Stärkere Polizeipräsenz zum Bad Arolser Viehmarkt

Sonntag, 31 Juli 2016 04:15 geschrieben von Redaktion 112-magazin

BAD AROLSEN. "Das" Arolser Viehmarkt steht bevor. Das größte Volksfest in Nordhessen lockt vom 4. bis 7. August wieder mehrere hunderttausend Besucher auf den Königsberg. Angesichts der jüngsten Anschläge in Bayern hat die Redaktion von 112-magazin.de den heimischen Polizeisprecher Volker König gefragt, ob und wie sich die Ordnungshüter auf mögliche Attentate vorbereitet haben.

Der Sprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg verweist in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme des hessischen Innenministers Peter Beuth zur Sicherheitslage in Hessen. Dieser sagte: "Als Reaktion auf die Lage in München wurden flächendeckend Polizeikräfte in Alarmbereitschaft gesetzt. Das hessische Landeskriminalamt hat eine 'Besondere Aufbauorganisation' eingerichtet. Auch wenn aktuell keine Erkenntnisse vorliegen, dass konkrete Anschläge in Hessen geplant oder vorbereitet werden, wurde eine Reihe von offenen und verdeckten Maßnahmen eingeleitet.

Die Polizeipräsenz wurde in Abstimmung mit den Ordnungsämtern und Stadtpolizeien sowie der Bundespolizei bei öffentlichen Veranstaltungen und dem Personennahverkehr erhöht. Interventionsteams und Spezialkräfte sind sofort einsetzbar. Die hessischen Sicherheitsbehörden tauschen sich intensiv mit dem Bundeskriminalamt und den anderen Bundesländern aus. Auch das Landesamt für Verfassungsschutz steht in engem Kontakt mit den Landes- und Bundesbehörden."

Keine konkreten Hinweise
Konkrete Fragen, beispielsweise danach, wie lange genau ein Spezialeinsatzkommando von der Alarmierung bis zum Eintreffen auf dem Festplatz benötigt, wollte der Polizeisprecher nicht im Detail beantworten. Er gab jedoch eine allgemeine Stellungnahme zur Sicherheit auf dem Bad Arolser Viehmarkt ab: "Nach den jüngsten Vorfällen in München, Würzburg und Ansbach ist ein terroristischer Anschlag oder ein Amoklauf nie auszuschließen. Allerdings liegen keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefahr für die Besucher des Viehmarktes vor", sagte König. Überall im Lande würden große Volksfeste gefeiert, wie zum Beispiel das "Open Flair" in Eschwege, die die Sicherheitsbehörden vor schwierige Aufgaben stellen.

Besucher müssen sich auf Kontrollen einstellen
"Für den Bad Arolser Viehmarkt haben die Behörden und Hilfseinrichtungen das Sicherheitskonzept neu überarbeitet und an die besondere Lage angepasst. Darin sind unter anderem auch die Fluchtwege bezeichnet und Vorkehrungen zur Räumung des Platzes getroffen. Die Polizei ist gut vorbereitet und wird das bewährte Konzept der vergangenen Jahre mit starker, offener Präsenz, aber auch mit verdeckten Maßnahmen in diesem Jahr umsetzen. Das bedeutet, dass sich die Besucher auf  Kontrollen einstellen müssen."

Die Polizei werde mit starken Kräften in Bad Arolsen vertreten sein. "Spezialkräfte sind schnell einsatzbereit. Über Zahl der Einsatzkräfte und Einsatzzeiten werden aus taktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht."

König unterstrich: "Es liegen keinerlei Hinweise auf eine mögliche Gefährdung der Viehmarkbesucher vor. Die Behörden und Hilfsorganisationen arbeiten sehr eng mit dem Marktleiter, privaten Sicherheitsdiensten und Standbetreibern zusammen und haben alle Vorbereitungen getroffen, um den Besuchern einen unbeschwerten und sicheren Viehmarktbesuch zu ermöglichen."

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Letzte Änderung am Sonntag, 31 Juli 2016 09:27

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