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WALDECK. Fünf verletzte Personen und ein völlig demoliertes Auto ist das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am Samstag, kurz vor Mitternacht, auf der Edersee-Randstraße ereignet hat.

Nach ersten Informationen an der Unfallstelle befuhr ein mit fünf Personen besetzter schwarzer Audi A4 die Landesstraße 3086 von Waldeck-West in Richtung Nieder-Werbe. Gegen 23.20 Uhr geriet das Fahrzeug aufgrund von Nässe und frischem Laub auf der Fahrbahn ins Schleudern. Die Fahrerin (18) aus Gudensberg konnte den A4  nicht mehr halten. Zunächst touchierte der Audi einen Bordstein auf der Gegenfahrbahn, kam nach rechts ab und prallte ungebremst in den Steinhang. Dabei verletzte sich nicht nur die Fahrerin aus dem Schwalm-Eder-Kreis, sondern auch drei weitere Mitfahrer (18, 23, 21) aus Fritzlar, Wabern und Niedenstein sowie eine Frau (18) aus Limburg-Weilburg.

Über die Notrufnummer wurde die Polizei informiert, sowie der Rettungsdienst, die Feuerwehr aus Nieder-Werbe und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Sachsenhausen mit insgesamt 13 Kräften. Mit fünf RTW erfolgte die Verlegung der verletzten Personen in umliegende Krankenhäuser. Wie schwer die Verletzungen sind, darüber liegen keine Informationen vor. Insgesamt war der OLRD, ein leitender Notarzt, zwei Notärzte und fünf RTW-Besatzungen vor Ort.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den Straßenabschnitt nach Absprache mit der Polizei ab, leuchteten die Unfallstelle aus und halfen dem Bergungsunternehmen beim Aufladen des A4. Darüber hinaus mussten ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden und die Straße gesäubert werden. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing übernommen. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von 12.000 Euro.

Link: Unfallstandort am 30. Oktober 2021 auf der L 3086.

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Montag, 02 August 2021 19:19

Brand in Wohnhaus: 100.000 Euro Sachschaden

KORBACH. Auf rund 100.000 Euro schätzen Brandermittler der Kripo Korbach den entstandenen Sachschaden an einem historischen Fachwerkhaus in der Korbacher Altstadt.

Nur dem schnellen Handeln und dem guten Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr Korbach ist es zu verdanken, dass bei einem Brand in der Bunsenstraße keine Menschen verletzt wurden. Ereignet hatte sich der Brand am 2. August gegen 14.40 Uhr, wie 112-magazin.de in einer Erstmeldung (hier Klicken, mit Bildergalerie) unmittelbar nach der Alarmierung durch die Leitstelle mitteilte.

Etwa 25 Freiwillige der Kernstadtwehr waren mit fünf Einsatzfahrzeugen, darunter der Drehleiter im Einsatz. Darüber hinaus trafen zehn Retter mit fünf RTW ein. Auch der OLRD des Landkreises Waldeck-Frankenberg und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick rückten an, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nach der Erstmeldung bei der Leitstelle stellte Stadtbrandinspektor Carsten Vahland am Einsatzort in der Bunsenstraße fest, dass es zu einer starken Rauchentwicklung aus einer Wohnung im Erdgeschoss gekommen war. Die Feuerwehr konnte die noch im Haus befindlichen Bewohner retten, teilweise musste dazu eine doppelte Steckeiter eingesetzt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden keine Personen verletzt. Das Feuer war gegen 15.15 Uhr abgelöscht. Mittels Drehleiter suchten die Ehrenamtlichen im Nachgang nach versteckten Glutnestern mit der Wärmebildkamera.

Die Ermittlungen zur Brandursache haben die Brandermittler der Kriminalpolizei Korbach vor Ort übernommen.

Link: Einsatzstandort der Freiwilligen Feuerwehr in Korbach.

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DIEMELSEE. Vermutlich führte nicht angepasste Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn zu einem Alleinunfall auf der Aartalstraße - zwei Personen aus der Gemeinde Diemelsee wurden bei dem Unfall schwer verletzt und mussten in Kliniken nach Kassel und Korbach transportiert werden.

Nach ersten Informationen an der Unfallstelle stellte sich heraus, dass der Fahrer (73) und seine Beifahrerin (69) gegen 17.05 Uhr mit ihrem Renault Modus auf der Landesstraße 3076 von Flechtdorf kommend in Fahrtrichtung Adorf unterwegs gewesen waren. Kurz vor dem Abzweig nach Benkhausen, ausgangs einer langgezogenen Linkskurve, geriet der Pkw des Ehepaares nach rechts auf die Bankette, kollidierte zunächst mit einer Fichte, wurde im Straßengraben in die Höhe geschleudert und prallte gegen den nächsten Baum - von dort wurde der Modus auf die Fahrbahn geschleudert und blieb schwer beschädigt auf der Seite liegen.

Ein Ersthelfer, der zeitnah die Unfallstelle erreicht hatte, kontaktierte über die Notrufnummer 112 die Leitstelle. Ab diesem Moment rollte die Rettungsaktion auf Hochtouren. Die Diemelseer Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer und Torsten Behle rückten mit schwerem Gerät und weiteren 25 Einsatzkräften aus Flechtdorf und Adorf an - zeitgleich wurden drei RTW, zwei Notärzte und der OLRD des Landkreises Waldeck-Frankenberg alarmiert. Auch eine Polizeistreife aus Korbach rückte an und koppelte mit Rettern und den Einsatzleitern.

Zunächst musste sich ein Lagebild etablieren - dies dauerte nur Sekunden, dann wurden die im Fahrzeug eingeklemmten Personen mit hydraulischem Gerät aus dem Wrack geschnitten und nach der Sofortrettung den Notärzten übergeben. Parallel dazu wurde die Landesstraße in Absprache mit der Polizei gesperrt. Der Rettungshubschrauber Christoph 7 landete nur 50 Meter von der Unfallstelle im Wiesengrund - nach einer Stabilisierungsphase des schwerverletzten Rentners hob der RTH Richtung Kassel ab. Die ebenfalls verletzte Frau konnte nach der medizinischen Erstversorgung mittels RTW ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert werden. Im Nachgang mussten Betriebsstoffe abgestreut und aufgenommen werden. Über die Schwere der Verletzungen liegen noch keine Informationen vor.

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WALDECK-FRANKENBERG. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Korbacher Kreishaus hat der für den Rettungsdienst im Landkreis Waldeck-Frankenberg zuständige Dezernent, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Marek Engel zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OLRD) ernannt.

Der OLRD bildet bei größeren Schadenslagen ab fünf Schwerverletzten oder Schwererkrankten zusammen mit einem Leitenden Notarzt die Einsatzleitung des Rettungsdienstes und koordiniert dabei die notwendigen Hilfsmaßnahmen. Die Ernennung ist verbunden mit der Berufung zum Ehrenbeamten des Landkreises. "Damit soll das besondere Treueverhältnis des Amtsinhabers unterstrichen, aber auch die Wertschätzung für seine Tätigkeit zum Ausdruck gebracht werden", betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

Marek Engel sei im Landkreis der bislang 20. Organisatorische Leiter Rettungsdienst im aktiven Dienst. Man bemühe sich, ein flächendeckendes Netz aufzubauen, damit der jeweils nächste OLRD ohne zeitliche Verzögerung zum Ort des Geschehens gelangen könne. Zwar gebe es auch ein Bereitschaftssystem, das eine jederzeitige Einsatzbereitschaft möglich mache. In der Praxis habe es sich jedoch gezeigt, dass in der Regel auch diejenigen Organisatorischen Leiter, die keine Bereitschaft haben, aber näher zum Schadensort wohnen, einsatzbereit seien.

Dr. Rudolf Alexi, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis und auch Leitender Notarzt, unterstrich, wie wichtig die Unterstützung des Einsatzleiters durch eine Fachkraft wie den OLRD ist. "Wir haben pro Jahr etwa sieben bis acht Großschadensereignisse im Landkreis und unser System hat sich dabei bestens bewährt. Denn die Kooperation des Notarztes mit einer Rettungsdienstfachkraft am Unfallort trägt unzweifelhaft zu einer schnellen und effizienten Versorgung der Unfallopfer bei."

Marek Engel durchlief die Ausbildungen zum Rettungssanitäter, zum Rettungsassistenten und zum Notfallsanitäter. Heute arbeitet er hauptamtlich als Lehrkraft der Malteser Rettungsdienstschulen in Wetzlar und für den Rettungsdienst "promedica" an den Standorten Waldeck-Sachsenhausen und Vöhl-Herzhausen. Nebenberuflich studiert Marek Engel Medizinpädagogik. Er betrachte die Berufung als große Ehre und freue sich auf seine neue Aufgabe, so Engel bei der Übergabe der Ernennungsurkunde.

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WALDECK-FRANKENBERG. „Man versucht, alles Persönliche auszublenden. In dem Moment gilt nur der Einsatz. Wenn der Melder geht, musst Du halt funktionieren.“, Mark Hiller beantwortet mir meine Frage, wie er die Eindrücke bei dem Anschlag auf den Karnevalszug in Volkmarsen wahrgenommen hat. Dort war der 46-jährige zur Betreuung unverletzter Menschen eingesetzt. „Aber den Menschen, die dort ins Rathaus kamen, wo wir unseren Betreuungspunkt eingerichtet hatten, konnte man ansehen, dass etwas Schlimmes passiert war“, berichtet er weiter.

Mark Hiller ist OLRD des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Ehrenamtlich, neben seinen Diensten beim DRK Rettungsdienst, wo er im Hauptberuf arbeitet. Was heißt das eigentlich, OLRD? Und was macht ein OLRD? Das möchte ich von Mark Hiller wissen, deshalb treffen wir uns in seinem Wohnzimmer zu Hause im Medebacher Ortsteil Oberschledorn, nur wenige Meter vom hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg entfernt.

„OLRD steht für Orginastorischer Leiter Rettungsdienst“, erzählt Mark mir. Er kommt dann zum Einsatz, wenn es einen Einsatz gibt, der so groß ist, dass er mit den normalen Mitteln des Rettungsdienstes nicht mehr abgearbeitet werden kann. Seine Aufgabe ist dann die Organisation und Koordinierung der medizinischen, rettungsdienstlichen Maßnahmen an so einem Großschadensort. „Das variiert von Gegend zu Gegend“, erklärt Mark Hiller. „Stell Dir vor, im Stadtzentrum von Frankfurt passiert ein Unfall mit fünf Verletzten. Da schnippt man einmal mit dem Finger und hat sechs, sieben Rettungswagen an der Einsatzstelle. Passiert dasselbe hier im ländlichen Bereich, sind alle umliegenden Rettungswachen mit einem Schlag leer“, gibt er zu bedenken. Daran liege es, dass die unterschiedlichen Landkreise auch bei unterschiedlichen Einsatzmeldungen einen OLRD mit zum Einsatzort schicken. „Fakt ist, wenn der OLRD mit alarmiert wird, ist immer ein größerer Einsatz im Gange“, macht Hiller deutlich. Der Einsatz in Volkmarsen, so erzählt er mir, sei sein bisher größter Einsatz in der OLRD-Zeit gewesen. Seit vier Jahren hat Mark dieses Amt inne und teilt es sich mit 17 weiteren Kollegen. „Der Dienst wechselt täglich. Jeder hat einen Funkmeldeempfänger und auch ein eigenes Funkgerät zu Hause“, berichtet er mir. Besonders gut gefällt dem sympathischen Oberschledorner dabei sein Funkrufname: „Der ist 08-15“, lacht er. Die 08 stehe dabei für den OLRD und die 15 sei seine Position bei der Durchnummerierung der 18 OLRD im Landkreis. „Es kann nur einen geben! Highländer gab es auch nur einmal“, sagt Mark und lacht. Er berichtet mir, dass er in der Wache oder von anderen Kollegen oft angesprochen werde und es Witzchen gebe, wenn am Funk wieder ein „08-15“ zu hören gewesen sei. Und dass es Highlander auch nur einmal gegeben habe, antwortet der Mann, der in seiner Freizeit Pyrotechnik betreibt, dann jedes Mal.

Die Einsätze erfolgen übrigens oftmals mit dem Privatwagen. „Zwar steht in Frankenberg ein Fahrzeug des DRK Rettungsdienstes zur Verfügung, das, wenn es nicht anderweitig benötigt wird, genutzt werden kann. Aber die Kollegen starten alle von zu Hause und je nachdem, wo wir hin müssen, ist Frankenberg manchmal ein Umweg“, schildert er. Da mache es Sinn, dass auch jeder ein eigenes Funkgerät für diesen Dienst habe. „Dazu mussten wir eigens ein Funkzeugnis ablegen, denn normal darfst Du ein solches Gerät gar nicht zu Hause haben“, erklärt er mir. Das Einsatzgebiet von Mark Hiller ist groß: „Der ganze Landkreis Waldeck-Frankenberg“, erklärt er mir. Aber es sei bei den Alarmierungen so, dass alle OLRD einen Melderalarm bekommen und wenn es zeitlich passe, dann würde auch ein Kollege, der eigentlich keinen Dienst hat, einen Einsatz übernehmen, wenn er schneller da sein könne. Aber nicht immer funktioniere dies, und dann sei der Weg auch schon mal etwas weiter. „Nach Volkmarsen zum Beispiel, fahre ich rund eine Stunde von hier“, rechnet er mir vor. Seit vier Jahren ist Mark Hiller als OLRD im Einsatz.

Mich interessiert, wie er mit den Eindrücken solch massiver Einsätze umgeht. Eigentlich ist es logisch und doch bin ich überrascht über das, was er mir erklärt: „In aller Regel bekomme ich vom Einsatzgeschehen und den Verletzten vor Ort selbst nicht viel mit. Ich sitze im Einsatzleitwagen und muss mich dort darum kümmern, dass die Verletzten in die entsprechenden Krankenhäuser gebracht werden können. Wenn es sich um eine größere Lage handelt, können OLRD auch als Abschnittsleiter eingesetzt werden, haben aber dort auch ausschließlich organisatorische Aufgaben“, schildert er mir seine Aufgaben am Einsatzort.

Dieser Umstand ist auch gleichzeitig die größte Herausforderung am OLRD Einsatz für Mark: „Es muss erst mal alles organisiert werden. Der Einsatz läuft ja schon eine Zeit lang, wenn ich dazu komme. Dann nehme ich mir den zuerst Eingetroffenen in den Schlepptau, der weiß ja schon eine Menge. Wir wollen als OLRD das Rad nicht neu erfinden“, erklärt Mark.

Ein Ziel stehe bei allen Einsätzen dieser Art an oberster Stelle: „Wir wollen die Roten finden und keine weiteren Roten, oder gar Todesfälle produzieren“, erklärt mir Mark und spielt damit auf eine Einteilung der vielen Verletzten an: Sie werden in so einem Massenanfall mit farblichen Karten gekennzeichnet. Die, die eine rote Karte bekommen, sind so verletzt, dass sie nur von einer umgehenden Erstversorgung und einem zügigen Transport ins Krankenhaus profitieren.

„Am besten ist es aber, wenn wir gar nicht erst raus müssen“, wünscht sich Mark. „Denn wenn wir nicht raus müssen, geht es den Menschen gut“.

Nicht nur als OLRD in Waldeck-Frankenberg arbeitet der Rettungsdienstmitarbeiter ehrenamtlich. Auch in der Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises, seinem Wohnort, hat er einen festen Platz. Das Engagement in zwei Landkreisen macht dem Familienvater sehr viel Spaß und hat natürlich auch einsatztaktische Vorteile: „Zum einen kann man sich austauschen und Weiterbildungslehrgänge gleich für zwei Landkreise besuchen. Zum anderen kann ich von meinem Wohnort sehr schnell im Upland sein, genau so schnell in Korbach und in Münden bin ich auch sehr schnell“, zeigt Mark auf.

Anschließend gehen wir zu seinem „Einsatzfahrzeug“, um noch ein Foto zu machen. Ganz unscheinbar, ein Fahrzeug, was Mark privat nutzt, kommt hier zum Einsatz. Nicht spektakulär. Auch seine gesamte Arbeit sieht Mark nicht als spektakulär an. Ich selbst bin nach dem Gespräch sehr beeindruckt, dass ein Helfer neben seinem Hauptberuf eine solch enorm verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt, die so viele weit reichende Entscheidungen beinhaltet. Er wünscht sich einen ruhigen Tag, als ich mich von ihm verabschiede. Dass „08-15“ heute nicht mehr raus muss. „Fahr vorsichtig!“, ruft er mir gut gemeint und mit einem gleichzeitigen Augenzwinkern zu, bevor er wieder ins Haus geht. Und tatsächlich blieb es an diesem Tag ruhig für „08-15“.

Publiziert in Retter

KASSEL. Zu einem Feuer in einem psychiatrischen Krankenhaus in Niederzwehren sind die Berufsfeuerwehr Kassel und der Rettungsdienst am frühen Freitagmorgen alarmiert worden. Drei Mitarbeiter zogen sich eine Rauchgasvergiftung zu. Ein per Beschluss untergebrachter Patient legte offenbar den Brand selbst und nutzte die Umstände des nächtlichen Feuers, um die Klinik zu verlassen.

Die Brandmeldeanlage des Ludwig-Noll-Krankenhauses in der Dennhäuser Straße schlug um 1.05 Uhr an, umgehend wurden Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dunkler Rauch aus einem Patientenzimmer im ersten Stock. Das Pflegepersonal hatte bereits mit der Räumung der betroffenen Bereiche begonnen und wies die Einsatzkräfte ein.

Durch die Rauchentwicklung erlitten drei Mitarbeiter der Klinik eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden in ein Kasseler Krankenhaus transportiert. 37 Menschen wurden aus dem betroffenen Gebäudeteil evakuiert. Wegen der Vielzahl der Betroffenen waren auch ein Leitender Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) vor Ort.

Nach Ablöschen des Feuers unter Atemschutz und Belüftung des Gebäudes konnten die evakuierten Personen wieder zurückkehren oder wurden in anderen Gebäudeteilen untergebracht. Ein 49-jähriger Patient, der Bewohner des vom Brand betroffenen Zimmers, nutzte das Feuer, um unerlaubt die Klinik zu verlassen. Da die Person mit Beschluss in dem Krankenhaus untergebracht war, fahndete die Polizei nach dem Mann und entdeckte ihn bereits gegen 2.20 Uhr in der Frankfurter Straße in Höhe Auestadion. Der Mann wurde zunächst im Gewahrsam der Polizei untergebracht.

Patient offenbar selbst für Feuer verantwortlich
Der 49-Jährige steht den Ermittlern der Kasseler Kripo zufolge im dringenden Tatverdacht, sein Bett selbst in Brand gesteckt zu haben. Durch den Brand wurden das Bett zerstört und das komplette Zimmer sowie Teile des Flures erheblich rußgeschwärzt. Der Sachschaden beläuft sich nach einer ersten Schätzung auf rund 10.000 Euro. Die Ermittlungen der Kasseler Kripo laufen weiter. Es werde geprüft, wo der 49-jährige Patient weiter untergebracht wird.

Die Berufsfeuerwehr, die mit 25 Einsatzkräften tätig war, rückte gegen 3 Uhr wieder ab. Im Einsatz waren neben den hauptamtlichen Einsatzkräften auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Niederzwehren. (ots/r/pfa) 


Kürzlich brannte es in Kliniken in Fritzlar und Marsberg:
Feuer im Hospital zum Heiligen Geist - 133 Patienten evakuiert (15.07.2017)
Brand in Marsberger Krankenhaus: 84 Patienten evakuiert (05.06.2017)


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Publiziert in KS Polizei

HERINGHAUSEN. Vier Feriengästen ist am frühen Freitagabend nach dem Konsum von Alkohol und gerauchter Substanzen so schlecht geworden, dass zwei von ihnen sogar zeitweise das Bewusstsein verloren. Der Vorfall in Heringhausen löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Zwei der Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die Männer - zwei von ihnen etwa Anfang 20, zwei weitere etwa Anfang 50 - hatten nach ersten Informationen sowohl Alkohol getrunken als auch vermutlich eine Kräutermischung geraucht. Die Kombination hatte offensichtlich drastische Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Feriengäste. Mit starkem Unwohlsein wandten sie sich an den Betreiber eines Imbissgrills ganz in der Nähe vom Haus des Gastes. Dort brachen zumindest zwei der Männer zusammen und waren kurzzeitig auch bewusstlos.

Der Grillbetreiber leistete sofort Erste Hilfe und wählte den Notruf. Wegen der zunächst unklaren Situation alarmierte die Rettungsleitstelle die Notärzte aus Bad Arolsen und Korbach, die Besatzungen mehrerer Rettungswagen, einen Leitenden Notarzt und die Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Auch eine Streife der Korbacher Polizeistation rückte nach Heringhausen aus.

Zwei der Männer wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die beiden anderen Männer brauchten lediglich ambulant behandelt zu werden. Alle Betroffenen befänden sich glücklicherweise auf dem Weg der Besserung, hieß es am Abend.

Um welche gerauchten Substanzen es sich genau handelte, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Nach Informationen von 112-magazin.de könnten sogenannte Legal Highs im Spiel gewesen sein. Der Konsum solcher Substanzen ist zwar straf-, aber ganz offensichtlich nicht risikofrei. Vor allem in der Kombination mit Alkohol können erhebliche gesundheitliche Gefahren auftreten. (pfa) 

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Publiziert in Retter

DIEMELSTADT/MARSBERG. Zu einem Verkehrsunfall am frühen Mittwochmorgen auf der A 44 sind unter anderem Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Notärzte aus Waldeck-Frankenberg ausgerückt. Fünf Menschen hatten sich Verletzungen zugezogen und wurden in verschiedene Kliniken gebracht.

An dem Verkehrsunfall, der sich gegen 2 Uhr früh zwischen den Anschlussstellen Diemelstadt und Marsberg auf einer Brücke ereignete, waren zwei Autos beteiligt. Weder die Autobahnpolizei Schloss Holte-Stukenbrock (NRW) noch die Autobahnpolizei Baunatal konnten am Mittwoch Angaben zu Unfallursache und -hergang sowie zu Alter und Herkunft der Verletzten machen. Nach der Kollision der beiden Fahrzeuge drehte sich einer der Wagen und prallte noch gegen die Leitplanke.

Nach dem Unfall eilten die Notärzte aus Bad Arolsen und Warburg sowie die Besatzungen von Rettungswagen aus Bad Arolsen, Adorf, Marsberg und Warburg zur Unfallstelle, außerdem ein Leitender Notarzt (LNA), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) und die Kameraden der Feuerwehr Rhoden. Deren Einsatzleitwagen diente dem ORLD an der Unfallstelle als Kommunikationszentrale. Die Verletzten wurden mit Rettungswagen in Kliniken eingeliefert.

Feuerwehrleute streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, reinigten die gesperrte Fahrbahn, sammelten Trümmerteile ein und leuchteten die Unfallstelle bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten aus. Nach etwa anderthalb Stunden rückten die Brandschützer wieder ab. Vor Ort waren auch die Brandschützer aus Bad Arolsen, die den Leitenden Notarzt zur Einsatzstelle transportiert hatten. (pfa) 


Link:
Feuerwehr Rhoden
Feuerwehr Bad Arolsen

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Publiziert in Retter

KASSEL. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist am Freitag auf die A 7 ausgerückt, wo es zu einem Auffahrunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen und fünf Verletzten gekommen war. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 7 wurde angefordert.

Zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Hann.-Münden-Lutterberg waren nach Auskunft der Berufsfeuerwehr Kassel gegen 14.30 Uhr fünf Autos ineinander geprallt. Da zunächst mehrere eingeklemmte Personen gemeldet waren, entsandte die Leitstelle umfangreiche Rettungskräfte an die Einsatzstelle: Neben dem Rüstzug der Feuerwache 1 eilten der Rettungshubschrauber Christoph 7, ein Notarzteinsatzfahrzeug, fünf Rettungswagen, der Leitende Notarzt (LNA), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) und der Gesamteinsatzleiter der Feuerwehr Kassel zur Einsatzstelle.

Zehn Kilometer Stau
Vor Ort stellte sich heraus, dass sich fünf Personen durch den Aufprall überwiegend leicht verletzt hatten - niemand war in einem der beteiligten Fahrzeuge eingeklemmt. Die Verletzten wurden durch den LNA gesichtet und nach Versorgung an der Einsatzstelle auf Krankenhäuser im Kasseler Stadtgebiet verteilt. Die Feuerwehr Kassel sicherte die Einsatzstelle ab. Drei Hunde aus einem der Umfallfahrzeuge sollten vorübergehend in einem Tierheim untergebracht werden. Für die Rettungsarbeiten musste die Autobahn zeitweise voll gesperrt werden. Es bildete sich ein bis zu zehn Kilometer langer Rückstau.

Für die 34 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr endete der Einsatz nach rund einer Stunde. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Der Sachschaden wird von Polizei und Feuerwehr auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Thema Rettungsgasse: Anfahrt zur Einsatzstelle problematisch
Problematisch gestaltete sich für die nachrückenden Einsatzkräfte die Anfahrt zur Einsatzstelle: Während die ersten Fahrzeuge noch eine Rettungsgasse vorgefunden hatten, konnten weitere Einsatzfahrzeuge teilweise nur im Schritttempo durch den Stau fahren. Die Rettungsgasse hatte sich bereits wieder aufgelöst. Die Feuerwehr appelliert daran, die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr zu bilden und diese unbedingt beizubehalten. Große Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr benötigen ausreichend Platz, um eine Einsatzstelle zügig zu erreichen. Es gilt die Faustformal: Die linke Spur fährt nach ganz links - alle andern Fahrstreifen fahren nach ganz rechts. Aktuell läuft in vielen Bundesländern eine Kampagne zur Rettungsgasse. Über Flyer und Banner an Autobahnbrücken wird auf diese, möglicherweise lebensrettende, Verkehrsregel hingewiesen. (r/pfa/Quelle: Berufsfeuerwehr Kassel)

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BRILON. Einen im Wagen eingeklemmten und lebensgefährlich verletzten Autofahrer hat die Feuerwehr am Sonntagmorgen nach einem Verkehrsunfall aus dem Fahrzeug befreit. In den insgesamt drei beteiligten Fahrzeugen wurden Polizeiangaben zufolge fünf Menschen verletzt. Der Unfallverursacher stand vermutlich unter Alkoholeinfluss.

Der schwere Verkehrsunfall passierte gegen 5.45 Uhr auf der Bundesstraße 7 bei Brilon im Streckenabschnitt zwischen der Lederke-Kreuzung und dem Abzweig Mühlenweg. Ein 18-Jähriger aus Brilon geriet auf seiner Fahrt in Richtung Marsberg ausgangs einer Linkskurve mit seinem Ford Fiesta auf die Gegenspur und stieß dort mit dem entgegenkommenden BMW eines 20-Jährigen aus Olsberg zusammen. Aus dem Ford riss durch die Wucht des Zusammenstoßes der Motor heraus. Augenblicke später fuhr noch eine 49-Jährige aus Brilon, die mit ihrem VW Scirocco ebenfalls in Richtung Marsberg unterwegs war, in die unbeleuchtete Unfallstelle und prallte mit dem stehenden Wagen des 18-Jährigen zusammen.

Der 20-jährige Olsberger, dessen 1er BMW von der Straße schleuderte und auf einer angrenzenden Wiese entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stillstand kam, wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Dazu trennten die Einsatzkräfte unter anderem das Fahrzeugdach ab. Der BMW-Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit dem ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Westfalen in eine Spezialklinik geflogen.

Sein gleichaltriger Beifahrer und eine weitere 18-jährige Insassin, die beide ebenfalls aus Olsberg stammen, kamen mit leichten Verletzungen davon. Die 49-jährige Sciroccofahrerin aus Brilon wurde leicht, der 18-jährige Unfallverursacher schwer verletzt. Er und die drei Leichtverletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Neben Notarzt und den Besatzungen mehrerer Rettungswagen waren auch der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst an der Einsatzstelle.

Beim Unfallverursacher wurde laut Polizei Alkoholgeruch festgestellt. Ihm wurde daher im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen, die Polizei stellte seinen Führerschein sicher. An den beteiligten Fahrzeugen entstand jeweils Totalschaden. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 20.000 Euro. Die Bundesstraße 7 musste für gut dreieinhalb Stunden voll gesperrt werden. Vor der Freigabe reinigte die Feuerwehr, die mit 24 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort war, die Fahrbahn. Die Freiwilligen streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, sammelten Trümmerteile ein, fegten Glassplitter und Plastikteile zusammen und unterstützten nicht zuletzt den Abschleppdienst beim Bergen der Autos. Gegen 9 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. (pfa)  


Link:
Feuerwehr Brilon

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Publiziert in HSK Polizei
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