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FRANKENBERG. Am Montag kam es im Landkreis Waldeck-Frankenberg gegen 12.40 Uhr zu einem tragischen Unfall, der für einen Traktorfahrer tödlich endete.

Nach ersten Erkenntnissen der Frankenberger Polizei befuhr der 57-jährige Fahrer des Case einen Wirtschaftsweg zwischen Viermünden und Vöhl-Ederbringhausen. Als er an einem unbeschrankten Bahnübergang die Bahngleise queren wollte, kam es zu einem Zusammenstoß mit der Bahn. Für den Traktorfahrer kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle. Weitere Personen wurden nach ersten Erkenntnisse nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.

Die ersten Ermittlungen zum Unfallhergang führte die Polizei Frankenberg. Durch die Staatsanwaltschaft Marburg wurde ein Gutachter mit der Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs beauftragt, der nun seine Arbeit an der Unfallstelle aufnehmen wird. Die Bahnstrecke ist seit dem Unfall gesperrt, wie lange die Sperrung andauert, ist noch unklar. Die Ermittlungen an der Unfallstelle wurden durch die Bundespolizei unterstützt.

Mögliche Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizeistation Frankenberg unter der Telefonnummer 06451/72030 zu melden. (ots/r)

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FRANKENBERG-SCHREUFA. Ein bislang Unbekannter hat Montagvormittag (1. November) durch ein Wendemanöver auf einem Bahnübergang einen Nahverkehrszug ausgebremst.  Nach Angaben der Bundespolizei leitet der 26-jährige Lokführer beim Erkennen des Fahrzeuges sofort eine Schnellbremsung ein und konnte so eine Kollision verhindern. 

Verletzt wurde zum Glück niemand, die Reisenden im Zug kamen mit einem Schreck davon. Der Zug konnte seine Fahrt mit geringer Verspätung fortsetzen. Der Vorfall ereignete sich gegen 10 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Gemarkung von Schreufa, einem Stadtteil von Frankenberg, parallel zur Otto-Stoelcker-Straße.  Bei dem Fahrzeug, welches anschließend davonfuhr, soll es sich um einen weißen Transporter (vermutlich Kastenwagen) gehandelt haben. Weitere Angaben zu Fahrer und Fahrzeug liegen derzeit nicht vor.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" eingeleitet.  Wer Angaben zu dem Fall, insbesondere zu dem unbekannten Fahrzeug, machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei unter der Telefonnummer 0561/816160 zu melden. (ots/r)

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Dienstag, 12 Oktober 2021 14:27

THW und Feuerwehren üben für realen Zugunfall

WALDECK-FRANKENBERG. An fünf Tagen im September dieses Jahres konnten die Feuerwehren aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg ihr Wissen an einem umgestürzten Steuerwagen der Deutschen Bahn in Kassel vertiefen und sich dem Thema technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen widmen.

An drei Objekten der Kurhessenbahn im Rangierbahnhof Kassel haben etwa 250 Feuerwehrleute und 20 Einsatzkräfte des THW ihr Können unter Beweis gestellt und weitere interessante Details erfahren. Vorarbeiten hatten die Initiatoren Dirk Gernand vom THW Korbach und der Notfallmanager der Deutschen Bahn Markus Bähr bereits organisiert. Drei  Vt 628 der Kurhessenbahn sollten vor Ort verschrottet werden, daher hatten Gernand und Bähr die Gelegenheit genutzt um allen Feuerwehren im Zuständigkeitsbereich der Strecken in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Kassel die Möglichkeit zu geben, an den verschiedenen Objekten Unfallszenarien zu üben. 

Am Sonntag, 29. August begann das THW Korbach damit, einen der Steuerwagen vom Motorwagen zu trennen und 20 Meter vorzuziehen. Anschließend wurde der Steuerwagen angehoben und neben der Schiene auf Holzklötzen abgesetzt. Im weiteren Verlauf konnte der Steuerwagen mit Hebekissen und Seilwinden kontrolliert auf die Seite gelegt werden, um an den Folgetagen den Feuerwehren ein Unfallszenario zu bieten, an dem eine Personenrettung nach oben aus dem umgestürzten Fahrzeug geübt werden kann. Im weiteren Verlauf legte das THW weitere zwei Triebwagen auf die Seite.

Verletzte Person aus Zug retten

Jede Wehr hatte zweieinhalb Stunden Zeit die verschiedene Unfallszenarien durchzuspielen. An allen Tagen stand den Feuerwehren  Aufgleisleiter Dirk Gernand vom THW Korbach und Notfallmanager Markus Bähr für Fragen zur Verfügung und gaben den Einsatzkräften Informationen und Sicherheitshinweise während des Übungsverlaufs. In jeweils zwei Gruppen geteilt, machte sich die erste Gruppe mit dem umgestürzten Steuerwagen vertraut und versuchten eine verletzte Person aus dem Inneren des Zuges zu bergen. Dazu mussten sie sich erst einmal Zutritt zum Fahrzeug durch die jetzt oben liegende Tür verschaffen, anschließend in das Fahrzeug eindringen, die verletzte Person bergen und auf demselben Weg wie sie hineinkamen wieder aus dem Fahrzeug sicher hinausbringen. Was sich bei Actionfilmen immer mühelos darstellt, trieb den Einsatzkräften den Schweiß aus den Poren.

Eindringen in Schienenfahrzeuge

Die zweite Gruppe übte an den anderen Vt 628 das Eindringen in Schienenfahrzeuge. Sie versuchten die Türen und Fenster mit den verschiedensten Hilfsmitteln zu öffnen und sich Zugang mit schwerem Gerät durch die Außenhaut der Vt`s zu verschaffen. Es wurden dabei die verschiedensten Einsatzgeräte ausprobiert, um herauszufinden welches Gerät für welche Zwecke geeignet ist oder eben nicht. Unter anderem wies Gernand darauf hin, dass beim Einsatz eines Trennschleifers beim Zerschneiden von Fenstern Glasstaub entsteht, der von Einsatzkräften und zu rettenden Person zwar eingeatmet wird, dieser die Lungen aber nicht mehr verlässt. Es kann daher zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen.

Die erworbenen Kenntnisse werden den Feuerwehren bei ihren nächsten Einsätzen helfen, das jeweils beste Einsatzgerät für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen. Zur Halbzeit tauschten die Gruppen die Unfallszenarien, sodass alle Beteiligten an beiden Stationen üben konnten. Insgesamt, so Dirk Gernand, waren drei Jahre Vorbereitungszeit und 100 Arbeitsstunden nötig, um diese Sonderübung umsetzten zu können.

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Freitag, 12 März 2021 13:14

Schaf auf Bahngleisen - Schnellbremsung

KASSEL. Der Lokführer eines Güterzuges, der von Gießen in Richtung Kassel unterwegs war, musste am Mittwoch gegen 12 Uhr bei Baunatal-Guntershausen wegen eines Schafes eine Schnellbremsung durchführen. Das Schaf, welches mitten auf den Gleisen stand, gehört einem 82-Jährigen aus Edermünde. Das Tier stammt aus einer in der Nähe der Bahnanlage befindlichen Stallung.

Durch die Schnellbremsung konnte das Überfahren des Tieres verhindert werden. Bundespolizisten fanden den Vierbeiner wenig später, unverletzt im Wald, in der Nähe der Gleise. Personen wurden durch diesen Vorfall zwar nicht verletzt, fünf Züge erhielten aber jeweils rund 5 Minuten Verspätung. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Tierbesitzer, wegen einer Betriebsstörung des Bahnverkehrs, ein Bußgeldverfahren eingeleitet und ihn bezüglich seiner Tierhalterpflichten belehrt.

Hinweis der Bundespolizei

Halter von Weidevieh, besonders in der Nähe von Bahnanlagen, müssen darauf achten, dass die Umzäunung intakt und sicher verschlossen ist. Ebenso muss ausreichend Futter vorhanden sein. Kommt es zu Bahnunfällen im Zusammenhang mit ausgebrochenen Tieren, können neben zivilrechtlichen Folgen, auch strafrechtliche Konsequenzen auf die Tierhalter zu kommen. (ots/r)

Link: 21 Schafe von Zug erfasst - Polizei ermittelt (12.08.2019)

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WALDECK-FRANKENBERG. Was sich Ende Januar als Schockmoment für zwei Lokführer darstellte, endete inzwischen in einem Ermittlungserfolg für die Bundespolizei in Kassel. Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit überführten Bundespolizisten am 16. Februar einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und einen 22-Jährigen aus dem Hochsauerlandkreis (NRW). Maßgeblich an dem Erfolg beteiligt waren auch Zeugenaufrufe in der Presse.

Nach Angaben der Polizei sind die beiden Täter dringend verdächtig, in zwei Fällen, menschenähnliche Puppen auf den Gleisen deponiert zu haben. Die Lokführer auf den betroffenen Bahnstrecken glaubten jeweils, einen echten Menschen zu überfahren und leiteten daher eine Schnellbremsung ein. Die Bahnbediensteten erlitten beide einen Schock und mussten arbeitsunfähig abgelöst werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Bundespolizeiinspektion Kassel führte daher Ermittlungen wegen des Verdachts eines gemeinschaftlich begangenen "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" durch.

Die erste Tat ereignete sich am 20. Januar im Bereich Marsberg und nur einen Tag später im Bereich Volkmarsen. "Solche Taten, bei denen die Gesundheit anderer Menschen gefährdet werden, sind keine Dummejungenstreiche, sondern gravierende Straftaten", sagte die Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel

Wohnungsdurchsuchung bei Verdächtigen

Mehrere Bundespolizisten durchsuchten am 16. Februar im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kassel, u. a. die Wohnungen der beiden Männer. Dabei stellten die Beamten zahlreiches Beweismaterial sicher, unter anderem auch Gegenstände, die bei der Tatausführung verwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat gegen beide Männer jeweils ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern noch an. (ots/r)

Link: Unbekannte setzen lebensgroße Puppe ins Gleis (21.01.2021)

Link: Erneut lebensgroße Puppe auf Bahngleis gesetzt (22.01.2021)

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Mittwoch, 03 Februar 2021 17:28

Zug mit Kehrblech ausgebremst

WILLINGEN/EIMELROD. Ein bislang Unbekannter hat am Dienstag (2. Februar) gegen 15.30 Uhr auf der Bahnstrecke Willingen - Korbach eine Regionalbahn ausgebremst.

Im Bereich des ehemaligen Bahnhaltepunktes Eimelrod stand eine Person im Gleisbereich und fegte ein Kehrblech aus. Der Lokführer einer herannahenden Regionalbahn konnte nur durch eine sofort eingeleitete Notbremsung einen Unfall verhindern. Der Unbekannte entschuldigte sich und ging in Richtung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu schaden. Der Zug konnte seine Fahrt zwar fortsetzen, allerdings ermittelt die Bundespolizeiinspektion Kassel wegen des Verdachts eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr".

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/816160 zu melden.

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MARSBERG. Bundespolizisten stellten am 20. Januar fest, dass bislang Unbekannte eine selbsterstellte Puppe in die Gleise bei Marsberg deponierten. Der Lokführer des RE17 konnte trotz Schnellbremsung ein Überfahren der lebensgroßen Puppe nicht mehr verhindern.

Gegen 2215 Uhr am Mittwoch,  wurde die Bundespolizei im zuständigen Bundespolizeirevier Hagen durch die DB AG alarmiert. Der 49-jährige Lokführer im RE17 von Warburg nach Meschede gab an, dass er womöglich eine im Gleis sitzende Person mit seinem Triebwagen erfasst habe. Einsatzkräfte der Bundespolizei, der Feuerwehr Obermarsberg, sowie die Polizei des Hochsauerlandkreises trafen wenig später am Unfallort in Marsberg, in Höhe der Straße, Lange Ricke, ein.

Zunächst schien es, als ob der Zug tatsächlich eine Person erfasst habe, da Einsatzkräfte der Feuerwehr Kleidungsstücke unter dem Zug feststellten. Bei der Bergung der vermeintlichen Person, stellte sich dann heraus, dass es sich hier um eine aus Holz, Füllmaterial und Bekleidung gebaute Puppe, ähnlich einer Vogelscheuche, handelte. Nach Aussage des unter Schock stehenden Triebfahrzeugführers, habe jemand die Puppe, mit dem Rücken, dem Zuglauf entgegen sitzend, auf die Gleise deponiert.

Da dies für den 49-Jährigen den Anschein einer menschlichen Person machte, leitete er sofort eine Schnellbremsung ein. Hierdurch wurde glücklicherweise keiner der Fahrgäste verletzt. Diese konnten durch die Feuerwehr zu einem nahegelegenen Bahnübergang evakuiert werden. Mit einem Taxi wurde sie die Fahrt fortsetzen. Einsatzkräfte der Bundespolizei suchten die Strecke weiter ab und konnten weitere Kleidungsstücke auffinden.

Sie leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Durch den Vorfall musste die Strecke über einen Zeitraum von mehr als zwei Stunden gesperrt werden. Personen, die Hinweise zu Tatverdächtigen geben können, werden gebeten sich mit der Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zu setzen. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

BAD AROLSEN/VOLKMARSEN. Reiner Sachschaden und Zugverspätungen sind die Bilanz eines Zusammenstoßes zwischen einer Regionalbahn und einem Pkw an einem unbeschrankten Bahnübergang im Volkmarser Ortsteil Külte.

Der Unfall ereignete sich am Samstag (5. Dezember), gegen 14.30 Uhr. Die Bahnstrecke war deswegen bis 15.40 Uhr gesperrt. Ein 47-Jähriger aus Volkmarsen, der zum Glück unverletzt blieb, befuhr mit seinem Jaguar den Übergang aus Richtung Külte. Zeitgleich näherte sich eine Regionalbahn in Fahrtrichtung Volkmarsen. Aus noch ungeklärter Ursache ragte der Jaguar zu weit in das Gleisprofil. Sein Fahrzeug konnte der 47-Jährige  beim Erkennen der Bahn nicht mehr rechtzeitig zurücksetzen. Trotz Bremsung erfasste der Zug den Wagen im Frontbereich und wurde erheblich beschädigt. Auf gut 5000 Euro wird der Sachschaden am Pkw geschätzt.

Die etwa 20 Reisenden im Zug kamen mit dem Schrecken davon. Am Zug selbst entstanden ebenfalls leichter Sachschäden. Hier steht die Schadenshöhe noch nicht fest. Zwei nachfolgende Zügen verspäteten sich um rund 40 Minuten. Die Bundespolizeiinspektion Kassel ermittelt wegen des Verdachts eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr". Sachdienliche Hinweise werden unter der Rufnummer 0561/81616-0 erbeten.

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KORBACH/WILLINGEN. Der Einsatz eines versierten Jagdhundes war erforderlich, nachdem ein Waschbär auf der Strecke zwischen Korbach und Willingen von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt worden war.

Nach Auskunft des Jagdausübungsberechtigten ereignete sich der Unfall am vergangenen Montagabend, als ein Jagdgast im Bereich der Bahnschienen einen Hochsitz bezogen hatte. Nachdem ein Zug aus Richtung Korbach kommend die Örtlichkeit passiert hatte, hörte der Jäger lautes, schmerzhaftes Schreien aus Richtung Bahndamm.

Unverzüglich stieg der Jäger von der Ansitzeinrichtung und ging in Richtung der markigen Schreie. Auf den Gleisen und im Schotterbett befanden sich Blut- und Haarreste von einem Waschbären, von dem angefahrenen Tier fehlte aber jede Spur. Erneutes Klagen in einiger Entfernung ließ den Jäger handeln. Er rief über sein Handy den Jagdpächter an, dieser forderte einen Nachsuchenführer an. 

Da bereits das Tageslicht der Dämmerung wich, war schnelles Handeln erforderlich. Der eintreffende Hundeführer setzte seine Wachtelhündin abseits des Bahndamms an. Sofort nahm der Hund die Fährte auf und kam nach etwa drei Minuten zum Waschbären, erlöste das schwerverletzte Tier mit einem Genickbiss und apportierte den Waschbären zum Hundeführer.

Anhand des Verletzungsmusters war klar, dass der Bär den Unfall mit dem Triebwagen nicht überlebt hätte - wahrscheinlich, so der Hundeführer, wäre das Tier nach zwei oder drei Tagen unter höllischen Schmerzen verendet. (112-magazin)   

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KORBACH. Als logistische Meisterleistung bezeichnet THW-Zugführer Dirk Gernand das Verbringen eines Zuges vom Güterbahnhof Korbach zum THW-Standort in der Briloner Landstraße. Von Freitag 17 Uhr bis Samstagmorgen 5 Uhr dauerte der Transport, der mit Absicherung der Polizei, Mitarbeitern der Bahn, einem Spezialtrasportunternehmen und 22 Einsatzkräften vom THW Ortsverband Korbach realisiert werden konnte.

Bis es soweit war, mussten die Einsatzkräfte allerdings hart schuften. Bereits vor fast zwei Jahren hatte Zugführer Dirk Gernand vom THW die Idee, einen ausrangierten, aber voll funktionsfähigen Triebwagen "umzubetten" und auf das Gelände des THW zu transportieren. Intensive Gespräche mit der Deutschen Bahn schlossen sich diesen Vorstellungen an. Zu beachten war auch der Transportweg mit dem "Sonderzug" auf einem Spezialtransporter vom Güterbahnhof über die Flechtdorfer Straße, weiter über die Straße Am Mühlwege und weiter über die Straße Im Alten Felde und schließlich über die Briloner Landstraße zum Bestimmungsort auf das THW-Gelände. Insbesondere der Conti-Kreisel stellte für den Transportführer eine Herausforderung dar.

Intensive Vorarbeiten

Zunächst wurde der Triebwagen am Freitag gegen 17 Uhr am Güterbahnhof getrennt und in zwei Abschnitten spiegelverkehrt verladen. Die Firma Brass stellte dafür den Verladeplatz zur Verfügung. Die Firma Universaltransport übernahm mit dem speziell für solche Vorhaben gebauten Tieflader den Transport. Zur Absicherung hatte sich der Leiter Verkehrsdienste Waldeck-Frankenberg Volker König, mit mehreren Streifenwagen positioniert und die Straßen abschnittsweise sperren lassen. Begleitet wurde der Zug von einem Notfallmanager der Deutschen Bahn. Bereits zwei Wochen vorher mussten im Standort des THW das Gleisbett, Schwellen und die Schienen verlegt werden. Dazu wurde der Untergrund ausgekoffert, etwa 300 Tonnen Gleisschotter aufgetragen, 83 Schwellen und 51 Meter Gleis verlegt.

Erst Rückwärts, dann vorwärts zum Ziel

Mit Fingerspitzengefühl und fahrerischem Können setzte der Fahrer den Auflieger vom Güterbahnhof durch den Kreisverkehr in die Flechtdorfer Straße zurück, um anschließend vorwärts seinen Weg über die vorgegebene Streckenführung zu manövrieren.

VT 628 (Serie 2) voll funktionsfähig

Der komplette Zug ist nach Angaben von Dirk Gernand voll funktionsfähig. Mittlerweile haben sich zum Üben am Objekt Bereitschaftspolizei, die Bundespolizei, Feuerwehren, andere Ortsvereine des THW und Notärzte zu Weiterbildungen angemeldet. Geübt werden können unter anderem Einsätze mit Spezialkräften bei Geiselnahmen, Weiterbildungen bei Aufgleisarbeiten  durch das THW oder Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen durch Feuerwehrkräfte. Der im Jahr 1986 gebaute Triebwagen hat nun einen neuen, sinnvollen Platz gefunden. Insgesamt 45,4 Meter lang ist der Zug, der 84 Sitzplätze anbietet und ein Gewicht von 63 Tonnen auf die Schiene bringt. Den Transport bezahlt haben die Mitglieder des Helfervereins des THW Korbach. Die Firma Fisseler unterstützte die Arbeiten, indem sie technisches Gerät zur Verfügung stellte. Ebenso setze sich der Chef der Kurhessenbahn für die Abgabe des Zuges an das THW ein. (112-magazin)

Publiziert in THW
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