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WALDECK-FRANKENBERG. Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit leicht entfachen können, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen.

Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit vermieden werden.

Die folgenden neun einfachen Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins
  • Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112

Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel oder beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes unter feuerwehrversand.de - übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch. (Quelle: Deutscher Feuerwehrverband)

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Publiziert in Feuerwehr

WALDECK-FRANKENBERG. Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit leicht entfachen können, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen.

Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit vermieden werden. Die folgenden neun einfachen Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112

Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel oder beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes unter feuerwehrversand.de – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

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Publiziert in Feuerwehr

VOLKMARSEN/WARBURG. Es sollte ein schöner Nachmittag im Kino werden, doch es kam anders: Auf dem Weg von Volkmarsen nach Warburg verunglückten Hendrik Krause und seine Freundin am 1. April. Im Rahmen unserer "Danke"-Serie im Advent spricht der 20-Jährige vor allem den Ersthelfern, aber auch Polizei und Rettungsdienst seinen Dank aus.

Der heute in Diemelstadt wohnende junge Mann will an diesem Ostermontag mit seiner Freundin ins Kino nach Warburg fahren. "Wir fuhren von unserem damaligen Wohnort Volkmarsen los. Wir waren gut gelaunt und freuten uns auf einen entspannten Nachmittag im Cineplex Warburg. Als wir auf Höhe der Autobahnauffahrten zwischen Welda und Warburg waren, zog der Audi des Unfallverursachers raus, obwohl wir angefahren kamen".

Der 20-Jährige tritt die Fuß- und zieht die Handbremse, um seinen Renault Twingo zu stoppen, außerdem will er ausweichen, was aber nicht gelingt - es kommt zum Zusammenstoß. Anschließend schleudert der Twingo in den Graben. "Als ich aussteigen wollte, brach ich zusammen", schildert der Fahrer seine Erinnerungen an die Momente nach der Kollision.

Nur ein einziges Auto hält an diesem Ostermontag an. Die Insassen helfen dem Twingofahrer und seiner Freundin, geben den Verletzten Wolldecken und versuchen, sie zu beruhigen. "Ich sah, wie viele Autos vorbei fuhren und gafften", bedauert der 20-Jährige noch heute.

Wenige Minuten nach dem Zusammenstoß treffen Polizei und Rettungsdienst ein, bringen Hendrik Krause und seine Freundin ins Krankenhaus nach Warburg. Laut Aussage des Notarztes wäre wohl mehr passiert, "wenn die Ersthelfer mich nicht am Boden festgehalten hätten". So sei es bei einem angebrochenen Wirbel geblieben. Seine Freundin kommt mit leichteren Blessuren davon.

Die Adventsserie von 112-magazin.de nutzt Hendrik Krause für einen aufrichtigen Dank: "Ich bin froh, dass es doch noch Menschen gibt, die helfen! Auch bin ich froh und dankbar, dass es die Polizei und den Rettungsdienst gibt und Leute, die diesen Job machen. Vielen Dank für all die schnelle und viele Hilfe".


Sind auch Sie nach einem Brand, Unfall oder Notfall dankbar für Hilfe jedweder Art, die Ihnen zuteil wurde, und wollen diesen Dank loswerden? Dann ist unsere Adventsserie zum Thema "Dank" ein gutes Forum. Nehmen Sie Kontakt zur Redaktion auf per Mail an info(at)112-magazin.de

Publiziert in Retter

LELBACH. "Es ist schon ein komisches Gefühl, wieder über den Zebrastreifen zu gehen", sagt Sven Kiepe aus Lelbach. Auf dem Heimweg von der Schule war der Junge im September von einem Auto erfasst und verletzt worden. Im Rahmen unserer "Danke"-Serie im Advent spricht der Zehnjährige den Ersthelfern, Rettungskräften, Hubschrauberbesatzung und seinen Eltern, vor allem aber seinen Freunden einen großen Dank aus. "Sie waren immer für mich da".

Es ist Donnerstagmittag, der 19. September, als Sven Kiepe wie immer mit dem Bus von der Alten Landesschule in Korbach nach Hause in den Stadtteil Lelbach fährt. Nach dem Aussteigen muss er den Zebrastreifen auf der Bundesstraße 251 überqueren, um von der Haltestelle aus noch ein paar Schritte bis zu seinem Elternhaus im alten Lelbacher Ortskern zu gehen. Und da passiert es: Als Sven schon fast auf der anderen Straßenseite angekommen ist, erfasst eine Rentnerin den Zehnjährigen mit ihrem Wagen. Die Frau, die in Richtung Willingen unterwegs ist, gibt später der Polizei gegenüber an, auf den noch stehenden Bus - und eventuell hinauskommende Kinder - geachtet zu haben. Dabei habe sie den Jungen auf der Straße übersehen.

Der Junge wird schwer am Bein verletzt, sofort eilt ihm die Busfahrerin zu Hilfe. Noch vor dem alarmierten Rettungsdienst und Notarzt kommt auch ein Rettungsassistent, der in Lelbach wohnt, zur Unfallstelle. Eine Bekannte der Familie informiert Svens Mutter Jutta Kiepe. "Als ich die Nachricht von Svens Unfall bekam, war ich komischerweilse relativ gefasst", sagt die Lelbacherin, die wenig später am Fußgängerüberweg eintrifft und ihren "zum Glück" ansprechbaren Sohn sieht. Zu diesem Zeitpunkt hält die Busfahrerin dem Kind das verletzte Bein. "Durch den Unfall wurde Svens Patellarsehne abgerissen", erklärt seine Mutter die gravierendste Folge der unliebsamen Begegnung auf dem Überweg. Hinzu kommen schmerzhafte Prellungen und Schürfwunden.

Die Rettungskräfte entschließen sich dazu, für einen schonenden Transport des Jungen in eine Kasseler Klinik einen Rettungshubschrauber anzufordern. Den Einsatz übernimmt die Besatzung der Maschine Christoph 28 aus Fulda, dessen Pilot am Sportplatz landet. Wenig später hebt der Heli wieder ab und trifft nach neunminütiger Flugzeit am Klinikum in Kassel ein. "Wir sind auf einer Wiese davor gelandet, da stand auch noch ein anderer Rettungshubschrauber", erinnert sich der Zehnjährige. "Danach haben sie mich im Schockraum untersucht und mir Spritzen gegeben".

Freunde sind jeden Tag bei Sven zu Besuch
Nach der Operation liegt der junge Patient noch einige Tage im Klinikum, wird am 28. September entlassen. Sein verletztes und operiertes Bein wird durch eine Schiene gestreckt gehalten, erst nach für nach darf Sven das Knie wieder beugen. Bis zu den Herbstferien kann der Gymnasiast nicht zur Schule gehen. "Meine Freunde haben mir die Hausaufgaben gebracht und mich jeden Tag besucht", sagt Sven voller Dank. Und seine Mutter ergänzt: "Sogar bei Sonnenschein haben die Freunde hier gesessen und mit ihm gespielt". Dies sei ein schöner Freundschaftsbeweis gewesen.

Wie Sven selbst sind auch seine Eltern Jutta und Wilhelm Kiepe nicht nur dankbar für die Zuwendung seiner Kameraden, sondern auch für die nach dem Unfall geleistete Hilfe: "Die Rettungskräfte haben sehr gut gearbeitet und waren ganz ruhig bei der Sache", schildert Svens Mutter ihre positiven Eindrücke. Das habe sich auch auf sie selbst und letztlich auch auf ihren Sohn übertragen. Nicht zuletzt habe die Busfahrerin ihrem verletzten Fahrgast zur Seite gestanden, bis RTW und Notarzt eintrafen. Dank gelte auch dem Hubschrauber- und Klinikpersonal.

Mittlerweile klappt das Laufen schon wieder ganz gut. Mit großen Schritten - im übertragenen Sinne - geht Sven nun dem Weihnachtsfest, dem Jahreswechsel und seinem elften Geburtstag am 1. Januar entgegen. Dann dauert es auch nicht mehr lange, bis der Lelbacher wieder am Schulsport teilnehmen und zum Tischtennis in der Mehrzweckhalle gehen darf. Und dann beschleicht ihn hoffentlich auch nicht mehr das flaue Gefühl beim Betreten des Zebrastreifens.


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Publiziert in Retter
Donnerstag, 12 Dezember 2013 10:03

"Danke"-Serie: Kollegen und Wehrmann retten Armin Kunze

SCHMILLINGHAUSEN/KORBACH. Er hätte tot sein können, wären da nicht seine Arbeitskollegen und Angehörige der Conti-Werkfeuerwehr gewesen, die Armin Kunze retteten. Heute wendet sich der 50 Jahre alte Schmillinghäuser an seine Lebensretter im Rahmen unserer "Danke"-Serie im Advent.

Es ist die Geschichte eines Mannes, um dessen Leben Angehörige und Ärzte, Kollegen und Rettungskräfte sowie das Personal der Intensivstation des Korbacher Stadtkrankenhauses zwei Tage bangen mussten. Es ist die Geschichte eines Mannes, der einen Herzinfarkt, Organversagen und einen Schlaganfall erlitt. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich zeitweise nicht mehr bewegen oder artikulieren konnte. Hier ist die Geschichte von Armin Kunze - er erzählt sie selbst:

"Zunächst muss ich sagen, dass ich weiß alles nur vom Erzählen weiß. Meine Erinnerung wurde durch den Vorfall weitestgehend gelöscht. Am Samstag, 9. Juni 2012, hatte ich Spätschicht auf der Conti in der Endinspektion. Am Tag vorher hatte ich, so erzählte mir meine Frau später, Schmerzen in der linken Schulter. Dies kam durch die schweren Reifen schon mal vor. Mein Sohn wollte mich ins Arolser Krankenhaus bringen, was ich aber ablehnte - ich wollte nicht schon wieder krankgeschrieben werden. Im Nachhinein war das ein schwerer Fehler.

Ich habe an dem Samstag ganz normal angefangen zu arbeiten. Mein Schichtführer war bei mir und sagte mir, ich könne wegen dem Fußballspiel früher nach Hause fahren. Er klopfte mir dabei auf die linke Schulter und ich habe dabei vor Schmerzen aufgeschrien. Alle dachten, ich mache nur einen Scherz.

Gegen 17.30 Uhr ist es dann wohl passiert. Meine Kollegen sagten, ich sei einfach nach hinten umgefallen und mein Kopf wäre hart auf den Betonboden aufgeschlagen. Mein Kollege Andreas Rupprath hat dann sofort Erste Hilfe geleistet und der andere Kollege Tobias Haufe hat die Werksfeuerwehr angerufen.

Der Feuerwehrmann Jörn Kasparek hat dann die nötigen Schritte zur Lebensrettung bei mir eingeleitet, bis Krankenwagen und Notarzt vor Ort waren. Meine Frau und meine Tochter haben etwa eine Stunde an Tor 1 gestanden und man hat sie zum Schutze meiner Frau nicht hinein gelassen. Die finde ich sehr gut, denn sie hätten meiner Frau keinen Gefallen damit getan, sie zu mir zu lassen.

Laut Notarzt haben die drei Helfer mir durch die schnelle Erstversorgung das Leben gerettet. Ich wurde eine Stunde reanimiert und wegen Kammerflimmern 16-mal defibrilliert. Es stellte sich heraus, dass ich einen Hinterwandinfarkt mit zwei Verschlüssen hatte. Als ich dann versorgt war und in den Krankenwagen zum Abtransport gebracht wurde, hatte ich einen kardiologischen Schock und Organversagen. Bedingt durch die große Menge Blutverdünner habe ich auch noch einen Schlaganfall bekommen.

Auf der Intensivstation im Korbacher Krankenhaus hab ich wohl auch noch eine Lungenentzündung bekommen. Insgesamt hat man wohl zwei Tage um mein Leben gebangt. Ich habe insgesamt vier Wochen im Koma gelegen. Danach kam ich nach Bad Wildungen in die Westendklinik. Ich konnte weder laufen noch irgendwelche anderen Körperteile bewegen. Auch Sprechen und Schreiben ging die ersten Tage so gut wie nicht. Nach weiteren vier Wochen konnte ich nach Hause. Man hatte mir dort schnell und gut geholfen wieder laufen und sprechen zu können.

Mein besonderer Dank gilt meinen beiden Kollegen, dem Feuerwehrmann und den Pflegerinnen und Pflegern der Korbacher Intensivstation, die einiges von mir ertragen mussten".

Anmerkung der Redaktion: Armin Kunze ist derzeit noch immer krankgeschrieben. Vermulich im kommenden Frühjahr soll der 50-Jährige wieder anfangen zu arbeiten.


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Publiziert in Retter

LENGEFELD. Nach einem Fahrradsturz, bei dem sie sich im Frühjahr unter anderem schwere Kopfverletzungen und einen Bruch des Schlüsselbeins zuzog, ist Andrea Kreuser von Rettungskräften versorgt und direkt vom Fahrradweg aus in eine Kasseler Klinik geflogen worden. Im Rahmen unserer Adventsserie dankt die Lengefelderin heute den Rettungskräften - und ihrem Lebensgefährten.

Ihr Freund Holger Huhn ist es nämlich, der in den ersten Minuten nach dem schweren Sturz seiner Partnerin auf dem Bahnradweg mit der Verletzten allein ist. "Zuerst dachte ich, Andrea macht sich nach dem Sturz einen Spaß, bleibt einfach liegen und fängt gleich an zu lachen", sagt der begeisterte Mountainbiker. Doch auf ein Lachen oder darauf, dass sich die damals 39-Jährige wieder aufrichtet, wartet der Automechaniker vergeblich. "Sie hat nicht mehr reagiert und war nicht wirklich bei Bewusstsein", schildert Huhn, der den Kopf seiner Freundin hält - "da lief mir schon das Blut über die Finger". Das jähe Ende einer abendlichen Fahrradausfahrt Ende Mai.

Rasch tastet er mit einer freien Hand nach seinem Mobiltelefon, holt das Handy aus der Tasche, wählt den Notruf und beschreibt die ungefähre Position auf dem Bahnradweg zwischen Wildunger Landstraße und Brühnen Wiese. Aufgenblicke später ist in der Entfernung Martinshorn zu hören. Das für ihn zunächst leise Zeichen für die herannahende Hilfe wird rasch lauter. Endlich, nach bangen Minuten um seine Freundin, treffen die Helfer ein. "Ich selbst habe von alledem nichts mitbekommen", sagt Andrea Kreuser, die wie ihr Freund während der Radtour keinen Helm trug. "Im Nachhinein bemerkenswert ist, dass wir kurz vorher noch davon gesprochen haben, uns Helme anzuschaffen", erzählt Holger Huhn. Dass Augenblicke später bei Tempo 25 der Ernstfall eintrifft, ahnen die beiden Lengefelder natürlich nicht.

Als die Rettungskräfte die Schwerverletzte in den Rettungswagen tragen, um sie dort zu versorgen, packt Huhn selbstverständlich mit an. Im RTW hört er vom Notarzt, dass der Rettungshubschrauber unterwegs ist. Pilot Oliver Kaminski von der Bundespolizei landet die Kasseler Maschine Christoph 7 mit großer Präzision direkt auf dem schmalen Bahnradweg unweit der Unfallstelle. "Überhaupt haben alle so unglaublich routiniert und ruhig ihren Job gemacht, das war wirklich beeindruckend", sagt der Lebensgefährte der Verletzten. Retter vom Boden und aus der Luft versorgen die heute 40-Jährige gemeinsam, bevor der orangefarbene Helikopter in Richtung Kasseler Rot-Kreuz-Krankenhaus abhebt. Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma, Gesichtsverletzung und Fraktur eines Schlüsselbeins - das ist die erste Diagnose.

"Helm vergessen wir nicht mehr"
Eine Woche bleibt die Lengefelderin in der Klinik in Kassel, muss später in Korbach noch am Schlüsselbein operiert werden. Die Prellungen am ganzen Körper und ein dick angeschwollenes Auge sind nach einer Weile wieder abgeklungen. Mehrere Schrauben und eine Platte, die die Klavikula-Fraktur fixieren, wird die Schreinerin noch gut ein Jahr in sich tragen - als "Erinnerungsstücke" an den Unfall. Inzwischen ist Andrea Kreuser schon mehrfach wieder aufs Fahrrad gestiegen - mit Helm, versteht sich: "Den vergessen wir beide nicht mehr", unterstreicht die Mountainbikerin. Ihr Radhändler Wilfried Gerbracht schenkte ihr den Sturzhelm. "Wenn ich heute jemanden ohne Helm radfahren sehe, ist das ein richtig komisches Gefühl", sagt die Lengelderin.

Ihr Dank richtet sich an die Rettungskräfte, die Notärzte, die Hubschrauberbesatzung, die Polizei, "die meinetwegen für die Landung des Rettungshubschraubers sogar die Straße sperren wollte", das Personal in den Kliniken in Kassel und Korbach - und "natürlich an Holger, der hat das alles super gemacht".


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Publiziert in Retter

BAD AROLSEN. Die Jugend ist doch besser als ihr Ruf: Als der 13-jährige Erik Bartosch aus Bad Arolsen beim Mountainbikefahren ein Rennrad im Wald findet, gibt es der Schüler bei der Polizeistation ab. Im Rahmen unserer "Danke"-Serie im Advent loben Stationsleiter Richard Bracht und sein Stellvertreter Manfred Lang das Verhalten des Teenagers.

Es ist Anfang August, als der Junge in der Nähe seines Elternhauses am Arolser Stadtrand mit seinem MTB im Wald ein paar Runden dreht. An einer Art Sumpf entdeckt der Schüler ein blau-weißes Rennrad mit Klickpedalen und Triathlonlenker. Das offenbar hochwertige Rad bringt Erik nach Hause, und von dort aus geht es weiter zur Polizei.

Auch auf eine Presseveröffentlichung der Polizei hin hat sich bis heute der Besitzer nicht gemeldet. Unklar ist nach Angaben von Ermittlungsgruppenleiter Manfred Lang noch immer, ob das Fahrrad gestohlen oder nur missbräuchlich genutzt wurde - dieser Begriff aus dem Polizeijargon bedeutet, dass jemand das Fahrrad "ausgeliehen" und dort im Wald wieder abgestellt hat. Eine Rahmennummer trägt die "Rennmaschine" nicht.

Die Polizei freut sich über ehrliche Finder wie Erik Bartosch, wie Dienststellenleiter Richard Bracht dem Schüler bescheinigt: "Das war spitze! Du hast nicht nur etwas gesehen, sondern uns Deine Beobachtung auch gemeldet", sagt der Arolser Polizeichef. Der Schüler schildert den Beamten seine Motivation: Er selbst habe schon mehrere Dinge verloren und leider nicht zurückbekommen. Im Fall des "Drahtesels" hat der 13-Jährige jedoch eine andere Vermutung als dass es verloren gegangen ist: "Ich habe gedacht, das Rad ist eventuell geklaut". Dies sei bei einer Geldkassette der Fall gewesen, die Erik in der Vergangenheit in dem Waldstück gefunden - und selbstverständlich ebenfalls abgegeben hatte.

Auch Brachts Stellvertreter Manfred Lang lobt den Schüler und ist froh über so viel Ehrlichkeit - und macht zugleich deutlich, dass das Gesetz es einfordert, gefundene Dinge bei der Polizei oder dem Fundbüro abzuliefern: "Sonst macht man sich strafbar wegen Fundunterschlagung". Das Gesetz sehe aber ebenso vor, dass Findern ein Finderlohn zusteht oder - wenn sich der Besitzer nicht ausfindig machen lässt - die Fundsache nach einem halben Jahr behalten darf. "Wenn sich bis Februar niemand gefunden hat, darfst Du das Rennrad abholen und selbst benutzen oder es verkaufen und damit Dein Taschengeld aufbessern", rät Lang.

Wie auch immer die Sache ausgeht, bei der Polizei in der Residenzstadt hat Erik Bartosch einen Stein im Brett. "Das war wirklich vorbildlich", unterstreicht der Stationsleiter.


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Publiziert in Polizei

BAD AROLSEN. Zusätzliche Ausrüstungsgegenstände im Wert von 6000 Euro hat die Bad Arolser Feuerwehr angeschafft - vollständig finanziert aus Spenden. Im Rahmen unserer Adventsserie danken die Brandschützer aus der Residenzstadt allen Spendern für die Unterstützung.

"Der städtische Haushalt ist erschöpft und sieht den Kauf dieser Geräte aus Kostengründen nicht vor", erklärt Wehrführer Gordon Kalhöfer. Ganz und gar nicht erschöpft ist jedoch der Wille der Arolser Brandschützer, Menschen in Not rasch und umfassend zu helfen. Zwar steht der Feuerwehr dazu bereits ein umfangreicher Fuhrpark mit den entsprechenden Gerätschaften zur Verfügung, doch die Anschaffung von über die Grundausstattung hinaus gehender Ausrüstung muss die Wehr aus eigener Kraft stemmen.

Und das tut sie: Über die eigens gegründete Feuerwehrkameradschaft werden seit Jahren Geräte oder Bekleidung finanziert, aber auch gemeinsamen Wanderungen, Fahrten oder sonstige Treffen bezuschusst. Auch die Jugendfeuerwehr - die Arolser Brandschützer der nächsten Generation - kommt in den Genuss der Förderung. Mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft können Firmen und Privatleute die Kameradschaft und somit die Feuerwehr unterstützen. Übrigens: Sämtliche Mitglieder der Einsatzabteilung sind auch Mitglieder des Vereins - und bieten den Bürgern der Stadt somit nicht nur ihren ehrenamtlichen Dienst als Feuerwehrleute, sondern unterstützen sich quasi selbst noch finanziell.

Aktuell hat der Verein auf diesem Wege die Anschaffung von insgesamt rund 6000 Euro teuren Geräten ermöglicht. "Die Feuerwehr Bad Arolsen freut sich, dass mehr als 200 Personen und Firmen aus der Region sowie auch überregional unsere Arbeit unterstützen und somit auch die Leistung der Einsatzkräfte honorieren", sagt Wehrführer Gordon Kalhöfer voller Dank. "Das erhöht die Schlagkraft der Feuerwehr merklich und erhöht die Sicherheit für unsere schöne Stadt".

Über die Spenden angeschafft hat die Wehr in diesem Jahr folgende Gerät:

  • Eine Rettungssäge vom Typ "Twin Saw" mit zwei entgegenlaufend rotierenden Blättern; dieser erschütterungsarme Trennschleifer zeichnet sich unter anderem durch geringen Funkenflug aus. Das Handling der Säge ist einfacher im Verglech zu anderen Geräten, die Arbeitssicherheit entsprechend höher. Zum Einsatz kommt die Twin Saw beispielsweise bei Auto- oder Lkw-Unfällen oder sonstigen technischen Hilfeleistungen
  • Ein Feuerwehrsauger vom Typ "Attix" zum Absaugen und Entsorgen von Schmutzwasser. Damit werden bei Unwettern voll gelaufene Keller leergepumpt - mit einer Leistung von 200 Litern pro Minute
  • Eine explosionsgeschützte 50-Meter-Kabeltrommel, im Feuerwehrjargon als Leitungsroller bezeichnet, die zum Beispiel bei Gefahrstoffunfällen zum Einsatz kommt
  • Ein Schutzdeckenset zum Schutz von Rettungskräften und Verletzten vor scharfen Kanten und Ecken. Diese Decken kommen bei der Rettung von Menschen nach Verkehrsunfällen zum Einsatz

Einer der Spender ist der Elleringhäuser Malerbetrieb Göbel GmbH & Co. KG, bei der symbolischen Übergabe der Geräte vertreten durch Stephan Göbel. Für ihn sei es einerseits verwunderlich, dass die Feuerwehr sich selbst um die Anschaffung von Ausrüstung kümmern müsse. Andererseits "ist es für mich eine grundsätzliche Haltung, hier zu helfen, denn wir profitieren ja auch von den Jungs", sagt Göbel, der als Twistetaler Betrieb häufig Arbeiten in Arolsen ausführt. "Wenn irgendwas passiert, stehen die Kameraden sofort hinter einem und helfen". Deswegen unterstütze er die Arbeit der Wehr "sehr gern". Der Verein ist übrigens gemeinnützig und stellt entsprechende Spendenquittungen aus.


Link:
Feuerwehr Bad Arolsen

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Publiziert in Feuerwehr

SCHMILLINGHAUSEN. Vier Knöpfe auf der Briefkastenablage im Haus von Familie Ochse sind das einzig noch sichtbare Relikt dramatischer Momente, die sich vor vier Monaten dort im Flur abgespielt haben: Karin Ochse hatte einen Herzinfarkt erlitten, war schon so gut wie tot. Ihr Mann Karl-Heinz, Nachbar Dirk Sippl, die hinzu gerufenen Rettungskräfte und das Klinikpersonal holten sie zurück. Ihnen allen dankt die Altenpflegerin in der heutigen Folge unserer Adventsserie.

Mit seinem Zeigefinger schiebt Karl-Heinz Ochse die vier Knöpfe hin und her. "Die liegen heute noch hier", sagt der 55-Jährige, "sie sind damals abgeflogen, als wir die Bluse meiner Frau aufreißen mussten". Während der Nebenerwerbslandwirt und Lkw-Fahrer die Details dieses heißen Sommertages, an dem er beinahe seine Ehefrau verloren hätte, genau erinnert, hat Karin Ochse einen Filmriss. "Ich weiß nur noch, dass ich vom Friseur nach Hause gekommen bin und mich im Eingang auf die Bank gesetzt habe, das war's". Am Nachmittag dieses Augusttages setzt ihre Erinnerung aus. Und der Herzschlag.

Der heißeste Tag des Jahres
"Es war der 2. August, der heißeste Tag des Jahres", erzählt ihr Mann. Er ist an diesem Nachmittag eher zufällig schon von der Arbeit zu Hause, sucht im Eingang seines Hauses in der Rhoder Straße Schutz vor der Hitze. Wenig später kommt seine Frau nach Hause, steigt die Treppenstufen zum Eingang hinauf und setzt sich - "im selben Moment kippt ihr der Kopf nach hinten über, sie schnauft und reagiert nicht mehr". Der besorgte Ehemann holt nasse Handtücher, um seiner Frau das Gesicht zu kühlen. Doch schon bald erkennt der 55-Jährige, dass es nicht die Hitze ist, die zum Kreislaufversagen seiner durch eine Krebserkrankung geschwächten Frau geführt hat.

Notruf gewählt, Nachbar eilt zur Hilfe
Sofort wählt Karl-Heinz Ochse den Notruf, holt anschließend rasch seinen Nachbarn Dirk Sippl zur Hilfe, der in seinem Landgasthof Teuteberg alles stehen und liegen lässt. "Wir mussten jetzt gleich was tun, sonst wäre sie vor der Ankunft des Rettungswagens gestorben", ist Ochse sicher. Die beiden Männer, deren Erste-Hilfe-Lehrgänge schon Jahre zurückliegen, machen in dieser Notsituation alles richtig, wie auch der Notarzt den Lebensrettern später bestätigt.

Während der 44 Jahre alte Nachbar die Herzdruckmassage übernimmt, beatmet der Gatte seine Frau. Schließlich übernehmen die Rettungskräfte die Reanimation, sind aber auch nach längerer Zeit noch in akuter Sorge um das Leben der Patientin. Unter Reanimationsbedingungen liefert man Karin Ochse auf die Intensivstation des Korbacher Stadtkrankenhauses ein. "Wir wussten nicht, ob sie die Nacht überlebt", schildert der Ehemann mit gefasster Stimme.

Während die meisten Menschen im Kreis die Freuden des Sommers in vollen Zügen genießen, bangt der Kreis der Familie weiter um das Leben der Ehefrau, Mutter von zwei Söhnen und Oma von vier Enkelkindern. Knapp drei Wochen liegt die Schmillinghäuserin im Koma. "In dieser Zeit hat mir das Personal der Intensivstation sehr viele Dinge erklärt und mich immer eingebunden", sagt Karl-Heinz Ochse heute, "ich bin dort sehr gut empfangen worden", lobt er die Mitarbeiter der Hessenklinik. "Und man hat uns gesagt, dass das Gehirn meiner Frau zu keiner Zeit ohne Sauerstoff war" - ein weiterer Beleg dafür, dass der 55-Jährige und sein Nachbar genau das Richtige getan haben. Beide Männer wollen schon bald einen neuen Ersthelferkurs besuchen.

Nach dreiwöchiger Reha wieder zu Hause
Wieder bei Bewusstsein, tritt Karin Ochse eine dreiwöchige Reha-Behandlung in Bad Wildungen an. Die Lebensgeister kehren zurück, Mitte September ist die 62-Jährige wieder zu Hause. Leichte Schmerzen im Bein und das Summen des eingesetzten Herzschrittmachers verspürt die Altenpflegerin noch dann und wann, ansonsten scheint der Herzstillstand nahezu spurlos an ihr vorbeigegangen zu sein. "Wenn mein Mann nicht da gewesen wäre, dann hätte es ganz anders kommen können", ist der Schmillinghäuserin bewusst. Ihrem Mann und dem Nachbarn Dirk Sippl ist die Gerettete - passenderweise von Herzen - dankbar. Der Dank des Ehepaares richtet sich aber auch an die damals eingesetzten Rettungskräfte, den Notarzt und das Klinikpersonal. "Es ist gut zu wissen, dass jemand da ist, wenn man Hilfe braucht".

Karin Ochse ist froh, dass "der liebe Gott mich noch nicht haben wollte" und sie weitere Zeit auf Erden mit ihrem Mann, den Kindern und Enkeln geschenkt bekommen hat. Schon in ein paar Wochen will die 62-Jährige wieder etwas für ihre körperliche Fitness tun - mit strammen Spaziergängen. Jedesmal, wenn sie dazu das Haus verlässt, wird sie an den vier Knöpfen auf der Briefkastenablage vorbeigehen. Die sollen dort liegen bleiben - als Erinnerung und Glücksbringer.


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FRANKENBERG. Zwei 19 und 29 Jahre alte Männer haben im November einem 85-Jährigen das Leben gerettet, als sie ihn aus dem eiskalten Ederwasser gezogen haben. Im Rahmen unserer Adventsserie dankt heute Polizeichef Hubertus Hannappel den beiden couragierten Lebensrettern.

Der Rentner, der erst tags zuvor seinen 85. Geburtstag gefeiert hat, stürzt Mitte November in den eiskalten Walkegraben, einen Nebenarm der Eder. Etwa 20 Minuten, so erinnert es der alte Herr später, liegt er nach einem fünf-Meter-Sturz an der steilen Uferböschung im Wasser, bevor jemand seine Hilferufe hört. Es ist der 19-jährige Dennis Klingelhöfer aus Frankenberg, der an diesem Dienstagnachmittag im November auf dem Weg zur Arbeit ist und gegen 16.30 Uhr am Fußweg zwischen Walkegraben und Uferstraße auf die Notlage aufmerksam wird. Sofort geht er den Rufen nach, entdeckt den Senior im Wasser. "Er lag bis zur Brust im kalten Wasser", erzählt der 19-Jährige später der HNA.

Dennis Klingelhöfer reagiert sofort. Er ruft Björn Stanzel zur Hilfe, einen ganz in der Nähe tätigen Kanalarbeiter, wählt mit seinem Mobiltelefon außerdem sofort den Notruf. Während Klingelhöfer per Handy noch mit der Rettungsleitstelle telefoniert, holt Stanzel den Senior bereits aus dem Wasser. Mit seiner ganzen Kraft stemmt er den Mann in der Dämmerung die feuchte Böschung hoch: "Er musste sofort aus dem kalten Wasser rausgeholt werden, das war sehr anstrengend", erzählt der 29-jährige Lebensretter aus Florstadt später, "sonst wäre er vielleicht in der Dunkelheit verschwunden und ertrunken." Der Senior sei vollkommen entkräftet gewesen: "Zur Rettung konnte er selbst nichts mehr beitragen." Wenig später trifft der Rettungswagen ein, bringt den 85-Jährigen in die Klinik.

Dank des Polizeichefs
Auf den Fall angesprochen, lobt Polizeichef Hubertus Hannappel die beiden Lebensretter ausdrücklich und dankt den jungen Männern für ihr Handeln. "Das ist etwas, was wir uns unter sozialem Engagement vorstellen und gern häufiger sehen würden - auch in Zusammenhang mit der Verhinderung von Straftaten", unterstreicht der Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. Dennis Klingelhöfer und Björn Stanzel hätten dort sofort gehandelt, wo im wahrsten und ganz direkten Sinne Not am Mann war. Beide Retter hätten Courage bewiesen und Anteil am Schicksal des Rentnern genommen. "Dafür kann man gar nicht genug danken."


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