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GUXHAGEN. Weil ein Bahnmitarbeiter offenbar zu Unrecht die Erlöse von 1800 Euro aus dem Verkauf von Fahrscheinen einsteckte, hat die Bundespolizei die Wohnung des Zugbegleiters durchsucht und ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet.

Der Mann steht im Verdacht, in mindestens fünf Fällen Bargelder von rund 1800 Euro, die er in seiner Eigenschaft als Zugbegleiter eingenommen hatte, nicht ordnungsgemäß bei seinem Arbeitgeber, der Deutschen Bahn AG, abgegeben zu haben.

Als seine Vorgesetzten Verdacht schöpften, erstattete sein Arbeitgeber Strafanzeige bei der Bundespolizei. Seit Mitte März laufen die Ermittlungen, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Erst im Dezember 2016 hatte der 37-Jährige sein Arbeitsverhältnis bei der Bahn begonnen. Den Job dürfte der Mann aus Guxhagen nun los sein, außerdem wird die Deutsche Bahn AG das einbehaltene Geld zurückfordern.

Wohnung durchsucht
Im Auftrag der Kasseler Staatsanwaltschaft durchsuchten Bundespolizisten am Mittwochmorgen die Wohnung des Mannes. Dabei stellten die Beamten zahlreiches Beweismaterial, darunter ein mobiles Datenterminal, Dienstbekleidung und mehrere Blankovordrucke für Fahrscheine, sicher.

"Das veruntreute Bargeld hat der Verdächtige offensichtlich für private Zwecke ausgegeben", sagte am Donnerstag ein Sprecher der Kasseler Bundespolizei. (ots/pfa)  

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Publiziert in HR Polizei

MARBURG-BIEDENKOPF. Weil sie sich der Untreue und des Betrugs schuldig gemacht und darüber hinaus einen Überfall auf eine Spielothek vorgetäuscht haben sollen, hat die Polizei zwei 23- und 29-jährige Männer sowie eine 35-jährige Frau aus dem Ostkreis festgenommen. Die Männer wanderten in U-Haft.

Alle drei sind Geschäftsleute und stehen unter dem dringenden Verdacht des Betrugs und der Untreue. Darüber hinaus täuschten die Männer einen Raubüberfall auf eine Spielothek in Wallau vor und brachen die Spielautomaten auf. Die beiden Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Den Haftbefehl gegen die Frau setzte der Richter unter Auflagen außer Vollzug.

Seit bereits sechs Monaten dauerten die Ermittlungen der Kripo wegen Betrugs und Untreue bereits an. Die beiden 23 und 29 Jahre alten Männer betrieben gemeinsam mit der 35-jährigen Frau im Ostkreis ein Dienstleistungsunternehmen und betrogen Fluggesellschaften, Reisebüros und Kunden. So ließen sie sich beispielsweise Flugreisen bar bezahlen, buchten aber nicht wie versprochen. Zahlreiche Kunden standen dann am Flughafen und konnten den Heimflug nicht antreten. Sie waren gezwungen, den Rückflug selbst zu organisieren und quasi erneut zu finanzieren. Ferner ließen die Geschäftsleute Lastschriften durch nicht gedeckte Konten platzen.

Mit mehr als 300 Fällen sechsstelligen Betrag erlangt
Durch die Betrügereien und weitere Veruntreuungen in über 300 Fällen schafften die drei Tatverdächtigen Beträge in sechsstelliger Höhe beiseite und nutzten sie für private Zwecke. So finanzierten sie sich damit unter anderem die Eröffnung der Spielhalle in Wallau, die angeblich in der Nacht zum 22. Oktober überfallen worden sein soll. Der festgenommene 29-Jährige war Betreiber der Spielhalle.

Er gab damals an, von drei maskierten Männern überfallen worden zu sein. Man habe ihn mit dem Messer bedroht, ihm die leichten Schnittverletzungen beigebracht und auf einen Stuhl gefesselt. Danach sollen die Täter die Spielautomaten aufgebrochen und leer geräumt haben. Sie zerstörten zudem die Raumüberwachungsanlage und nahmen den Rechner mit den Videoaufzeichnungen mit. Das "Opfer" gab sogar Personenbeschreibungen ab.

Überfall vorgetäuscht, um Schulden zu begleichen
Nach den Ermittlungen steht fest, dass dieser Raubüberfall fingiert war, um Schulden bei einem 30-jährigen Mann aus dem Hinterland zu begleichen. Dieser Mann, der Betreiber und der später ebenfalls verhaftete 23-Jährige überlegten sich daraufhin den "Überfall" als Ausweg.

Nach vorläufigem Abschluss der Ermittlungen erließ der zuständige Haftrichter drei umfangreiche Haftbefehle mit 82 Einzeltaten wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Vortäuschens eines Raubes, Einbruchsdiebstahls und Sachbeschädigung. Den 29-Jährigen verhaftete die Kripo in Marburg, die Frau und den 23-Jährigen in Wohnungen in Stadtallendorf.

Publiziert in MR Polizei

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