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FRANKENBERG. Ein mit einem Samuraischwert bewaffneter Mann ist vom SEK überwältigt worden. Ein Polizeihund und der Mann selbst wurden bei dem Zugriff verletzt. Bei dem drogenabhängigen Mann wurden eine Maschinenpistole, zahlreiche Messer und größere Mengen Betäubungsmittel gefunden.

Laut Polizeisprecher Dirk Virnich hatten Angehörige des Mannes am Dienstagvormittag die Frankenberger Polizei um Hilfe gebeten. Da die Ermittlungen ergaben, dass bei dem stark seelisch kranken Mann von einem hohen Gefährdungspotential auszugehen war, wurden das Spezialeinsatzkommando aus Kassel hinzugezogen. "Wie sich später herausstellen sollte, eine richtige Entscheidung", sagte Virnich am Mittwoch über den Einsatz.

Nach entsprechenden Vorbereitungen wurde der Mann gegen 14 Uhr in seiner Wohnung von einem Einsatzhund des Spezialeinsatzkommandos überwältigt. Er hatte sich jedoch zuvor mit einem Samuraischwert bewaffnet und damit versucht, den Angriff durch den Polizeihund abzuwehren. Er traf den Vierbeiner dabei zum Glück nur leicht und ohne ihn ernsthaft zu verletzen. Anders erging es Überwältigten selbst. Er erlitt Bissverletzungen, bevor ihn das SEK endgültig unter Kontrolle brachte.

In der Wohnung fanden die Beamten neben zahlreichen zum Angriff bereitliegende Messer auch eine mit scharfer Munition geladene Maschinenpistole. Die Herkunft der Kriegswaffe ist derzeit noch unklar. Zudem ist der psychisch kranke Mann, der seit Wochen seine Wohnung nicht verlassen hatte, hochgradig betäubungsmittelabhängig. In der Wohnung fanden sich größere Mengen Marihuana und Haschisch. Laut Virnich können seelische Erkrankungen durch den Konsum von Cannabisprodukten ausgelöst werden.

"Wie sich in diesem traurigen Fall zeigt, war die Entscheidung der Angehörigen, die Polizei um Hilfe zu bitten, genau richtig. Nur so kann dem Mann nun in einer Klinik für seelisch kranke Menschen geholfen werden", sagte der Sprecher am Mittwoch. Die Einsatzkräfte, aber auch die Angehörigen sind sich sicher, dass durch den umsichtigen Polizeieinsatz Schlimmeres verhindert werden konnte.

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 19 Juni 2013 18:54

Rentner mit Schusswaffe: SEK greift zu

KASSEL. Nachdem er offenbar zwei Männer auf einer Baustelle mit einer Schusswaffe bedrohte, hat das Spezialeinsatzkommando (SEK) Kassel am Mittwochnachmittag einen 72 Jahre alten Mann festgenommen.

Der Tatverdächtige soll gegen 14 Uhr auf einem Grundstück in der Straße "Am Hahnen" einen Baggerfahrer und einen Angestellten eines Vermessungsbüros mit einer Schusswaffe und den Worten "Wenn Sie nicht sofort das Grundstück verlassen, werden Sie erschossen" bedroht haben. Über Notruf hatten die Bedrohten die Polizei alarmiert.

"Da bei derartigen Situationen immer von der Ernsthaftigkeit der Bedrohung ausgegangen werden muss, wurde das Spezialeinsatzkommando alarmiert und zum Stadtteil Brasselsberg entsandt", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Beim Verlassen des Wohnhauses war der 72-Jährige bei dem Zugriff um 15.30 Uhr jedoch unbewaffnet.

In der Wohnung des Mannes fanden die Beamten bei der anschließenden Durchsuchung eine Schreckschusswaffe. Sie wurde sichergestellt. Verletzt wurde bei der ganzen Aktion niemand. Der Tatverdächtige wurde in Polizeigewahrsam genommen und sollte noch am Nachmittag von Beamten des K 11 vernommen werden. Zum Tatmotiv gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauern an.

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Publiziert in KS Polizei
Mittwoch, 05 Juni 2013 17:11

Marihuana-Indoorplantage ausgehoben

KASSEL. Bei der Festnahme eines gewalttätigen Verdächtigen durch das SEK hat die Polizei in den Räumen des Mannes eine Indoorplantage für Marihuana entdeckt. Die Pflanzen und zahlreiche Utensilien wurden sichergestellt, ebenso mehrere Waffen und Munition.

Der Grund, warum am Dienstag Ermittlungsbeamte des Bettenhäuser Polizeireviers zusammen mit dem Kasseler Spezialeinsatzkommando (SEK) eine Wohn- und Geschäftsadresse im Kasseler Osten ansteuerten, war eigentlich ein ganz anderer. Es ging um ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, bei der auch eine Waffe im Spiel und der tatverdächtige 34-Jährige bereits in gleichgelagerten Fällen als gewalttätig eingestuft worden war.

Als die Revierbeamten und das SEK morgens die Anschrift ansteuerten, sollte der 34-Jährige festgenommen und die Wohn- und Geschäftsräume per richterlichem Beschluss durchsucht werden. Das SEK nahm den 34-Jährigen widerstandslos fest. Die Durchsuchung seiner Wohnräume brachte jedoch mehr zum Vorschein: Eine professionell installierte Indoorplantage mit rund 100 Marihuanapflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie weitere bereits getrocknete und teilweise auch schon portionierte Cannabispflanzen.

Das Marihuana und alle dazugehörigen Plantageutensilien, ein Folienschweißgerät, eine Digitalwaage und mehrere Siebe - alles Dinge, die auf den Handel mit der Droge hindeuten - wurden sichergestellt. Ebenfalls im Verdacht, mit Marihuana gehandelt zu haben, steht ein 32-jähriger Mann, der zusammen mit dem 34-Jährigen das Wohnhaus bewohnt. Dort wurden 99 Tütchen mit getrocknetem Marihuana aufgefunden und sichergestellt.

Zudem fanden die Ermittler in dem Wohnhaus und in einer dazugehörigen Lagerhalle eine scharfe Schusswaffe mit Munition sowie einen Revolver in einer Metallkassette. Für die Waffen, die bei der zurückliegenden Körperverletzung eine Rolle gespielt haben könnten, liegen keine waffenrechtlichen Erlaubnisse vor. Sie wurden sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

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Publiziert in KS Polizei

KASSEL. Eine dreiköpfige Einbrecherband hat die Kasseler Kripo zerschlagen. Die Männer im Alter von 20, 22 und 25 Jahren, die für 60 Einbrüche und hunderte Betrugsfälle verantwortlich sein sollen, sitzen in Untersuchungshaft.

Beamte der "EG Bruch" der Kasseler Kripo gelang es in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdienststellen des eigenen Präsidiums und mehrerer anderer Polizeibehörden, die dreiköpfige Einbrecherbande dingfest zu machen. Mit der Festnahme der drei Tatverdächtigen konnten die Ermittler nach derzeitigem Erkenntnisstand rund 60 Tageswohnungseinbrüche in Kassel, Frankfurt und Göttingen sowie vermutlich mehrere hundert Betrugsfälle nach betrügerischen Internetbestellungen aufklären. Der Gesamtschaden, den die drei Tatverdächtigen aus Kassel bei den bislang bekannt gewordenen Straftaten angerichtet haben, liegt vermutlich deutlich über 200.000 Euro.

Unterschlupf lokalisiert
Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen in Kassel Anfang des Jahres geriet nach Auswertung von Tatortspuren zunächst ein 22-Jähriger aus Kassel in den Fokus der Fahnder. Der Tatverdacht gegen diesen Mann wurde durch weitere, intensive Ermittlungen der EG Bruch soweit erhärtet, dass ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Nachdem sein Unterschlupf in Kassel lokalisiert war, nahmen die Fahnder den Mann Anfang Februar fest.

Im Zuge der sich anschließenden Ermittlungen gelang es den Beamten schließlich, zwei mutmaßliche Mittäter des 22-Jährigen zu identifizieren. Beide hatten sich, nachdem sich die Festnahme des 22-Jährigen offenbar in ihren Kreisen rumgesprochen hatte, bereits aus Kassel abgesetzt. Damit riss Anfang Februar auch die Einbruchsserie in Kassel abrupt ab. Bei der Fahndung nach den beiden noch flüchtigen Tatverdächtigen ließen die Ermittler aber nicht locker. Am 25. März verdichteten sich schließlich nach weiteren Ermittlungen die Hinweise, dass sich zumindest der 25-Jährige wieder in Kassel aufhält. Er wurde nach verdeckten Maßnahmen Ende März vom SEK Kassel auf einem Freigelände nahe der Weserspitze ohne Widerstand festgenommen. Gerade noch rechtzeitig, wie sich herausstellte, denn der 25-Jährige wollte sich noch am selben Tag in den sonnigen Süden auf die Balearen absetzen.

Flucht auf die Kanaren
Der 20-jährige Tatverdächtige wurde schließlich am Mittwoch dieser Woche von Beamten der EG Bruch in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei in einer großen Pension in der Bundeshauptstadt lokalisiert und schließlich festgenommen. Gegen ihn lag bereits ein internationaler Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kassel vor, da sich der 20-Jährige über verschiedene Stationen zwischenzeitlich auf die kanarischen Inseln abgesetzt hatte. Auch dort war er nach Ermittlungen der Kasseler Polizei aufgespürt worden, konnte aber noch vor dem Zugriff der spanischen Behörden zunächst wieder untertauchen.

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Publiziert in KS Polizei
Freitag, 26 Oktober 2012 15:11

Panne: SEK verwechselt Stockwerk

ROLLSHAUSEN. Eine Panne gab es bei einem Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos in Rollshausen bei Duderstadt. Die Beamten stürmten in der Nacht zum Donnerstag die falsche Wohnung.

Die Beamten hämmerten gegen 1 Uhr gegen die Wohnungstür und brachen diese schließlich auf. Die Polizisten fesselten den Inhaber der Wohnung innerhalb weniger Augenblicke im Beisein seiner Frau im Bett mit Kabelbindern. Erst als der Mann seinen Namen gesagt hatte, wurde den Beamten schlagartig klar, dass sie im falschen Geschoss im Einsatz waren.

Schließlich stürmten die Beamten die Wohnung im Stockwerk darunter und nahmen einen 45-Jährigen fest. Er soll gegen 20.30 Uhr einen anderen Hausbewohner mit einer Waffe bedroht haben. Der Mann ist inzwischen wieder auf freien Fuß. Die Duderstädter Polizei hatte einen entsprechenden Anruf von dem Bedrohten erhalten und daraufhin die Beamten des Spezialeinsatzkommandos aus Hannover um Hilfe gebeten. Eine Waffe wurde bei dem Beschuldigten allerdings nicht gefunden, hieß es am Freitag.

Die Panne sei durch einen "internen Kommunikationsfehler" ausgelöst worden, sagte Otto Moneke, Leiter des Polizeikommissariates Duderstadt auf Anfrage der HNA.

Unterdessen hat sich die Polizei bei dem unschuldigen Paar für den Fehler entschuldigt. „Es ist ein Fehler passiert. Das tut der Polizei leid", sagte Kommissariatsleiter Moneke am Freitag. Er will weiterhin Kontakt zu der betroffenen Familie halten. Zudem soll der Schaden, der bei der Aktion des Spezialeinsatzkommandos entstanden sei, ersetzt werden. Quelle: HNA

Publiziert in KS Polizei
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Dienstag, 21 August 2012 15:44

Handgranaten: SEK nimmt Allendorfer fest

ALLENDORF (EDER). Eine Spezialeinheit der Polizei hat einen 24 Jahre alten Mann aus einem Allendorfer Ortsteil in dessen Wohnung festgenommen. Vorausgegangen war die Mitteilung eines Zeugen, dass der Allendorfer im Besitz mehrer scharfer Handgranaten sei.

Nach sorgfältiger Vorbereitung erfolgte die vorläufige Festnahme am frühen Sonntagmorgen um 4.40 Uhr. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden die Beamten auch fündig. Sie entdeckten allerdings keine scharfen Handgranaten, sondern eine Übungshandgranate und zwei Signal-Rauchkörper aus Beständen der Bundeswehr und stellten sie sicher. "Wie der Allendorfer in den Besitz dieser Bestände kam, müssen wir noch ermitteln", sagte am Dienstag Polizeisprecher Volker König.

Der Festgenommene wurde zur Polizeistation in Frankenberg gebracht, ausführlich vernommen und anschließend in Absprache mit der Staatsanwaltschaft in Marburg wieder auf freien Fuß gesetzt.

Publiziert in Polizei
Montag, 07 Mai 2012 15:02

Nach SEK-Einsatz: Verwirrter in Klinik

SIEGEN. Der Mann, der sich am Sonntag mit einer Pistole in der Nikolaikirche aufhielt und damit einen Großeinsatz der Polizei auslöste, befindet sich nach seiner Festnahme durch das SEK in ärztlicher Behandlung. Bei der Pistole handelte es sich um eine sogenannte Anscheinswaffe.

Der 25 Jahre alte Mann aus Rheinland-Pfalz hatte am Sonntag gegen 12 Uhr einen Großeinsatz der Siegener Polizei ausgelöst - 112-magazin.de berichtete. Der nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft offensichtlich verwirrte Mann befand sich mit einer sogenannten PTB-Waffe in der Kirche. Diese Pistole sieht einer scharfen Waffe täuschend ähnlich. Durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei wurde der junge Mann in Gewahrsam genommen. Er befindet sich jetzt in ärztlicher Behandlung.

Während des Polizeieinsatzes waren weite Teile der Siegener Oberstadt abgeriegelt, Restaurants und private Wohnungen mussten evakuiert werden. Gegen 17.15 Uhr wurde der Mann in der Kirche überwältigt und mit einem Rettungswagen in ein Siegener Krankenhaus gebracht.

Warum der Mann nach Siegen gekommen war und ob nun weitere Ermittlungen gegen ihn geführt werden, ging aus der Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht hervor.


112-magazin.de berichtete über den Polizeieinsatz:
Siegen: Schüsse in Nikolaikirche, SEK nimmt Täter fest (06.05.2012, mit Fotos)

Publiziert in SI Polizei
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SIEGEN. Elf Tage nach der Bedrohung durch einen Bewaffneten in der Innenstadt sind am Sonntag in Siegen erneut Schüsse gefallen: Ein Mann feuerte nach ersten Informationen in der Nikolaikirche um sich. Das SEK nahm den Mann am Nachmittag gegen 17 Uhr fest.

Ob Menschen verletzt oder gar getötet wurden, stand zunächst nicht fest. Das Umfeld der Kirche auf dem Siegberg war seit dem Mittag weiträumig abgeriegelt. Die Siegener Polizei forderte umgehend das SEK an. Es war am Sonntagmittag nicht bekannt, ob sich in der Kirche außer dem Bewaffneten noch weitere Menschen aufhielten. Die Polizei wollte auch nach der Festnahme des Mannes keine Informationen bekannt geben. Polizeisprecher Georg Baum kündigte auf Nachfrage an, am Montag Details zu dem Einsatz und zu den Hintergründen zu veröffentlichen.

Erst am 25. April hatte ein 28-Jähriger die Polizei in Atem gehalten und einen SEK-Einsatz ausgelöst: Der Mann sollte an seinem Arbeitsplatz vorläufig festgenommen werden, bedrohte plötzlich die Polizeibeamten mit einer Waffe und nahm den Uniformierten ihre Dienstpistolen ab. Nach der Flucht verschanzte sich der 28 Jahre alte Waffennarr in einem Mehrfamilienhaus, schoss unter anderem von einem Balkon aus wild um sich. Nach Stunden erst ergab er sich der Polizei.


Über den Fall im April berichtete 112-magazin.de ausführlich:
Verschanzter 28-Jähriger stellt sich der Polizei (25.04.2012, mit Fotos)

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Publiziert in SI Polizei

SIEGEN. Der 28-Jährige, der am Mittwoch zwei Polizisten mit einer Pistole bedrohte, ihnen die Dienstwaffen abnahm und sich in einem Wohnhaus verschanzte, hat nach mehreren Stunden aufgegeben und sich gestellt. Auch das SEK war seit den Mittagsstunden im Einsatz, nachdem der Mann von einem Balkon aus wild um sich geschossen hatte.

Gegen den 28 Jahre alten Mann läuft nach Angaben der Polizei ein Ermittlungsverfahren, im Zuge dessen Siegener Polizisten den Mann am Mittwoch gegen 10.30 Uhr an seinem Arbeitsplatz in einem Siegener Industriegebiet aufsuchten. Der Mann sollte laut Polizei wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz als Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Hierbei bedrohte der Mann plötzlich die eingesetzten Beamten mit einer Schusswaffe, forderte sie auf, ihre Dienstwaffen abzulegen, nahm die Waffen an sich, gab dann einen Schuss in Richtung der Polizeibeamten ab und flüchtete in seinem Auto aus dem Industriegebiet.

Mit Langwaffe von Balkon geschossen
Der Tatverdächtige wurde im Rahmen einer Großfahndung an seiner Wohnanschrift angetroffen. Der Siegener befindet sich in dem Wohnhaus und ist bewaffnet. Nach Angaben von Zeugen und Anwohnern hatte sich der Mann mit einer Langwaffe auf dem Balkon gezeigt und auch mehrere Schüsse abgegeben. Verletzt wurde bisher niemand. Spezialeinsatzkräfte sind im Einsatz, die Polizei Dortmund hat die Einsatzleitung übernommen. Der Polizeieinsatz dauerte auch am späten Mittwochnachmittag noch an. Um 18.19 Uhr schließlich gab der 28-Jährige auf - er stellte sich der Polizei und verletzte sich bei der Festnahme leicht.

Nach der Festnahme wurde die Wohnung des Siegeners mit Sprengstoffspürhunden nach Waffen und anderen Beweismitteln durchsucht. Über weitere Maßnahmen und die Hintergründe der Tat wollen die Behörden am Donnerstag Auskunft geben. 

Die Polizei hatte den Einsatzort bereits am späten Vormittag weiträumig abgesperrt und alle Bewohner in Sicherheit gebracht. Für Anwohner in der näheren Umgebung des Wohnhauses bestand daher zu keiner Zeit eine Gefahr. Auch der Verkehr wurde durch die Polizei abgeleitet.

Waffen sichergestellt
Bei der ersten Durchsuchung der Wohnung des Siegeners wurde eine Vielzahl von Schusswaffen, darunter auch die beiden Dienstwaffen der Polizeibeamten, gefunden und beschlagnahmt. Gegen den 28-Jährigen wird nun auch wegen eines versuchten Tötungsdelikts zum Nachteil der beiden Polizeibeamten ermittelt.

Publiziert in SI Polizei
Donnerstag, 12 April 2012 15:56

SEK nimmt mutmaßlichen Mörder fest

KASSEL/LEIPZIG. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) Kassel hat einen aus Sachsen stammenden mutmaßlichen Mörder in einer Wohnung im Kasseler Stadtgebiet festgenommen. Der 23-Jährige wurde wegen Verdachts des Mordes von Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig gesucht.

Der Beschuldigte soll Anfang November 2011 den gleichaltrigen Jonathan H. in Leipzig umgebracht und zerstückelt haben. Nach seiner Festnahme wurde der 23-Jährige zunächst von Beamten der Leipziger Mordkommission vernommen. In dieser Vernehmung hat der Beschuldigte sich zu den gegen ihn erhobenen Tatvorwürfen geäußert. Die Angaben des Beschuldigten in dieser ersten Vernehmung werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen überprüft. Einzelheiten hierzu wollten Staatsanwaltschaft und Polizei in ihrer gemeinsamen Erklärung deshalb noch nicht mitteilen – aus ermittlungstaktischen Gründen.

Der Beschuldigte war am Mittwochabend allein in der Wohnung eines Bekannten in Kassel angetroffen worden. Diese Person war den Ermittlungsbehörden bereits als mögliche Kontaktperson bekannt. Die in der Vergangenheit durchgeführten Ermittlungen ergaben jedoch zunächst keine Anhaltspunkte dafür, dass und seit wann der Beschuldigte sich in Kassel aufhielt. Auch die seit Beginn der Öffentlichkeitsfahndung am 9. März eingegangenen 41 Hinweise führten nicht nach Kassel.

Dem Beschuldigten wurde am Donnerstagmittag dem Haftrichter am Amtsgericht Kassel vorgeführt. Dieser verkündete den Haftbefehl. Durch den Ermittlungsrichter wurde der Haftbefehl in Vollzug gesetzt und die Untersuchungshaft angeordnet. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum mutmaßlichen Tatablauf und den Hintergründen des Mordes an Jonathan H. dauern an.

Publiziert in KS Polizei
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