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MARSBERG. Zu einem größeren Waldbrandeinsatz wurden in der Nacht zum 15. August mehrere Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Marsberg alarmiert. Knapp 1500 Quadratmeter Waldboden standen in Flammen. Eine Ausbreitung des Feuers in eine Fichtenschonung konnte verhindert werden – über 100 Einsatzkräfte waren dafür nötig.

Gegen 23.10 Uhr, am Sonntag, gab es den ersten Alarm für die Einheiten aus Obermarsberg und Marsberg. Brennendes Unterholz war gemeldet worden, und zwar auf dem Radweg zwischen Obermarsberg und Giershagen. Vor Ort war schnell klar, dass die zuerst alarmierten Kräfte nicht ausreichen. Das Feuer breitete sich auf einem Hang in Richtung einer Fichtenschonung aus, die Brandstelle lag etwa vier Kilometer von der Kreisstraße "Lange Ricke" entfernt.

Gemäß der vorgeplanten Alarmierungsfolge wurden weitere Einheiten aus dem Stadtgebiet Marsberg alarmiert, ebenso ein Tanklöschfahrzeug aus Brilon, den Abrollbrhälter Wasser vom ZFR Meschede-Enste sowie der Fachberater Forst. Die Wehrleute bauten aus der Diemel eine Wasserversorgung über zwei Faltbehälter auf, ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen wurde eingerichtet. Mit der Drohne der Feuerwehr Marsberg wurde die Brandstelle überwacht. Die Maßnahmen zeigten zum Glück schnell Wirkung, eine weitere Brandausbreitung konnte verhindert werden.

Nach etwa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, sodass die meisten Einsatzkräfte wieder abrücken konnten. Die Löschgruppe Obermarsberg blieb als Brandwache vor Ort. Insgesamt 112 Einsatzkräfte aus Obermarsberg, Marsberg, Essentho, Erlinghausen, Oesdorf, Heddinghausen, Brilon, Giershagen und Meerhof und dem ZFR Enste waren unter der Leitung von Wehrleiter Cyrill Stute im Einsatz. Auch Bürgermeister Thomas Schröder war vor Ort und verschaffte sich einen Überblick über die Lage.

Link: Freiwillige Feuerwehr Marsberg.

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WEGA. Am Mittwochnachmittag (20. Juli 2022) wurden die Feuerwehren aus Bad Wildungen und Wega sowie die Polizei und die Revierförsterei von der Leitstelle Waldeck-Frankenberg zu einem Waldbrand in der Gemarkung "Zur Mühlwiese" im Stadtteil Wega alarmiert.

Vor Ort brannte auf einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern der Waldboden - der Brand konnte mit einem Waldbrand-Set, zwei D-Rohren und einem C-Rohr schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden.

Durch das schnelle Einschreiten der Kräfte konnte die weitere Ausbreitung verhindert werden. Insgesamt waren 26 Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Ritte im Einsatz.

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RAUMLAND. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr und den vielen, anspruchsvollen Übungen, die die Kameraden gerade in den letzten Wochen in Wittgensteins Wäldern absolviert haben, um sich auf das reale Szenario vorzubereiten, ist es zu verdanken, dass es mehr als gut geklappt hat: Im Hopplerbach in Raumland haben die Einsatzkräfte am Samstagabend einen großen Waldbrand in Schach gehalten und abgelöscht, haben ein Übergreifen der meterhohen Flammen auf den Hochwald verhindert und den Anwohnern des Hopplerbachs ihre Häuser bewahrt.

Gleich mehrere Anrufe gingen gegen 19:00 bei der Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein ein, wie Einsatzleiter Jens Schmitt vor Ort berichtete. Zunächst sei man mit dem Stichwort „Wald 1“ alarmiert worden, was dann aber aufgrund der vielen Anrufe und der Schilderungen beim Notruf direkt auf „Wald2“ erhöht wurde. Außerdem sei das Großtanklöschfahrzeug aus Bad Berleburg sofort mit nachgefordert worden, erklärte Schmitt.

Vor Ort schlugen den Kameraden der Löschgruppen Raumland und Berghausen, sowie dem Zug 1 aus der Kernstadt rund drei Meter hohe Flammen und riesige Rauchsäulen entgegen. In dem abschüssigen Hang war es gerade bei den warmen Temperaturen und mit der schweren Einsatzkleidung und dem Arbeitsmaterial schwierig gut vorwärts zu kommen. Dennoch hatten die Kameraden den Brand mit vielen C- und D-Rohren schnell unter Kontrolle. Die Kräfte des Waldbrandzuges Wittgenstein und des Wasserförderzuges Wittgenstein trafen sich im Bereitstellungsraum am Schulzentrum auf dem Stöppel, brauchten aber nicht mehr einzugreifen. Run 80 bis 100 Einsatzkräfte seien alarmiert worden, berichtete Jens Schmitt. Der Leiter der Feuerwehr Bad Berleburg sprach von einem Glücksfall, dass ausreichen Hydranten in der Nähe waren. „Wäre dies mitten im Wald gewesen, hätte es viel schlimmer ausgesehen“, ist er sich bewusst.

Zum Abschluss an die Nachlöscharbeiten, die auf dem rund 800 Quadratmeter großen Kahlschlag- und Wiesenstück stattfinden mussten, brachten die Kameraden mit Netzmittel einen Teppich aus, um auch tiefer liegende, eventuell schwelende Glutnester erreichen zu können. Unterstützt wurden die Arbeiten vom Dachmonitor (Wasserwerfer) des Großtanklöschfahrzeuges aus. Nach einer guten Stunde war der Brand vollständig gelöscht und die Kameraden konnten wieder einrücken. Lediglich die Löschgruppe Raumland blieb noch länger vor Ort, um eine Brandwache zu halten.

Während des Einsatzes war der Stöppelsweg ab dem Abzweig zur Weststraße komplett gesperrt.

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BASDORF. Rund 60 Einsatzkräfte wurden am Dienstag (5. Juli 2022) um 10.49 Uhr nach Basdorf alarmiert. Dort war in der Straße "Zum Altbach" ein Waldbrand gemeldet worden.

Auf den Weg machten sich unter der Einsatzleitung von Heiko Schäl und Bernd Schäfer die Feuerwehren Basdorf, Asel, Marienhagen, Herzhausen und Sachsenhausen. Auch die Korbacher Wehr unterstützte mit zwei Tanklöschfahrzeugen.

Vor Ort erkannten die Kräfte, dass ein Steilhang in Vollbrand steht und die Flammen sich ausbreiten. Unverzüglich wurden erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Die Wasserversorgung gestaltete sich schwierig, sodass die Korbacher Kräfte im Pendelverkehr neues Löschwasser an die Einsatzstelle brachten. Da das Wasser bis zum Einsatzort eine Strecke von etwa 400 Metern überbrücken musste, wurde eine Löschwasserförderung über lange Wegstrecken eingerichtet. 

Mit vereinten Kräften bekamen die Kameradinnen und Kameraden die Flammen trotz der widrigen Umstände unter Kontrolle. Zeitweise waren dafür fünf C-Strahlrohre im Einsatz.

Insgesamt waren die Freiwilligen mitsamt der Nachbereitung bis etwa 15.30 Uhr im Einsatz. Einsatzleiter Bernd Schäfer sagte, dass für den Einsatz etwa 50.000 bis 60.000 Liter Wasser benötigt wurden. Betroffen waren ungefähr 1500 Quadratmeter Waldfläche.

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Donnerstag, 30 Juni 2022 18:00

Waldbrandausbreitung erfolgreich verhindert

LINDENHOF. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Waldbrand am Donnerstagnachmittag gegen 14:30 Uhr im Bereich Lindenhof nicht großflächig auf Bäume und einen Kahlschlaghang übergegriffen hat. Als die ersten Feuerwehrleute aus Hatzfeld eintrafen, war eine Böschung rechts von der Straße Richtung Weifenbach kurz hinter dem Ortsausgang von Lindenhof bereits im Vollbrand. Von dort hatte das Feuer bereits durch Funkenflug auf einen Gegenhang auf der anderen Seite der Straße übergegriffen. Sofort begannen die Kameraden mit dem Löschangriff, zunächst mit drei und im weiteren Verlauf, nach dem Eintreffen weiterer Kräfte mit sechs C-Rohren und mehreren D-Rohren. Dazu war nicht nur die Feuerwehr aus Hatzfeld vor Ort, sondern auch alle übrigen Wehren der Hatzfelder Gemeinde, ebenso wie die Kameraden aus Battenberg und das später noch nachalarmierte Tanklöschfahrzeug aus Frankenberg. Vor eine besondere Herausforderung wurden die Kameraden durch die Hitze gestellt, die das Arbeiten im Steilhang mit schwerer Einsatzkleidung noch einmal doppelt schwer machte. Die Einsatzkräfte wurden glücklicherweise nach einiger Zeit untereinander ausgewechselt und konnten sich mit Getränken erfrischen.

Um dem Feuer schnell Herr zu werden, führten die Kameraden einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen durch. „Hier kann kein Auto drehen, es ist viel zu eng. Deshalb speisen wir mit den Tanklöschfahrzeugen vorne in der Kurve ein“, erklärte Einsatzleiter Peter Haffner vor Ort. Etwa 300 Meter Schlauchleitung hatten die Kameraden dazu noch bei sengender Hitze verlegen müssen. Zu Gute kam den Feuerwehrleuten ein bei den letzten Häusern gelegener Pool, aus dem ebenfalls Löschwasser entnommen werden konnte. Zudem war ein Bach von den Feuerwehrleuten angestaut worden und auch von dort konnte Löschwasser abgepumpt werden.

Der Brand, der durch Funkenflug bereits im Gegenhang auf der gegenüberliegenden Seite der Straße entstanden war, wurde durch die Kameraden schnell abgelöscht. Ein massiver Löschangriff erfolgte auch an der eigentlichen Brandstelle unterhalb der Straße. Nach dem Löschwassereinsatz wurde hier auch Netzmittel eingesetzt, um auch tiefer liegende Strukturen erreichen zu können. Die Straße zwischen Lindenhof und Weifenbach war für die Dauer der Löscharbeiten voll gesperrt. Ein weiteres Ausbreiten der Flammen konnte durch rund 70 Feuerwehrleute verhindert werden. Wie es zum Brand kam, steht derzeit noch nicht fest. Das Feuer entstand jedoch außerhalb der Behausung und weg von technischen Geräten, sodass eine achtlos weg geworfene Zigarettenkippe als Brandursache durchaus in Frage kommt.

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BRILON. Die Feuerwehr Brilon wurde am Mittwochmittag (15. Juni 2022) gegen 11.40 Uhr zu einem Waldbrand am Borberg alarmiert. Eine Wandergruppe hatte eine schwarze Rauchwolke im Wald entdeckt und die Feuerwehr kontaktiert.

Vor Ort wurde mitten auf einem Waldweg ein abgebrannter Motorroller festgestellt. Das Feuer war bereits weitgehend erloschen. Die noch brennenden Reste des Rollers konnten mit einem Strahlrohr schnell abgelöscht werden - der Einsatz von Atemschutz war dabei nicht erforderlich.

Vermutlich wurde der Roller auf dem Waldweg abgestellt und in Brand gesetzt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Neun Einsatzkräfte waren rund eine Stunde lang im Einsatz. Zur Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. Waldflächen waren nicht betroffen.

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Samstag, 18 Juni 2022 09:32

Feuerwehr verhindert Waldbrand

KORBACH. Dank der frühzeitigen Erkennung und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr, konnte am Freitagabend ein größerer Waldbrand verhindert werden.

Gemeldet war eine Rauchentwicklung aus dem Waldgebiet Eschenberg zwischen Eppe und Hillershausen. Gegen 22 Uhr alarmierte die Leitstelle aufgrund des eingegangenen Notrufes die Wehren aus Eppe, Hillershausen, Goldhausen und Nieder-Schleidern, sowie zwei Tanklöschfahrzeuge aus der Kernstadt Korbach. Aufgrund der aktuellen Trockenheit sind die ehrenamtlichen Kräfte besonders sensibilisiert und wissen, dass schnelles Handeln erforderlich ist.

Zunächst war es schwierig, die eigentliche Einsatzstelle im Wald zu lokalisieren. Die guten Ortskenntnisse der Epper Einsatzabteilung waren hier von besonderer Bedeutung. Die Brandstelle befand sich an einer schwer zugänglichen Hanglage mitten im Waldgebiet. Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte bereits eine Fläche von rund 400 Quadratmetern, auf der offensichtlich auch Unrat entsorgt worden ist. Glücklicherweise handelte es sich noch um einen Bereich mit gesundem Baumbestand. Auf einer Rodungsfläche bzw. in einem geschädigten Fichtenbestand hätte das Feuer dramatische Folgen haben können.

Die Einsatzkräfte aus Eppe sowie die Besatzungen der Tanklöschfahrzeuge konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und verhinderten so eine weitere Ausbreitung. Die Wehren aus Goldhausen, Nieder-Schleidern und Hillershausen blieben zunächst am Waldrand in Bereitschaft. Nach einer guten Stunde konnte die Einsatzstelle verlassen werden und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wurde wieder hergestellt. Vor Ort war auch eine Streife der Korbacher Polizeistation. Ermittlungen zur Brandursache wurden von Beamten der Dienststelle aufgenommen.

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KASSEL. Am Dienstagabend (29. März 2022) brannte in einem Waldstück hinter dem Ausflugslokal "Erlenloch" aufgeschichtetes Strauch- und Astgut. Die Berufsfeuerwehr Kassel brachte den Brand schnell unter Kontrolle und verhinderte so ein übergreifen auf den Wald.

Über den Notruf 112 ging bei der Leitstelle der Feuerwehr Kassel die Meldung über einen Brand im Wald im Bereich des Lokals ein. Daraufhin wurden umgehend Einheiten der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1 bestehend aus einem Einsatzleitwagen, einem Löschfahrzeug und einem Tanklöschfahrzeug sowie die Freiwillige Feuerwehr Wolfsanger alarmiert.

Am Einsatzort konnte dann ein Brand von rund 20 Kubikmetern aufgeschichtetem Ast- und Strauchschnitt ausgemacht werden. Der Brand wurde durch einen Trupp unter Atemschutz und 2 Strahlrohren unter Kontrolle gebracht. Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren die Folge, um ein wiederaufflammen des Brandgutes und des umliegenden trockenen Waldbodens zu verhindern.

Es wurden rund 8500 Liter Löschwasser eingesetzt um den Brand zu löschen, welches über die Löschwassertanks der eingesetzten Fahrzeuge bereitgestellt wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Einsatz der Feuerwehr war nach rund 1,5 Stunden beendet.

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Donnerstag, 24 März 2022 12:24

70 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand

WALDECK. Am frühen Mittwochabend wurden zuerst die Feuerwehren aus Netze, Sachsenhausen und Waldeck sowie das Führungsteam der Stadt Waldeck zu einem Waldbrand kleineren Ausmaßes nach Waldeck an die Ederseerandstraße alarmiert.

Währenddessen befand sich die Feuerwehr Sachsenhausen noch bei einem weiteren Einsatz der Kategorie F2 in Höringhausen, wo aber bereits die Aufräumarbeiten stattfanden. Noch auf der Anfahrt wurde das Einsatzstichwort auf F Wald 2 (bestätigter Waldbrand mit Ausbreitungsgefahr) erhöht. Dadurch wurde die Feuerwehr aus Nieder-Werbe, sowie die Feuerwehr Bad Wildungen mit zwei Tanklöschfahrzeugen nachalarmiert. Außerdem rüstete sich nach der Alarmstufenerhöhung bereits ein Trupp des LF10 Kats auf der Anfahrt mit Atemschutz aus.  Das LF10 Kats aus Waldeck traf zuerst an der Einsatzstelle ein und wurde zuvor bereits durch Passanten eingewiesen.

An einem Hang, ca. 150 Meter im Wald brannten 4000 Quadratmeter Waldboden. Unmittelbar wurde ein Löschangriff mithilfe des Waldbrandsets und dem Löschwassertank des Fahrzeugs aufgebaut. Ein Trupp begann unter Atemschutz mittels D-Hohlstrahlrohr mit den ersten Löschmaßnahmen. Ein weiterer Trupp begann, mit Feuerpatschen den äußeren Rand des Feuers auszuschlagen, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Durch das Waldbrandset war es dem Atemschutztrupp möglich, sich relativ einfach den Hang hinauf zu bewegen und einen adäquaten Löscherfolg zu erzielen. Die Schläuche des Sets sind kleiner und leichter als normal und damit besonders für dieses unwegsame Gelände geeignet.

Direkt nach dem Eintreffen der weiteren Kräfte wurden Einsatzabschnitte gebildet und eine Wasserversorgung zum LF10 Kats als Brandstellenpumpe aufgebaut. Hierzu wurde Wasser aus dem Edersee mittels zweier elektrisch betriebener Tauchpumpen entnommen und in einen 3000 Liter umfassenden Faltbehälter auf dem Parkplatz vor dem Wald gefördert. Von dort aus wurde es durch die Nieder-Werber Tragkraftspritze zur Brandstelle gepumpt. Im weiteren Verlauf wurde dort Bio-Schaummittel als Netzmittel beigemischt.  Während der Aufbauzeit der Wasserentnahme aus dem Edersee, wurde Löschwasser aus dem Fahrzeugtank des HTLF sowie aus dem TLF 16/24 der Feuerwehr Bad Wildungen eingespeist. 

Im weiteren Verlauf wurden durch die mittleren Löschfahrzeuge (MLF) aus Waldeck und Netze ein zweites und drittes Rohr aufgebaut und damit weitere Löschmaßnahmen in Gang gesetzt. Das Feuer wurde von allen Seiten bekämpft. Da dies dann nur noch mit C-Schläuchen möglich war, war viel Manpower erforderlich, um die Schläuche den Hang hinauf zu bewegen. Nach kurzer Zeit war bereits keine deutliche Flammenbildung mehr zu sehen. Jedoch versteckten sich im Waldboden, an Ästen und Baumstümpfen viele Glutnester. Diese wurden mittels sämtlicher Wärmebildkameras aufgespürt und abgelöscht. Dies nahm durch die Lage am Hang sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. Hierzu wurde das Personal an der Brandstelle mehrfach ausgewechselt. Alle an der Einsatzstelle vertreten Stadtteile haben Hand in Hand zusammen gearbeitet und gemeinsam dem Feuer den Garaus gemacht.

Aufgrund der nach und nach eintretenden Dunkelheit musste die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden. Auf dem Parkplatz sowie an der Wasserentnahmestelle wurden die Fahrzeuglichtmasten der Fahrzeuge aus Netze und Sachsenhausen in Betrieb genommen. Außerdem kam der auf dem MLF Netze verlastete ALDEBARAN zum Einsatz, welcher eine 360° Ausleuchtung schafft.  Gegen 19.10 Uhr konnte "Feuer aus" an die Leitstelle gemeldet werden. Durch das schnelle und gezielte Eingreifen der Feuerwehr sowie ein früher Absatz des Notrufs durch die Passanten vor Ort wurde weiterer Schaden für Wald und Umwelt abgewendet.

Die Einsatzstelle wurde zurückgebaut und die verschmutzten Schläuche und Gerätschaften wurden in die Mulde des in Sachsenhausen stationierten WLF zum Abtransport verladen. Aufgrund der vorangeschritten Zeit und dadurch, dass es auch schon der zweite Einsatz in Folge an dem Tag war, gab es Verpflegung an der Einsatzstelle. Um am Ende den Faltbehälter mit dem überflüssigen Wasser zu entleeren, kam der Wasserwerfer (Wasserringmonitor) des HTLF zum Einsatz.  Zur Dokumentation des Einsatzes sowie zur Übernahme des Funkverkehrs an der Einsatzstelle war der Einsatzleitwagen sowie das Führungsteam (ÖTEL) der Stadt Waldeck vor Ort. Zusammengefasst waren knapp 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Waldeck, Sachsenhausen, Netze, Nieder-Werbe, Bad Wildungen und der Polizei an der Einsatzstelle tätig.

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ESSENTHO. Ein weiterer Waldbrand hat am Nachmittag des 20. September etwa 200 Feuerwehrleute aus Marsberg sowie dem Kreis Paderborn und den Städten Olsberg und Brilon in Atem gehalten. In einem Waldstück zwischen Essentho und Marsberg standen 2000 Quadratmeter Unterholz und etwa 150 Festmeter Stapelholz in Flammen. Das Feuer, das an einem steilen Hang ausbrach, drohte sich weitflächig auszubreiten.

Gegen 14 Uhr wurden die ersten Einheiten aus dem Marsberger Stadtgebiet alarmiert, nämlich die Löschgruppen aus Essentho und Meerhof, kurz danach auch die Löschgruppen Westheim und Oesdorf sowie der Löschzug Marsberg. Die Brandstelle lag in einem Waldstück kurz hinter Essentho in Richtung Marsberg.

Aufgrund des extrem trockenen Waldbodens bestand die Gefahr einer weitflächigen Ausdehnung der brennenden Fläche. Ein Hubschrauber der Polizei erkundete aus der Luft die Einsatzstelle und stellte anhand von Wärmebildern eine große Hitzeentwicklung im Waldboden fest. Die Feuerwehrleute nahmen mehrere Strahlrohre vor, um den Brand einzudämmen. Um den Löscheffekt zu verbessern, wurde dem Wasser Netzmittel beigemischt, damit das Löschwasser tiefer in den Boden eindringen konnte.

Wegen der großen Hitze im Boden musste der Waldboden zusätzlich gelockert und umgegraben werden. Da die Einsatzstelle außerhalb des Ortes lag, stellte die Sicherung der Wasserversorgung eine große Herausforderung dar. Daher wurden aus dem Wasserförderzug des Kreises Paderborn mehrere Tanklöschfahrzeuge angefordert, die in einem Pendelverkehr die Wasserversorgung zur Einsatzstelle sicherstellten. Insgesamt sieben Tanklöschfahrzeuge aus Fürstenberg, Wünnenberg, Lichtenau, Büren, Altenbeken, Delbrück und Paderborn rückten an.

Über die Tanklöschfahrzeuge wurden zwei Faltbehälter mit 10.000 Litern Fassungsvermögen befüllt, von denen aus dann die Löschfahrzeuge an der Einsatzstelle versorgt wurden. Knapp 2 Kilometer Schlauchleitung kamen auf diese Weise zusammen. Dank des Einsatzes von zahlreichen Strahlrohren und dem Wasserwerfer eines Tanklöschfahrzeugs war das Feuer schnell unter Kontrolle. Da die Einsatzkräfte aber mit einer sehr kräftezehrenden Arbeit konfrontiert waren, musste bereits frühzeitig für ausreichend Personal gesorgt werden. Daher entschied sich die Einsatzleitung, zwei Löschzüge der überörtlichen Hilfe anzufordern.

Die Leitstelle alarmierte darauf einen Löschzug aus Brilon und einen weiteren aus Olsberg zur Einsatzstelle. Deren Kameradinnen und Kameraden lösten dann die Marsberger Wehrleute vor Ort ab. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde das Deutsche Rote Kreuz alarmiert, die die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen versorgten. Um den hohen Bedarf an Schaummittel sicherzustellen, rückten Fahrzeuge aus Meschede und Brilon aus - diese wurden aber letztlich nicht mehr benötigt.

Um die zahlreichen Einsatzkräfte zu koordinieren, wurden mehrere Einsatzabschnitte wie Brandbekämpfung, Wasserversorgung, Verpflegung und Bereitstellung gebildet.

Nach etwa fünf Stunden konnten die Einsatzkräfte mit dem Rückbau beginnen und die ersten Einheiten die Einsatzstelle verlassen, eine Brandsicherheitswache verblieb noch bis in den späten Abend an der Einsatzstelle. Insgesamt 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren aus Marsberg, Brilon, Olsberg und dem Kreis Paderborn im Einsatz. Die Einsatzleitung übernahm der Leiter der Feuerwehr Marsberg, Josef Straub.

Ferner waren der Kreisbrandmeister aus Paderborn sowie die Kreisbrandmeisterei des HSK vor Ort. Die Führungsunterstützung der Feuerwehr Marsberg wurde ebenfalls alarmiert, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Für die Marsberger Feuerwehr war dieser Einsatz der zweite größere Waldbrand binnen weniger Stunden. Die Feuerwehr weist ausdrücklich darauf hin, dass aufgrund der extremen Trockenheit eine sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht und bittet daher um besondere Vorsicht in den heimischen Wäldern. (Feuerwehr Marsberg)

Link: Essentho: 90 Kräfte bei Flächenbrand im Einsatz (20. September 2020)

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