Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Aufklärung

FRANKENBERG/WILLINGEN. Meistens werden Männer Opfer des Kriminalitätsphänomens "Sextortion" - aber auch Frauen können nach einem freizügigen Chat im Internet erpresst werden.

Ein Mann aus Frankenberg und eine Frau aus Willingen wurden erpresst, zahlten aber nicht und gingen zur Polizei. Die Polizei warnt vor dem Phänomen und gibt Hinweise. Bei dem Kriminalitätsphänomen "Sextortion", zusammengesetzt aus den Worten aus "Sex" und "Extortion" (Erpressung), handelt es sich um eine Erpressungsmasche im Internet. Meist werden Männer, gelegentlich aber auch Frauen, über Chat-Plattformen oder soziale Netzwerke angeschrieben.

Nach einer ersten Kontaktaufnahme verleiten die oftmals nur leicht bekleideten Damen oder Herren ihren Gesprächspartner dazu, ihnen Nackt- oder Masturbationsbilder oder Videos von sich zu übersenden. In einigen Fällen wird die Kommunikation auf Chat-Plattformen mit der Möglichkeit der Bildübertragung fortgeführt. Führen die Männer oder Frauen im Rahmen eines Livestreamings sexuelle Handlungen an sich durch, zeichnen die Täter dies auf. 

Im Anschluss fordern die Kriminellen Geld von den betroffenen Männern und Frauen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, drohen sie damit, dass die Bilder oder Videos an Familie, Freunde und Bekannte weitergeleitet und im Internet veröffentlicht werden.

In Frankenberg traf es einen Mann - er hatte über eine Dating-Plattform Kontakt zu einer vermeintlich attraktiven Dame bekommen. Man einigte sich auf einen weiteren Chatverkehr über eine andere Plattform. Der Frau gelang es, den Frankenberger dazu zu bewegen, Nacktbilder von sich zu schicken. Danach war sie nicht mehr so freizügig und freundlich - sie forderte ihn auf, 2000 Euro zu zahlen, da sie die Bilder sonst an seinen Arbeitgeber, die Familie und Bekannte weiterleitet. Der Frankenberger zahlte nicht und erstattete Anzeige bei der Polizei. 

In Willingen lief es ähnlich ab, nur das diesmal eine Frau Opfer wurde. Auch in diesem Fall schaffte es der Erpresser, die Frau dazu zu bringen, intime Bilder zu versenden. Danach drohte er mit Veröffentlichung der Bilder im Internet, wenn die Frau ihm kein Geld über Gutscheincodes zukommen lässt. In beiden Fällen haben die Opfer nach der versuchten Erpressung richtig gehandelt. Sie zahlten nicht und erstatteten Anzeige. 

Eine gesunde Portion Misstrauen ist nicht verkehrt, um gar nicht erst in die Opferrolle zu geraten. Grundsätzlich sollte man skeptisch sein, wenn wildfremde Personen über Facebook oder andere soziale Netzwerke Kontakt suchen und zu flirten beginnen.

Die Polizei gibt dazu folgende Hinweise

  • Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und  Privatsphäreeinstellungen.
  • Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
  • Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.

Wenn Sie Zweifel haben...

  • Kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
  • Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzer Zeit kennen.
  • Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Ihren genutzten Endgeräten immer auf dem aktuellen Stand.

Falls Sie bereits erpresst werden...

  • Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird.
  • Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab und reagieren Sie nicht auf Nachrichten. (ots/r)

- Anzeige -



Publiziert in Polizei

BAD WILDUNGEN. In ein unbewohntes Haus in Reitzenhagen war am frühen Freitagmorgen gegen 1.30 Uhr, in der Straße Am Unterscheid, der Alarm ausgelöst worden. Unbekannte Täter hatten ein Fenster aufgehebelt, waren ins Haus eingestiegen und hatten dort den akustischen Alarm ausgelöst. Sie ergriffen anschließend ohne Beute die Flucht in unbekannte Richtung.

Hinweise die zur Aufklärung beitragen können, nimmt die Polizeistation Bad Wildungen unter der Rufnummer 05621/70900 entgegen. (ots/r)

-Anzeige-


Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen ist im Sommer 2019 wieder im nordhessischen Bereich und diesmal verstärkt in KOMPASS-Kommunen unterwegs.

Am 24. Juli sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der polizeilichen Beratungsstelle von 11 Uhr bis 14 in der Briloner Straße 74 in 34508 Willingen (REWE). Sie können direkt vor Ort Ihre Fragen stellen.

Insbesondere werden die Beamten auf die Sicherheit Ihrer Wohnung, Ihres Hauses oder Ihres Geschäftes eingehen. Sie erhalten ganz konkrete und sinnvolle Tipps, um die "ungebetenen Gäste" vor der Tür zu lassen. Und sollten Sie zu Haustürgeschäften oder zur Sicherheit im Netz Fragen stellen, werden auch diese gern beantwortet.

Wenn Sie Fragen zum Kommunal Programm Sicherheitssiegel (KOMPASS) haben oder sich im Rahmen einer kurzen Befragung mit Ihrer Einschätzung zur Sicherheitslage in Ihrem Wohnort einbringen möchten, werden die polizeilichen und kommunalen Ansprechpartner Ihnen gerne zur Verfügung stehen.

Die Polizei freut sich auf Ihren Besuch.

Vor neun Monaten entschied die Stadt Willingen sich dazu, KOMPASS-Kommune zu werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel von damals.

Link: Willingen wird KOMPASS-Kommune (30.10.2018)

- Anzeige -


Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. "Guten Abend, hier ist der Microsoft-Support, wir haben Probleme mit ihrem PC festgestellt."

So oder so ähnlich beginnen drei bekannt gewordene Betrugsfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Hierbei gibt sich der Täter am Telefon als angeblicher Mitarbeiter von Microsoft oder anderen bekannten Firmen aus und informiert über ein festgestelltes Problem mit dem PC des Opfers. Dies kann ein angeblich entdeckter Virus oder Trojaner sein, bei dessen Beseitigung man jetzt helfen wolle.

Der Täter versucht im weiteren Verlauf des Gesprächs, mit der Hilfe des Opfers Fernzugriff auf den PC zu erlangen, sensible Daten wie zum Beispiel Passwörter, Konto- und Kreditkarteninformationen zu erfragen und direkte Überweisungen zu veranlassen. Auch kommt es vor, dass der Rechner vom Betrüger gesperrt und eine direkte Zahlung für das Entsperren gefordert wird. In den drei hier bekannt gewordenen Fällen reagieren die Angerufenen höchst unterschiedlich.

Ein 66-jähriger Frankenberger glaubte dem Betrüger und gab seine Kontodaten preis. Er entdeckte wenig später unberechtigte Kontoabbuchungen im unteren vierstelligen Bereich.

In den anderen beiden Fällen blieb es beim Versuch. Microsoft führt nach eigenen Angaben unter keinen Umständen unaufgefordert Telefonanrufe durch, in denen angeboten wird, ein schadhaftes oder infiziertes Gerät zu reparieren.

Auch fordert Microsoft niemals finanzielle und persönliche Daten an oder möchte mit externen Programmen, wie zum Beispiel TeamViewer, die Kontrolle über ihren Rechner übernehmen.

Der Rat der Polizei

  • Telefongespräche dieser Art so schnell wie möglich beenden oder einfach auflegen.
  • Nicht auf unerwünschte und verdächtige Fenster im Browser klicken und keinesfalls eine darin möglicherweise angezeigte Telefonnummer anrufen.
  • Niemals einem Dritten Kontrolle über Ihren Computer geben.
  • Auf keinen Fall auf Aufforderung Fremdsoftware erwerben und auf dem eigenen Endgerät installieren.
  • Beim Verdacht, dass Dritte Zugriff auf Ihren PC haben, die Verbindung zum Internet trennen.
  • Den Betrugsversuch bei der örtlichen Polizei anzeigen. Weitere Informationen zum Thema "Tech Support Scam" finden Sie unter diesem Link.

Die Polizei in Waldeck-Frankenberg hofft, dass es nicht zu weiteren Fällen dieser Art kommt und die Sicherheit für die Bevölkerung durch Aufklärung erhöht werden kann. Gerade ältere Menschen fallen immer wieder auf die Betrüger herein, da sie meist nicht das nötige Fachwissen besitzen. (ots/r)

- Anzeige -



Publiziert in Polizei

HOMBERG. Als Reaktion auf eine Bündelung von Straftaten in bestimmten Bereichen von Homberg und Borken wurde Anfang diesen Jahres die AG Stadtpark bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder eingerichtet.

Im Rahmen der AG Stadtpark wurde bisher gegen 76 Personen ermittelt und insgesamt 135 Straftaten aufgeklärt. Insgesamt sieben Tatverdächtige kamen in Folge der Ermittlungen der Arbeitsgruppe in Untersuchungshaft. In den Städten Homberg und Borken kam es seit mehreren Monaten zu einem Anstieg im Bereich der Straßen-, Jugend- und Drogenkriminalität. Zudem häuften sich die Beschwerden von besorgten Bürgern der betroffenen Gebiete, bzw. von örtlichen Behörden, die insbesondere über die vielen Ruhestörungen und Belästigungen, die überwiegend von Jugendlichen und Heranwachsenden unter Drogen- bzw. Alkoholeinfluss begangen wurden, klagten.

Daraufhin wurde bei der Polizeidirektion die AG Stadtpark eingerichtet, welche die Aufgabe hat, gezielt und wirksam die Kriminalität an den Brennpunkten zu bekämpfen. Durch gezielte Ermittlungen, verstärkte Kontrollen mit der Bereitschaftspolizei sowie die Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen der Staatsanwaltschaft und der Jugendgerichtshilfe wurde eine deutliche Reduzierung der begangenen Straftaten und eine Verunsicherung der Szene erreicht.

Durch die Arbeitsgruppe wurden 135 Straftaten aufgeklärt, bei denen es sich unter anderem um 16 Sachbeschädigungen, 20 Diebstahlsdelikte, 7 Bedrohungen, 8 Körperverletzungen, 11 Hausfriedensbrüche, 4 Widerstände gegen Polizeibeamte, 5 Raubdelikte, 28 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und 8 Verstöße gegen das Waffengesetz handelt. Durch die Ermittlungen der AG Stadtpark und insbesondere durch die Festnahmen und Inhaftierung von zentralen Figuren wurde die Szene nachhaltig verunsichert.

Die festgestellten Brennpunkte werden weiterhin im Fokus der Polizei bleiben und regelmäßig kontrolliert. (ots/r)

- Anzeige -


Publiziert in HR Polizei

BAD WILDUNGEN. Der Polizei in Bad Wildungen ist es gelungen, einem Diebstrio auf die Spur zu kommen.

Seit Dezember 2017 sind im Zustellbezirk der Deutschen Post AG in Bad Wildungen immer wieder Paketsendungen verschwunden. In enger Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Deutschen Post ist es nun gelungen, die Taten aufzuklären.

Drei Mitarbeiterinnen der Deutschen Post stehen im Tatverdacht mindestens 32 Wertsendungen gestohlen zu haben. Sie nutzten dazu ihre Möglichkeiten als Zusteller aus, bevorzugtes Diebesgut waren technische Geräte.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Kassel wurden die Wohnungen und Fahrzeuge der Beschuldigten durchsucht. Dabei konnte Diebesgut aus vorangegangenen Taten sichergestellt werden. Zwei der drei Beschuldigten räumten die Taten in ihren Vernehmungen schließlich ein.

Sie wurden nach Durchführung der erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder entlassen, müssen sich aber demnächst vor Gericht für ihre Taten verantworten. (ots/r)

- Anzeige -


Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Zwar ist die Zahl der im Landkreis verübten Straftaten im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, die heimische Polizei hat jedoch bei der Aufklärungsquote kräftig zugelegt auf 63,2 Prozent: Kein anderer Landkreis in Nordhessen verzeichnete im vergangenen Jahr einen besseren Wert. Darauf verwiesen der Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Achim Kaiser, und Kripochef Christian Golomb bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik.

Die Kriminalitätsentwicklung war in den vergangenen Jahren acht Jahren tendenziell rückläufig und erreichte im Jahr 2015 einen bislang absoluten Tiefstand mit 5392 registrierten Straftaten. Im Jahr 2016 verzeichneten die heimische Polizei wieder einen leichten Anstieg um 314 Fälle auf nunmehr 5706 registrierte Straftaten, was einen Anstieg um 5,8 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Dies ist laut Kaiser die drittniedrigste Zahl von registrierten Straftaten in den vergangenen 20 Jahren in Waldeck-Frankenberg.

Die heimische Polizei legte 2016 bei der Aufklärungsquote im Vergleich zum Jahr 2015 nochmals deutlich um 5,1 Prozent auf nunmehr 63,2 Prozent zu. Damit nimmt die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg den Spitzenplatz in Nordhessen ein. "Sie ist die höchste je im Landkreis Waldeck-Frankenberg erzielte Aufklärungsquote", sagte der Leiter der Polizeidirektion nicht ohne Stolz. Traditionell sind die Mittelzentren Korbach, Bad Wildungen, Bad Arolsen und Frankenberg sowie die Tourismushochburg Willingen am stärksten mit Kriminalität belastet. Aber auch diese Kommunen lagen 2016 noch deutlich unter dem hessenweiten Durchschnitt. Mit 25 registrierten Straftaten (Vorjahr 22) ist Rosenthal die Kommune mit den wenigsten registrierten Verbrechen.

Fünf Fälle von fahrlässiger Tötung
Kaiser und sein Stellvertreter, Kripochef Christian Golomb, sowie Polizeisprecher Volker König informierten gemeinsam über das "Kriminaljahr 2016". Die Statistik weist sechs Fälle von versuchtem Totschlag sowie fünf Fälle von fahrlässiger Tötung aus. "Straftaten gegen das Leben stoßen immer auf ein besonderes Interesse der Öffentlichkeit", sagte Golomb, gleichwohl entsprächen diese Delikte im vergangenen Jahr - glücklicherweise - lediglich 0,19 Prozent aller Straftaten. In 235 (Vorjahr 219) Fällen führte die Kripo sogenannte Todesermittlungen - dies ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn nach dem Tod eines Menschen die Todesursache zunächst vom Arzt als "unklar" angegeben wird.

Sexualstraftaten gingen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 um 32,4 Prozent zurück auf 71 Delikte (Vorjahr 105). Die Aufklärungsquote lag hier bei 91,55 Prozent - nur sechs Fälle blieben ungeklärt. Deutlich gestiegen sind im Berichtsjahr die sogenannten Rohheitsdelikte von 685 (2015) auf nunmehr 819 Fälle. Zu diesem Deliktsfeld zählen Körperverletzung, Raub, Entführung oder andere Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Die meisten Delikte entfallen auf die Körperverletzungen mit aktuell 598 nach 502 Fällen im Vorjahr. Hier spiele häufig Alkohol eine Rolle, verdeutlichte Polizeichef Kaiser. Die meisten dieser Delikte würden in den Mittelzentren Korbach, Arolsen, Wildungen und Frankenberg sowie im "temporären Mittelzentrum Willingen", so Kaiser mit Blick auf Clubwochenenden und Veranstaltungen im Upland, verübt. Die Aufklärungsquote bei diesen Delikten lag 2016 bei 92,3 (2015: 92,4) Prozent.

Fälle von häuslicher Gewalt legten im Berichtsjahr im Vergleich zu 2015 von damals 119 auf nunmehr 151 angezeigte Taten zu - die Dunkelziffer lasse sich nur schwer einschätzen. In dem von Männern dominierten Deliktsfeldgab es 2016 auch Anzeigen gegen neun Täterinnen. 40 Raubdelikte wurden im vergangenen Jahr (2015: 28) gezählt, häufig waren alkoholisierte junge Männer die Opfer. Im vergangenen Jahr gab es im gesamten Landkreis keinen einzigen Handtaschenraub.

Viele Ladendiebstähle
Bei den Diebstählen ging die Zahl der angezeigten Fälle von 1411 auf 1321 zurück, bei der Aufklärungsquote legten die heimischen Ermittler leicht zu von 40,8 auf nunmehr 41,2 Prozent. Das "beliebteste" Delikt in dieser Sparte ist der Ladendiebstahl. Beim schweren Diebstahl - wenn der Täter ein Hindernis beziehungsweise eine Sicherung überwinden muss, um etwas zu entwenden - ging die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von 765 auf 724 Taten zurück, die Aufklärungsquote stieg dagegen deutlich von 14,2 auf 24,2 Prozent. Mit 182 Fällen liegt hier der Einbruchsdiebstahl vorn. Zu diesem Wert trug sicherlich im ersten Quartal 2016 eine Einbruchsserie mit allein 39 Fällen in Bad Wildungen bei. Polizeisprecher Volker König riet zu Wachsamkeit: "Wenn mir etwas seltsam oder verdächtig vorkommt, rufe ich die Polizei lieber einmal mehr als zu wenig."

Bei den sogenannten Vermögens- und Fälschungsdelikten, zu denen zum Beispiel Betrug, Urkundenfälschung oder Geldfälschung zählt, gab es nahezu unverändert 961 (958) Fälle - die niedrigsten Zahlen seit Jahren. Auf das Delikt Betrug entfielen mit 687 (749) die meisten Fälle. Die hohe Aufklärungsquote lag bei 81,4 nach 80 Prozent.

1207 Straftaten (2015: 1026) wie Erpressung, Widerstand, Beleidigung, Hehlerei oder Sachbeschädigung werden in der Statistik in der Obergruppe "Sonstige Straftatbestände" zusammengefasst. Hier stieg die Aufklärungsquote um fünf auf 58,2 Prozent. Eine Erklärung, warum es zum Beispiel wesentlich mehr Beleidigungen gibt, gab Kaiser: "Der Umgangston wird rauer". In diesem Zusammenhang begrüßte Polizeisprecher König ein neues Gesetz, das Beleidigung von und Übergriffe auf Polizeibeamten und andere Einsatzkräfte härter unter Strafe stellt.

Ein Drogentoter im Jahr 2016
Drogendelikte fasst die Statistik in den sogenannten strafrechtlichen Nebengesetzen zusammen - hier finden sich auch Delikte wie Verstöße gegen das Waffengesetz, das Ausländerrecht oder Umweltgesetze. Von den 582 (437) Fällen entfielen 459 (335) auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Diese hohe Zahl führt die Polizei auf einen Anstieg von Verkehrskontrollen zurück. Wie wichtig der Kampf gegen die Drogenkriminalität ist, zeigt sich unter anderem daran, dass es 2016 einen Drogentoten im Kreis gab.

Bei der Internetkriminalität weist die Statistik 274 Fälle aus - nach 304 Taten im Vorjahr. Im Jahr 2009 waren es noch mehr als 500 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt aktuell bei hohen 97,1 Prozent nach 96,4 in 2015. Die Zahl politisch motivierter Straftaten liegt auf einem niedrigen Niveau von aktuell 28 Fällen nach 19 im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr gelang es den heimischen Ermittlern, bei den registrierten 5706 Straftaten 2753 (Vorjahr 5392/2365) Tatverdächtige zu ermitteln. Unter ihnen befanden sich 604 (424) nichtdeutsche Tatverdächtige. Bei 202 von ihnen handelt es sich um Zuwanderer. Polizeichef Kaiser unterstrich, dass Zuwanderer nicht krimineller seien als Deutsche; allerdings räumte er auch ein, dass einige der Asylsuchenden auch gleich mehrere Straftaten begangen hätten.

Prävention hat hohen Stellenwert
Die Polizeiführung kündigte an, dem Thema Prävention weiterhin einen hohen Stellenwert zuzumessen. Veranstaltungen mit Kindergärten und Schulen, Vorträge in Vereinen oder vor Rentnern, Beratungen zum Einbruchsschutz in vieles mehr seien zwar aufwendig, aber eine gute Investition in die Sicherheit. Die Polizei werde auch weiterhin deutliche Präsenz bei Festen und Veranstaltungen zeigen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

"Wir ziehen eine positive Bilanz der polizeilichen Arbeit des vergangenen Jahres", unterstrich Kaiser, der allen Polizeiangehörigen für ihre "brillante Arbeit" dankte. Der Leiter der heimischen Polizei dankte im Zusammenhang mit der Aufklärung von Straftaten aber auch den Bürgern, die als Zeugen mit ihren Hinweisen einen wesentlichen Anteil am Ermittlungserfolg hätten. (pfa)  

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 03 Februar 2016 11:18

Die Polizei klärt auf: Wer fährt trinkt nicht

WALDECK-FRANKENBERG. Die Polizei führt in der Faschingszeit wieder vermehrt Alkoholkontrollen durch. Bereits jetzt finden wieder zahlreiche Faschingsveranstaltungen an den Wochenenden statt. Es ist nicht auszuschließen, das "unvernünftige Verkehrsteilnehmer" unter Alkoholeinfluss stehend, den Heimweg mit ihrem Kraftfahrzeug selbstfahrend antreten werden. Alleine im letztjährigen Kontrollzeitraum zur Faschingszeit ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen 18 Verkehrsunfälle auf Grund des Einflusses berauschender Mittel, bei denen drei Personen schwer und drei Personen leicht verletzt wurden. Im Rahmen der durchgeführten Kontrollen wurden 2.230 Fahrzeuge kontrolliert. Es wurden 39 Verkehrsstrafanzeigen gefertigt und 29 Führerscheine sichergestellt.

Aus diesem Grund werden durch die Polizei im Kreis Waldeck-Frankenberg auch dieses Jahr wieder schwerpunktmäßig in der Faschingszeit an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten entsprechende Verkehrskontrollen zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit durchgeführt. Die Polizei rät deshalb: "Kein Alkohol am Steuer! Wer fährt, trinkt nicht!"

Erst in der vergangenen Nacht wurde einem 25-Jährigen die Fahrkarte gelocht.

Link: Stark alkoholisiert gegen Baum gekracht (3.Februar 2016)

Quelle. ots/r

Anzeige:

 

Publiziert in Polizei
Freitag, 27 Januar 2012 15:01

Polizei klärt Einbruch mit 100.000 Euro Schaden

SIEGEN. Bereits vor gut 16 Monaten - im September 2010 – kam es zu einem Einbruch zum Nachteil einer Siegener Firma für sportliche Mode, bei dem der / die Täter sehr umfangreiche Beute machten: Im Verkaufsraum wurden nämlich zahlreiche hochwertige Bekleidungsstücke unterschiedlicher Markenhersteller sowie Brillen im Wert von rund 100.000 Euro entwendet.

Gut Ding will manchmal Weile haben - und so kam es, dass im Laufe der Monate nach dem Einbruch der ein oder andere Gegenstand, der damals entwendet wurde, wieder ans Tageslicht kam.
Die Beamten des zuständigen Siegener Kriminalkommissariats 5 konnten dann im Verlauf ihrer umfangreichen polizeilichen Ermittlungen die Hinweise so verdichten, dass ein Durchsuchungsbeschluss für ein im Kreis Olpe befindliches Firmengelände erwirkt werden konnte, der am 10.01.2012 vollstreckt wurde.
Auf diesem Gelände wohnte - unangemeldet – ein 38-jähriger „selbständiger Unternehmer“ aus dem Ruhrgebiet. In seiner Wohnung fielen den Kriminalbeamten sofort einige Gegenstände ins Auge, die aus dem Einbruch vom September 2010 stammten (Deko-Artikel, Bekleidung und Uhren). Daneben wurden rote Kfz-Kennzeichen aufgefunden, die in der Nacht zum 02.09.2010 bei einem Einbruch in eine Eiserfelder Firma abhandengekommen waren. Bei diesem Einbruch wurde u.a. ein weißer DB Sprinter entwendet, der bis heute nicht wieder aufgetaucht ist.

Bei der Durchsuchung eines auf dem Firmengelände stehenden Wohnwagen des 38-Jährigen wurde zudem noch ein Plastikbeutel mit rund 30 PKW- Schlüsseln von Neufahrzeugen gefunden, die aus einem Einbruch in ein Autohaus im Großraum Gummersbach stammen. Weiter befanden sich in dem Wohnwagen nicht geringe Mengen illegaler Betäubungsmittel – darunter 1400 Tabletten (Ecstasy ), über 700 Gramm Amphetamin, Streckmittel, Verpackungsmaterial etc. – sowie umfangreiches Einbruchswerkzeug. Soviel zum Thema „selbständiger Unternehmer“….

Der 38-Jährige – der bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten rechtskräftig verurteilt ist  – wurde  vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl und schickte ihn in die Justizvollzugsanstalt.

Die weiteren Ermittlungen des Siegener Kriminalkommissariats dauern noch an. Die Beamten sind dabei zuversichtlich, noch den ein oder anderen Einbruchsdiebstahl erfolgreich klären können. So wurden bei einer erneuten Durchsuchung der Wohnung am 16.01.2012 unter Hinzuziehung von weiteren Geschädigten weitere Gegenstände sichergestellt, die aus Einbruchsdiebstählen aus dem Rheinland stammen. So konnte ein Großteil des Mobiliars in der Wohnung des 38-Jährigen Einbrüchen zugeordnet und sichergestellt werden.

Für den Fall, dass der 38-Jährige aus der Untersuchungshaft wieder entlassen werden sollte,  wird er eine relativ leere Wohnung vorfinden. Allerdings war das dann kein Einbruch....

Publiziert in SI Polizei

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige