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Mittwoch, 28 Juli 2010 11:37

50.000 Liter Gülle ausgelaufen

BUCHENBERG. Mindestens 50.000 Liter Gülle sind am Mittwochabend ausgelaufen - auf Höfe und Straße sowie in Bach und Kanal. Vermutlich durch einen technischen Defekt, so die erste Einschätzung der Frankenberger Polizei, war die stinkende Flüssigkeit am Mittwochabend aus einem Güllebehälter eines Milchviehbetriebes in der Straße Zur Sasselbach in der Ortsmitte von Buchenberg ausgelaufen. Die Gülle ergoss sich auf den Hof und floss von dort aus in der einen Richtung über die Einfahrt auf die Straße und teils auch auf den benachbarten Hof eines Kfz-Betriebes. Auf der Rückseite des Bauernhofes floss die "braune Brühe" in einen Bachlauf, der aber kaum Wasser führte und somit die Gülle nicht fortspülte.

Der betroffene Landwirt schätzte Polizei- und Feuerwehrangaben zufolge, dass ab etwa 19.20 Uhr etwa 50 Kubikmeter Gülle ausgetreten waren. Der Bauer, mehrere Berufskollegen, Nachbarn und weitere Helfer begannen sofort damit, die stinkende Flut aufzufangen - sie errichteten provisorische Dämme. Zeitgleich wurde auch die Feuerwehr alarmiert. Die Brandschützer dichteten Kanalschächte ab, außerdem wurden mit Kunststoffrohren, Brettern, Sand und Kies weitere Sperren errichtet. "Wir haben alles genommen, was zu finden war, um die Flut einzudämmen", sagte Einsatzleiter Bernd Schenk, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, am Abend gegenüber 112-magazin.de.

Mehrere Landwirte aus Buchenberg und den umliegenden Orten kamen mit Schleppern und Güllefässern, saugten die Brühe ab und fuhren sie in andere Güllebehälter oder brachten sie auf Feldern in der Umgebung aus. Um das Ansaugen der Gülle auf der Straße zu ermöglichen, schüppten und kehrten die Helfer die Flüssigkeit stets an einer Stelle zusammen. "Alle halfen mit Besen, Schüppen, Schneeschiebern oder Getreideschaufeln", lobte ein Feuerwehrmann den Einsatz der Landwirte und Nachbarn. Auf dem betroffenen Hof war ein Radlader mit einem speziellen Räumschild im Einsatz.

Nachdem "das Grobe" abgepumpt und abgefahren worden war, reinigten die Feuerwehrleute aus Buchenberg, Herzhausen, Ederbringhausen und Korbach die Flächen mit viel Wasser - die so extrem verdünnte restliche Gülle lief in einen Oberflächenwasserkanal. Der Abwasserkanal in Richtung Orker Kläranlage war nicht betroffen. Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde verfolgte ebenso wie Polizisten den Einsatz, der sich über mehrere Stunden erstreckte.

Laut Polizei müsse die genaue Ursache des Gülle-Unfalls noch ermittelt werden. Möglicherweise habe der technische Defekt dazu geführt, dass ein Ventil des Behälters nicht richtig geschlossen oder sich geöffnet habe.

Publiziert in Polizei
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Donnerstag, 29 September 2011 08:03

Anderthalb Kilometer lange Güllespur gezogen

HERINGHAUSEN. Ein Landwirt hat versehentlich auf einer Länge von etwa anderthalb Kilometern Gülle auf die Straße laufen lassen. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, um die Fahrbahn zu reinigen. Unfälle passierten durch den schmierigen Belag nicht.

Wie die Korbacher Polizei am Donnerstag auf Anfrage von 112-magazin.de mitteilte, waren am Vortag gegen 17 Uhr mehrere Anrufe auf der Wache eingegangen - die Verkehrsteilnehmer meldeten eine vermeintliche Ölspur, die auf der Strecke zwischen Stormbruch und der Diemelseebrücke begann, weiter nach Heringhausen führte, durch den Ort verlief und an einem Bauernhof am Ortsausgang in Richtung Rhenegge endete. Wie sich herausstellte, handelte es sich laut Polizei aber nicht um Öl, sondern um "Betriebsstoffe" anderer Art: Gülle. Ermittlungen ergaben, dass ein 44 Jahre alter Landwirt auf einem Feld in Richtung Stormbruch die Fäkalien ausgebracht hatte und auf dem Rückweg zu dem Hof die im Fass verbliebene Restmenge versehentlich auf die Straßen laufen ließ. Wie der Dienstgruppenleiter der Korbacher Polizei berichtete, war eine Fehlbedienung des Schiebers am Güllefass der Grund für das Miss(t)geschick.

Die Güllespur war den Angaben zufolge zwischen 15 und 50 Zentimeter breit "und stellte eine Gefahr insbesondere für Zweiradfahrer dar", sagte der Polizist. Über die Leitstelle sei schließlich die Feuerwehr angefordert worden - einmal mehr war bei der Straßenmeisterei niemand zu erreichen, weil es seit diesem Frühjahr keinen Bereitschaftsdienst der Straßenwärter nach Feierabend mehr gibt. Die Feuerwehren aus Heringhausen, Stormbruch, Rhenegge und Adorf rückten aus und reinigten die Straßen "mit viel Wasser und nach besten Kräften", lobte der Dienstgruppenleiter den ehrenamtlichen Einsatz der Brandschützer. Nach etwa anderthalb Stunden seien die Straßen gereinigt gewesen. Die warme Witterung habe ihr übriges getan und den Apshalt rasch wieder abgetrocknet. Er sei froh, dass es durch die Güllespur nicht zu Unfällen gekommen sei, unterstrich der Polizist.


Anfang September war bei Marienhagen ein Güllewagen umgekippt, der Inhalt ausgetreten:
Güllefass kippt um: 6000 Liter Fäkalien ausgelaufen (06.09.2011, mit Video und Fotos)

Publiziert in Feuerwehr
Freitag, 02 September 2011 06:26

Polizeihubschrauber findet vermissten Landwirt

KORBACH/HELMSCHEID. Erst durch Einsatz des Polizeihubschraubers "Ibis 2" ist am frühen Freitagmorgen ein vermisster Landwirt gefunden worden. Der kranke 63-Jährige hatte sich am späten Abend mit seinem Geländewagen festgefahren und war nicht mehr in der Lage, selbst Hilfe zu holen.

Nach Angaben der Korbacher Polizei war der Landwirt aus der Großgemeinde Twistetal am Donnerstagabend im Feld zwischen Korbach und Berndorf mit Erntearbeiten beschäftigt. Mit seinem Geländewagen trat der 63-Jährige schließlich am späten Abend den Heimweg an. "Aufgrund einer Erkrankung", wie es der Dienstgruppenleiter der Polizei am Morgen gegenüber 112-magazin.de sagte, habe sich der Mann aber verfahren und schließlich festgefahren.

Zunächst suchten Familienangehörige den Mann mit Autos, fanden ihn aber nicht und verständigten gegen 1 Uhr früh die Polizei. Mit mehreren Streifenwagen suchten auch die Beamten die Feldgemarkung zwischen der Kreisstadt und dem Twistetaler Ortsteil nach dem Wagen des Landwirts ab - vergeblich. Schließlich forderten die Beamten Unterstützung aus der Luft an: Ab etwa 3.30 Uhr suchten Beamte der hessischen Polizeihubschrauberstaffel aus Egelsbach mit dem Helikopter "Ibis 2" nach dem Vermissten. Der Hubschrauber ist unter anderem mit Nachtsichtgeräten und Wärmebildkamera ausgetsattet.

Der Einsatz des Hubschraubers führte schließlich um 4.40 Uhr zum Erfolg: Die Besatzung sichtete den Geländewagen in der Feldgemarkung zwischen Korbach und Helmscheid. Der 63-Jährige war zwar noch ansprechbar, musste aber mit dem Rettungswagen ins Korbacher Krankenhaus gebracht werden. "Ohne den Hubschrauber hätten wir den Mann nicht so schnell gefunden", sagte der Dienstgruppenleiter - vor allem, weil er nicht dort entdeckt wurde, wo die Angehörigen ihn vermutet hatten.

Publiziert in Polizei
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