Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Straßenverkehrsordnung

BREIDENBACH. Mit ihrem Kleinwagen verlor eine 42-Jährige auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle und krachte in eine Leitplanke.

Hauptursächlich für den Alleinunfall waren wohl die montierten Sommerreifen. Eine 42 Jahre alte Frau geriet in einer Linkskurve auf der winterglatten Landstraße 3043 ins Schleudern, woraufhin ihr grauer Kleinwagen gegen die Leitplanke prallte. Am Auto entstand ein erheblicher Frontschaden. Ein Rettungswagen brachte die Fahrerin zur Untersuchung ihrer Verletzungen ins Krankenhaus.

Hinweis der Polizei: Neben den Gefahren und Risiken für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer bei einer Fahrt mit Sommerreifen im Winter, ist zu erwähnen, dass § 2 der Straßenverkehrsordnung im Absatz 3 a etwas zur Winterreifenpflicht beinhaltet.  

§ 2 Abs. 3a StVO: Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen. Das sind Reifen durch deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Bauart vor allem die Fahreigenschaften bei Schnee gegenüber normalen Reifen hinsichtlich ihrer Eigenschaft beim Anfahren, bei der Stabilisierung der Fahrzeugbewegung und beim Abbremsen des Fahrzeugs verbessert werden und die mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind. Der Bußgeldkatalog sieht für ein Fahren mit Sommerreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte immer einen Punkt in Flensburg und Bußgelder zwischen 60 Euro bei folgenlosen Fahrten und bis zu 120 Euro bei einer Unfallfolge vor.

Die Polizei untersagt die Weiterfahrt und außerdem kann es zu versicherungsrechtlichen Problemen kommen. (ots/r)

- Anzeige -


Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 01 November 2018 11:13

Pilotprojekt zur Verhinderung von Wildunfällen

HOMBERG. Die Wildunfälle im Schwalm-Eder-Kreis steigen seit mehreren Jahren kontinuierlich an. Waren es im Jahr 2016 noch 1226 Wildunfälle, so  stiegen sie im Jahr 2017 auf 1491 Unfälle.

Hierbei kristallisierten sich besonders vier Streckenabschnitte als Unfallschwerpunkte heraus:

  • L 3224 zwischen Lengemannsau und Ostheim
  • B 487 zwischen Spangenberg und Schnellrode
  • L 3067 zwischen Ziegenhain und Allendorf/Landsburg
  • L 3383 zwischen Fritzlar-Geismar und Edertal-Wellen.

In der Unfallkommission, die sich aus Vertretern der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenmeistereien und Hessen Mobil zusammensetzt, wurde in den vergangenen Jahren, trotz verschiedener Maßnahmen, wie z.B. Wildwarnreflektoren, Verkehrszeichen, Plakate der Verkehrswacht, etc., eine Steigerung der Wildunfallzahlen festgestellt. In einer kürzlich vorgestellten Studie der Gesamtwirtschaft der Unfallversicherer (GDV) wurde die Unwirksamkeit der Wildwarnreflektoren - egal welcher Farbe - nachgewiesen. Die Unfallkommission des Schwalm-Eder-Kreises hat sich zu einem relativ kostengünstigen Pilotprojekt entschieden, in dem die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert und in ihrer Aufmerksamkeit und dem Fahrverhalten beeinflusst werden sollen.

An den vier genannten Wildunfallschwerpunkten wurden in beiden Fahrtrichtungen beidseitig Wildwechselschilder (Verkehrszeichen 142) durch die Straßenverkehrsbehörde des Kreises angeordnet und durch die Straßenmeistereien aufgestellt. Als Besonderheit wurden zusätzlich gelbe Blinklampen auf den Schildern montiert, die sich selbstständig bei Dunkelheit einschalten und die Verkehrsteilnehmer auf diesen Streckenabschnitten so zu mehr Aufmerksamkeit anregen sollen. Nach einem halben Jahr Erprobungsphase werden die Strecken auf ihre Unfallhäufigkeit neu untersucht.

Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer, besonders in der dunklen Jahreszeit, vermehrt auf Wildwechsel zu achten und die Geschwindigkeit, so wie es die Straßenverkehrsordnung verlangt, den Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnissen, anzupassen. Besonders auf den oben genannten, gekennzeichneten Streckenabschnitten muss mit verstärktem Wildwechsel gerechnet werden. (ots/r)

- Anzeige -


Publiziert in HR Polizei

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige