Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Auszeichnung

KORBACH/HAMBURG. Der neunjährige Lebensretter Markus Rud aus Korbach und Leitstellenmitarbeiter Michael Seebold haben am Donnerstagabend im Rahmen einer feierlichen Gala bei der Beiersdorf AG in Hamburg vor 400 Gästen gemeinsam den "NIVEA-Preis für Lebensretter 2016" erhalten. Für ihr außergewöhnliches Teamwork, mit dem sie Anfang September Markus' kleinem Bruder das Leben retteten, teilen sie sich die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung.

"Kleiner Held vollbringt große Tat" - so lautete eine von vielen Schlagzeilen über Markus Rud aus Korbach. Mit seiner schnellen Reaktion und mutigem Handeln rettete er seinem zweijährigen Bruder Rudolf das Leben (112-magazin.de berichtete, hier klicken). Die beiden Jungen waren am 3. September allein mit ihrer Großmutter zu Hause. Kurz nachdem Rudolf in einem unbeobachteten Moment in den 1,50 Meter tiefen Swimmingpool im Garten gefallen war, sah die 65-Jährige ihren jüngeren Enkel regungslos im Wasser treiben. Sofort zog sie gemeinsam mit Markus das Kleinkind aus dem Pool.

Da die Oma nur schlecht Deutsch spricht, wählte der Neunjährige den Notruf und meldete weinend den Notfall. Sein Glück: Michael Seebold (41) von der Leitstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg arbeitet seit 20 Jahren im Rettungsdienst und hat Erfahrung damit, eine Reanimation telefonisch zu begleiten. Er beruhigte Markus und gab ihm dann exakte Erste-Hilfe-Anweisungen: stabile Seitenlage, Nase zuhalten, in den Mund pusten. Kurz darauf hörte er Rudolf husten und atmen. Der vier Minuten später eintreffende Notarzt stabilisierte den Zweijährigen weiter und begleitete ihn per Rettungshubschrauber in die Klinik. Seebold - selbst Vater von zwei Kindern - besuchte Markus noch am selben Abend und lobte ihn für sein kluges Verhalten.

"Besonderer Rettungsfall verdient besondere Auszeichnung"
Der neunjährige Markus Rud ist nach Auskunft von DLRG und Beiersdorf der jüngste Preisträger in der Geschichte dieser Auszeichnung. "Die Jury war sich sehr, sehr einig. Dieser besondere Rettungsfall verdient eine besondere Auszeichnung", hieß es am Donnerstagabend in der Laudatio in Hamburg. Markus Rud und Michael Seebold erhielten die Auszeichnung in der Kategorie "Soforthilfe" bei nicht-DLRG-Mitgliedern. NIVEA ehrte zusammen mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in der Gala drei weitere Preisträger. Die mit insgesamt 7000 Euro dotierte Auszeichnung ist bundesweit die einzige, die Lebensrettungen aus Wassergefahren sowie ehrenamtliches Engagement im Wasserrettungsdienst würdigt. (Quelle: Beiersdorf AG/Inken Hollmann-Peters)

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Retter

BAD AROLSEN/GEMÜNDEN. Maike Neumeier und Christine Backhauß, Mitarbeiterinnen der Waldecker Bank, haben verhindert, dass ein Rentner eine hohe Summe an Betrüger verliert. Dafür werden die Frauen am Mittwochabend mit der Kasseler Polizeimedaille ausgezeichnet. Nach einem anderen Fall wird auch Michael Hartmann aus Gemünden geehrt.

"Die Nähe zum Kunden ist hier auch ein klarer Vorteil", sagte Maike Neumeier. In der Filiale in Mengeringhausen ist der Kundenkontakt vertraulich, man kennt sich eben. Zur Vorgeschichte: Am Donnerstag, 2. Oktober, wurde ein 84-jähriger Mann aus Bad Arolsen Opfer von dreisten Trickbetrügern. In der Mittagszeit hatte der gutgläubige Rentner an seiner Haustür Besuch von zwei "Scherenschleifern", die ihre Leistungen anboten. Sie berechneten schließlich für das Schleifen von einigen Messern und Scheren die horrende Summe von 2800 Euro. Nachdem der Senior diese Summe von seinem Konto abgehoben und an die Betrüger ausgezahlt hatte, witterten die Täter weitere Geschäfte und baten den Rentner schließlich um einen "Kredit" über 14.000 Euro.

"Da wird man hellhörig"
Sie gingen dabei so geschickt vor, dass der Rentner schließlich bereit war, auch diese Summe von seinem Konto bei der Waldecker Bank abzuheben und an die Täter auszuzahlen. Am Bankschalter traf der Rentner erneut auf die beiden Bankmitarbeiterinnen vom Vortag, Maike Neumeier befragte den Rentner diskret nach dem Grund des Abhebens einer derart hohen Bargeldsumme, weil sie eine Betrugsmasche nach Art des Enkeltricks witterte. "Bei einer so hohen Summe wird man hellhörig", sagte Neumeier. Nachdem sie durch eine gezielte Befragung des Seniors konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat gewonnen hatte, verweigerte sie die Auszahlung und verständigten die Polizeistation in Bad Arolsen.

Im Zuge der polizeilichen Observation wurden am Tag darauf die beiden Betrüger in der Wohnung des Rentners vorläufig festgenommen. Es handelt sich um Mitglieder einer polizeibekannten Familie aus Frankenberg (Eder), deren Mitglieder wegen ähnlicher Fälle bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Neumeier ist froh, dass alles so ausgegangen ist. Die Polizeimedaille hätte sie dafür nicht erwartet. Auch, wenn sie das in vielen Fällen gut findet, dass Menschen für ihr Verhalten ausgezeichnet werden. Für sie sei das selbstverständlich gewesen.

Festnahme auch nach Tankbetrug und Unfall auf Flucht
Bei der Ehrung am Mittwochabend im Kasseler Polizeipräsidium erhalten noch weitere Personen eine Auszeichnung aus den Händen von Polizeipräsident Eckhard Sauer. Ein weiterer Fall "spielte" ebenfalls in Waldeck-Frankenberg: Nach einem Tankbetrug in Gemünden im Dezember 2014 sorgte der 52-jährige Gemündener Michael Hartmann durch sein mutiges und entschlossenes Handeln dafür dass der 23 Jahre alte Tatverdächtige ohne Führerschein nach einem Unfall auf der Flucht festgenommen wurde (112-magazin.de berichtete mit Fotos, zum Artikel hier klicken). Gegen den Täter wird wegen verschiedener Vorwürfe ermittelt, unter anderem wegen Tankbetruges und unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle.

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei

BAD AROLSEN. Die Brandschützer in Bad Arolsen sind "Feuerwehr des Monats Januar 2015". Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) überreichte die Urkunde am Sonntag an Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer.

Der Grund: Die "herausragenden Leistungen der Wehren", wie Beuth es formulierte. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. So etwa für das Konzept zur Evakuierung der Intensivstation in Bad Arolsen (wir berichteten, zum Artikel hier klicken). "Sie haben da wirklich Pionierarbeit für alle hessischen Feuerwehren geleistet", betonte Beuth. Der zweite Aspekt: Gerade in ländlichen Regionen seien Feuerwehren für die Jugend wichtige Faktoren für die Freizeitgestaltung.

In Bad Arolsen wird das durch stabile und teilweise sogar steigende Mitgliedszahlen in den Jugendfeuerwehren deutlich. Hinzu komme die Öffentlichkeitsarbeit, wie Peter Beuth unterstrich. Durch präventive Aktionen in der Öffentlichkeit seien die Bad Arolser Wehren stets präsent.

"Schneller und besser sein"
Beim Werben um Mitglieder komme es laut Stadtbrandinspektor Meyer stets darauf an, "einen Schritt schneller und besser zu sein". Meyer betonte, dass diese Auszeichnung eine Ehrung für alle Einsatzmitglieder und Jugendfeuerwehrleute sei. "Für Euren Dienst am Nächsten." Mit der Auszeichnung zur "Feuerwehr des Monats" wolle man die Nachwuchsarbeit unterstützen und die Anerkennung des Landes Hessen für die "großartige Arbeit" der Bad Arolser Feuerwehren ausdrücken, sagte der Innenminister.

Bürgermeister Jürgen van der Horst bewertete die Auszeichnung als schriftliches Zeugnis dessen, was man in Bad Arolsen schon immer gewusst habe: "Wir haben leistungsstarke Feuerwehren."


Link:
Feuerwehr Bad Arolsen

Anzeige:

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Feuerwehr
Dienstag, 05 August 2014 16:18

Bundesflutorden an Korbacher THW-Helfer verliehen

KORBACH. Für ihren fast vierwöchigen Einsatz im vergangenen Jahr beim sogenannten Jahrhundert-Hochwasser in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben die Mitglieder der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen im Korbacher THW den Bundesflutorden erhalten. 13 der Aktiven bekamen zusätzlich den Sächsischen Fluthelferorden.

Überall dort, wo große Mengen Wasser bewegt werden müssen, ist das Korbacher THW mit seiner Hochleistungspumpe Hannibal gefragt. 5000 Liter Wasser fördert diese Pumpe pro Minute, zur Not rund um die Uhr und über mehrere Tage am Stück. Und auch größere Schmutzpartikel bringen die Hannibal nicht aus der Fassung. Mit weiteren Pumpen kommt die im Jahr 2000 beim Technischen Hilfswerk in Korbach gegründete Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen auf eine Gesamtfördermenge von 25.000 Litern pro Minute.

Quasi nebenbei 60-jähriges Bestehen gefeiert
Gleich an sechs Einsatzstellen waren die Helfer um ihren Ortsbeauftragten Hans-Joachim Kegel im Juni 2013 gefragt: Unermüdlich halfen die Korbacher in Sachsen und Sachsen-Anhalt an Mulde, Elbe und Saale, befreiten im sächsischen Leisnig einen auf einer Fläche von fünf Hektar überfluteten Tiefbrunnen vom Hochwasser, verstärkten einen 600 Meter langen Elb-Deich bei Schönebeck in Sachsen-Anhalt oder halfen nach dem Deichbruch bei Barby (Elbe) dabei, ein überschwemmtes Gebiet zu sichern und von Wasser zu befreien. Mitten im Fluteinsatz feierte das Korbacher THW quasi nebenbei am 16. Juni das 60-jährige Bestehen der Korbacher Ortsgruppe.

Während der Feierstunde zur Überreichung der Fluthelfermedaillen blickte Ortsbeauftragter Kegel ausführlich und mit vielen Bildern auf den 26-tägigen Einsatz im vergangenen Jahr zurück. Das Leid und Elend der vom Hochwasser betroffenen Menschen, von denen einige alles verloren hätten, sei ihm und seinen Kameraden noch ebenso in Erinnerung wie die große Dankbarkeit für den Einsatz der vielen Freiwilligen. So hätten Bewohner der betroffenen Orte den Helfern Essen und Getränke gebracht, ihnen im Einsatz zerrissene Kleidung genäht oder selbst mit angepackt - in Schönebeck beispielsweise, wo das Korbacher THW in mehreren Tagen einige hunderttausend Sandsäcke befüllte und verbaute, waren zeitweise bis zu 400 junge Menschen mit von der Partie. "Der Strom der Helfer riss nie ab", sagte Kegel und blickte auf die über Facebook gesteuerten Aufrufe zurück. Übernachtungsmöglichkeiten fanden die Helfer in Blau unter anderem in einem Kindergarten oder in Barby auch in einer Scheune des örtlichen Rockerclubs.

Landkreis würdig vertreten - Dank an Betriebe und Familien
Für ihre freiwillige und ehrenamtliche Teilnahme an dem Fluteinsatz wurde allen 18 THW-Einsatzkräften der Bundesflutorden verliehen. Die 13 Helfer, die gleich zu Beginn des Einsatzes in Sachsen tätig waren, erhielten zusätzlich den Sächsischen Fluthelferorden. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick überreichte die Auszeichnungen in der THW-Unterkunft an der Briloner Landstraße und sprach den Aktiven seinen Dank aus. Helfer von THW und Feuerwehren seien der Bevölkerung gleichermaßen in guter Erinnerung. Den Korbacher THW-Angehörigen bescheinigte der Fachdienstleiter Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, sie hätten den Landkreis würdig und gut vertreten. Biederbick dankte am Samstag aber nicht nur den Helfern, sondern auch deren Arbeitsgebern und Familien für Verständnis und Unterstützung.

Zweitgrößter Einsatz in der THW-Geschichte
Für die regionale THW-Geschäftsstelle dankte und gratulierte Stefan Thies, der als Sachbearbeiter für Einsatzlagen verantwortlich ist. Der Einsatz im vergangenen Jahr sei für das Technische Hilfswerk der zweitgrößte seit der Gründung im Jahr 1950 gewesen. Zeitweise waren rund 16.000 THW-Kräfte während der Flut in Süd- und Ostdeutschland ehrenamtlich im Einsatz. Es seien Schäden von insgesamt acht Milliarden Euro entstanden, 80.000 Menschen hätten evakuiert werden müssen. Allein die Korbacher Helfer, die laut Thies bemerkenswert schnell einsatzbereit gewesen waren, hätten bei der Flut insgesamt 3500 Stunden geleistet. "Hochgerechnet ist das etwa die Arbeitszeit eines Beschäftigen in knapp zwei Jahren", sagte Thies.

Folgende Helfer wurden geehrt:
Jens Bangert, Christian Eikmeier, Stefan Faißt, Holger Fees, Stefan Fister, Dirk Gernand (Zugführer), Jannik Göbel, Michael Göbel, Hans-Joachim Kegel, Laura Kegel, Peer Krohm, Matthias Kuhnhenne, Nico Markiewicz, Manuel Mauer, André Pfeiffenberger, Björn-Oliver Rettig, Frank Schubert und Ailina Sude. Eine zusätzliche Ehrung erhielten Holger Fees für 20-jährige aktive Mitgliedschaft im THW und Ailina Sude für zehnjährige aktive Zugehörigkeit.

An Mitarbeit interessiert? Neue Mitglieder willkommen
Wer sich über die Arbeit des THW in Korbach informieren möchte oder aber selbst an einer abwechslungsreichen ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Technischen Helfern interessiert ist, der gewinnt erste Eindrücke auf der unten verlinkten Homepage. Vorgestellt werden auf der Internetseite unter anderem die zurückliegenden Einsätze sowie die verschiedenen Fachgruppen und ihr Material. Neue Mitglieder sind beim THW in Korbach gern gesehen.


Link:
THW Ortsverband Korbach

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in THW
Mittwoch, 05 Februar 2014 19:00

Hinsehen und handeln: Vorbilder ausgezeichnet

WALDECK-FRANKENBERG. Der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen haben Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der nordhessischen Polizei in bemerkenswerter Weise unterstützt haben. Dafür gab es am Dienstagabend die "Kasseler Polizeimedaille". Drei der Fälle spielten in Waldeck-Frankenberg.

Die Geehrten nahmen die Medaille aus den Händen von Polizeipräsident Eckhard Sauer, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei Kassel ist, entgegen. Die zum 15. Mal stattfindende Auszeichnung erfolgte im Rahmen der traditionellen Jahresbegrüßung 2014 des Vereins in den Gesellschaftsräumen des Polizeipräsidiums in Kassel. Rund 180 Vereinsmitglieder und Gäste waren am Dienstagabend der Einladung ins Polizeihauptquartier am Kulturbahnhof gefolgt.

Geehrte Personen sind Vorbilder
"Der Verein Bürger und Polizei in Kassel zeichnet Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der Kasseler Polizeimedaille aus, die der Polizei bei ihrer Aufgabenerfüllung in bemerkenswerten Weise geholfen haben", betonte Präsident Sauer. "Diese Menschen haben durch ihr Handeln ein besonderes Zeichen gesetzt für ein vertrauensvolles Miteinander von Bürgern und ihrer Polizei". Die insgesamt 17 neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter fünf Frauen, zehn Männer sowie ein Grundschüler aus Paderborn und ein Jugendlicher aus Kassel, sind in diesem Jahr zwischen 7 und 83 Jahre alt. "Diese Menschen haben hingesehen, wo andere wegschaut haben, sie haben gehandelt, wo andere lieber untätig geblieben sind. Ihr Verhalten war vorbildlich und hat für uns alle ein Zeichen gesetzt", erklärt Polizeipräsident Eckhard Sauer.

Lobenswerte Unterstützung in unterschiedlicher Form
Die Medaillenträger waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form lobenswert aktiv. Sie halfen zumeist durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

Hier die diesjährigen Fälle aus Waldeck-Frankenberg:
Es hätte auch ein Sittenstrolch sein können
Christina Wagener aus Bad Arolsen beobachtete in ihrer Heimatstadt, wie ein Autofahrer ein Mädchen am Gehweg in der Straße Am Leitegraben aus dem Auto heraus ansprach. Kurze Zeit später stieg die Kleine in den Wagen, der sofort davon fuhr. Frau W. kam das sehr merkwürdig vor, sie informierte die Polizei. Wie sich später bei der Befragung des ermittelten Fahrers herausstellte, war ihm das Mädchen flüchtig bekannt und er bot dem Kind an, es zur Schule zu fahren, da sie spät dran war. Das bestätigte auch das zehnjährige Mädchen, das noch in der Grundschule angetroffen wurde. Hinweise auf eine Straftat hatten sich nicht ergeben.

Kurgast vereitelt Handtaschenraub
Aufgrund von Hilferufen wurde Peter Montag aus Kella im Kreis Eichsfeld (Thüringen), der in Bad Wildungen zur Kur war, auf einen Handtaschenraub am Kurhaus aufmerksam. Dem Opfer, einer 52-jährigen Frau aus Hamburg, war die Handtasche geraubt worden. Peter Montag nahm die Verfolgung des zu Fuß flüchtenden Räubers auf. Es gelang ihm, den Täter am Kurpavillon einzuholen und nach einem Gerangel die geraubte Handtasche zu ergreifen. Der Räuber flüchtete. Aufgrund der guten Personenbeschreibung und der Ermittlungsarbeit verdichteten sich allerdings die Verdachtsmomente gegen einen 31-jährigen wohnsitzlosen Mann, der bereits polizeibekannt war. Nach Überprüfungen in seinem näheren Umfeld stellte sich der Täter schließlich der Polizei. Er gestand insgesamt fünf Raubstraftaten und ging in Untersuchungshaft.

Ladendiebe verfolgt und Polizei die Festnahme ermöglicht
Sorain Iwaniw aus Münchhausen beobachtete einen Ladendiebstahl im Edeka in Burgwald-Ernsthausen. Er nahm einen der beiden Täter eine Tasche ab und versuchte ihn festzuhalten. Nachdem dieser sich losgerissen hatte, verfolgte Iwaniw ihn und verständigte gleichzeitig telefonisch die Polizei. Als er bemerkte, dass die beiden Ladendiebe in ein Auto stiegen, notierte sich der aufmerksame Zeuge das Kennzeichen und gab es an die Polizeistation in Frankenberg weiter. Er gab die Position ständig an die Beamten durch. So konnten dann in Bottendorf das Fahrzeug gestoppt und letztendlich drei mutmaßliche Ladendiebe festgenommen werden.

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei
Donnerstag, 16 Februar 2012 07:56

Dealerpaar und Ladendieb zur Strecke gebracht

BAD AROLSEN/KASSEL. Margret Fett, Sven Weißer, Yannick Augstein und Friedhelm Schüttler haben neben sechs weiteren Frauen und Männern aus Nordhessen die "Kasseler Polizeimedaille" erhalten. Sie alle halfen im vergangenen Jahr, Straftaten zu verhindern oder schnell aufzuklären.

Nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen waren die zehn Geehrten für die "Kasseler Polizeimedaille" ausgewählt worden. Der Verein Bürger und Polizei in Kassel e.V. und das Polizeipräsidium Nordhessen ehrten die vier Frauen und sechs Männer am Mittwochabend in einer Feierstunde in Kassel. Rund 170 Vereinsmitglieder und Gäste waren der Einladung ins Polizeihauptquartier am Kulturbahnhof gefolgt.

Die geehrten halfen "der Polizei bei ihrer Aufgabenerfüllung in einer bemerkenswerten Art", betonte Präsident Sauer in seiner Laudatio. "Diese Menschen haben durch ihr couragiertes Handeln ein Zeichen gesetzt für ein vertrauensvolles Miteinander von Bürgern und ihrer Polizei". Die zehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille sind zwischen 18 und 78 Jahre alt. "Diese Menschen waren aufmerksam und haben hingeschaut, wo andere häufig wegsehen, sie haben entschlossen gehandelt, wo viele andere möglicherweise untätig geblieben wären. Ihr Verhalten war vorbildlich für uns alle", erklärt Polizeipräsident Eckhard Sauer. Es sei lobenswert, dass Bürger die gute Arbeit der Polizei unterstützten.

Die Geehrten waren im vergangenen Jahr in polizeilichen Einsatzsituationen im positiven Sinne aktiv. Sie halfen zumeist durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

"Diese Menschen sind Vorbilder"
Margret Fett aus Bad Arolsen half der Polizei, einem Rentner-Ehepaar auf die Schliche zu kommen, das im großen Stil mit verbotenen Arzneimitteln handelte. Sven Weißer, Yannick Augstein und Friedhelm Schüttler zögerten nach einem Ladendiebstahl in Bad Arolsen nicht lange, verfolgten den Täter, gaben der Polizei ständig die Position durch und sorgten so für die Festnahme. Yannick Augstein kümmerte sich außerdem um das Opfer. "Diese Menschen sind für uns Vorbilder. Sie haben durch ihr Handeln in sehr lobenswerter Weise Zivilcourage und Bürgersinn gezeigt", betonte Polizeipräsident Sauer.


112-magazin.de berichtete in der vergangenen Woche über die anstehende Ehrung:
Vier Arolser bekommen Polizeimedaille (10.02.2012)

Publiziert in Polizei
Freitag, 10 Februar 2012 18:35

Vier Arolser bekommen Polizeimedaille

BAD AROLSEN/KASSEL. Sie haben hingeguckt und gehandelt, wo andere wegsehen und -gehen: Vier Menschen aus Bad Arolsen werden in der kommenden Woche vom Verein Bürger und Polizei und des Polizeipräsidiums Nordhessen mit der Polizeimedaille geehrt. Bei der Veranstaltung am Mittwoch im Präsidium in Kassel werden sechs weitere Menschen aus Nordhessen ausgezeichnet.

Womit genau die zehn zu Ehrenden "in beispielhafter Weise die Arbeit der Polizei unterstützt haben", nannte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Freitag nicht. Die vier Bad Arolser sowie sechs weitere Menschen aus Kassel, Baunatal, Calden und Witzenhausen werden die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Eckhard Sauer, zugleich auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei Kassel, entgegen nehmen.

Auch bei der 13. Verleihung der "Kasseler Polizeimedaille stehen die Mitbürger aus Nordhessen im Mittelpunkt, die im vergangenen Jahr mit ihrem Handeln die Polizei in einer bemerkenswerten Art unterstützt haben oder durch ihr Tun besondere Zeichen des vertrauensvollen Miteinanders von Bürgern und Polizei gesetzt haben. "Wir zeichnen Menschen aus, die durch ihr vorbildliches Verhalten Zeichen gesetzt haben. Sie haben hingeschaut, wo andere wegsahen, sie handelten, wo andere möglicherweise untätig geblieben wären", erklärte Polizeipräsident Eckhard Sauer am Freitag im Vorfeld.

Bei insgesamt acht Ereignissen waren die zur Ehrung Eingeladenen im vergangenen Jahr - allein oder mit Partnern - im positiven Sinne aktiv. Sie halfen zumeist durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht aktiv mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen. Einer der zu ehrenden Personen half Kasseler Polizeibeamten tatkräftig bei der Festnahme von Straftätern, die sich mit großer Brutalität ihrer Festnahme widersetzten. "Diese Menschen haben alle durch ihr Handeln in ganz bemerkenswerter Weise Zivilcourage und Bürgersinn gezeigt. Sie sind für uns Vorbilder", betonte der Polizeipräsident.

Publiziert in Polizei

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige