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LAHNTAL. Ein explosives Pulver hat die Polizei in der Wohnung eines 38 Jahre alten Mannes gefunden. Experten des Landeskriminalamtes brachten den Stoff in einem Steinbruch zur Detonation. Der offenbar weder politisch noch extremistisch motivierte Mann wurde vorübergehend festgenommen. 

Konkret geht es um den Verdacht, dass der 38-Jährige gegen das Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe verstoßen hat. Der Mann aus Lahntal-Goßfelden war aufgrund bundesweiter Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Frankfurt/Main in Verdacht geraten, über das Internet im Ausland explosive Stoffe bestellt und in Deutschland - ohne entsprechende Erlaubnis - eingeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Marburg erwirkte gegen den Mann daher sofort einen Durchsuchungsbeschluss, der am Dienstag vollstreckt wurde.

In der Wohnung des Tatverdächtigen wurden neben einem ungeladenen Gewehr legale wie illegale pyrotechnische Gegenstände, diverse Chemikalien und ein explosives Substrat gefunden. Experten des Landeskriminalamtes Wiesbaden brachten das gefährliche Gemisch in einem nahegelegenen Steinbruch wenig später kontrolliert zur Detonation. Der polizeiliche Einsatz wurde aus Sicherheitsgründen durch Feuerwehr und Rettungsdienst begleitet.

Weder die bisherigen Ermittlungen noch die Wohnungsdurchsuchung ergaben Hinweise auf ein politisch oder extremistisch motiviertes Handeln des Mannes. Haftgründe lagen gegen den Tatverdächtigen, der über einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle verfügt, nicht vor. Daher wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen dauern an.


Das LKA war am Dienstag auch im 20 Kilometer entfernten Oberweimar im Einsatz:
Haus geerbt: Kiste mit Pistole und Munition gefunden (14.06.2016)

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Publiziert in MR Polizei

BAD AROLSEN. Bei einer Verkehrskontrolle ist Beamten der Polizeistation Bad Arolsen ein brisanter Fisch ins Netz: Sie stoppten einen Transporter, in dem 2369 Stangen unverzollter Zigaretten transportiert wurden - Schmuggelware.

Auf dem Parkplatz Helser Tannen hielten die Beamten den VW Transporter am Mittwoch gegen 15 Uhr an. Bei der Überprüfung stellten die Beamten laut Polizeibericht von Freitag fest, dass auf der Ladefläche Kistenweise unverzollte Zigaretten gestapelt waren. Bei der Durchsuchung des Gießener Mietfahrzeuges stellten die Beamten neben mehreren Handys und einer vierstelligen Summe Bargeld 54 Kartons mit 2369 Stangen mit insgesamt 473.800 Zigaretten sicher. Allein der Steuerschaden beträgt etwa 80.000 Euro. Die Zigaretten der Marke Marlboro waren für den deutschsprachigen Raum vorgesehen - die Warnhinweise auf den Päckchen waren in deutscher Sprache.

Der 34-jährige deutsche Fahrer mit osteuropäischen Wurzeln und Wohnsitz in Gießen wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeistation nach Bad Arolsen gebracht. Die weitere Bearbeitung des Falls erfolgt beim Zollfahndungsamt Frankfurt mit Dienstsitz in Kassel. Bei seiner Vernehmung schwieg sich der Beschuldigte aus. Er lässt sich durch einen Rechtsanwalt vertreten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich aber demnächst wegen des Zollvergehens vor Gericht verantworten.

Wodurch der Transporter oder der Fahrer überhaupt das Interesse der Polizisten geweckt hatte, ging nicht aus der Meldung hervor.

Publiziert in Polizei

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