Marvin Schreck

Marvin Schreck

GEMÜNDEN/HERBELHAUSEN. Ein Wohnungsbrand in Herbelhausen sorgte für reges Einsatzaufkommen am Mittwochnachmittag. Gegen 13.05 Uhr alarmierte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg die Wehren Ellnrode-Herbelhausen, Gemünden, Grüsen und Sehlen unter dem Alarmkürzel "F2, Wohnungsbrand, 1. OG" in die Straße "Zum Dachsberg" - bereits auf der Anfahrt wurden die Drehleiter, das Großtanklöschfahrzeug und der Gerätewagen-Atemschutz aus Frankenberg von Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter André Boucsein nachalarmiert.

Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden ein RTW und ein Funkwagen der Polizeistation Frankenberg, auch der Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick war vor Ort. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte konnte eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden. Um für eine klarere Sicht der Trupps unter Atemschutz zu sorgen, wurde umgehend ein Hochleistungslüfter in Stellung gebracht. Glücklicherweise befand sich niemand innerhalb des Wohnhauses. Auslöser für den Brand dürfte nach ersten Erkenntnissen ein Heizofen im 1. Obergeschoss gewesen sein, dieser brannte durch die komplette Holzbalkendecke.

Das Feuer konnte schnell gelöscht werden - hierzu mussten Wände und eine Zwischendecke mittels Brechwerkzeug geöffnet werden. Allerdings breiteten sich Glutnestern in den Hohlräumen der Holzbalkendecke weiter aus. Diese mit dem Löschmittel "F 500" abzulöschen scheiterte. Somit wurden sogenannte "Fognail-Löschlanzen" eingesetzt und in die Zwischendecke gerammt. Der Löschvorgang wurde mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Gegen 15.45 Uhr konnte der Leitstelle Feuer aus gemeldet werden. Noch vor Ort wurden die aufgebrauchten Atemschutzgeräte auf den Fahrzeugen ausgetauscht und somit erneute Einsatzbereitschaft hergestellt.

Insgesamt waren sechs Trupps unter Atemschutz im Einsatz, teilweise mehrere Trupps zeitgleich. Vor Ort befanden sich etwa 45 Einsatzkräfte. Die Besatzung des RTW musste nicht tätig werden. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden mit 20.000 bis 25.000 Euro, die Kriminalpolizei wurde zur Ursachenermittlung verständigt. Gegen 16.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Samstag, 12 Dezember 2020 13:58

Scheune brennt komplett ab

HALLENBERG/LIESEN. Ein Scheunenbrand sorgte am Freitagnachmittag für reges Einsatzaufkommen in Liesen - Nachbarn hatten den Brand bemerkt und umgehend den Notruf abgesetzt. 

Bereits bei der Anfahrt konnte der Brand durch eine schwarze Rauchsäule über Funk bestätigt werden. Ebenfalls alarmiert wurden ein Streifenwagen der Polizeistation Winterberg und zur Absicherung der Einsatzkräfte ein RTW; im Verlauf der Einsatzarbeiten wurde die Feuerwehr Hesborn nachalarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Scheune bereits in voller Ausdehnung. Dacheindeckung und Photovoltaikanlage waren bereits völlig zerstört.

Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Mario Calles wurde umgehend eine Brandbekämpfung eingeleitet, parallel dazu wurden Riegelstellungen zu den umliegenden Gebäuden errichtet. Das Wohnhaus, so wie die Scheune wurden durch den Energieversorger stromlos geschaltet.  Neben dem Einsatz des Monitors des Tanklöschfahrzeugs und dem Wenderohr der Drehleiter wurden ein C- und drei B-Rohre von mehreren Trupps unter Atemschutz vorgenommen. Somit konnten die umliegenden Gebäude geschützt werden.

Nach ca. 45 Minuten stürzte die Holzkonstruktion des Dachstuhls ein. Erschwert wurden die Einsatzarbeiten durch die enge Bebauung an der Einsatzstelle. Nachdem "Feuer aus" gemeldet werden konnte, wurde mit Nachlöscharbeiten begonnen, welche mittels Wärmebildkamera kontrolliert wurden. Hierzu wurde ein Schaumteppich ausgelegt. Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Um Glatteis durch die großen Mengen Löschwasser zu verhindern, wurde der Winterdienst verständigt, um Salz zu streuen.

Um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen, wurden im Nachgang die verbrauchten Atemschutzgeräte wieder aufgefüllt. Gegen 20.30 Uhr rückten die Kräfte ab. Die Feuerwehr Liesen blieb für eine Brandwache weiterhin vor Ort, hier mussten abermals Nachlöscharbeiten bis zum heutigen Samstag um 7 Uhr durchgeführt. Die Brandursachenermittlungen wurden aufgenommen, hierzu wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet. Eine Schadenhöhe liegt derzeit nicht vor. Bei dem Brand wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die Besatzung des RTWs betreute lediglich die Besitzerin der Scheune. Dem Eingreifen der ca. 40 Einsatzkräfte ist es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden konnte.

Neustes 112-Video

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