Blitzeis: Viele Unfälle, ein Todesopfer

Montag, 07 Dezember 2009 05:30 geschrieben von

WALDECK-FRANKENBERG. Blitzeis hat am frühen Montagmorgen für zahlreiche Unfälle gesorgt. Bei Korbach starb ein Autofahrer.

Der folgenschwere Unfall war gegen 5 Uhr zwischen Korbach und Lengefeld passiert, als ein 34 Jahre alter Autofahrer wegen plötzlich auftretender Glätte nach links von der Straße abgekommen war. Der Mercedes überschlug sich und blieb auf der Seite im Graben liegen. Bei dem Unfall wurde der 34-Jährige aus einem Korbacher Ortsteil durch das Glasschiebedach aus dem Auto herausgeschleudert. Vermutlich sei der Mann nicht angegurtet gewesen, sagte Polizeisprecher Volker König auf Anfrage von 112-magazin.de. Der Autofahrer zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er wenig später im Korbacher Krankenhaus starb. Am Auto entstand Totalschaden, der sich laut Polizei auf 5000 Euro beläuft.

Ab etwa 5 Uhr ereigneten sich durch Glätte zahlreiche weitere Unfälle. Man habe "alle Hände voll zu tun", sagte der Dienstgruppenleiter am Morgen. In den meisten Fällen sei es aber bei Blechschäden geblieben, einige Autofahrer hätten leichte Verletzungen erlitten.

Anhänger von Möbel-Lkw kippt um
Auf der Fahrt von Somplar in Richtung Frankenberg verlor ebenfalls gegen 5 Uhr der Fahrer eines Möbellasters die Kontrolle über sein Gespann, nachdem der Anhänger in einem Gefällstück in einer langgezogenen Linkskurve ins Schleudern geraten war. Dadurch kam der Maschinenwagen von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. Der Anhänger stürzte daraufhin um. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Durch den Unfall wurde die Landesstraße 3073 beidseitig blockiert. Die Polizei leitete die hinzukommenden Verkehrsteilnehmer über Wirtschaftswege an der Unfallstelle vorbei, die Straßenmeisterei richtete eine Umleitung über Rengershausen ein. Am Morgen rückte ein Kranwagen an, die Strecke war bis etwa 9.30 Uhr gesperrt. An dem Gespann einer Spedition aus Brilon entstand ein Schaden von 25.000 Euro, der 56-jährige Fahrer aus Marsberg blieb unverletzt.

Feuerwehr rückt zu Unfall bei Rhoden aus
Notarzt, Rettungswagen und die Feuerwehr rückten gegen 6.30 Uhr zu einem weiteren Unfall im nördlichen Landkreis aus. Zwischen Rhoden und Dehausen war ein Autofahrer verunglückt, sein Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der 20 Jahre alte Fahrer aus Volkmarsen war allerdings entgegen erster Meldungen nicht im Auto eingeklemmt.

Insgesamt erlitten laut Polizeibilanz bei 22 Unfällen zwei Menschen schwere und sechs weitere leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt laut Polizeisprecher König bei mehr als 100.000 Euro. Auch in den angrenzenden Landkreisen kam es zu glättebedingten Unfällen, unter anderem bei Warburg und Wolfhagen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Oktober 2011 10:33

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