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BAD AROLSEN. Auf fast drei Millionen Euro schätzt Geschäftsführer Jürgen Landau den Sachschaden an seinem Sägewerk im Söllinge - in den frühen Morgenstunden des 6. Oktober war der Betrieb weitgehend den Flammen zum Opfer gefallen.

Verkehrsteilnehmer entdeckt Feuer

Etwa 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, DRK und Straßenmeisterei wurden gegen 1.45 Uhr alarmiert und aktiviert, um das Sägewerk vor der völligen Zerstörung zu bewahren. Ein Verkehrsteilnehmer, der auf der Bundesstraße unterwegs war, hatte die Brandentwicklung gesehen und die Leitstelle alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, darunter auch Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer, der sofort die Leitung übernahm, standen mehrere Hallen bereits in Vollbrand. 

Feuerwehr und DRK

Mit einigen Riegelstellungen, Wassersperren und drei Drehleitern konnten umliegende Gebäude und der angrenzende, mit Stammholz gefüllte Holzlagerplatz vor den Flammen geschützt werden. Die Korbacher Wehr (16) rückte außer mit der Drehleiter auch mit einem Atemschutzwagen und dem neuen Löschtankfahrzeug an um die Arolser Wehr zu unterstützen. Weiterhin waren die Kameraden aus Wolfhagen (12) und die Wehr aus Diemelstadt (6) im Einsatz (wir berichteten bereits in der Erstmeldung, hier klicken). Auch zwei Betreuungszüge der DRK-Breitschaft aus Korbach, Diemelstadt und Ehringen, die während der Einsatztätigkeiten warme und kalte Getränke sowie Essen für die Einsatzkräfte bereitstellten und die Brandschützer versorgten, waren vor Ort.

Bundesstraße 252 wieder befahrbar

Mitarbeiter von Hessen-Mobil wurden gegen 2.15 Uhr umgehend in die Lage eingewiesen, nach Rücksprache mit der Polizei wurde die Bundesstraße 252 zwischen den Abfahrten Mengeringhäuser Feld und Hagenstraße gesperrt, sowie Umleitungsbeschilderungen aufgebaut um die Hauptverkehrsader des Landkreises nicht zu stark zu behindern. Sonntagmittag um 12.10 Uhr konnte die B 252 nach einer Sperrzeit von zehn Stunden für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Firma stromlos, Mitarbeiter sprachlos

Wie das Feuer entstehen konnte, ist völlig unklar. Das Werksgelände ist vorbildlich abgesichert. Erst in den vergangenen Monaten wurden die Lagerhallen "stromlos" gestellt, sodass ein technischer Defekt auszuschließen ist. Im Sommer dieses Jahres wurden die Geräte, Maschinen und Fahrzeuge des Unternehmens von einem externen Unternehmen und der Versicherung überprüft. Das Ergebnis: alles in bester Ordnung - keine Beanstandungen! Die Kripo hat bereits die Ermittlungen aufgenommen, in der nächsten Woche sollen Brandermittler vom Landeskriminalamt mit der Sache betraut werden. Für die 14 Mitarbeiter des Sägewerks muss nun eine rasche Lösung gefunden werden. Nach Angaben von Jürgen Landau wird der Sachschaden bei etwa drei Millionen Euro liegen, der Aufbau der "Holzstraße", die Anschaffung des Maschinenparks und die Errichtung der Hallen wird mindestens zwei Jahre dauern, so der Geschäftsführer gegenüber 112-magazin.de. Bis dahin muss improvisiert werden.

Nachlöscharbeiten dauern an

Die Nachlöscharbeiten werden bis in den Nachmittag hinein andauern, bestätigte Stadtbrandinspektor Meyer unserer Redaktion. Insbesondere das in Brand geratene Sägemehl muss immer wieder abgelöscht werden. Eine Gefahr für das gelagerte Holz besteht aber nicht mehr. Derzeit sind die Brandschützer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. (112-magazin)

Link: Sägewerk brennt in Mengeringhausen - Bundesstraße 252 gesperrt (Erstmeldung)

Link: Einsatzstandort Söllinge im Industriegebiet Mengeringhausen am 6. Oktober 2018

Publiziert in Polizei

BAD AROLSEN/MENGERINGHAUSEN. Ein Großbrand im Mengeringhäuser Gewerbegebiet Söllinge hat in den frühen Morgenstunden des 6. Oktober Teile eines Sägewerks vernichtet, der Sachschaden geht in die Millionen .

Bis 10 Uhr wird die Bundesstraße 252 zwischen den Abfahrten Mengeringhäuser Feld und Hagenstraße gesperrt bleiben, sagte ein Beamter der Polizeistation Korbach gegenüber 112-magazin.de. Hessen Mobil hatte noch während des Brandeinsatzes die Umleitungsbeschilderungen aufgebaut. Alarmiert wurden die kompletten Feuerwehren aus Bad Arolsen und den Stadtteilen gegen 1.45 Uhr mit dem Stichwort "F3, brennt Scheune". Nachalarmiert wurden die Wehren aus Wolfhagen, Korbach und Diemelstadt. Mit drei Drehleitern aus Bad Arolsen, Wolfhagen und Korbach, konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Firmengebäude verhindert und wichtige Maschinen und Spezialfahrzeuge vor den Flammen gerettet werden, ein Radlader und drei Teleskoplader branten jedoch völlig aus.

Mindestens zehn Propangasflaschen wurden aus dem Gefahrengebiet gebracht und die Wasserversorgung aufgebaut. Lange Wegstrecken waren dabei zurückzulegen. Zum einen wurden Löschwasserleitungen vom Bio-Energiepark in den Söllinge gelegt, sowie vom Gelände der Firma HEWI zum Einsatzort. Weil dies nicht ausreichte, musste Löschwasser im Pendelverkehr zum Brandeinsatz gefahren werden - dabei unterstützten auch die Korbacher logistisch mit ihrem neuen Löschwagen.

Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer hatte die Situation jederzeit im Griff, er koordinierte die Löschangriffe, ließ sich von den Wehrführern ständig informieren und sorgte dafür, dass die Gefahren für die Einsatzkräfte minimiert wurden. Immer wieder gab es Explosionen von gelagerten Reifen, die eingebauten Feuerschutzwände der Hallen hielten dem Druck und der Hitze aber stand. Leider konnten die Hallen nicht vor der Zerstörung bewahrt werden, die hölzernen Konstrukte wurden ein Raub der Flammen. Etwa 1200 m² groß war die Brandstelle.

Insgesamt waren 120 Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort. Der Schaden liegt bei knapp drei Millionen Euro. Bis 15 Uhr werden sich die Lösch- und Aufräumarbeiten hinziehen, schätzt der Stadtbrandinspektor. Verletzte Personen sind nicht zu beklagen. Beamte der Polizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (112-magazin)

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