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RHODEN. Etwa 100 Feuerwehrleute sind am späten Abend ausgerückt, um teils unter Vollschutz auf dem Gelände einer Spedition einen beschädigten Kanister mit Gefahrgut zu bergen. Weil Teile der Flüssigkeit auf die Hände eines Lkw-Fahrers geraten waren, lieferten ihn Rettungskräfte vorsorglich ins Krankenhaus ein.

Beim Tauschen sogenannter Wechselbrücken auf dem Gelände einer Spedition in Diemelstadt geriet ein 49 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Wuppertal am späten Abend gegen 23 Uhr mit der Flüssigkeit in Kontakt, die offenbar aus dem Innenraum einer der Wechselbrücken ausgelaufen war. Da den Ladepapieren zufolge Gefahrgut transportiert wurde, verständigte der Lkw-Fahrer die Feuerwehr.

Einsatzkräfte aus Rhoden, Wrexen, Bad Arolsen, Mengeringhausen, Massenhausen, Landau und Korbach sowie der Bad Arolser Notarzt, die Besatzung eines DRK-Rettungswagens und eine Streife der Arolser Polizei rückten nach Rhoden aus. Die Feuerwehr sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab. In speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) gingen die Einsatzkräfte in den Laderaum vor. Es stellte sich heraus, dass ein zehn Liter fassender Kanister mit Kalilauge unbemerkt von einem Gabelstapler beschädigt worden und die Flüssigkeit ausgelaufen war.

Die Brandschützer trugen die 59 unbeschädigten 10-Liter-Kanister von der Palette ab und arbeiteten sich so zu dem Behälter vor, aus dem die Lauge auslief. Dieser wurde in einem speziellen Fass gesichert und zum Bauhof gebracht. Es habe sich um ein spezielles Maschinenreinigungsmittel gehandelt, erklärte ein Polizist. Die Spedition müsse nun den Kanister entsorgen lassen und die Wechselbrücke reinigen, hieß es von der Arolser Polizei. Bis zur Reinigung der Wechselbrücke dürfe diese nicht mehr benutzt werden, sagte der Dienstgruppenleiter der Polizei.

Rettungskräfte brachten den 49-jährigen Lkw-Fahrer vorsorglich zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Bad Arolsen. Als Einsatzstellen-Absicherung rückte die Besatzung des in Adorf stationierten Rettungswagens der Johanniter an. Außerdem war die DRK-Bereitschaft Rhoden im Einsatz, um die Brandschützer mit Getränken zu versorgen. Die letzten Feuerwehrleute rückten gegen 3 Uhr ab. (pfa) 

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Publiziert in Feuerwehr

BREDELAR. Vier Mitarbeiter eines Industrieunternehmens haben am Donnerstag Dämpfe einer gefährlichen Flüssigkeit eingeatmet und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Aus einer Maschine war Feuerwehrangaben zufolge eine größere Menge des Gefahrgutes ausgelaufen. Dies löste einen mehrstündigen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus.

Zeitweise waren bis zu 75 Feuerwehrleute mit rund 15 Fahrzeugen auf dem Betriebsgelände an den Straßen Am Meilenstein/Sauerlandstraße im Einsatz, hinzu kamen Rettungsdienst und Polizei. Wie Ralph Pohle, stellvertretender Pressesprecher der Feuerwehr Marsberg, gegenüber 112-magazin.de berichtete, war aus noch unbekannten Gründen aus einer Maschine eine Flüssigkeit ausgelaufen, die zum Betrieb benötigt wird. Die Maschine fasst laut Pohle 3000 Liter der Flüssigkeit, die die Feuerwehr als Gefahrgut einstuft. Welche Menge genau auslief, war zunächst unklar. Ein Teil sei in eine für solche Fälle vorgesehene Auffangwanne geflossen, ein gewisser Teil aber auch auf den Boden geflossen, sagte Pohle.

Nachdem vier Mitarbeiter die von der Flüssigkeit ausgehenden Dämpfe eingeatmet hatten und dadurch verletzt wurden, ging die Feuerwehr unter Atemschutz und teils in speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) vor. Die auf den Boden gelangte Flüssigkeit habe man mit speziellem Bindemittel abgestreut und aufgenommen, hieß es. Was mit der in die Auffangwanne gelangten Flüssigkeit passieren sollte, war am Nachmittag noch unklar. Möglicherweise könne der Stoff wieder in die Maschine zurückgeführt werden, sagte Pohle.

Der Einsatz unter Vollschutz war sehr personalintensiv, so dass Feuerwehren aus Marsberg und Westheim - sie bilden gemeinsam einen ABC-Zug -, Bredelar, Giershagen und Beringhausen sowie aus der Gerätewagen Gefahrgut aus Brilon angefordert wurden. Später rückte auch der Messzug des Hochsauerlandkreises an, der sich aus Mitgliedern der Wehren in Winterberg, Schmallenberg und Eslohe bildet.

Nach dem Einsatz in Schutzanzügen mussten die Feuerwehrleute zu einem eigens eingerichteten Dekon-Platz gehen, um dort die Schutzbekleidung zu reinigen. Einsatzleiter am Donnerstag war Matthias Mönnighoff. (pfa)

Weitere Informationen zu dem Einsatz folgen!

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Publiziert in HSK Feuerwehr

HERINGHAUSEN. Den Einsatz nach einer Verkettung von Unglücken im Haus des Gastes mit Schwimmbad in Heringhausen haben am Sonntag mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rotem Kreuz, Johannitern und DLRG geübt. Das vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Torsten Behle ausgearbeitete Szenario verlangte den beteiligten Kräfte zahlreiche verschiedene Aufgabenstellungen ab.

Die angenommene Kettenreaktion nahm ihren Ausgang in einem normalen Arbeitsunfall, der so täglich passieren kann: Bei Arbeiten im Keller des Schwimmbades erlitt ein Techniker einen Stromschlag, durch den elektrischen Kurzschluss entstand ein Brand. Dieser dehnte sich im Techniktrakt des Bades aus und erfasste auch dort gelagerte Behältnisse mit Chemikalien - dadurch reagierten Chlor und pH minus miteinander, es entstand Chlorgas. "Über die Lüftungsanlage geriet dieses gefährliche Gas ins Schwimmbad", erklärte Behle.

Somit war nicht nur drei vom Stromschlag betroffene Techniker schwer verletzt, sondern auch zwei seiner Kollegen im Keller sowie acht leicht verletzte Betroffene im Schwimmbad. Sie alle mussten von Feuerwehrleuten unter Atem- oder Vollschutz gefunden und ins Freie gebracht werden. Im Feuerwehrgerätehaus in Heringhausen richteten die Einsatzkräfte eine Verletztensammelstelle ein.

Chlorgaswolke mit Hydroschild aufgehalten
Neben der Löschwasserversorgung, Brandbekämpfung, Menschenrettung oder Einsatzkoordination über eine mobile Leitstelle galt es unter anderem auch, mit einem sogenannten Hydroschild die Ausbreitung der Chlorgaswolke in Richtung eines Campingplatzes zu verhindern: Dazu bauten die Feuerwehrleute im Schwimmbad-Freigelände einen Wasserwerfer aus, der mit Löschwasser eine Wasserwand bildete.

Beteiligt an der Großübung waren die Feuerwehren Heringhausen, Stormbruch, Rhenegge, Adorf, Giebringhausen und Korbach (Gefahrgutzug), die DLRG, die DRK-Bereitschaften aus Korbach, Bad Arolsen und Ehringen sowie die Johanniter - deren Mitglieder schminkten die Verletzten-Darsteller, darunter Mitglieder der Jugendfeuerwehr Willingen.

Bürgermeister Volker Becker verfolgte die realistische Übung und lobte alle Beteiligten. Dank richtete er vor allem an Torsten Behle, der die Übung in all ihren Facetten geplant hatte. Für die Gemeindeverwaltung sei es selbstverständlich, so Becker, das Gebäude vor dem nun anstehenden Umbau für eine solche Übung zur Verfügung zu stellen. "Der Ernstfall kann immer eintreten, da ist es hilfreich, sich mit einer Übung darauf vorzubereiten".

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Publiziert in Feuerwehr

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