Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Zusammenstoß

DORFITTER/THALITTER. Gleich zwei Unfälle mussten die Beamten der Polizeistation Korbach am Montag bei Dorfitter aufnehmen - insgesamt entstand ein Gesamtsachschaden von 11.000 Euro. Zwei Personen, ein 57-Jähriger aus dem Raum Frankenberg und ein 21-Jähriger aus Korbach, wurden verletzt.

Nach Informationen an der Unfallstelle ereignete sich der erste Verkehrsunfall um 12.22 Uhr. Vermutlich aufgrund eines medizinischen Vorfalls geriet der Fahrer (21) eines blauen Dacia auf der Strecke zwischen Thalitter und Dorfitter nach links auf die Gegenfahrbahn und war an der Leitplanke entlang in einen aus Richtung Dorfitter entgegenkommenden Pritschenwagen der Straßenmeisterei (Hessen Mobil) gekracht. Beide Fahrer verletzten sich bei der Kollision und kamen nach der Erstbehandlung in den beiden RTW nach Korbach ins Krankenhaus. 

Bei diesem Unfall blieb es aber nicht, wie die Polizei berichtete. Ein Lkw mit Paderborner Zulassung wollte gegen 13.10 Uhr an einem am Einsatzort stehenden Rettungswagen vorbeifahren und touchierte diesen am Heck. Dabei entstand geringer Sachschaden - dies hatte den Nachteil, dass die Beamten auch den zweiten Unfall aufnehmen mussten und es daher zu Verzögerungen bei der Bergung der beiden zuvor verunfallten Fahrzeuge kam. Während der Pritschenwagen von der Firma AVAS aus Frankenberg abtransportiert wurde, lud die Firma Heidel den blauen Dokker auf.

Die Strecke war bis etwa 13.35 Uhr nur halbseitig befahrbar, um die Regelung des Verkehrs kümmerten sich die Beamten aus Korbach. (112-magazin.de)

Link: Unfallstandort am 15. März auf der Korbacher Straße (B 252).

Publiziert in Polizei
Sonntag, 17 Januar 2021 12:44

Autos stoßen auf Gemeindestraße zusammen

DIEMELSEE/BONTKIRCHEN. Verschneite und glatte Straßen im Raum Diemelsee führten am Samstagmorgen zu einem Verkehrsunfall - beide Fahrzeugführer waren zu schnell und wurden verwarnt.

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, befuhr ein 34-jähriger Mann mit seinem Mazda gegen 6.30 Uhr die Gemeindestraße von Stormbruch in Richtung Bontkirchen. Als er über den Höhenrücken an der "Mönchsecke" talabwärts fuhr, bemerkte er einen entgegenkommenden Audi, der sich aufgrund von Schneeglätte quer zur Fahrbahn gestellt hatte. Der 34-Jährige aus Adorf konnte sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, sodass er mit der Front in den Audi des 26-jährigen Mannes aus Sudeck gekracht war.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von je 1000 Euro, verletzt wurde niemand. Aus gegebenem Anlass weist die Polizei nochmal darauf hin, dass der Verbindungsweg zwischen Stormbruch und Bontkirchen im Winter nicht gestreut und nicht geschoben wird. (112-magazin.de)

-Anzeige-

 

Publiziert in Polizei
Sonntag, 07 Juni 2020 10:35

Vorfahrt missachtet: 16.000 Euro Sachschaden

BAD WILDUNGEN. Auf der Bundesstraße 485 ereignete sich am Samstag (6. Juni) ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde - die Gesamtsachschadenshöhe gibt die Polizei mit 16.000 Euro an.

Der Unfall ereignete sich um 15.15 Uhr, nachdem eine 78-jährige Frau aus Borken (Schwalm-Eder-Kreis) aus Richtung Wega kommend mit ihrem VW-Golf die B485 befahren hatte. Sie wollte am Abzweig in Richtung Bad Wildungen nach links in die Berliner Straße (K37) abbiegen, übersah dabei einen aus Richtung Giflitz herannahenden, vorfahrtsberechtigten Mercedes-Benz, der von einem Mann (23) aus Bonn gesteuert wurde. Beim Abbiegevorgang kollidierten die beiden Fahrzeuge und mussten völlig beschädigt abgeschleppt werden. An dem VW entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro, der Totalschaden am Benz wird mit 5000 Euro angegeben.

Ein weiterer Pkw, der von einem 34-jährigen Mann aus Mandern gefahren wurde, hielt zum Zeitpunkt des Unfalls in der Berliner Straße, um auf die B485 aufzufahren - dazu kam es nicht, umherfliegende Trümmerteile trafen den Citroen, diesen Sachschaden gibt die Polizei mit 1000 Euro an. Während die Unfallverursacherin unverletzt blieb, musste der junge Mann aus Bonn medizinisch behandelt werden. (112-magazin)

Link: Unfallstandort B485 am 6.6.2020

-Anzeige-



Publiziert in Polizei
Donnerstag, 04 Juni 2020 18:03

Diemelsee: Rollskifahrer bitte melden

DIEMELSEE. Die Polizei sucht einen verletzten Sportler, der mit einer Spaziergängerin am Diemelsee zusammengestoßen war - der etwa 40 bis 50 Jahre alte Mann war auf Rollskiern unterwegs.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall bereits am 24. Mai, gegen 14 Uhr, auf einem Gehweg am Diemelsee. Dort war der Sportler mit einer Frau zusammengestoßen, die einen Hund an der Leine geführt hatte. Nach einer kurzen Unterhaltung trennten sich die Wege der beiden, wahrscheinlich, so die Polizei, wurde der Rollskifahrer bei dem Crash verletzt. 

Beschrieben wird der Sportler wie folgt: Rotblonde, schulterlange Haare, er trug bunte Sportbekleidung und ist ca. 180 cm groß. Um den Sachverhalt klären zu können, bittet die Polizei in Korbach den Sportler um Rücksprache, unter der Rufnummer 05631/9710. 

-Anzeige-


Publiziert in Polizei

HAINE/RÖDDENAU. Zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen kam es am 1. Maifeiertag auf der B 253 an der Auffahrt nach Röddenau. In dem Mercedes saß eine Frau aus dem Hochsauerlandkreis, in dem Audi vier Personen - drei aus Frankenberger Stadtteilen und eine aus Battenberg, wie die Polizei mitteilte.

Wie die Polizei weiterhin berichtet, war ein silbergrauer Audi, besetzt mit vier Insassen, gegen 16.15 Uhr von Allendorf kommend in Richtung Frankenberg unterwegs gewesen. Die Fahrerin (Hallenberg) eines schwarzen Mercedes wollte von der Auffahrt Röddenau auf die Bundesstraße abbiegen, übersah aber den von links kommenden Audi, es kam zum Zusammenstoß.

Den Bremsspuren zufolge, versuchte der Audifahrer noch abzubremsen. Vermutlich gelang dies wegen überhöhter Geschwindigkeit nicht. Durch den Zusammenstoß wurde der Mercedes um 90 Grad gedreht und kam rechts auf dem Grünstreifen zum Stehen. Der Audi hingegen wurde in die Leitplanke gedrückt, einige Meter weiter geschleudert und krachte ein zweites Mal in die Leitplanke. Eine Ersthelferin setzte daraufhin umgehend den Notruf bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg ab.

Gegen 16.32 Uhr rückten unter dem Alarmkürzel "H KLEMM 1 Y, mehrere Verletzte" die Feuerwehr Frankenberg, mehrere RTWs, Notärzte und ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg zur Einsatzstelle aus. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor wurde auf den Plan gerufen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden weitere Kräfte des Rettungsdienstes nachgefordert, so wie zwei Rettungshubschrauber. Zum Glück der Verletzten stieß zufällig ein KTW mit Besatzung zur Unfallstelle hinzu. Unter der Einsatzleitung des Frankenberger Stadtbrandinspektors, wurde der lebensbedrohlich Verletzte und im Fußbereich schwer eingeklemmte Beifahrer des Audis mittels hydraulischen Rettungssatz aus dem verunfallten Pkw gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Zeitgleich musste mit einem zweiten hydraulischen Rettungssatz das Dach des Audis entfernt und der Brandschutz sichergestellt werden.

Drei Schwerverletzte wurden mit RTW in das Kreiskrankenhaus Frankenberg gebracht. Bis zum Eintreffen der Rettungshubschrauber Christoph 7 aus Kassel und Christoph Gießen wurden eine weitere schwerverletzte Person, so wie die lebensbedrohlich verletzte Person durch den anwesenden Rettungsdienst vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in Kliniken nach Gießen und Marburg gebracht. Während der Einsatzarbeiten waren auch der leitende Notarzt und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort. Nachdem die Personen alle aus den PKWs befreit waren, konnten die rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Frankenberg wieder abrücken.

Zur genauen Unfallursache und des Unfallhergangs wurde ein Gutachter herangezogen; zudem wurde bei den Fahrern eine Blutprobe angeordnet. Die Polizei schätzt den Schaden an beiden Unfallfahrzeugen und der in Mitleidenschaft gezogenen Leitplanke auf rund 10.000 Euro. Die Einsatzstelle war bis  19.30 Uhr voll gesperrt. Für die Reinigung der Bundesstraße wurde Hessen mobil beauftragt.

Was auf absolutes Missverständnis stieß, war das Auftreten mehrerer Gaffer, die auch ihre Handys zückten und das Trümmerfeld filmten. Hierzu wurde zwischenzeitlich ein zweiter Streifenwagen hinzugerufen. (112-magazin)

Publiziert in Polizei

SCHAMEDER. Erneut kam es an dem Unfallschwerpunkt auf der B 62 bei Schameder am Abzweig zur Rohrbach zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem am Sonntagnachmittag zwei Frauen verletzt wurden.

Ein Golf-Fahrer war von Erndtebrück kommend auf der B 62 unterwegs und wollte nach links auf die K45 in Richtung Rohrbach abbiegen. Dabei übersah er allerdings den Wagen einer aus Richtung Bad Laasphe kommenden Frau und deren Tochter, die geradeaus in Richtung Erndtebrück fahren wollten. Im Kreuzungsbereich kam es zum heftigen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurde der Hyundai der beiden Frauen in den Kreuzungsbereich Richtung Rohrbach geschoben, der Golf drehte sich um 180 Grad. Der Fahrer des Glofs hatte Glück im Unglück und wurde nicht verletzt. Mutter und Tochter aus dem Hyundai wurden mit dem DRK Rettungsdienst ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall total zerstört.

Die Feuerwehren aus Schameder, Erndtebrück, Birkefehl und Balde waren im Einsatz, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen und bei der Umleitung des Verkehrs die Polizei zu unterstützen.

Erndtebrücks Leiter der Feuerwehr, Karl-Friedrich Müller brachte es mit Humor auf den Punkt: „Wir haben hier schon einmal eine Übungsstunde für einen hoffentlich bald kommenden Kreisverkehr eingerichtet“. Der Verkehr wurde von der Feuerwehr tatsächlich nahezu wie in einem Kreisverkehr um die Unfallstelle und die Verkehrsinseln herum geleitet. Schon seit Jahren gibt es Diskussionen darüber, ob an der Kreuzung, wo es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, ein Kreisverkehr Entschärfung bringen könnte. Zuletzt hatte dort ein Unfall mit einem schwer verletzten Mann aus Bad Laasphe für Diskussionsstoff gesorgt. Im Vorausschuss des Kreisausschusses habe man nun endlich grünes Licht für einen geplanten Kreisverkehr signalisiert, hieß es an der Einsatzstelle. Mit der Hoffnung, dass dies nun auch im Kreisausschuss endgültig genehmigt werde, um letztlich Unfälle wie diesen und viele andere an der Kreuzung zu vermeiden.  

 

Publiziert in SI Retter

KORBACH. Bei einem Auffahrunfall am Tylenturm in Korbach sind am Montagvormittag ein Opel Astra und ein VW Polo frontal zusammengestoßen.

Grund war offenbar nicht angepasste Geschwindigkeit. Gegen 11 Uhr bog ein 40 Jahre alter Fahranfänger aus Korbach mit seinem Opel Astra von der Lengefelder Straße in die Straße "Im Sack" ab. Kurz vor einer Kurve am Tylenturm wich er an der rechten Straßenseite parkenden Autos aus und stieß wenige Sekunden später mit dem entgegenkommenden VW Polo zusammen. Dabei wurde die Front des Volkswagens eingedrückt und der Airbag ausgelöst. Dessen Fahrer, ein 25-jähriger Korbacher, blieb unverletzt. Auch der 40-Jährige zog sich keine Verletzungen zu.

Beide Fahrer waren laut Polizei zu schnell in die Kurve eingebogen und müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Der Opel-Fahrer befand sich nach Angaben der Beamten noch in der Probezeit. Die Polizei schätzt den Sachschaden am Opel auf rund 2500 Euro, den Schaden am Polo bezifferten die Ordnungshüter auf rund 1000 Euro, was einem wirtschaftlichen Totalschaden gleichkommt- (WLZ/Lutz Benseler)

-Anzeige-


Publiziert in Polizei
Mittwoch, 04 Dezember 2019 09:09

Lkw kollidiert mit Pferd - Fahrer verletzt, Tier tot

LICHTENFELS. Hydraulisches Gerät musste die Freiwillige Feuerwehr am heutigen Mittwochmorgen einsetzen, um den Fahrer eines Lkws aus seinen Führerhaus zu befreien - der 51 Jahre alte Mann aus Korbach war mit seinem Lkw auf der Landesstraße 3076 von Korbach in Richtung Rhadern unterwegs gewesen und wollte seine Ladung mit Lebensmitteln im Seniorenzentrum löschen.

Unterbrochen wurde die Fahrt jäh, als gegen 6.30 Uhr ein Pferd, dass scheinbar auf einem Feld, etwa 100 Meter vor dem Ortseingang von Goddelsheim, unvermittelt die Fahrbahn überqueren wollte. Bei Dunkelheit und leichtem Nebel konnte der Fahrer nicht mehr bremsen, es kam zum Zusammenstoß, wobei das Pferd auf die Straße geschleudert und der Fahrer im Führerhaus eingeklemmt wurde.   

Die Rettungsleitwache alarmierte die Wehren aus Goddelsheim, Rhaden und Sachsenberg, die umgehend mit der Rettung des verletzten Fahrers begannen - Unterstützung kam aus Richtung Korbach: Stadtbrandinspektor Carsten Vahland rückte mit drei Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften an, um die Unfallstelle auszuleuchten und zu sichern.

Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Dirk Kleine musste mit hydraulischem Gerät die Fahrertür vom Lkw herausgetrennt werden. Der Verletzte wurde anschließend dem Rettungsdienst übergeben. Nach der medizinischen Erstversorgung im RTW ging die Fahrt ins Korbacher Krankenhaus. Über die Schwere der Verletzungen liegen noch keine Angaben vor. Ein landwirtschaftlicher Schlepper brachte das tote Tier zur 28-jährigen Eigentümerin, die auf einem Gehöft am Rand der Ortschaft wohnt. Im Nachgang säuberte die Feuerwehr die Straße mittels C-Rohr.

Zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen: Fest steht, dass der Lkw schrottreif ist, das Fahrzeug wurde von der Firma Heidel abgeschleppt. Die Straße war bis 8.15 Uhr für den Verkehr in beiden Richtungen gesperrt.  (112-magazin)

Publiziert in Polizei
Dienstag, 03 Dezember 2019 08:32

Tödlicher Zusammenstoß mit Linienbus

SOMPLAR. „Wahnsinn. Das muss man sich mal vorstellen. Ach Du Schande...“, die Stimme des Feuerwehrmannes verstummt. Viel sagen muss er auch nicht. Sein Gesichtsausdruck, der spricht Bände. Der ehrenamtliche Helfer steht vor dem Wrack, aus dem er gerade einen Menschen befreit hat, der seine Fahrt auf der L 3073 von Frankenberg in Richtung seiner Heimat Hallenberg nicht überlebt hat. Der Audi Q5 des 74-jährigen steht im Graben kurz vor Somplar. Gedreht entgegengesetzt zur Fahrtrichtung und bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Zuvor war der Senior mit einem Linienbus frontal zusammengestoßen – warum, das ist bislang völlig unklar. Die Landstraße zwischen Somplar und Frankenberg ist voll gesperrt. Sie gleicht einem Trümmerfeld. Der Gelenkbus, der auf der anderen Fahrspur steht, wurde in die Leitplanken gedrückt und im Frontbereich so sehr zerstört, dass er nicht mehr fahrbereit ist. Das Vorderrad des Audis wurde herausgerissen und im Bereich der Lenkung des Busses eingeklemmt.

„Was wir sehen, spricht für sich“, sagt mir ein Polizeibeamter. Er war mit seinen Kollegen der Frankenberger Polizeistation gerufen worden, um die Unfallaufnahme durchzuführen. Neben ihm und seinen Kollegen waren rund 25 Feuerwehrleute aus Bromskirchen und Somplar im Einsatz. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor, der Gemeindebrandinspektor von Bromskirchen, ein Notfallseelsorger, mehrere Rettungswagen von DRK und Maltesern, ein Notarzt, ein Gutachter der Dekra. Sie alle waren auf die Landstraße geeilt, um den Beteiligten dieses schweren Unfalles zu helfen, die Schuldfrage zu klären und die Einsatzstelle sicher zu machen. Aber der Notfallseelsorger auch, um für die Kameraden und Ersthelfer da zu sein, für die die vor Ort erlebten Eindrücke zu zermürbend gewesen sein könnten.

Für jenen jungen Lkw-Fahrer vielleicht, der als Ersthelfer an der Unfallstelle war. Der noch versucht hat, dem Mann im Fahrzeug zu helfen. Er kommt mit mir ins Gespräch, schildert mir seine Eindrücke, die er vor Ort erlebt hat. Wir vereinbaren, dass diese unter uns bleiben. Aber eins steht fest und darf hier auch gesagt werden: Ein toller Mensch!

Vielleicht für den Praktikanten des Rettungsdienstes, der als dritter Mann in einem der Rettungswagen mit zur Einsatzstelle gefahren ist. Vielleicht für die Feuerwehrleute, die einen toten Menschen aus einem Auto befreien mussten. Vielleicht für die Polizeibeamten, die nun nur noch die persönlichen Gegenstände des Mannes aus dem Auto suchen und den Hinterbliebenen übergeben können. Vielleicht für die Beifahrerin des Audis, die mit einem Schock ins Krankenhaus kam. Vielleicht auch für den Unfallgegner. Einen Busfahrer, der mit seinem Gelenkbus in Richtung Frankenberg unterwegs war und von dem Wagen getroffen wurde. Denn sie alle sind nur Menschen, auch wenn sie vielleicht öfters als der Normalbürger mit Extremsituationen zu Recht kommen müssen.

Wie eingefroren wirken die beiden zerstörten Fahrzeuge. Sie wurden mit Kreidestrichen auf der Fahrbahn markiert. „Es gibt keine Zeugen“, erklärt mir der Polizeibeamte. Er kann mir nicht viel zum Unfallhergang sagen. Das muss alles noch ermittelt werden. Der Mann von der Dekra, der scheinbar routiniert seine Arbeit aufnimmt – der soll einen großen Teil dazu beitragen. Er beginnt mit Vermessungen, Aufzeichnungen, Fotografien. Nimmt alles genau in Augenschein. Er kann die Spuren gegebenenfalls zum Reden bringen und so für die Beteiligten und Hinterbliebenen die quälende Frage klären, was hier in den Sekunden vor dem Aufprall geschehen ist. Die Staatsanwaltschaft Marburg, die in die Ermittlungen eingebunden wurde, hat die beiden Unfallfahrzeuge sicherstellen lassen. Nach Stundenlanger Sperrung wurden der Audi und der Bus geborgen und abgeschleppt. Die Rettungswagen fuhren zurück in ihre Standorte. Die Feuerwehrkameraden rückten ein. Die Polizeibeamten fuhren die Wache an, die Abschlepper waren weg. Was blieb waren die stummen Zeugen dieses Dramas und die Kreidestriche auf der Fahrbahn.

Ein Like unter dem Artikel sehen wir als Daumen hoch für den tollen Lkw-Fahrer der nicht weggeschaut hat, als jemand seine Hilfe brauchte. Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die sich immer wieder extremen Eindrücken aussetzten. Die Rettungsdienstmitarbeiter, die hier leider trotz hervorragender Ausbildung nicht mehr helfen konnten. Die Polizeibeamten und die Notfallseelsorger, die bei den Hinterbliebenen die richtigen Worte finden mussten. Den Mann von der Dekra, der die vielen offenen Fragen klären soll. Und auch für die Bestatter, die den Senior nach seinem Tod an der Unfallstelle abholen mussten.

Publiziert in Feuerwehr

HOHELEYE. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmorgen auf der B 236 bei Hoheleye. Ein 48-jähriger Pkw Fahrer aus Winterberg ist dabei mit einem Wisent kollidiert. Der Mann wurde verletzt, erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht, das Wisent war auf der Stelle tot.

Folgenschwer wohl auch deshalb, weil das Wisentprojekt in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten war. Auch die Verkehrsgefährdung hatte dabei eine Rolle gespielt. Immer wieder war die frei lebende Wisentherde an unterschiedlichen Stellen auf der Straße aufgetaucht. Viele Autofahrer hielten dann bedauerlicherweise an, um die imposanten Tiere zu fotografieren und provozierten so gefährliche Situationen. Am Freitagmorgen hat Leitkuh D´arelia diese Begegnung mit einem Auto mit ihrem Leben bezahlt. Noch in der Dunkelheit und bei Nebel auf den Höhen war es zu dem Unfall gekommen. Der 48-jährige Winterberger war von Hoheleye kommend in Richtung Albrechtsplatz unterwegs, als es in Höhe einer Einmündung zur Kollision kam. Die Wisentkuh hatte mit ihrer Herde die B 236 überquert. Der Mann konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Nach der Spurenlage vorn Ort muss die rund 400 Kilogramm schwere Kuh frontal getroffen worden und in die Beifahrerseite des Pkw eingeschlagen sein. Sie blieb tödlich verletzt auf der Straße liegen. Der Seat des Winterbergers fuhr noch einige Meter weiter, und blieb dann schwer beschädigt auf der Straße stehen. Die Windschutzscheibe des Wagens war zerbrochen und Teile davon in den Fahrerbereich des Pkw eingeschlagen. Der Mann wurde nach dem Aufprall vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Wie schnell der Pkw unterwegs war, dazu konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

Die restlichen Tiere der Wisentherde warteten nach dem Aufprall wenige Meter unterhalb in einer Wiese auf ihre Kuh. Hinweisschilder warnen in dem Gebiet schon seit längerem vor einer möglichen Querung der Wildrinder, die im Rahmen eines europaweit einzigartigen Artenschutzprojektes ausgewildert wurden. Bei der getöteten Kuh, so hieß es vor Ort, handele es sich um eines der in 2013 ausgewilderten Tiere. Das Wisent war mit einem Sendehalsband versehen.

Nach der Unfallaufnahme wurde der schwer beschädigte Pkw abgeschleppt. Das tote Wisent wurde zunächst mit einem Pickup des Wisentträgervereins von der Straße gezogen und anschließend mit einem Kran des Abschleppunternehmers auf den Pickup geladen und abtransportiert. Ersten Informationen zu Folge war das Tier nicht trächtig, könnte aber möglicherweise ein Kälbchen aus dem Frühsommer führen. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es zu Behinderungen im Bereich der Unfallstelle.

Publiziert in HSK Polizei
Seite 1 von 51

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige