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EHRINGEN. Unerlaubte Fahrübungen eines 20-Jährigen ohne Führerschein sind am Sonntag mit einem außergewöhnlichen Unfall abrupt zu Ende gegangen: Der Wagen kam von einem Wirtschaftsweg und stürzte kopfüber in die Erpe. Der Fahrer, seine Mutter und seine Schwester wurden verletzt, einzig die Autobesitzerin auf dem Beifahrersitz blieb unverletzt.

Der mit vier Personen besetzte Opel Corsa war am Sonntag gegen 16.45 Uhr auf einem für den Autoverkehr gesperrten und als Radweg ausgewiesenen Feldweg aus Richtung Volkmarsen kommend in Richtung Ehringen unterwegs. Am Steuer saß ein 20 Jahre alter Volkmarser, der nach Auskunft der Polizei nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Mit dem Auto seiner 18 Jahre alten Beifahrerin aus Bad Wildungen führte der junge Mann den Angaben zufolge Fahrübungen durch.

Dass der 20-Jährige tatsächlich aber noch nicht über ausreichende Fahrpraxis verfügt, stellte er kurz vor Ehringen auf der Verlängerung des Wiesenwegs eindrucksvoll unter Beweis: Der Corsa kam kurz vor einer Rechtskurve nach rechts vom Weg ab und geriet auf einen Grünstreifen. Beim Gegenlenken verlor der junge Mann vollends die Kontrolle über den Opel, der nach links von dem Wirtschaftsweg abkam, die etwa vier Meter tiefe Uferböschung der Erpe hinabstürzte, sich überschlug und schließlich auf dem Fahrzeugdach im Wasser zum Stillstand kam.

Bei höherem Pegelstand schlimmere Folgen
Spaziergänger, die den Unfall beobachteten, wählten sofort den Notruf. Der Fahrer und die Beifahrerin sowie die Mutter (42) und die Schwester (12) des Fahrers befreiten sich selbst aus dem Wagen und gelangten ans Ufer. "Dieser Unfall hätte weitaus schlimmer enden können", sagte ein Polizeibeamter gegenüber 112-magazin.de. Bei höherem Pegel der Erpe und schlimmeren Verletzungen hätte es gar passieren können, dass die Insassen im Fahrzeug ertrunken wären. Mutter, Sohn und Tochter aus Volkmarsen kamen mit Prellungen, einer Armfraktur, Hämatomen und Schock in Krankenhäuser. Die Autobesitzerin kam mit dem Schrecken davon. Am Fahrzeug entstand Totalschaden von 2500 Euro.

Nach dem Notruf alarmierte die Leitstelle nicht nur einen Notarzt und die Besatzungen mehrerer Rettungswagen, sondern auch die Feuerwehren aus Volkmarsen und Ehringen, die unter Leitung von Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch mit insgesamt 35 Kräften ausrückten. Die Feuerwehrleute setzten sofort vorsorglich eine Ölsperre in der Erpe. Zwei Kameraden in Wathosen gingen in den Fluss, um für den Abschleppunternehmer entsprechende Drahtseile am Fahrzeug anzuschlagen. Mit einem Kran wurde der Corsa schließlich wieder auf festen Grund gehievt.

Der Unfall wird für die Beteiligten aller Voraussicht nach einen bitteren Nachgeschmack haben. Nicht nur, dass am Wagen Totalschaden entstand; der Fahrer wird sich verantworten müssen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung, bei der Fahrzeughalterin steht der Vorwurf des Zulassens einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis im Raum. Da sie den Führerschein auf Probe hat, kann zudem ein Entzug drohen.


Link:
Feuerwehr Volkmarsen

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Publiziert in Retter

KORBACH. Feuerwehr und Polizei haben am Sonntagabend eine offenbar verletzte Ente aus dem teilweise zugefrorenen Teich im Korbacher Stadtpark gerettet. Das Tier konnte nicht mehr fliegen und hatte zeitweise im Eis festgesessen.

Anwohner hatten die Polizei am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr über das in Not geratene Tier informiert. Schnatternd präsentierte sich die Ente der Besatzung einer Streife, die sich zunächst im Stadtpark ein Bild von der Lage machte und die Feuerwehr hinzurief. Die Brandschützer unter Leitung von Wehrführer Harald Casper trafen innerhalb weniger Minuten im Park ein. Einer der Kameraden rüstete sich mit einer Wathose aus und stieg in den teils mit einer Eisschicht bedeckten Teich ein - die Ente befand sich zu dieser Zeit in der Mitte an einem Gitter.

Weitere Feuerwehrleute gingen auf der gegenüberliegenden Seite in Position - in der Hoffnung, der Kamerad im Wasser würde ihnen das verletzte Tier direkt in die Arme treiben. Ein erster Versuch, die Ente mit einem Kescher zu fangen, schlug allerdings fehl. Der Wasservogel machte sich über das Eis hinweg zum hinteren Teil des Teiches aus dem Staub. Mit einer von einem zum anderen Ufer gespannten Leine gelang es dann gegen 21.30 Uhr, das geschwächte Tier zum Rand des Beckens zu bewegen. Dort fing einer der Brandschützer die Ente mit dem Kescher ein und setzte sie in eine Transportbox.

Am Montag sollte der verletzte Vogel zu einem Veterinär gebracht und versorgt werden, sagte eine Polizeibeamtin am Abend gegenüber 112-magazin.de. Feuerwehrleute und Polizisten tauften das Tier in Freude über die gelungene Rettung auf den Namen Schnatterinchen.

Publiziert in Feuerwehr

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