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KASSEL. In der vergangenen Woche kam es zu vier Angriffen mittels "Ransomware" auf Netzwerke von Firmen und Arztpraxen in Stadt und Landkreis Kassel.

In zwei Fällen öffneten Mitarbeiter eine angebliche Bewerbungsmail und starteten somit den Erpresservirus. In einem anderen Fall nutzte die Schadsoftware einen Fernwartungszugang, um das Computersystem zu infizieren. Ein größerer Schaden konnte zum Glück durch entsprechende Vorsorge der Unternehmen abgewendet werden. Unter anderem hatten sie fortlaufende Sicherungskopien ihrer Daten erstellt.

Abgesehen von einem mehrstündigen Arbeitsaufwand blieb das Ausmaß des Schadens gering und die Betroffenen vor dem Totalverlust ihrer Daten bewahrt. Finanzielle Zahlungen an die Erpresser leistete keines der vier erpressten Unternehmen.  

Die Ermittler des für Internetkriminalität zuständigen Zentralkommissariats 50 des Polizeipräsidiums Nordhessen raten zur Vorsicht beim Eingang von Bewerbungsmails oder Mails unbekannter Herkunft. Nach Möglichkeit sollten diese, bei unklarer Herkunft, auf einem nicht mit dem Firmennetz verbundenen PC geöffnet werden. Die Software der PC-Systeme sollte aktuell gehalten und Datensicherungen regelmäßig durchgeführt werden.  

Tipps der Polizei im Internet oder bei Facebook  

Auf der Website des Polizeipräsidiums Nordhessen unter http://k.polizei.hessen.de/385333904 oder in ihrem Facebookbeitrag zu diesem Thema unter https://www.facebook.com/PolizeiNordhessen/photos/a.378817879182530/615247315539584/?type=3&theater finden Sie weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Ransomware. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

HOMBERG. Wenige tausend Euro versuchten unbekannte Täter von einem Unternehmen im Schwalm-Eder-Kreis zu erpressen, nachdem sie eine Schadsoftware auf die Computeranlage des Unternehmens überspielt hatten.

Die Software blockierte mehrere zehntausend Dateien am Freitag, als eine als Bewerbung getarnte E-Mail einging. Eine Unternehmensmitarbeiterin klickte den ZIP-Anhang der E-Mail, in welcher sich die Bewerbungsunterlagen befinden sollten an und lud so einen Trojaner herunter. Durch diesen wurden insgesamt ca. 95.000 Dateien blockiert. Der Schaden fiel dem Unternehmen erst am 27. August auf, vonseiten des Unternehmens wurde ein Großteil der Daten gesichert. In einer gesonderten Datei wurde dem Unternehmen die Wiederherstellung der Daten gegen eine Zahlung von mehreren hundert Euro in Bitcoin in Aussicht gestellt.  

Bei Ransomware, auch Erpressungstrojaner, Kryptotrojaner oder Verschlüsselungstrojaner genannt, handelt es sich um ein Schadprogramm, welches Daten und Dateien auf Computern und/oder angeschlossenen Datenträgern verschlüsselt oder den Zugriff darauf verhindert. Für die Entschlüsselung wird ein Lösegeld (ransom) häufig in der Kryptowährung "Bitcoin" gefordert. Die Bezeichnung Ransomware setzt sich zusammen aus den Wörtern "ransom", welches aus dem englischen kommt und Lösegeld bedeutet und "software/malware".  

Präventionstipps der Polizei


  • Durch folgende Maßnahmen kann die Gefahr einer Infektion mit Ransomware und deren Folgen reduziert werden:
  • Führen Sie regelmäßig Updates der Software und Betriebssysteme durch.
  • Nutzen Sie aktuelle Anti-Viren-Software.
  • Führen Sie regelmäßig Datenbackups ihrer Daten vom Netzwerk auf getrennten Speichermedien (externe Festplatten) durch.  


Tipps für Unternehmen:


  • Ergreifen Sie Schutzmaßnahmen der Netzwerkinfrastruktur (Abschottung, abgestufter Aufbau, Trennung von Netzen etc.), um damit das Risiko einer Infektion und deren Ausbreitung im eigenen Netz zu reduzieren.
  • Beschränken Sie die Zugriffsrechte (Netzwerke, Computer) in geeigneter Form (z.B. lesen/schreiben, Admin/User) der Nutzer.
  • Legen Sie fest, welche zugelassenen und legitimen Softwareprodukte auf betriebliche Rechner installiert werden dürfen.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig für Infektionsmöglichkeiten. 


(ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

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