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KASSEL. Am Mittwoch kam es bei Kassel zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Lastkraftwagen. Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn 7, kurz hinter der Anschlussstelle Kassel-Nord.

Gegen 12 Uhr meldeten sich mehrere Anrufer über den Notruf 112 bei der Leitstelle der Feuerwehr. Aufgrund der Beschreibungen der Anrufer wurden mehrere Rettungswagen, der Rüstzug der Feuerwache 1 der Berufsfeuerwehr und der Rettungshubschrauber Christoph 7 zur Unfallstelle geschickt.

Etwa 500 Meter hinter der Anschlussstelle Kassel-Nord kam es aufgrund eines vorherigen Rückstaus zu einem Auffahrunfall zwischen drei Lastkraftwagen. Alle drei Fahrzeuge wurden dabei beschädigt, zwei Fahrer wurden verletzt - der zuletzt auffahrende Fahrer wurde zudem in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Unfallzeugen und die eintreffenden Mitarbeiter von Hessen Mobil leiteten die Erstversorgung der Verletzten ein und sicherten die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ab. Durch die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr wurde der eingeklemmte Fahrer aus seinem Fahrzeug befreit. Hierfür wurde eine Rettungsplattform und einfaches technisches Gerät eingesetzt.

Der Fahrer war 30 Minuten nach Notrufeingang aus seiner Zwangslage befreit, die bereits bereitgelegten hydraulischen Rettungsgeräte mussten nicht eingesetzt werden. Die Versorgung des zweiten Lkw-Fahrers erfolgte parallel durch die Besatzung eines weiteren Rettungswagens und einen Notarzt. Beide Verletzten wurden umgehend in Kasseler Krankenhäuser transportiert.

Am vorausfahrenden Lkw entstand lediglich geringer Schaden, die beiden auffahrenden Fahrzeuge hingegen wurden schwer beschädigt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird von den Kasseler Beamten auf etwa 70.000 Euro geschätzt. Aufgrund der ersten Meldungen wurden insgesamt 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes und 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Einsatzstelle geschickt. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten dauerten insgesamt etwa eine Stunde.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

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Publiziert in KS Polizei

SCHAMEDER. Erneut kam es an dem Unfallschwerpunkt auf der B 62 bei Schameder am Abzweig zur Rohrbach zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem am Sonntagnachmittag zwei Frauen verletzt wurden.

Ein Golf-Fahrer war von Erndtebrück kommend auf der B 62 unterwegs und wollte nach links auf die K45 in Richtung Rohrbach abbiegen. Dabei übersah er allerdings den Wagen einer aus Richtung Bad Laasphe kommenden Frau und deren Tochter, die geradeaus in Richtung Erndtebrück fahren wollten. Im Kreuzungsbereich kam es zum heftigen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurde der Hyundai der beiden Frauen in den Kreuzungsbereich Richtung Rohrbach geschoben, der Golf drehte sich um 180 Grad. Der Fahrer des Glofs hatte Glück im Unglück und wurde nicht verletzt. Mutter und Tochter aus dem Hyundai wurden mit dem DRK Rettungsdienst ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall total zerstört.

Die Feuerwehren aus Schameder, Erndtebrück, Birkefehl und Balde waren im Einsatz, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen und bei der Umleitung des Verkehrs die Polizei zu unterstützen.

Erndtebrücks Leiter der Feuerwehr, Karl-Friedrich Müller brachte es mit Humor auf den Punkt: „Wir haben hier schon einmal eine Übungsstunde für einen hoffentlich bald kommenden Kreisverkehr eingerichtet“. Der Verkehr wurde von der Feuerwehr tatsächlich nahezu wie in einem Kreisverkehr um die Unfallstelle und die Verkehrsinseln herum geleitet. Schon seit Jahren gibt es Diskussionen darüber, ob an der Kreuzung, wo es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, ein Kreisverkehr Entschärfung bringen könnte. Zuletzt hatte dort ein Unfall mit einem schwer verletzten Mann aus Bad Laasphe für Diskussionsstoff gesorgt. Im Vorausschuss des Kreisausschusses habe man nun endlich grünes Licht für einen geplanten Kreisverkehr signalisiert, hieß es an der Einsatzstelle. Mit der Hoffnung, dass dies nun auch im Kreisausschuss endgültig genehmigt werde, um letztlich Unfälle wie diesen und viele andere an der Kreuzung zu vermeiden.  

 

Publiziert in SI Retter
Donnerstag, 12 März 2020 13:14

"Mädchen, Ihr passt in die Welt !"

WITTGÉNSTEIN. Als ich an der Rettungswache ankomme, stehen RTW und NEF draußen. In der Fahrzeughalle herrscht reges Treiben. Corinna Horn und Laura-Marie Linke, heute eine Besatzung des DRK Rettungsdienstes, sind bei der Fahrzeugwäsche und der Reinigung der Halle. Hochdruckreiniger, Bürsten, Flitschen und Wasserschlauch sind im Einsatz.

„Direkt das Klischee erfüllen: Frauen putzen!“, scherzen sie, als ich die Halle betrete. Die beiden jungen – und tatsächlich auch kleinen – Frauen haben mir gestattet, sie im Rahmen unserer Serie zu besuchen und zu ihrer Arbeit zu befragen. Insbesondere sollen sie mir berichten, wie es ist, als Frau in einer vermeintlichen Männerdomäne zu arbeiten. Mit diesem Mythos räumt Corinna aber ziemlich zu Anfang auf, nachdem wir uns die Küche der Wache gesetzt haben: „Eigentlich ist der Rettungsdienst keine reine Männerdomäne. Der Beruf ist genau so für Frauen, wie für Männer“, macht sie deutlich.

Seit neun Jahren im Einsatz

Seit neun Jahren bereits, damals mit 31 Jahren hat Corinna Kontakt zum Rettungsdienst und arbeitet hauptberuflich dort. „Das fing alles mit einem Praktikum an“, erinnert sich die Mutter von zwei Kindern. „Damals“, so erklärt sie mir, habe sie eine Heilpraktikerausbildung absolviert und dabei müsse man auch Kenntnisse über Notfallmedizin haben. „Das hat aber zu dieser Zeit bei mir nicht so gesessen und dann habe ich die Kenntnisse in einem Rettungsdienstpraktikum aufgebessert“, berichtet sie. Und bereits während dieses Praktikums habe sie sich entschieden, umzusteigen und zum Rettungsdienst zu gehen. Trotz zweier kleiner Kinder zu Hause. Es folgten ein Bewerbungsverfahren und dann auch tatsächlich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. „Ich hatte bisher immer Glück in beruflichen Gesprächen und es lief immer sehr gut für mich. Aber als ich aus dem Bewerbungsgespräch beim Rettungsdienst kam, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass dieses Gespräch überhaupt nicht gut war“, erinnert sich Corinna. „Gedanklich hatte ich ab diesem Tag mit der Verwirklichung meines Wunsches abgeschlossen“ war sie damals verunsichert. Und weiter: „Meiner Tochter Sarah, die damals noch die Grundschule besuchte, hatte ich versprochen, dass sie ein Handy bekommt, falls ich die Ausbildungsstelle bekomme“, weiß Corinna heute noch. Ob sie auch noch wisse, wie das mit der Zusage gewesen sei, frage ich die junge Frau. Corinna lacht: „Oh ja, das weiß ich noch ganz genau! Ich hatte meine Tochter aus der Schule abgeholt und dann den Briefkasten geleert. Dann habe ich den Brief vom DRK Rettungsdienst geöffnet und gesagt: „Ich fasse es nicht, die haben mich genommen!“, erinnert sie sich. Und auch an die Freude von Tochter Sarah: „Mama, ich kriege ein Handy!“, war die damals begeistert.

Wie ist das nun, als kleine, recht zierliche Frau im Rettungsdienst zu arbeiten. Das möchte ich wissen. Corinna freut sich, mir berichten zu können, dass es da kaum Besonderheiten gibt. „Wir hatten mal einen Tag, da mussten wir auf offener Straße eine Frau reanimieren, einen psychisch kranken und hochaggressiven Menschen einweisen, einen Mann mit hochgradiger Atemnot versorgen – es war einfach richtig viel und anspruchsvoll an diesem Tag. Das war im ersten Praktikum der Ausbildung und ich dachte mir, wenn das jeden Tag so ist, ist es wirklich heftig“, berichtet Corinna. Aber Gedanken, dass sie das als Frau anders empfindet, kamen ihr da nicht. Denn: „Das ging an diesem Tag allen Kollegen so“.

„Aber natürlich wird man hin und wieder mal angesprochen. Wir hatten uns mal was zu essen geholt und wurden recht belächelnd von einem Mann angesprochen, der uns fragte, wie wir ihm denn helfen wollten, wenn er mal einen Notfall hat“, erzählt mir Corinna. Sie war damals mit Laura unterwegs. „Wir haben es ihm dann erklärt, dass wir das können“, erinnert sie sich. „Aber ich war davon schon ein wenig genervt“, gibt sie zu.

Auch im privaten Umfeld waren die Resonanzen auf ihre Berufswahl nicht immer positiv: „Wie willst Du das denn machen?“, „Wie soll das gehen mit den Kindern?“, „Meinst Du das wäre was für Dich?“, waren häufige Einwände. „Es hat mir keiner zugetraut“, erinnert sie sich. Heute ist Corinna Notfallsanitäterin, hat bereits neun Jahre Berufserfahrung und bei allen Einsätzen ihre Frau gestanden. Und, für sie sehr wichtig: „Ich habe nicht einmal gezweifelt. Und meine Kollegen wurden mal gefragt, ob es sich bemerkbar macht mit einer Frau zu arbeiten. Dass sie eventuell weniger belastbar sein könnte, oder nicht alle Arbeiten machen kann. Das sei aber zu keiner Zeit auch nur einmal so empfunden worden“, freut sich die Notfallsanitäterin. „Das ist wirklich sehr wichtig für mich“, macht sie deutlich.

Auch Laura, die zweite Frau, die heute ihren Dienst versieht, hatte schon das eine oder andere Mal mit Vorurteilen zu tun, wenn auch unbewusst: „Die Patienten möchten es nicht immer zeigen, aber ihre Blicke, wenn eine Frau zum Einsatzort kommt, sind sehr präsent“, verrät sie. „Das Vertrauen muss man sich dann erst mal erarbeiten“, erklärt Laura. Sie hat sich schon sehr früh, noch zur Schulzeit entschieden, zum Rettungsdienst zu gehen. Damals war sie 16 Jahre alt, gerade im Schulpraktikum im Krankenhaus. Die Begegnungen mit dem Rettungsdienst dort gaben bei ihr damals den Ausschlag. In 2006 begann sie ihre Ausbildung und ist seitdem auch beruflich im Rettungsdienst ihrer Heimat tätig.

Emotionale Aspekte machen manchmal nachdenklich

„Von den Anforderungen her fühle ich mich für alles gewappnet und genau so hochwertig, wie die männlichen Kollegen“, berichtet Laura. Das einzige, was sie manchmal nachdenklich mache, seien die emotionalen Aspekte. „Wenn es um Kinder geht, die vielleicht auch noch das Alter haben, wie die eigenen“, führt die Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter als Beispiel an. „Oder generell mit jungen Menschen und dramatischen Fällen“, ergänzt Corinna ihre Kollegin und gute Freundin. Die beiden erzählen mir von einem Einsatz, bei dem sie eine junge Frau verloren haben: „Da muss man auch hinterher einfach mal weinen, aber dann ist es auch wieder gut“. Kurze Stille in der Küche der Rettungswache, in der Notfallsanitäter Marco gerade ein feudales Mittagessen für sich und seine beiden Kolleginnen zubereitet. „Ich muss die Kleinen doch versorgen, die kommen mir ja gar nicht an den Herd“, lacht er.

In diesem Zusammenhang erinnert sich Laura an eine recht witzige Begebenheit aus einem Einsatz: „Da mussten Corinna und ich zu einem Fußballturnier. Ein Alt Herren Turnier, und wir mussten mitten auf den Platz“, erinnert sie sich. „Da haben wir uns während der Anfahrt abgesprochen und gedacht: Da sind gleich lauter echte Männer auf dem Platz und der Tribüne. Da müssen wir selbstbewusst auftreten und dürfen nicht kichern oder so“, erzählt Laura mit einem Lächeln. Und genau so haben die beiden es auch gemacht. „Die Umstehenden haben wir sofort in die Versorgung mit eingebunden und wir haben allen gesagt, wie es jetzt läuft“, freuen sich beide. Und das Resultat ? „Das hat alles super geklappt. Die haben alle gespurt“, lacht Laura.

Und so kommt es sehr häufig vor, dass sich zuvor augenscheinlich skeptische Patienten oder Umstehende im Anblick einer zierlich erscheinenden Notfallsanitäterin an Laura wenden: „Ganz häufig wird mir dann gesagt: Mädchen, Du passt in die Welt!“. Das freut die beiden sehr – gar keine Frag. „Die Patienten hätten ja eigentlich gestandene Männer erwartet“, lacht Laura.

Und was hätte ich heute erwartet? Dass es schon Probleme mit manchen Situationen gibt, die man vielleicht nicht so einfach meistern kann, oder dass es Dinge gibt, die die zierlichen Frauen nicht leisten können. Fehlanzeige! Ich habe zwei gestandene Frauen im Rettungsdienst erlebt, die ihren Beruf für das Leben gefunden haben. Die viele Menschen vor bleibenden Schäden oder gar dem Tod bewahrt haben und zu denen man einfach sagen muss: „Mädchen, ihr passt in die Welt!“

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Samstag, 07 März 2020 23:10

Schwerer Unfall beim Aufbau des Osterfeuers

BERGHAUSEN. Bei den Aufbauarbeiten des Osterfeuers ist es am Samstagabend im Bad Berleburger Ortsteil Berghausen zu einem schwerwiegenden Unfall gekommen. Eine junge Frau, die mit der Dorfjugend vor Ort war, wurde dabei schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ in eine Gießener Klinik geflogen werden.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war das aus Fichtenstangen bestehende Grundgerüst, das bereits aufgebaut worden war, aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt und hatte das Mädchen dabei getroffen. Vor Ort wurde die Verletzte vom DRK Rettungsdienst und dem Notarzt aus Bad Berleburg erstversorgt. Unterdessen leuchtete die Berghäuser Feuerwehr eine gegenüberliegende Wiese aus und sperrte die Straße ab, weil sich der Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ im Anflug befand. Der Pilot landete die Maschine dann auf dem Sportplatz in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle. Zusammen mit der Hubschrauberbesatzung wurde das Mädchen im Rettungswagen weiter versorgt und nach einiger Zeit nahm der Hubschrauber mit der Patientin Kurs in Richtung Gießen.

Ob Lebensgefahr besteht, konnte die Polizei am Abend nicht sagen. Auch die Ursache, wie es zu dem Einsturz des Grundgerüstes kommen konnte und warum das Mädchen davon getroffen wurde, konnte noch nicht mitgeteilt werden.  

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KASSEL. Gegen 2.30 Uhr wurden am Samstagmorgen durch eine Anwohnerin Flammen aus dem Dachbereich eines leerstehenden Gebäudes in der Straße "Am Fasanenhof" gemeldet.

Bei Eintreffen der Feuerwehr war ein Brand im Dachgeschoss des Gebäudes festzustellen, der sich bereits auf den Dachstuhl ausgebreitet hatte. Unverzüglich wurden die Löschmaßnahmen von außen über eine Drehleiter und im inneren mit einem Trupp unter Atemschutz eingeleitet.

Parallel dazu wurde das Gebäude abgesucht - es wurden glücklicherweise keine Personen vorgefunden. 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Wolfsanger sowie des Rettungsdienstes waren zwei Stunden lang im Einsatz.

Zur Höhe des Sachschadens kann bislang keine Auskunft gegeben werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (Feuerwehr Kassel)

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VOLKMARSEN. Die Tragödie am Rosenmontag in Volkmarsen hat viele Menschen im Landkreis Waldeck-Frankenberg betroffen gemacht. Landrat Dr. Reinhard Kubat, Fritz Schäfer und Bürgermeister Hartmut Linnekugel waren ebenfalls vor Ort und zeigten sich tief entsetzt über diese abscheuliche Tat.

Nach ersten Meldungen der Polizei vor Ort war am  Montag ein 29 Jahre alter Mann aus Volkmarsen beim Rosenmontagsumzug in eine Menschenmenge gefahren und hatte mindestens 76 Personen verletzt, davon sieben Personen schwer - auch 20 Kinder sind betroffen.

Inzwischen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main den 29-Jährigen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts angeklagt, die hessische Polizei ermittelt.

Was war geschehen?

Am 24. Februar befuhr der 29-jährige Volkmarser gegen 14.45 Uhr mit seinem silbergrauen Mercedes-Benz den Steinweg und preschte mit seinem Pkw beim Rosenmontagsumzug in eine Menschenmenge beim Rewe-Markt. Der Fahrer wurde vor Ort von der Polizei vorläufig festgenommen und in die Polizeistation Korbach gebracht. Da der mutmaßliche Täter aufgrund der Verletzungen, die er im Zusammenhang mit dem Schadensereignis selbst erlitten hatte, in ärztliche Behandlung musste, wurde er von Beamten der Polizei ins Krankenhaus nach Korbach gebracht und danach erneut in Gewahrsam genommen. Der Beschuldigte soll heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Die Polizei

war zügig vor Ort und riegelte umgehend den Tatort ab. Der Polizeiführer vom Dienst, ein erfahrener Beamter aus Bad Arolsen, forderte umgehend Verstärkung an und schilderte die Lage. Zeitgleich kamen die ersten Notärzte und RTW-Besatzungen zum Tatort in den Steinweg. Ebenso alarmiert wurden die Wehren aus Volkmarsen und Külte. Vorderstes Ziel bestand darin, die An- und Abfahrtswege vom Tatort zu den Krankenhäusern und einfliegenden Hubschraubern freizuhalten. Den Hubschrauberlandeplatz legte die Polizei auf dem Sportplatz bei der Nordhessenhalle fest, von da wurde die Schwerverletzten in umliegende Krankenhäuser geflogen. Aufgrund der undurchsichtigen Lage wurde ein Sondereinsatzkommando angefordert und eine Einsatz-Großlage herausgegeben, die Polizisten in ihren schwarzen Anzügen, waren mit Stahlhelmen, Gesichtsschutz und Maschinenpistolen ausgerüstet. Nach etwa 30 Minuten erweiterte die Polizei die Absperrmaßnahmen auf die Außenbezirke von Volkmarsen, sodass kein Privatfahrzeug ins Stadtinnere gelangen konnte. Bis in den heutigen Dienstagmorgen wurden Spuren gesichert und Zeugen vernommen.  

Die Gerüchteküche

brodelte bereits wenige Minuten nach der Tat: So wurde in den sozialen Netzwerken von einem Terroranschlag gesprochen Diesen Begriff nahmen einige Medienhäuser sofort auf und posteten sogar ein ihnen zugespieltes Foto des mutmaßlichen Täters, das dann auch noch veröffentlicht wurde. Allerdings zeigte dieses Foto nicht den Täter, sondern einen Polizeibeamten. Andere wussten zu berichten, dass der Täter ein Rentner ist, der schon seit geraumer Zeit auf Krawall gebürstet ist. Verschwörungstheoretikern dauerte das Endergebnis der Ermittlungen nur 45 Minuten nach der Tat zu lange, sofort wurde von einem muslimischen Anschlag gesprochen. Das Polizeipräsidium Nordhessen rief die Medien dazu auf, keine Gerüchte zu streuen und die weiteren Ermittlungsergebnisse abzuwarten.

Die Feuerwehren

aus Külte und Volkmarsen waren ebenfalls vor Ort und unterstützten Retter und Polizeibeamte bei ihrer Arbeit. So wurden Sichtschutzmaßnahmen und Absperrzäune aufgebaut, Trassierband gezogen und verletzte Personen betreut. Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch war mit 70 Einsatzkräften vor Ort.

Die Stadt

Volkmarsen richtete umgehend im Rathaus (Steinweg 29) ein Informationszentrum für Betroffene ein. Bürgermeister Hartmut Linnekugel war vor Ort und half wo er konnte. Außerdem wurden für die Einsatzkräfte Getränke bereitgestellt.  (112-magazin)

Publiziert in Polizei

LAISA. Auf dem Parkplatz an der B253 bei Laisa – da soll es passiert sein. Am späten Samstagabend bekam ich den Auftrag, einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person zu dokumentieren. Kalt war es, windig und regnerisch. Die Sicht war eher bescheiden.

Der Parkplatz war mir bekannt. Bereits vor einigen Jahren war ich dort zum Einsatz, weil damals ein Autofahrer bei einer Probefahrt geradeaus gefahren und schwer verletzt worden war.

Als ich auf den Abzweig Laisa – Holzhausen zufahre, begegnen mir bereits Fahrzeuge, die mich aus Richtung Battenberg kommend mit Lichthupe warnen. Stets ein Zeichen, dass es sich um einen größeren Unfall handeln muss. Das zeigt die Erfahrung der letzten rund 25 Jahre der Einsatzfotografie. Als ich um die Kurve komme, sehe ich ein regelrechtes Meer aus Blaulichtern. Die Feuerwehren Battenberg und Laisa, mehrere Rettungswagen und Notärzte aus Waldeck-Frankenberg und dem benachbarten Marburg-Biedenkopf und die Polizei: Sie alle waren gekommen, um den Menschen auf dem Parkplatz zu helfen. Platz für ein weiteres Fahrzeug war dort nicht mehr. Auf der Straße vor oder hinter der Absicherung zu parken, das war mir zu riskant. Ich fuhr zunächst an der Unfallstelle vorbei, um einen Überblick zu bekommen, wo ich parken kann, ohne zu stören oder zu gefährden.

In der Vorbeifahrt erhalte ich einen kurzen Eindruck von der ausgeleuchteten Unfallstelle, der das Schlimmste befürchten lässt. Ich drehe am Abzweig nach Battenberg um und entscheide mich, auf dem der Unfallstelle gegenüberliegenden Parkplatz mein Auto abzustellen. Ich gehe ruhig zur Einsatzstelle. Eine junge Polizeibeamtin steht am Seitenstreifen. Sie spreche ich an. Stelle mich kurz vor und sage, was ich vor habe. Sie verweist mich an ihren Kollegen, der mir dann „Grünes Licht“ gibt. Ich mache Fotos von der Einsatzstelle. Einsatzkräfte arbeiten im Moment an keinem der drei Fahrzeuge mehr. Bremsspuren kann ich in der Dunkelheit und der regennassen Teerdecke keine erkennen. Persönliche Gegenstände liegen da im Straßengraben: Taschen, Kopfstützen, Einkaufskörbe und wenn ich richtig sehe, auch ein Kindersitz. Eine silberne Heckklappe wurde von einem Fahrzeug, wie sich später herausstellt einem Kia, abgetrennt. Der silberne Wagen steckt zur Hälfte unter einem Kleintransporter. Dieser wiederum steckt in einem vor ihm stehenden Lastzug fest. Der Pkw ist kaum zu sehen. Die Beifahrerseite wurde an den Holmen aufgeschnitten. Hier war ein Mensch eingeklemmt. Entsprechende Veränderungen am Dach und Gespräche mit den Polizeibeamten und der Feuerwehr bestätigen dies später. Erst mal bin ich auf mich allein gestellt, kann Fotos machen. Aber den Hergang dieses Unfalles, den kann ich nicht erklären. Eine Flasche mit irgendeinem grünen alkoholischen Getränk liegt in der Böschung unmittelbar neben dem Pkw. Zufall? Überhaupt liegen dort viele Abfälle herum. Kein Zufall, wie die Polizei mir später erklärt.

Eine 34-jährige Frau aus dem Großraum Bad Berleburg, so erklärt es mir der freundliche Polizeibeamte, sei aus Richtung Battenberg gekommen. Sie habe die Kurve geradeaus gefahren und sei dann in den Kleintransporter gerast, den sie wiederum unter das Heck des Lastzuges geschoben hatte.

Die Feuerwehrleute arbeiten im strömenden Regen nun wieder an dem Kia. „Wir ziehen den unter dem kleinen Transporter heraus, weil der Abschlepper das sonst nicht bergen kann“, erklärt mir ein Feuerwehrmann. Er und seine Kameraden haben unter der Leitung von Battenbergs Stadtbrandinspektor Michael Wenzel zwei Feuerwehrfahrzeuge in Stellung gebracht, mit denen sie per Seilwinde und Umlenkrolle versuchen, die verkeilten Fahrzeuge auseinander zu ziehen. Der Kleintransporter bleibt auch beim Bergungsversuch im vor ihm stehenden Lkw stecken und erst nach mehreren Versuchen gelingt es, die Fahrzeuge alle zu trennen.

Jetzt hat der Polizeibeamte noch mal kurz Zeit für mich: Die Beifahrerin der 34-jährigen Frau, so erklärt er mir, sei im Fahrzeug eingeklemmt gewesen. Unter widrigsten Wetterbedingungen haben die Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Notärzte sie versorgt, während die Feuerwehrleute in einer Seelenruhe als hätten sie nie etwas anderes getan, die schwer verletzte Frau aus dem Wrack befreiten. Von Hektik keine Spur. Profis eben. Absolut. Jedes Mal aufs Neue.

„Der Führerschein wurde sichergestellt“, fügt der Polizeibeamte hinzu. Ich spreche ihn auf die Flasche mit dem Alkoholgetränk an. Der Beamte nickt. Mehr muss er mir gar nicht erklären. Die Fahrerin hatte sich mit Alkoholeinfluss hinter das Steuer ihres Wagens gesetzt und diesen schweren Unfall verursacht.

Der Kleintransporter, ein Renault aus Polen, war nicht leer. Der Fahrer hatte in seiner Schlafmulde oberhalb seines Führerhauses bereits geschlafen, als der Wagen der Frau einschlug und den Kleintransporter gegen den Lastwagen schob.

Wie durch ein Wunder wurde der Mann nur leicht verletzt, obwohl die Schlafmulde von außen beschädigt wurde. Die Unfallverursacherin und ihre Beifahrerin wurden hingegen schwer verletzt. „Nicht lebensgefährlich“, ergänzt der Polizeibeamte. Und der Fahrer des Lkw ganz vorne? Der hatte Glück und blieb unverletzt.

Michael Wenzel und seine Kameraden befreiten nicht nur die Frau aus dem Wrack und zogen die Autos auseinander. Sie leuchteten die Unfallstelle zudem aus, streuten Ölbindemittel aus und sicherten die Unfallstelle ab.

Ich frage mich, wie man es fertig bringt, betrunken hinter dem Steuer eines Wagens zu sitzen. Als Presseorgan dürfen wir auch als freie Mitarbeiter nur neutral berichten. Wir dürfen einen Fall nicht bewerten, oder beurteilen. Das ist nicht nur bei uns so, sondern bei allen Medienvertretern.

Deshalb darf ich meine persönliche Meinung hier nicht Kund tun, darf nicht schreiben, was ich davon halte, wenn sich ein Mensch betrunken hinter das Steuer eines Autos setzt und damit nicht nur sein eigenes Leben gefährdet. Auch die Leben oder die Gesundheit vieler anderer Menschen werden gefährdet. Mehr noch: Es wird billigend in Kauf genommen, dass Menschen sterben können. Es kann zu Tragödien kommen, bei denen Familien auseinander gerissen werden und Hinterbliebene einen nicht auszuhaltenden Schmerz erleiden müssen, weil ein Mensch betrunken Auto gefahren ist.

Es müssen Feuerwehrleute, Rettungsdienst, Notärzte und viele andere Helfer zum Einsatz kommen und sich unfreiwillig massivsten Eindrücken aussetzen. Noch dazu effektiv, sicher und routiniert handeln. Polizeibeamten müssen Angehörige informieren. Nachts an einer Haustür schellen und erklären, warum ihre Lieben heute nicht mehr nach Hause kommen. Alles nur, weil ein Mensch betrunken Auto gefahren ist. Eigentlich schade, dass wir nicht sagen dürfen, wie unsere persönliche Meinung dazu ist.

Eines aber dürfen wir ganz freien Herzens sagen und schreiben: Einmal mehr waren die Leistungen der vor Ort eingesetzten Kräfte hervorragend. Durch sie wurde dieses schlimme Ereignis so gut es ging, gemildert und die Verletzten versorgt. Und das finden wir einfach richtig spitze und mehr als beachtlich. Eine Leistung, vor der wir gerne und anerkennend den Hut ziehen.

Und genau diesen Akteuren gelten, wie so oft, unsere Likes unter dem Artikel.

Nach Angaben der Polizei entstand ein Gesamtsachschaden von 29.000 Euro. (112-magazin)

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WALDECK-FRANKENBERG UND REGIONEN. Wie versprochen gibt es hier wieder Neuigkeiten zur bereits angekündigten Serie über die Menschen hinter den Kulissen der Einsatzstellen. Heute Abend wird unsere Serie den Auftakt machen. Im Abstand von etwa drei Wochen stellen wir Euch hier Menschen vor, die jeden Tag für unsere und Eure Sicherheit im Einsatz sind.

Egal, ob haupt- oder ehrenamtlich, egal ob Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst. Egal ob Luftrettung, Notfallseelsorge oder Bergwacht. Alle Helfer kommen hier zu Wort, alle die rund um die Uhr bereit sind, zu Einsätzen zu starten.

Viele, viele Menschen haben bereits Pate gestanden und uns exklusive Einblicke gewährt. Im Hintergrund läuft die Suche nach Menschen aus dem Blaulichtbereich, die bereit sind, uns und Euch über ihre Arbeit zu berichten, immer noch weiter. So werden wir auch in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder Einsatzkräfte ansprechen und sie bitten, uns ihre Geschichte zu erzählen.

Den entsprechenden Artikel findet Ihr dann in der jeweiligen Region und Sparte, in der derjenige tätig ist. Wie gewohnt wird der Artikel aber auch in unserem Facebook-Account gepostet, sodass er darüber dann einfach gefunden werden kann.

Wenn Ihr, liebe Leser, jemanden kennt von dem Ihr meint, dass wir ihn hier unbedingt vorstellen sollten, dann schlagt ihn uns vor und wir nehmen Kontakt auf und erzählen seine Geschichte.

Auf Anregung unseres Kollegen Marvin Schreck möchten wir in absehbarer Zeit auch unsere Mitarbeiterschaft vorstellen, um Euch auch zu zeigen, wer hier bei uns hinter den Kulissen steckt.

Wir hoffen, dass Euch die künftig vorgestellten Geschichten hier gefallen und einen interessanten Einblick in die die wichtige Arbeit der Einsatzkräfte bieten können.

Für Wünsche und Anregungen Eurerseits sind wir dankbar und jederzeit offen.

Seid gespannt, mit welcher Persönlichkeit unsere neue Serie heute Abend beginnt.

Euch allen ein schönes und hoffentlich ruhiges Wochenende!

Publiziert in Feuerwehr
Donnerstag, 06 Februar 2020 10:03

Zimmerbrand in Mehrfamilienhaus

BAD WILDUNGEN. Am Mittwochabend um 19.23 Uhr, wurden die Feuerwehren aus Bad Wildungen und Braunau sowie der Rettungsdienst mit dem Einsatzstichwort „F 2" zu einem Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Brunnenallee alarmiert. Nach der Ersterkundung durch den Einheitsführer des Vorauslöschfahrzeuges ging ein Atemschutztrupp in die betroffene Wohnung vor und stellte fest, dass eine Gastherme im Badezimmerbereich brannte.

Unter Vornahme eines C-Rohres wurde der Brand gelöscht. Gleichzeitig überprüfte ein weiterer Atemschutztrupp, ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera, die darüberliegende Wohnung. Bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte hatten alle Bewohner das Wohnhaus unverletzt verlassen.

Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde die Wohnung mit einem Drucklüfter belüftet. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul im Einsatz. Die Polizei schätzt den Schaden auf 28.000 Euro. (112-magazin)

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BAD AROLSEN. Mit ihrem VW-Polo hat am Sonntagmorgen eine Seniorin aus Bad Arolsen einen Tesla angefahren und gegen einen Stromkasten katapultiert - im Anschluss demolierte sie einen Audi A3.

Gegen 11.15 Uhr erreichte die Polizeistation Bad Arolsen die Nachricht, dass sich ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Königsbergallee ereignet habe. Daraufhin, setze die Polizei vorsorglich den Rettungsdienst in Kenntnis. Bei Eintreffen am Unfallort bot sich den Beamten ein Bild der Verwüstung. Ein Tesla, ein Audi A3 und ein Polo waren bei dem Unfall so stark lädiert worden, dass die Autos nicht mehr fahrbereit waren - außerdem musste der Energieversorger informiert werden, weil ein Stromkasten einen "Schlag" erhalten hatte. 

Was war geschehen?

Nach Angaben der Polizei befuhr die Seniorin aus Richtung Friedhof kommend mit ihrem VW die Königsbergallee in Richtung Viehmarktgelände. Dabei übersah die 86-Jährige einen am rechten Fahrbahnrand geparkten Tesla 3, rammte diesen, geriet nach links über die Fahrbahn und schleuderte mit dem Heck ihres Polos in einen abgestellten Audi. Durch die Wucht des Aufpralls krachte der Tesla noch gegen einen Stromkasten. Die eintreffende RTW-Besatzung versorgte die verletzte Fahrerin und brachte sie ins Krankenhaus. Auf insgesamt 15.000 Euro schätzt die Polizei den entstandenen Sachschaden. (112-magazin)

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Publiziert in Polizei
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