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ASEL/WALDECK. Nicht nur in Waldbrandgebieten in Südeuropa oder Amerika werden Flammen aus der Luft bekämpft: Auch in Hessen sind Löscheinsätze von Helikoptern aus möglich. Die Fliegerstaffel der Polizei übt derzeit am Edersee das Aufnehmen und punktgenaue Abgeben von Löschwasser mit einem als Bambi-Bucket bezeichneten Spezialbehälter.

Vor allem an bewaldeten Steilhängen, wie sie rund um den Edersee zu finden sind, macht das Löschen aus der Luft durchaus Sinn: Die Flächen sind für die Feuerwehren mit Fahrzeugen schwer oder gar nicht zu erreichen, eine Wasserförderung über lange Wegstrecken dauert lange und ist damit wenig effektiv. Mit einem Hubschrauber jedoch lässt sich das Wasser aus dem See in Minutenschnelle aufnehmen und über der Brandstelle abwerfen. Innerhalb kurzer Zeit sind so mehrere tausend Liter Löschwasser an Ort und Stelle. Aus der Luft lässt sich das Ausmaß eines Feuers weitaus genauer beurteilen.

Die Piloten, Co-Piloten und Operator der hessischen Polizeifliegerstaffel übten den Einsatz dieser aus Amerika stammenden Löschtechnik am Mittwoch mehrere Stunden lang: Nachdem auf dem Flugplatz bei Waldeck der orangefarbene Bambi-Bucket montiert worden war, nahmen die fliegenden Polizisten Kurs auf Asel: An einem von der Wasserschutzpolizei markierten Bereich ging der Pilot mit dem Eurocopter EC 145 in einen Schwebeflug knapp über der Wasseroberfläche. Der Behälter tauchte dabei in den See ein und lief voll. Nach einigen Sekunden stieg die Maschine wieder und flog hinauf zum Wald oberhalb der Jugendherberge Hohe Fahrt. Auf einer als "Brandstelle" angenommenen Fläche ließen die Polizisten das Löschwasser dann per Knopfdruck zu Boden schießen.

Bei dem Training am Mittwoch übten die Polizisten der Fliegerstaffel den effizienten Einsatz dieser Löschtechnik und die dazu notwenige Kommunikation - innerhalb der Crew im Helikopter, aber auch mit Kontaktpersonen am Boden. Im Ernstfall können zum Beispiel Feuerwehrleute oder Mitarbeiter der Forstverwaltung den Hubschrauber einweisen. Die vielen Trainingsflüge der Beamten verfolgten von beiden Seeseiten aus mehrere Zuschauer. Auch für die Gäste der Ederseefähre zwischen Asel-Süd und Asel bot sich ein spannendes Bild: Nur wenige Meter vom Asel-Stein entfernt "stand" der Hubschrauber immer wieder über dem See.

Das Training der in Egelsbach stationierten Staffel wird am Donnerstag fortgesetzt. Etwa zwischen 9 und 14.30 Uhr ist die Maschine dabei immer wieder bei Asel zu sehen.


Weitere Bilder der Übung, aufgenommen von Helikopter-Fotografin Sarah Pfannkuch:
Waldbrandübung der Polizeifliegerstaffel (13.08.2014)

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Publiziert in Polizei

ASEL/ASEL-SÜD. Zwei Jahre nach einem Waldbrand bei Asel, bei dessen Bekämpfung erstmals auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, übt die hessische Polizeifliegerstaffel an diesem Mittwoch und Donnerstag am Edersee das Aufnehmen und Abwerfen von Löschwasser mit speziellen Behältern.

Die sogenannten Bambi Buckets sind vor allem von großen Waldbrandkatastrophen in Südeuropa, Amerika oder Australien bekannt. Die Faltsäcke, die unter Helikoptern angebracht werden, stehen auch der in Egelsbach stationierten Polizeifliegerstaffel Hessen zur Verfügung. Als am 15. August 2012 nach einem Waldbrand bei Asel der Boden am Steilhang auch nach Abschluss der eigentlichen Löscharbeiten durch die Feuerwehren noch stark aufgeheizt war, forderte die Korbacher Polizei die fliegenden Kollegen an. Zehn mal tauchte der Hubschrauber den orangefarbenen Sack in den See, nahm jeweils 1000 Liter Wasser auf und warf es über den Brandgebiet ab - mit Erfolg.

Im Schwebeflug über dem Edersee
Die in Hessen eher selten angewandte Technik, per Helikopter große Wassermengen in unwegsame Gebiete zu transportieren, soll nun bei einer zweitägigen Übung der Staffel trainiert werden. Nach Auskunft von Polizeisprecher Hans Hänel würden acht Polizisten mit einer Maschine an beiden Tagen in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst den Umgang mit dem Bambi Bucket praxisnah üben. An einer Maschine vom Typ EC 145 (Eurocopter) wird der Wassersack am Boden montiert, bevor der Pilot zum See fliegt und im Schwebeflug den Behälter langsam eintauchen lässt. Mit einer Zuladung von rund 1000 Kilogramm steuert die Maschine dann auf das "brennende" Waldgebiet zu, wo die Crew den Sack per Fernbedienung öffnet und das Wasser zu Boden stürzt.

Die Übungsflüge sind an beiden Tagen in der Zeit von 9 bis 15 Uhr im Bereich Asel/Asel-Süd vorgesehen und lassen sich vom Ufer aus verfolgen.


Über den Einsatz vor zwei Jahren berichtete 112-magazin.de ausführlich:
Nach Brand: Polizeihubschrauber wässert Waldboden (15.08.2012, mit Video u. Fotos)

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Publiziert in Polizei

ASEL. Erstmals ist im Landkreis nach einem Waldbrand ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen, um den trockenen Waldboden aus der Luft großflächig zu wässern. Zahlreiche Schaulustige verfolgten vor allem das Befüllen einer speziellen Vorrichtung, mit der die Helikopterbesatzung das Wasser im Edersee aufnahm.

Der Waldbrand an einem Steilhang oberhalb der Kläranlage von Asel war am Mittwochmittag aus bislang noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Ein Waldarbeiter entdeckte gegen 14 Uhr Rauch und verständigte die Rettungsleitstelle, von wo aus die Feuerwehren aus Asel, Vöhl, Basdorf und Herzhausen alarmiert wurden. Wenig später trafen insgesamt 28 Einsatzkräfte an der Brandstelle ein. Sie mussten zunächst unter äußerst schwierigen Bedingungen eine Wasserversorgung den Steilhang hinauf aufbauen. Das Wasser förderten sie über eine Pumpe von einem Hydranten aus, der an der Kläranlage steht. Von der oberen Seite des brennenden Waldhangs her brachten die Basdorfer Kameraden weiteres Löschwasser - ein Landwirt hatte nach dem Alarm sofort ein Güllefass bereitgestellt, das mit mehreren tausend Litern Wasser befüllt war.

Nach etwa einer Stunde war der Brand gelöscht. Um den extrem trockenen Waldboden großflächig zu wässern und somit ein Wiederaufflammen nachhaltig zu verhindern, forderte die Polizei einen Helikopter der hessischen Polizeihubschrauberstaffel aus Egelsbach an. Die Maschine vom Typ EC 145 lässt sich mit einem sogenannten Bambi Bucket ausstatten, das unter der Maschine hängt und als mobiler Wassertank dient. Die Besatzung flog zum nahegelegenen Edersee und befüllte im Schwebeflug den orangefarbenen Behälter. Über der Brandtelle ließen die fliegenden Polizisten das Wasser dann per Knopfdruck in die Tiefe fallen. Nach etwa zehn Anflügen war der Boden nach Ansicht der Feuerwehr ausreichend bewässert - die Maschine kehrte nach Südhessen zurück.

Weiter Warnung vor akuter Waldbrandgefahr
Die Feuerwehr warnt wegen der andauernden Trockenheit weiterhin vor einer weiterhin akuten Waldbrandgefahr. Man solle keinesfalls im Wald rauchen oder gar ein offenes Feuer entzünden, verdeutlichte am Mittwoch der stellvertretende Vöhler Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk an der Einsatzstelle. Auch sei es brandgefährlich, Flaschen im Wald zurückzulassen - bei entsprechender Sonneneinstrahlung würden sie mitunter wie ein Brennglas wirken. In den vergangenen Jahren war es am Edersee immer wieder zu Waldbränden gekommen, die glücklicherweise keine größeren Gebiete erfassten. Insbesondere an den Steilhängen rund um den Stausee fordern die Löscharbeiten den freiwilligen Einsatzkräften stets Höchstleistungen ab - viele Stellen seien nur schwer oder gar nicht zu erreichen. "Wenn es dort brennt, ist ein Hubschrauber die einzige Möglichkeit zum Löschen", sagte Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber.

Einen wie am Mittwoch erstmals nach einem Ernstfall im Kreis praktizierten Einsatz hatte die Volkmarser Feuerwehr vor vier Jahren im Zusammenspiel mit der Bundespolizei geübt. Damals waren eine größere Maschine vom Typ Eurocopter EC 155 und ein größerer Bambi Bucket verwendet worden.

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Publiziert in Feuerwehr

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