch um Frauen.

Die Polizei bittet um die Mitteilung von verdächtige Wahrnehmungen oder gleichen Anrufen.

Mehr zum Schutz vor sogenannten Enkeltrickbetrügern findet man im Internet unter www.polizei-beratung.de oder www.polizei.hessen.de. (ma/as)

Publiziert in MR Polizei
Freitag, 19 August 2011 21:39

Vorsicht! Falsche Dachdecker unterwegs

SIEGEN. Falsche Dachdecker haben eine 89-Jährige betrogen. Sie verlangten viel Geld für wenig Arbeit. Wie der Polizei erst jetzt angezeigt wurde, wurde am vergangenen Wochenende eine Siegener Seniorin Opfer von drei Betrügern, die sich als Dachdecker ausgaben. Zwei der Männer hatten zunächst an der Haustür der 89-Jährigen geklingelt und dann behauptet, sie hätten durch Zufall festgestellt, dass sich am Dach des Hauses der Seniorin eine kleine Beschädigung befinde. Schnell und günstig wären sie jedoch bereit, die notwendigen Reparaturarbeiten für 20 Euro durchzuführen.

Bereits kurze Zeit später erschienen die Männer erneut an der Haustür der Seniorin und behaupteten nun, die Sache stelle sich doch komplizierter dar, weil man bei der Inspektion des Dachs weitere ernsthaftere Beschädigungen gefunden hätte. Für einen Festpreis von 500 Euro sei man aber bereit, auch diese Reparaturen vorzunehmen. Die beiden Gauner redeten dann freundlich so lange auf die Frau ein, bis diese schließlich einwilligte.

Am nächsten Tag erschienen dann drei Männer bei der Seniorin, um die vereinbarten Sanierungsarbeiten durchzuführen. "Viel dabei", so das Opfer später gegenüber der Polizei, "hatten die Männer allerdings nicht - nur etwas Mörtel." Als das Trio dann aber nach nur 30 Minuten Arbeitszeit schon wieder an der Tür erschien und vorgab, mit den Arbeiten bereits fertig zu sein, dachte sich die 89-Jährige, dass da etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugehen könne. Sie weigerte sich daher, die vereinbarten 500 Euro zu bezahlen. Die Männer forderten die Seniorin nun auf, ihnen zunächst das Bargeld zu geben, das sie im Haus habe, den Rest wolle man sich dann später holen. Die Frau händigte den Männern daraufhin zunächst 350 Euro aus. Tags drauf erschien noch einmal einer der Männer bei der Siegenerin, um die die noch "ausstehenden" 150 Euro abzuholen. "Obwohl dieser Mann recht freundlich war", so die Seniorin, "habe ich mich aber geweigert, ihm das Geld zu geben."

Stattdessen - goldrichtig! - informierte sie die Polizei, die nun gegen das Trio wegen Betrugs ermittelt. Auf dem Dach stellten die Polizisten nämlich überhaupt keine frisch sanierten Stellen fest.

Einer der Männer soll etwa 40 Jahre alt sein, blonde Haare tragen, schlank und etwa 1,80 Meter groß sein. Er trug Arbeitskleidung und sprach hochdeutsch. Ein weiteres Auftreten der falschen Dachdecker kann nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei warnt daher insbesondere ältere Bürger-/innen vor der dargestellten Betrugsmasche. Sollten verdächtige Personen an der Haustür auftauchen, ist die Polizei unter der Rufnummer 110 jederzeit erreichbar.

Publiziert in SI Polizei

KORBACH. Eine Geschäftsfrau am Nordring ist Opfer von Betrügern geworden. Auf dem Schaden bleibt sie wohl sitzen. Die Korbacherin ließ sich nicht ins Bockshorn jagen und untersagte nach Angaben der Polizei die Arbeiten. Daraufhin verschwanden die Männer - allerdings nur, um kurze Zeit später in voller Mannschaftsstärke zurückzukehren und mit den Ausbesserungsarbeiten zu beginnen. Als die Geschäftsfrau die Arbeiten bemerkte, war die gesamte Einfahrt bereits mit einer klebrigen Masse überzogen. Als sie dann die Polizei rief, brachen die Männer sofort ihre Arbeiten ab und verschwanden mit ihren Fahrzeugen.

In Twistetal hielt die Polizei die Männer an und nahm sie vorläufig fest. Nachdem die Personalien festgestellt worden waren, wurden sie auf freien Fuß gesetzt. Den entstandenen Schaden muss die Korbacherin auf eigene Kosten beseitigen. "Ob sie diese von den Verursachern wiederbekommt, scheint fraglich", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Nach Angaben von Polizeisprecher Volker König treiben britische oder irische "Teerkolonnen" bundesweit ihr Unwesen. Die Masche sei immer dieselbe: Unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen werden sowohl Privat- als auch Geschäftsleuten vermeintlich günstige Festpreise ohne Rechnung und Mehrwertsteuer in Aussicht gestellt. Nach getaner Arbeit fordern die oft stattlichen Männer dann einen wesentlich höheren Betrag als vereinbart, so König.

Zudem stelle sich später heraus, dass die Arbeiten "sehr mangelhaft ausgeführt" seien. Die Bitumendecke weise lediglich eine Stärke von ein bis zwei Zentimetern auf. "Wir warnen deshalb noch einmal vor diesen 'Teerkochern'", so König.

Publiziert in Polizei
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Dienstag, 02 August 2011 17:23

Der "Anrufblocker"

WALDECK-FRANKENBERG. Mit einem „Anrufblocker“ wollen Betrüger Geld im Landkreis verdienen. Die Polizei rät: Auflegen. Den Gesetzeshütern sind Fälle bekannt, bei denen eine namentlich nicht näher bekannte Firma Waldeck-Frankenberger angerufen und mitgeteilt hat, dass Daten ausgespäht worden seien. Die Firma warnt vor „ungewollten Werbeanrufen“ und verspricht die Lösung: Im Auftrag der „Bundesdatenzentrale“, die in Wahrheit nicht existiert, könne man einen „Anrufblocker“ installieren. Die Kosten dafür liegen bei 99 Euro.

„Hinter diesem Angebot steckt eine klare Betrugsabsicht“, weiß Polizeisprecher Volker König und warnt deshalb vor dieser Masche. „Hier ruft eine Firma ungefragt an, um genau solche Anrufe zu unterdrücken. Allein das muss schon skeptisch stimmen“, so König. Fraglich sei zudem, ob dies technisch möglich sei.

Die Polizei rät bei Telefonaten generell zu folgendem Verhalten:

  • Immer Stift und Zettel neben dem Telefon liegen haben
  • Bei unbekannten Anrufern die Nummer aufschreiben, die im Bildschirm erscheint
  • Nach Namen und Grund des Anrufs fragen
  • Nicht auf Gespräche mit Unbekannten einlassen, sondern auflegen
  • Nie unbedacht mit „Ja“ antworten, denn Antworten können mitgeschnitten und gegen den Angerufenen gewertet werden
  • Bei Erfahrungen mit „Anrufblockern“ oder ähnlichem: Die zuständige Polizeistation informieren.
Montag, 01 August 2011 18:28

Einmietbetrüger in Twiste

Twiste. Drei Tage lang haben sich sechs Personen in einer Twister Pension eingemietet. Am Montagmorgen verschwanden sie. Am Samstagnachmittag hatten sich die als südländisch beschriebenen Personen in eine Pension in der Hauptstraße eingemietet. Im Morgengrauen machten sie sich von den Socken, ohne ihre Rechnung zu begleichen. Die Betrüger sind Angaben der Polizei zufolge in einem goldmetallicfarbenen Renault Clio unterwegs, an dem die Länderkennung "GB" für Großbritannien angebracht sein könnte.

Bei den Betrügern handelt es sich um vier Erwachsene und zwei Kinder im Alter von etwa drei und neun Jahren. Das ältere Kind war ein Mädchen mit schwarzem Lockenkopf. Auch das jüngere Kind trug schwarze Locken, zum
Geschlecht gibt es keine Angaben. Von den Erwachsenen - vermutlich die Eltern - liegen nur zwei Beschreibungen vor. Der Mann ist etwa 40 bis 45
Jahre alt, 180 cm groß und schlank. Er hat hellgraue, sehr kurz geschnittene Haare. Der Mann hat einen dunklen Teint. Sonst keine Auffälligkeiten.

Die Frau wird als etwa 30 bis 33 Jahre alt beschrieben, soll 170 cm groß und schlank sein. Sie hatte kurze schwarze, leicht wellige Haare (Pagenschnitt). Ihr Teint ist noch etwas dunkler als der des Mannes. Beide sprachen fließend englisch.

Die Polizei schließt nicht aus, dass die Gruppe in anderen Orten des Landkreises in Erscheinung tritt. Die Polizei sucht deshalb weitere Zeugen. Hinweise bitte bei der Polizeistation in Korbach, Tel.: 05631-971-0; oder jeder anderen Polizeidienststelle.

Publiziert in Polizei
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