Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: SEK

Donnerstag, 29 März 2012 06:42

21-Jähriger schießt wild um sich

KASSEL. Einen 21 Jahre alten Mann aus Kassel haben Beamte des Kasseler Spezialeinsatzkommandos am Mittwoch gegen 13 Uhr in einem Haus an der Leipziger Straßevorläufig festgenommen. Der Mann steht im Verdacht, vom Balkon eines Wohnhauses auf Satellitenschüsseln sowie geparkte und vorbeifahrende Fahrzeuge geschossen zu haben. Verletzt wurde bei den Luftgewehrschüssen niemand.

Der 21-Jährige ließ sich nach Angaben der Kasseler Polizei widerstandslos festnehmen. Der Mann war nach ersten Ermittlungen in der Wohnung nur zu Besuch. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Luftdruckgewehr mit Zielfernrohr, fanden die Polizeibeamten bei der Durchsuchung der Wohnung der Bekannten unter einem Bett. Ebenso ein Döschen mit rund 100 sogenannter "Diabolo-Geschossen", kleiner Bleikügelchen.

Auch LKW beschossen?
Nach ersten Ermittlungen wurde mindestens ein geparktes Fahrzeug durch zwei Schüsse auf die Motorhaube beschädigt. Eine Zeugin will auch gesehen haben, wie der Verdächtige vom Balkon der Wohnung auch auf einen Richtung Innenstadt fahrenden Lkw gezielt hat. Ob das Fahrzeug getroffen wurde, ist nicht bekannt. Zumindest fuhr der LKW, ohne anzuhalten, weiter in Richtung Innenstadt.

Die Waffe und die Munition wurden sichergestellt. Die Eigentumsverhältnisse müssen noch geklärt werden. Eine Luftdruckwaffe darf man über 18 zwar ohne Waffenschein besitzen, sie aber nicht führen und nur auf Schießständen oder dem eigenen Grundstück einsetzen. Der 21-Jährige, der nicht unter Alkoholeinfluss stand, wurde nach seiner vorläufigen Festnahme zum Polizeirevier Kassel-Ost gebracht und sitzt dort zunächst im Gewahrsam.

Mann ist bekannt: 68 Vorfälle mit Polizei
Gegen den Tatverdächtigen ermitteln die Beamten wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung. Außerdem wird geprüft, ob  ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorlag.

Der 21-Jährige ist für die Polizei kein Unbekannter. In 68 Fällen mussten Dienststellen der Kasseler Polizei seit 2003 bislang gegen den jungen Mann ermitteln, darunter Eigentumsdelikte und Raubstraftaten sowie Körperverletzungen. Die Ermittlungen des Polizeireviers Kassel-Ost dauern an.

Publiziert in KS Polizei
Schlagwörter
Dienstag, 21 Februar 2012 07:24

Zielfahnder nehmen verurteilten Mörder fest

KASSEL. Den Zielfahndern des Hessischen Landeskriminalamts ist es in Zusammenarbeit mit der Fahndungseinheit des Polizeipräsidiums Nordhessen gelungen, einen verurteilten Mörder festzunehmen. Der jetzt 34 Jahre alte bulgarische Staatsangehörige war vom Landgericht Burgas (Bulgarien) rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren verurteilt worden.

Der Verurteilte und drei Mittäter entführten 2009 in Bulgarien einen Drogendealer zu einem Campingplatz und raubten diesem sein Mobiltelefon, um an die Kontaktdaten seiner Drogenkunden zu gelangen. Dabei stach der jetzt Festgenommene, der als Haupttäter verurteilt wurde, mit einem Messer auf den Geschädigten ein, so dass dieser seinen schweren Verletzungen erlag. Der Verurteilte setzte sich vor Haftantritt ins Ausland ab, um sich der bulgarischen Strafvollstreckung zu entziehen.

In den frühen Abendstunden des 14. Februars wurde der Verurteilte, der sich in Begleitung einer bulgarischen Prostituierten befand, im Rotlichtmilieu von Kassel lokalisiert und von Beamten des Spezialeinsatzkommandos Kassel festgenommen, ohne Gegenwehr leisten zu können. Das teilte das Hessische Landeskriminalamt am Montag mit.

Die Vorführung des Festgenommenen beim Amtsgericht Kassel erfolgte am 15. Februar. Bis zu seiner Überstellung an die bulgarischen Behörden befindet er sich in Auslieferungshaft.

Publiziert in KS Polizei

KASSEL. Organisationsreform bei den Spezialeinheiten und -kräften des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel: Aus der unter dem Dach der Kriminaldirektion beim PP Nordhessen angesiedelten "Kriminalinspektion Spezialeinheiten/Spezialkräfte", kurz KISE genannt, wurde zum 1. Januar 2012 die "Direktion SE/SK"."SE" steht dabei für die Spezialeinheiten Mobiles Einsatzkommando (MEK) und Spezialeinsatzkommando (SEK), "SK" steht für Spezialkräfte, die Verhandlungsgruppe (VG). Neuer Direktionsleiter ist Polizeioberrat Bernd Lindenborn, der auch zuvor die KISE leitete und damit auch weiterhin die Verantwortung für das Spezialeinsatzkommando Kassel, das Mobile Einsatzkommando Kassel sowie die Verhandlungsgruppe Kassel trägt.

Mit Erlass des Landespolizeipräsidiums vom 9. November 2011 wurden die Polizeipräsidien Nordhessen und Frankfurt am Main ermächtigt, die seinerzeitigen Kriminalinspektionen Spezialeinheiten/Spezialkräfte (SE/SK) künftig als eigenständige Direktionen zu organisieren. Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 ist diese Organisationsänderung nunmehr am Standort des PP Nordhessen in Kassel als auch beim PP Frankfurt/M. umgesetzt. Die Direktion SE/SK, die sich in die Bereiche Führungsgruppe, Hauptgeschäftszimmer sowie die Organisationseinheiten SEK, MEK und Verhandlungsgruppe gliedert, ist in der Behördenstruktur des Polizeipräsidiums Nordhessen direkt an die Leitung der Abteilung Einsatz angebunden.

"Organisationsklarheit und Synergieeffekte"
Mit der Einrichtung einer Direktion SE/SK sollen dem hohen Stellenwert der SE/SK, der zugewiesenen Landesaufgabe und der landesweiten Zuständigkeit, der Organisationsklarheit sowie der Bedeutung von Einsatzanlässen und dem Einsatzspektrum Rechnung getragen und mögliche Synergiepotentiale ausgeschöpft werden. "Darüber hinaus zielt die Umorganisation auch darauf ab, künftig schwerpunktmäßig administrative Aufgabenstellungen aus den Einheiten in der Führungsgruppe der Direktion zu bündeln und somit Ressourcen für die Operative in den Einheiten freizusetzen", sagt Polizeioberrat Bernd Lindenborn. Dies erfolge in den Bereichen Einsatz und Organisation, Aus- und Fortbildung sowie Technik und Logistik.

Publiziert in KS Polizei

FRANKENBERG/KASSEL. Nun sitzen alle vier mutmaßlichen Tankstellenräuber aus Frankenberg in Untersuchungshaft: Zwei 19-Jährige, die nach ihrer Festnahme am Wochenende zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt worden waren, wurden erneut verhaftet. Beide lieferte die Polizei am Mittwoch in die JVA nach Wiesbaden ein.

Die beiden 19 Jahre alten Frankenberger sowie zwei erst 14 und 15 Jahre alte Jugendliche gelten als dringend tatverdächtig, in der vergangenen Woche drei Tankstellenüberfälle in Kassel begangen zu haben. Zwei der mutmaßlichen Täter waren in der Nacht zu Samstag vom SEK in einer Wohnung in der Straße Am Hain verhaftet worden, die beiden mutmaßlichen Komplizen wurden am Samstag und Sonntag festgenommen. Die 14- und 15-Jährigen waren bereits am Sonntag und Montag in U-Haft genommen worden, die beiden 19-Jährige wurden zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Marburg hatte am Dienstag jedoch den Erlass von U-Haftbefehlen auch für die beiden 19-jährigen Tatverdächtigen beantragt. Sie wurden am Dienstagnachmittag in Frankenberg vorläufig festgenommen und am Mittwochvormittag im Amtsgericht Marburg vorgeführt. Der Amtsrichter ordnete die Untersuchungshaft mit den Haftgründen Wiederholungs- im einen und Fluchtgefahr im anderen Fall an. Die beiden 19-Jährigen wurden nach Verkündung der Haftbefehle in die Justizvollzugsanstalt Wiesbaden eingeliefert, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Publiziert in Polizei
Sonntag, 15 Januar 2012 18:04

Tankstellenüberfälle: 14-Jähriger stellt sich

FRANKENBERG/KASSEL. Der 14 Jahre alte Tatverdächtige aus Frankenberg, nach dem seit Samstagmittag gefahndet wurde, hat sich am Sonntagmittag auf der Polizeistation in Frankenberg der Polizei gestellt. Er und die in der Nacht zu Samstag vorläufig festgenommenen jungen Männer, zwei 19 und einer 15 Jahre alt, haben ihre Tatbeteiligungen an den drei Raubüberfällen auf Tankstellen in Kassel in den polizeilichen Vernehmungen gestanden.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand von Polizei und Staatsanwaltschaft dürfte es sich bei den beiden 15 und 14 Jahre alten Jugendlichen um die Haupttäter handeln, die auch die Überfälle in den Tankstellen in wechselnden Rollen verübt haben sollen. Gegen die beiden 19 Jahre alten Männer wird wegen des Verdachts auf Mittäterschaft bei den Überfällen ermittelt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an, teilten beide in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntagabend mit.

Haftbefehl gegen den 15-Jährigen erlassen
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg wurde der 15 Jahre alte Tatverdächtige am Sonntag dem Haftrichter beim Amtsgericht in Marburg vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl mit dem Haftgrund Fluchtgefahr erließ. Er wurde anschließend in die JVA Rockenberg eingeliefert. Die beiden 19 Jahre alten Tatverdächtigen wurden nach ihrem umfassenden Geständnis am späten Samstagabend entlassen. Der 14 Jahre alte Beschuldigte wurde am Sonntag vernommen. Auch er war geständig. Er sitzt derzeit im Polizeigewahrsam. Am Montag wird seitens der Staatsanwaltschaft Marburg geprüft und entschieden, ob auch er dem Haftrichter vorgeführt wird.

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 19 Oktober 2011 17:34

Heroin für halbe Million Euro sichergestellt

KASSEL. Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die Heroin im Verkaufswert von einer halben Million Euro beschafft hatten. Die beiden 44- und 46-Jährigen wanderten in U-Haft, die Ermittler stellten neben den Drogen auch Bargeld, Mobiltelefone und Unterlagen sicher.

Wie die Polizei erst am Mittwoch berichtete, war es bereits in der vergangenen Woche zu dem Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität gekommen. Vorausgegangen waren aufwendigen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Rauschgift" von Polizei und Zoll beim Kommissariat K 34 der Kasseler Kripo. Die beiden 44 und 46 Jahre alten Männer aus Kassel und einer Umlandgemeinde im Norden Kassels waren vergangene Woche nach der Beschaffung von neun Kilogramm Heroin vorläufig festgenommen worden. Die Drogen mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 500.000 Euro wurden sichergestellt, wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch erklärte.

Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Kassel stellten zunächst am späten Donnerstagabend kurz vor Mitternacht den 44-Jährigen auf der A 7 an der Abfahrt Kassel-Nord. In einem Versteck unter der Rücksitzbank des geräumigen Wagens der gehobenen Mittelklasse fanden die Fahnder 18 Pakete mit jeweils rund 500 Gramm Heroin.

Welpe sollte vermutlich Polizeihunde täuschen
Neben verschiedenen elektronischen Geräten stellten die Beamten bei dem Verdächtigen auch noch 1800 Euro Bargeld und eine kleine Menge Kokain sicher. Wohl zur Ablenkung der Rauschgiftsuchhunde der Polizei hatte der Festgenommene einen kleinen Welpen mit auf seine Drogenfahrt genommen. "Aber auch das nützte ihm nichts", sagte Jungnitsch am Mittwoch.

Nachdem man den 44-Jährigen erfolgreich und ohne größeres Aufsehen festgenommen hatte, war der 46-jährige mutmaßliche Auftraggeber an der Reihe. Ihn hatten die Ermittler in der Nacht zu Freitag in einer Gaststätte im Kasseler Osten lokalisiert. Er wurde durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Kassel festgenommen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen, die mit Unterstützung durch Beamte verschiedener Kriminalkommissariate und Hundeführern des Reviers Mitte durchgeführt wurden, fanden die Beamten zwar nur noch ganz kleine Mengen Drogen, dafür aber Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen der Tatverdächtigen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen dauern an.

Publiziert in Polizei
Freitag, 14 Oktober 2011 14:43

Drogengeld für Bordellbesuche genutzt

SIEGEN. Staatsanwaltschaft und Rauschgiftfahnder der Siegener Kripo haben einen erfolgreichen Schlag gegen eine siebenköpfige Amphetamin-Händler-Bande gelandet: Im Rahmen eines größeren Polizeieinsatzes wurden zwei Kilogramm Amphetamin sichergestellt und rund zehn Wohnungen beziehungsweise Geschäftsräume von den Ermittlern durchsucht. Insgesamt wurden sieben Verdächtige festgenommen.

Gegen vier Mitglieder der Bande waren bereits im Vorfeld des Polizeieinsatzes auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen Haftbefehle beim Amtsgericht Siegen erwirkt worden. Diese Haftbefehle wurden nun während der Aktion am Donnerstag vollstreckt. Die vier aus dem südlichen Siegerland und dem angrenzenden Hessen stammenden Männer wurde alle festgenommen. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Polizeieinsatzes noch drei weitere Bandenmitglieder vorläufig festgenommen. Ebenso gelang es den Ermittlern, zwei Kilogramm Amphetamin sicherzustellen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mit.

Das zu Grunde liegende Ermittlungsverfahren war von den Rauschgiftermittlern des Siegener Kriminalkommissariats 1 und der Staatsanwaltschaft Siegen bereits seit mehreren Monaten betrieben worden. Nachdem sich bereits im Frühjahr 2011 erste Erkenntnisse im Hinblick auf den Handel mit Amphetaminen durch die Bande ergeben hatten, waren die polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im weiteren Verlauf intensiviert und konzentriert worden.

Bei ihrer Aktion am Donnerstag wurden die Siegener Ermittler unterstützt von Spezialeinsatzkräften der Polizei. Die festgenommenen Mitglieder der Bande sind zwischen 25 und 40 Jahre alt. Den Gewinn aus ihren illegalen Betäubungsmittelgeschäften nutzten die Bandenmitglieder nach bisherigen Erkenntnissen für Glücksspiele und Bordellbesuche.

Publiziert in SI Polizei
Seite 4 von 4

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige