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GEMÜNDEN. Lebensgefährliche Verletzungen hat ein 22 Jahre alter Autofahrer bei einem Unfall am späten Donnerstagabend erlitten: Der junge Mann aus Gemünden war einem angefahrenen Reh ausgewichen und mit seinem 3er BMW gegen einen Baum geprallt. Feuerwehrleute befreiten den Verunglückten aus dem Fahrzeugwrack.

Der 22-Jährige war gegen 23.30 Uhr mit seinem BMW von Wohratal kommend auf der L 3073 in Richtung Gemünden unterwegs. Als er laut Polizei ein zuvor von einem anderen Auto angefahrenes Reh auf der Straße liegen sah, wollte der BMW-Fahrer dem Tier über die Gegenfahrbahn ausweichen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit verlor der 22-Jährige die Kontrolle über das Auto: Der Wagen geriet ins Schleudern, prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum und blieb schließlich völlig zerstört auf der Straße stehen.

Bei dem Unfall erlitt der junge Mann lebensgefährliche Verletzungen und wurde im Auto eingeklemmt. Notarzt und Rettungswagen-Besatzung rückten ebenso zur Unfallstelle aus wie Polizei und Feuerwehr: Die Kameraden aus Gemünden befreiten den Eingeklemmten mit hydraulischen Geräten aus dem zerstörten BMW. Nach medizinischer Erstversorgung lieferten die Rettungskräfte den Schwerverletzten in die Marburger Uniklinik ein. Der Schaden an dem älteren BMW beträgt nach Angaben des Dienstgruppenleiters 2500 Euro - wirtschaftlicher Totalschaden, wie es am Freitagmorgen hieß.

Das Reh war nach einer Kollision mit einem anderen Auto etwa 20 Minuten zuvor auf der Fahrbahn liegen geblieben: Laut Polizei hatte eine 23-jährige Autofahrerin aus Stadtallendorf gegen 23.20 Uhr das Tier erfasst. Die junge Frau, die von Gemünden kommend in Richtung Wohratal unterwegs gewesen war, fuhr laut Polizei zunächst bis nach Wohratal weiter, um dort den Schaden an ihrem Wagen zu begutachten und die Polizei zu informieren. "Als die Frau danach zur Unfallstelle zurückkehrte, war der schwere Unfall bereits passiert", sagte der Dienstgruppenleiter. Der Schaden am A-Klasse-Mercedes der 23-Jährigen beläuft sich auf 1500 Euro. Die junge Fahrerin war unverletzt geblieben.


Im Oktober ist es im Kreis bereits zu einer Reihe von schweren Unfällen mit drei Todesopfern gekommen:
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Publiziert in Retter
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