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KASSEL/GIEßEN. Bei Baustellenkontrollen haben Mitarbeiter der Kasseler Finanzkontrolle des Hauptzollamtes Gießen mehrere Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgedeckt - 15 Arbeiter wurden wegen des Verdachtes auf illegalen Aufenthalt vorläufig festgenommen.

Im Baugebiet Ochshäuser Straße in Kassel trafen die Finanzkontrolleure auf sechs Arbeiter, die mit Fassadenbau beschäftigt waren. Zwei Bosnier und vier Serben im Alter zwischen 18 und 47 Jahren hatten keine Aufenthaltstitel, die zur Arbeit in Deutschland notwendig gewesen wären. Sie arbeiteten illegal und nicht angemeldet für ein Kasseler Unternehmen auf dem Bau und mussten ausgewiesen werden.

Bei mehreren Überprüfungen des Neubaus der Vitos-Klinik in Kassel Wilhelmshöhe entdeckten die Kasseler Zöllner sieben ägyptische Bauarbeiter, die keine entsprechenden Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für die Arbeit in Deutschland hatten. Sie waren nach eigenen Angaben, von einer italienischen Firma nach Deutschland geschickt worden, um für eine deutsche Firma auf der Baustelle zu arbeiten. Eine rechtmäßige Entsendung konnten die Zöllner ebenso wenig feststellen, wie den wirklichen Arbeitgeber. "Bedenklich war bei dem Fall auch, dass die Arbeiter wohl ohne Einhaltung der gebotenen Corona-Regeln aus einem Risikogebiet eingereist und hier die Arbeit aufgenommen haben. Es wurde weder eine Quarantänezeit eingehalten, noch wurde die Arbeitsaufnahme wie vorgeschrieben dem Gesundheitsamt angezeigt", sagt Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Die Ausländerbehörde Kassel beendete den Aufenthalt der 19- bis 52-jährigen Männer mit einer Ausreiseverfügung.

Auch auf Baustellen im Neubaugebiet Feldlager in Kassel-Harleshausen wurden die Schwarzarbeitsfahnder fündig. Auf einem Rohbau überprüften sie Arbeiter beim Gießen einer Betondecke gleich zweimal am selben Tag. Bei fünf türkischen Arbeitern im Alter von 32 bis 73 Jahren besteht der Verdacht auf Schwarzarbeit. Sie waren nicht zur Sozialversicherung angemeldet. Sie arbeiteten zudem für eine Kasseler Baufirma, für die noch keine Gewerbeanmeldung vorlag. Angetroffen wurde auch ein 21-jähriger Ägypter, der angab aus Italien gekommen zu sein und zunächst auch auf der Baustelle der Vitos-Klinik gearbeitet zu haben. Da er aber keinen Lohn bekommen hatte, suchte er sich kurzerhand eine neue Beschäftigung. Da er lediglich einen Aufenthaltstitel für Italien hatte, war auch seine Beschäftigung in Deutschland illegal.

Bei der Kontrolle eines weiteren, privaten Bauobjektes in dem Neubaugebiet ging den Schwarzarbeitsfahndern ein 40-jähriger Ukrainer ins Netz, der auch keine gültigen Arbeitspapiere für Deutschland besaß und angeblich seit zwei Wochen als Bauhelfer für eine polnische Firma auf dem Bau arbeitete. Der angegebene Lohn liegt nach ersten Hinweisen unter dem Mindestlohn.Auch hier erfolgte die Ausweisung durch die Ausländerbehörde. In allen Fällen hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Kassel Ermittlungen gegen die Arbeitgeber wegen des Verdachtes der illegalen Ausländerbeschäftigung und des Vorenthaltens von Sozialabgaben aufgenommen. (ots/r)

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Publiziert in Polizei

GIEßEN. Mit einer großangelegten Durchsuchungs- und Einsatzmaßnahme im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sind am Mittwochmorgen 400 Einsatzkräfte von Zoll und Steuerfahndung erneut gegen organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe vorgegangen. Bei dem unter dem Decknamen GENIUS geführten Einsatz wurden zwei hauptbeschuldigte Bauunternehmer festgenommen.

Im Fokus der Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen wegen Verdachtes auf Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung sowie Beihilfe dazu stehen insgesamt 32 Beschuldigte. Darunter neben den Betreibern von sogenannten "Servicefirmen" die Verantwortlichen von drei Baufirmen aus dem Main-Taunus-Kreis, die als mutmaßliche Haupttäter und Drahtzieher eines Konstruktes von Bau- und Scheinfirmen gelten.

Die Tätergruppierung soll über Jahre hinweg, Bauaufträge in Millionenhöhe ausgeführt haben und die Arbeitsstunden der eingesetzten Bauarbeiter in einem geringeren Umfang an die Sozialkassen gemeldet haben, als sie tatsächlich geleistet wurden. Für darüber hinaus (schwarz) geleisteten Stunden erhielten die ausschließlich über genehmigte Werkverträge aus den Balkanstaaten beschäftigten Arbeiter ihre Löhne bar auf den Baustellen ausgezahlt. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit und zur Erwirtschaftung von Bargeld nutzten die Bauunternehmer zum Schein vermeintliche Nachunternehmer. Die erbrachten jedoch keinerlei Bauleistungen und hatten lediglich den Zweck Rechnungen zu erzeugen. Nach Begleichung dieser Scheinrechnungen wurde das Geld in bar an die Auftraggeber zurückgezahlt, die es dann zur Zahlung für die Schwarzlöhne verwendeten

Die Täter stehen im Verdacht, den Sozialkassen und den Steuerbehörden mit ihren kriminellen Machenschaften Abgaben in Millionenhöhe vorenthalten zu haben. „Wir gehen derzeit von einem Schaden von mehr als sechs Millionen Euro aus", so Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Bei dem heutigen Einsatz vollstreckten Zöllner, Steuerfahnder des Finanzamtes Wetzlar und Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. insgesamt 45 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Frankfurt/M. und durchsuchten Wohnungen, Geschäftsräume sowie Arbeiterunterkünfte in sechs Bundesländern. Von den Maßnahmen betroffen waren auch elf Scheinfirmen und Nachunternehmer.

Gegen zwei der Beschuldigten wurden zuvor vom Amtsgericht Frankfurt a.M. erlassene Haftbefehle vollstreckt. Die Männer im Alter von 52 und 58 Jahren wurden in Limburg vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch Computer und Mobiltelefone, die durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden. Infolge der Maßnahmen wurden darüber hinaus Vermögenswerte in Höhe von 2,3 Millionen Euro gesichert.

Publiziert in Polizei

HESSEN. Ermittler der Schwarzarbeits-Sonderkommission Rhein-Main des Hauptzollamtes Gießen sind heute im Rhein-Main-Gebiet in einer großangelegten Durchsuchungs- und Einsatzmaßnahme im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit mehr als 600 Einsatzkräften von Zoll und Steuerfahndung gegen eine Tätergruppierung im Bereich der organisierten Schwarzarbeit im Baugewerbe vorgegangen. Bei dem unter dem Decknamen KRONOS geführten Einsatz wurde ein illegales Netzwerk von Bau- und Scheinfirmen zerschlagen, wobei drei Hauptbeschuldigte festgenommen wurden. Insgesamt richten sich die Maßnahmen gegen 48 Beschuldigte. Ihnen wird Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen bzw. dazu Beihilfe geleistet zu haben und so Schäden für die Sozialkassen in zweistelliger Millionenhöhe verursacht zu haben.

"Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen schätzen wir den entstandenen Gesamtschaden insgesamt auf annähernd 30 Millionen Euro", so Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Baufirma aus dem Kreis Groß-Gerau. Sie soll, über Jahre hinweg, die durch die eingesetzten Bauarbeiter geleisteten Arbeitsstunden nur anteilig gegenüber den zuständigen Einzugsstellen mitgeteilt haben. Darüber hinaus (schwarz) geleistete Stunden erhielten die Arbeiter konspirativ in Briefumschlägen bar vergütet. Mit Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen, erstellt von sogenannten "Servicefirmen", generierten die mutmaßlichen Täter und ihre mitbeschuldigten Helfer Bargeld und versuchten die Taten zu verschleiern.

Bei dem heutigen Einsatz vollstreckten Zöllner, Steuerfahnder und Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. insgesamt 55 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Frankfurt und durchsuchten Wohnungen, Geschäftsräume sowie Arbeiterunterkünfte in mehreren Bundesländern. Von den Maßnahmen betroffen waren auch mehrere Scheinfirmen und Nachunternehmer in Hessen, Hamburg und Berlin. Der Schwerpunkt lag im Rhein-Main-Gebiet. Gegen drei der Beschuldigten wurden zuvor vom Amtsgericht Frankfurt a.M. erlassene Haftbefehle vollstreckt. Drei Männer im Alter von 28, 38 und 49 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Darunter auch der 49-jährige Geschäftsführer der Baufirma im Kreis Groß-Gerau. Er gilt als mutmaßlicher Haupttäter und Drahtzieher der kriminellen Machenschaften, für die er ein gut organisiertes Netzwerk aufbaute, das maßgeblich durch ihn gesteuert wurde.

Für die Begehung seiner Taten setzte er in erster Linie Familienangehörige an den entscheidenden Stellen ein. Auch gegen die Geschäftsführer zweier Nachunternehmen lagen Haftbefehle vor. Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch Computer und Mobiltelefone, die durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden. Zum Einsatz kamen auch Datenträger-Spürhunde des Hessischen Justiz sowie Bargeldspürhunde Infolge der Maßnahmen wurden darüber hinaus erhebliche Vermögenswerte gesichert. Speziell geschulte Vermögensabschöpfer des Zolls sicherten umfangreiche Vermögenswerte und pfändeten Konten und offene Forderungen für erbrachte Leistungen. Insgesamt erließ das Amtsgericht Frankfurt Vermögens-Arreste von annähernd 30 Millionen Euro. (Quelle: Hauptzollamt Gießen & Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M.)

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Publiziert in MR Polizei
Dienstag, 25 Juni 2019 07:41

Arbeitskolonnen bieten "Schwarzarbeit" an

STEINHEIM. Im Landkreis Höxter sind aktuell Wanderarbeiter unterwegs - Polizei warnt vor minderwertiger Arbeit zu hohen Preisen.

Am vergangenen Wochenende und auch aktuell werden im Stadtgebiet Steinheim Grundstückseigentümer angesprochen: Mehrere  Männer hätten preiswert ihre Arbeiten angeboten. Die Polizei rät zur erhöhten Vorsicht.

Offensichtlich handelt es sich um britische Wanderarbeiter, die in Arbeitskolonnen durch die Lande ziehen. Sie bieten unter anderem Teer- und Pflasterarbeiten, Dachsanierungen oder sonstige Arbeiten an der Haustür an. Es besteht der Verdacht, dass diese Arbeiten unrechtmäßig angeboten werden und es sich somit um "Schwarzarbeit" handelt.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Arbeiten oftmals nicht fachgerecht ausgeführt werden. Die Mängel und Schäden müssen später dann von Fachfirmen teuer behoben werden. Eine Garantie für die Arbeit gibt es nicht, denn nach Erhalt von Bargeld sind die Kolonnen schnell weiter gezogen. (ots/r)

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Publiziert in HX Polizei

NORDHESSEN. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen hat bei einer bundesweit angelegten Kontrollmaßnahme des Zolls in der letzten Woche auch Kurier-, Express- und Paketdienste in Nord- und Osthessen überprüft.

Bei Kontrollen, die in den frühen Morgenstunden in Kassel, Fulda und Bad Hersfeld stattfanden, wurden die Beschäftigungsverhältnisse von insgesamt 594 Fahrern, die für 56 verschiedene Firmen arbeiten, überprüft.
Der Schwerpunkt lag bei großen Logistik-Depots.

„Wir haben es in der Kurierdienstbranche überwiegend mit Subunternehmern zu tun, die für nahezu alle großen Unternehmen unterwegs sind", gab Pressesprecher Michael Bender vom Hauptzollamt Gießen in einer Presseerklärung bekannt. „Hier besteht aus unserer Sicht ein großes Potential für alle möglichen Facetten von Schwarzarbeit", so Bender.

Wegen dem breiten Spektrum möglicher Vergehen, wurden die Schwarzarbeitsfahnder des Zolls von der Polizei, den Ausländerbehörden, der Arbeitsschutzverwaltung und Kontrolleuren des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) unterstützt.
Insgesamt waren mehr als 100 Beamte im Einsatz.

Fünf Ausländer wurden ohne die erforderlichen Arbeitspapiere beschäftigt. Hier wurden Ermittlungsverfahren gegen die Arbeitgeber und die Beschäftigten eingeleitet.
Zehn Fahrer waren nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet und in sieben Fällen erhielten die Kontrolleure erste Hinweise auf Mindestlohnunterschreitungen.
Darüber hinaus erfordert ein Großteil der Feststellungen noch eingehende Überprüfungen, insbesondere, ob der gesetzliche Mindestlohn von 9,19 Euro gezahlt wird. (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Samstag, 24 Juni 2017 16:38

Arbeiterkolonnen im Landkreis unterwegs

TWISTETAL. Ob Teerarbeiten oder Arbeiten an Dächern und Dachrinnen, die Drückerkolonnen sind auch in diesem Jahr zur Ferienzeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg aktiv. So wurde gestern eine junge Frau von mehreren Männern im Twistetaler Ortsteil Elleringhausen aufgesucht und angesprochen. Der sehbehinderten Frau wurde gegen 17 Uhr in gebrochenem Deutsch mitgeteilt, das ihre Dachrinne erneuert werden muss. Das Angebot von 120 Euro für das gesamte Haus könne nur realisiert werden, weil man noch Material von einem Kunden übrig habe, 20 Euro würde man für das Ausbessern schadhafter Stellen nehmen, argumentierte der Osteuropäer.

Nachdem die Hausbewohnerin sich vehement gegen den Bauauftrag ausgesprochen hatte, versuchte der Rädelsführer einen Blick in die Garage zu werfen. Ein dort stehendes Auto weckte die Begierde des fremden Mannes. Der Osteuropäer entwickelte sich augenblicklich von einem Dachklempner zum versierten Autoaufkäufer. Doch auch hier blieb die Dame standhaft und verneinte einen Verkauf des Autos. Erst das Erscheinen des Lebensgefährten der Elleringhäuserin setzte dem Spuk ein Ende. Alles in allem blieb bei der jungen Frau ein ungutes Gefühl zurück, als sich die fremde Mannschaft in einem dunklen Bulli in Richtung Ortsmitte entfernte. 

Die Polizei warnt immer wieder vor diesen Arbeiterkolonnen. "Die Qualität der Arbeiten entspricht jedoch regelmäßig nicht dem zuvor bezahlten Preis, sie sind weder günstig noch gut", warnen die Polizeibehörden.

Vermeintliches Schnäppchen kann teuer werden
Regelmäßig kommt es in diesem Zusammenhang zu Strafanzeigen wegen Betruges gegen die Arbeiter, da die Arbeiten minderwertig und zumeist auch überteuert sind. Diese Arbeiten zum "Schnäppchenpreis" können daher schnell zu teuren Nachbesserungen oder gar Entsorgung der Asphaltdecke durch eine Fachfirma führen. Die ausländischen Arbeitskolonnen übernehmen keinerlei Gewährleistung. Auch die Rückzahlung des vorab bezahlten Arbeitslohnes kommt für sie auf keinen Fall in Betracht.

Ermittlungen wegen Schwarzarbeit - gegen Auftraggeber
Zudem müssen die jeweiligen Hausbesitzer durch die Vergabe eines solchen Auftrages an einen reisenden Dienstleister mit einem Ermittlungsverfahren wegen Beauftragung zur Schwarzarbeit rechnen. Die Polizei warnt aus den genannten Gründen eindringlich davor, sich auf solche Angebote einzulassen. Stattdessen sollte man sich sofort an die nächste Polizeidienststelle wenden.

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Publiziert in Polizei

KORBACH. Zollfahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben am Donnerstag in Korbach routinemäßige Kontrollen durchgeführt. Dabei überprüften die Zöllner in mehreren Geschäften und einer Eisdiele sowie auf zwei Baustellen, ob die dort Beschäftigen eventuell "schwarz" arbeiten.

Unangemeldet statteten die fünf Zollfahnder am Donnerstagmorgen zunächst mehreren Geschäften in der Altstadt einen Besuch ab. Es habe sich um verdachtsunabhängige Kontrollen gehandelt, wie der Sprecher des Hauptzollamtes Gießen, Michael Bender, auf Anfrage von 112-magazin.de erklärte. Dabei hätten sich seine Kollegen in verschiedenen Gewerbebetrieben unter anderem Unterlagen vorlegen lassen, die eine ordnungsgemäße Beschäftigung der Mitarbeiter dokumentierten.

Nach den Kontrollen in Betrieben in der Altstadt seien noch die Beschäftigten in einem Korbacher Eiscafé sowie auf zwei kleineren Baustellen kontrolliert worden. Insgesamt, so der Sprecher des Hauptzollamtes Gießen, wurden am Donnerstag in Korbach zwölf Personen im Hinblick auf eine mögliche Schwarzarbeit überprüft. 

Keine Schwarzarbeiter gefunden
"Wir hatten hier nichts zu beanstanden", zog Bender am späten Nachmittag ein positives Fazit der Kontrollen. Der Sprecher betonte, dass die Kollegen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in unregelmäßigen Abständen immer wieder auch in Waldeck-Frankenberg derartige Kontrollen durchführten. Bei Überprüfungen in der Region im Jahr 2013 legte der Zoll beispielsweise einen Schwerpunkt auf die Gastronomie - damals wurden die Beschäftigungsverhältnisse von etwa 500 Mitarbeitern, unter anderem auch in der Tourismushochburg Willingen, überprüft. Seinerzeit gab es bei der groß angelegten Kontrolle in Nord-, Ost- und Mittelhessen sogar sechs Festnahmen. (pfa) 


112-magazin.de berichtete seinerzeit über die genannten Kontrollen:
Schwarzarbeit: Sechs Festnahmen bei Zollkontrollen (14.02.2013)

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Publiziert in Polizei

BAD WÜNNENBERG. Großkontrolle an der A 44: Mit 115 Einsatzkräften hat das Hauptzollamt Bielefeld umfangreiche Überprüfungen in der Nähe des Autobahnkreuzes Bad Wünnenberg durchgeführt.An dem nächtlichen Einsatz waren auch zahlreiche Polizisten und Vertreter weiterer Behörden beteiligt.

Wie der Zoll in dieser Woche auf seiner Internetseite berichtet, kam es bereits vergangenen Donnerstag zu der Großkontrolle. In beiden Fahrtrichtungen wurde dazu zeitweise der gesamte Verkehr über die Parkplätze Sintfeld geleitet. Prüfungsschwerpunkte waren die unterschiedlichen Formen von Schwarzarbeit, zum Beispiel Leistungsbetrug, Scheinselbstständigkeit und die Einhaltung des Mindestlohns. Dazu wurden 278 Fahrzeugführer und deren Beifahrer zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt.

"Umfangreiche Ermittlungen des Sachgebiets Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Bielefeld sind nun erforderlich, um Unregelmäßigkeiten und Verstöße gegen geltende Bestimmungen festzustellen", sagte ein Zollsprecher.

Außerdem suchten die Zöllner in ausgesuchten Fahrzeugen nach Waren, deren Einfuhr verboten ist - illegale Drogen, Waffen oder Schmuggelzigaretten. 23 Autos, zehn Kleintransporter und 33 Lastwagen mit insgesamt 88 Personen mussten sich einer intensiven Prüfung unterziehen.

Zusätzlich waren Kräfte der nordrhein-westfälischen Landespolizei vor Ort, um beispielsweise die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie die Ladungssicherung zu kontrollieren. Mitarbeiter des Ausländeramts Paderborn, des Veterinäramts des Kreises Paderborn und der Bezirksregierung Detmold führten zudem Prüfungen innerhalb ihrer Zuständigkeiten durch.

"Nur unter Mithilfe des Technischen Hilfswerks, das für die Ausleuchtung der Kontrollstelle in den frühen Morgenstunden sorgte und Zelte für die Befragungen zur Verfügung gestellt hatte, konnte eine Maßnahme von solcher Größe durchgeführt werden", lobte der Zollsprecher den Einsatz der freiwilligen Helfer in Blau. Die sichere Umleitung des Verkehrs über die Parkplätze wurde durch Polizei und die Autobahnmeisterei Bad Wünnenberg gewährleistet. (r/pfa) 

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Publiziert in PB Polizei

KASSEL. 28 ausländische Bauarbeiter sind bei einer Kontrolle auf einer Baustelle in Kassel festgenommen worden. Es bestand der Verdacht der illegalen Beschäftigung, der sich bei 20 Männern bestätigte.

Laut Mitteilung des Zolls von Dienstagabend inspizierten 13 Schwarzarbeitskontrolleure des Zolls am Montag die Baustelle in der Leipziger Straße. Vorangegangen war eine Meldung, wonach eine serbische Firma ohne entsprechende Genehmigung auf der Baustelle sein soll. Bei der Kontrolle trafen die Zöllner der Kasseler Abteilung "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" des Hauptzollamtes Gießen 29 Bauarbeiter beim Innenausbau an, die sich mit kroatischen Identitätskarten auswiesen und für die deutsche Niederlassung einer serbischen Firma arbeiteten. Kroaten ist das Arbeiten in Deutschland ohne besondere Arbeitsgenehmigung erlaubt.

"Aber die erfahrenen Zöllner waren argwöhnisch und vermuteten Betrügereien", sagte Zollsprecher Michael Bender am Dienstag. So hatten seine Kollegen auch die Vermutung, dass es sich bei den kroatischen Ausweisen um Fälschungen handelte. Um Klarheit zu erhalten, forderten sie zur Unterstützung Speziallisten für Dokumentenprüfungen bei der Polizeidirektion Kassel an. Die Polizei schickte einen Dokumentenprüfer und einige Beamte einer operativen Einheit, um den Zoll zu unterstützen.

Etliche Ausweise als Fälschungen entlarvt
Schnell entlarvte der Spezialist der Polizei etliche Ausweise als Fälschungen. Daraufhin wurden 28 Arbeiter wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt und Urkundenfälschung festgenommen und mit tatkräftiger Unterstützung der Kasseler Polizei auf die Wache gebracht. Dort erhärtete sich dann der Verdacht bei 20 der Festgenommen - sie waren keine Kroaten, sondern Serben. Bei den übrigen acht Arbeitern handelte sich um Kroaten, die wieder auf die Baustelle entlassen wurden.

Gegen die Serben wurden Ermittlungsverfahren wegen des illegalen Aufenthaltes und Urkundenfälschung eingeleitet. Ihnen steht die Ausweisung durch die Ausländerbehörde bevor. Sie wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Auch gegen ihren Arbeitgeber leiteten die Zöllner Ermittlungen wegen illegaler Ausländerbeschäftigung ein. Noch während die Kontrolle andauerte, durchsuchten Zollbeamte die Geschäftsräume seiner Firma nach Beweismitteln. Im Auftrag eines Kasseler Unternehmens soll der Bauunternehmer ein ehemaliges Geschäftshaus zu Flüchtlingsunterkünften umbauen. Die Ermittlungen dauern an.

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Publiziert in KS Polizei
Freitag, 26 Februar 2016 16:43

Mit falscher Zollkontrolle abgelenkt: Einbruch

WALDECK-FRANKENBERG. Vor Trickbetrügern, die sich als Zollbeamte ausgeben und ihre Opfer bestehlen, warnt aktuell das Hauptzollamt Gießen. Die Masche, bei der ein Hausbesitzer durch eine angebliche Kontrolle abgelenkt wird und Komplizen in das Haus des Opfers einsteigen, ist selbst Zoll-Pressesprecher Micheal Bender neu.

Die Betrüger gehen wie folgt vor: am Telefon gibt sich einer der Täter einem Hausbesitzer gegenüber als Zollbeamte aus und konfrontiert das überraschte Opfer mit Vorwürfen in Bezug auf Schwarzarbeit. Zur Klärung der Sache solle der Hausbesitzer nach draußen kommen und mit den Zollbeamten sprechen. Während seiner Abwesenheit wird dann aber in sein Haus eingebrochen, um zum Beispiel Schmuck, Geld oder andere Wertsachen zu stehlen.

Richtig ist laut Pressesprecher Bender, dass der Zoll für die Bekämpfung der Schwarzarbeit zuständig ist - was auch vielen Bürgern bekannt sei. "Wir laden aber betroffene Personen nicht per Telefon vor oder treffen uns mit ihnen an irgendwelchen dubiosen Orten. In solchen Fällen ergehen zum Beispiel schriftliche Vorladungen", erläutert der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

"Wenn jemand von einem vermeintlichen Zollbeamten angerufen wird und diesen nicht kennt oder Kontakt mit dem Amt gehabt hat, sollte er sich ohne Überprüfung nicht auf Forderungen einlassen", macht Bender weiter deutlich. Man könne die Polizei einschalten oder sich direkt beim Hauptzollamt rückversichern. Wenn jemand persönlich durch Zollbedienstete aufgesucht wird, solle man sich bei Zweifeln einfach den Dienstausweis zeigen lassen.

Zoll-Sprecher Bender schloss am Freitag nicht aus, dass es zu weiteren Fällen der neuen Masche kommen kann.

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Publiziert in Polizei
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