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Mittwoch, 18 Oktober 2017 08:45

DVR gibt Tipps für mehr Sicherheit im Herbst

WALDECK-FRANKENBERG. Die Tage werden kürzer und die früher einsetzende Dämmerung und Dunkelheit bedeuten für Fußgänger, Rad- und Autofahrer ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr.

2016 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 74.888 Unfällen mit Personenschaden 1.069 Menschen bei Dämmerung und Dunkelheit getötet worden, 98.197 sind verletzt worden, davon 18.212 schwer. „Das Unfallrisiko Dunkelheit wird immer noch von vielen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Christian Kellner.

So seien viele Fußgänger mit dunkler Kleidung unterwegs. „Ihnen ist offenbar nicht bewusst, wie spät sie damit erst von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden“, beschreibt Kellner die Gefahr. Ein dunkel gekleideter Fußgänger sei von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen. „Der Anhalteweg eines Autos beträgt bei einer Gefahrbremsung nach gängiger Faustregel bei Tempo 50 rund 28 Meter. Somit kann das Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden, wenn der Passant die Fahrbahn betritt“, erläutert der DVR-Hauptgeschäftsführer.

Trägt ein Fußgänger jedoch Kleidung mit reflektierenden Materialien, verbessert sich seine Sichtbarkeit auf bis zu 140 Meter. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene sind daher Kleidung oder Taschen mit reflektierenden Materialien ein Sicherheitsgewinn in der Dunkelheit. Sie werfen das Scheinwerferlicht von Kraftfahrzeugen oder Fahrrädern direkt zurück und erhöhen die Sichtbarkeit. „Sicherheitszubehör und Kleidung aus retroreflektierendem Material erkennen Verbraucher an der Bezeichnung DIN EN 13356. Leuchtflächen auf Schultaschen tragen das Kennzeichen DIN 58124“, erklärt Kellner.

Auf eine gute Sichtbarkeit kommt es auch bei Fahrradfahrern an. Hier kann zum Beispiel eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste die Sicherheit deutlich erhöhen. Die Weste sollte die Norm EN ISO 20471 erfüllen. Radfahrer sollten zudem die Beleuchtung am Fahrrad überprüfen. Sind alle Reflektoren vorhanden und ist die Lichtanlage funktionsbereit? Auch Autofahrer können zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen, indem sie ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen und langsamer unterwegs sind. Vor Fahrtbeginn sollten Autofahrer für eine gute Rundumsicht sorgen und beschlagene oder vereiste Fensterscheiben vollständig freikratzen. Eine kleine Freifläche schafft nur ein sehr beengtes Blickfeld oder vergrößert in Kurven das Risiko des „toten Winkels“. Ebenfalls wichtig sind Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und Wischer, die keine Schlieren hinterlassen. „Die Scheinwerfer müssen frei von Schmutz sein und ordnungsgemäß funktionieren“, unterstreicht Kellner.

Das Kfz-Gewerbe und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) bieten im Oktober wieder kostenlose Lichttests an, bei denen die Funktion und Einstellung der Fahrzeugbeleuchtung überprüft werden. Grundsätzlich gilt für Auto- und Motorradfahrer, dass größerer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine den schlechteren Sichtverhältnissen angepasste Geschwindigkeit wichtig sind. Herbstlaub und Regen verwandeln die Straße in eine Rutschbahn mit verlängertem Bremsweg. Erhöhte Glättegefahr durch Nachtfrost besteht in den frühen Morgenstunden besonders unter Brücken und auf schattigen Abschnitten. Die dunklen Tage können auch Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben: Nicht wenige Menschen reagieren auf den Entzug von Sonnenlicht mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Melatonin, was zu Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit führen kann. Gegensteuern lässt sich mit vitaminreicher Ernährung sowie Bewegung an der frischen Luft bei Tageslicht. (Quelle:DVR)

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Publiziert in Polizei
Freitag, 06 Oktober 2017 20:13

Mangelhafte Autos sind hohes Unfallrisiko

WALDECK-FRANKENBERG. Tagtäglich kommt es in Deutschland zu schweren Autounfällen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Unachtsamkeit am Steuer bis zu überhöhter Geschwindigkeit. Ein Aspekt, der viel zu selten zur Sprache kommt, sind Defekte am Auto. Die Feuerwehr empfiehlt daher, das eigene Auto häufiger auf Mängel zu prüfen, insbesondere vor langen Autofahrten.

Alleine im ersten Halbjahr 2017 kamen auf den hessischen Straßen und Autobahnen 109 Menschen ums Leben. Insgesamt sank die Zahl der Verunglückten leicht, doch 13.376 ist noch immer eine hohe Zahl. Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Während Unaufmerksamkeit und hohes Tempo die häufigsten Unfallursachen sind, spielt auch die Verkehrssicherheit eine große Rolle. So werden bei den TÜV-Hauptuntersuchungen an rund 43% der Fahrzeuge Mängel festgestellt, an 22% sogar erhebliche Mängel.


Licht und Bremsen am häufigsten in der Kritik

Am häufigsten wird das Licht bemängelt: Kaputte und falsch eingestellte Lampen erschweren dem Autofahrer selbst das Sehen auf der Straße und mindern seine Sichtbarkeit für andere Autofahrer. Dies ist gerade im Herbst und Winter problematisch, wenn die Nächte lang und die Tage von grauem trübem Wetter geprägt sind. Den zweiten Platz belegen die Bremsen: Hier monieren die Prüfer vom TÜV abwechselnd Bremstrommeln, Bremsscheiben, Bremsbeläge und Bremsleitungen, die sich zu über 100.000 Mängeln summieren. Dahinter folgen andere Verschleißteile wie die Reifen, die Lenkung und in geringerem Umfang der Motor. Ein Problem für andere Verkehrsteilnehmer kann die Auspuffanlage sein: Ein abgefallener Auspuff kann zu einer tödlichen Falle für nachfolgende Auto- und Motorradfahrer werden.

Was Autofahrer tun können

Die wichtigste Kontrollinstanz ist der TÜV, der alle Autofahrer alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung bittet. Wer ohne gültige Plakette am Nummernschild erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Bei einer Überschreitung um zwei Monate werden 15 Euro fällig, bei einer Überschreitung um sechs Monate sogar 60 Euro. Ist die Hauptuntersuchung acht Monate überfällig, gibt es sogar einen Punkt in Flensburg.

Autofahrer sollten sich jedoch nicht nur auf die Hauptuntersuchung alle zwei Jahre verlassen, so die Feuerwehr. Mindestens einmal im Jahr sollte das Auto in der Werkstatt gründlich überprüft werden. Gerade vor langen Fahrten, zum Beispiel in den Sommerurlaub, ist es sinnvoll, die Reifen auf ihre Profiltiefe zu prüfen, die Bremsbeläge zu erneuern und den Auspuff zu testen. Mit Beginn der dunklen Herbstzeit gehört die Lichtanlage des Autos auf den Prüfstand. Dieser Test lässt sich gut mit einem Wechsel der Reifen auf Winterreifen kombinieren.


Publiziert in Retter

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