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VÖHL. Etwa zehn Landwirte aus der Großgemeinde Vöhl unterstützen die Feuerwehren im Kampf gegen drohende Waldbrände. Aufgerufen dazu hatte Gemeindebrandinspektor Marco Amert am Freitag, nachdem das hessische Umweltministerium (112-magazin.de berichtete darüber, hier klicken) die zweithöchste Alarmstufe bekannt gab.

"Um bei der trockenen und heißen Witterung auf Einsätze im Bereich von Wald- und Flachenbränden vorbereitet zu sein, konnten wir innerhalb von einer halben Stunde auf die Hilfe bei der ortsansässigen Landwirte zählen", so Gemeindebrandinspektor Amert.  Rund 60.000 Liter Löschwasser in Güllefässern oder Wasserfässern stehen für Einsätze verteilt, in der Nationalparkgemeinde Vöhl bereit. "Für jeden weiteren Schlepper mit einem wasserführenden Güllefass sind wir dankbar", so Amert gegenüber unserer Redaktion.

Am Freitag unterstützten Landwirte aus Herbelhausen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) mit Güllefässern die Löscharbeiten an einem Mähdrescher an der Kreisstraße 109.

Link: Mähdrescher brennt an Kreisstraße 109, Flächenbrand verhindert (7.8.2020)

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SCHMITTLOTHEIM/KIRCHLOTHEIM. Nur einen Tag nach dem Verkehrsunfall auf der B 252 bei Helsen, bei dem vier Menschen schwer verletzt worden sind (wir berichteten, hier klicken), ereignete sich am heutigen Dienstag ein weiterer Verkehrsunfall zwischen den Ortsteilen Schmittlotheim und Kirchlotheim - wieder im Einsatz war der Rettungshubschrauber Christoph 90 aus Gießen.

Gegen 10.30 Uhr kam es am Dienstag im Bereich der Stützmauer zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und  einem silbergrauen Audi A6. Nach Polizeiangaben war die Fahrerin (30) aus Schwarmbeck (Niedersachsen) mit ihren drei Kindern von Korbach in Richtung Frankenberg unterwegs. In einer langgezogenen Rechtskurve geriet die Pkw-Fahrerin aus noch ungeklärten Gründen nach links auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einer Honda Gold Wing zusammen. Dabei wurde der 56-jährige Biker aus Bad Laasphe mitsamt dem Motorrad in die Steinmauer geschleudert und erlitt schwere Verletzungen.

Verkehrsteilnehmer hielten sofort an und sicherten die Unfallstelle ab. Weitere Personen leisteten bei dem Schwerverletzten und auch bei der Fahrerin im Audi Erste Hilfe. Über den Notruf 112 wurde die Rettungsleitstelle informiert. Sehr zügig waren die Retter von Promedica an der Einsatzstelle und unterstützen den Notarzt fachmännisch bei der medizinischen Versorgung. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph Gießen angefordert - der mit dem Biker gegen 11.45 Uhr in Richtung Marburg abhob.

Nachalarmiert wurde die Feuerwehr Schmittlotheim. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Björn Knoche traf mit vier weiteren Ehrenamtlichen um 11.20 Uhr an der Einsatzstelle ein, stellten die Verbindung zum Christoph 90 her und brachten den Notarzt vom Helikopter zum Unfallort.  Weitere Aufgabengebiete waren das Abstreuen und Aufnehmen von Betriebsstoffen und das Säubern der Straße von Fahrzeugteilen.

Die leichtverletzte Frau kam mit ihren drei unverletzt gebliebenen Kindern in das Korbacher Krankenhaus. Insgesamt schätzt die Polizei den Schaden am Audi auf 5000 Euro. An der etwa 12 Monate alten Gold Wing entstand Sachschaden von 20.000 Euro.  Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, die Straße ist für den Verkehr wieder freigegeben worden. (112-magazin)

Link: Schwerer Unfall auf B 252 - Polizei sucht Zeugen (3. Juni 2019, mit Fotostrecke und Video)

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KIRCHLOTHEIM. Den Vöhler Ortswehren ist es zu verdanken, dass ein Flächenbrand bei Kirchlotheim nicht auf den Nationalpark überspringen konnte. Etwa 40 Einsatzkräfte kämpften vier Stunden gegen das Feuer an; unterstützt wurden die Brandschützer von der Korbacher Feuerwehr, die mit einem großen Tanklöschfahrzeug unermüdlich Wasser zu den Brandstellen schafften.

Ein Passant hatte am Montagnachmittag gegen 14.50 Uhr starke Rauchentwicklung oberhalb von Kirchlotheim entdeckt und die Leitstelle alarmiert. Daraufhin wurden mit dem Stichwort "F2 - unklare Rauchentwicklung" die Vöhler Ortswehren alarmiert. Die  Freiwilligen aus Kirchlotheim, Harbshausen, Herzhausen und Schmittlotheim rückten in Richtung Hagenstein an und konnten mit einem schnellen Löschangriff eine in Brand geratene Wiesenfläche von 150 Quadratmetern ablöschen. Da sich aber ein weiterer Brandherd, etwa 600 m², oberhalb der Grillhütte etablierte, der durch aufkommende Winde auf eine Hecke übergegriffen hatte, wurden die Wehren aus Buchenberg und Ederbringhausen nachalarmiert. 

Quasi in letzter Minute konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Nationalpark Kellerwald-Edersee verhindert werden. Maßgeblichen Erfolg an der Löschaktion hatten auch die Korbacher Einsatzkräfte, die mit dem großen Tanker immer wieder für Nachschub sorgten. Dazu wurden die Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr im Ort befüllt und mühsam über Stichwege zu den Einsatzstellen geschleust.

Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk und sein Stellvertreter Marco Amert zeigten sich nach Abschluss der vierstündigen Löschaktionen erleichtert. 

Zur Brandabsicherung wurde eine RTW-Besatzung in Marsch gesetzt; verletzt wurde aber niemand Die Polizeistreife aus Frankenberg war ebenfalls vor Ort und sicherte Spuren. Eine Schadenshöhe konnte noch nicht genannt werden. (112-magazin)

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VÖHL. Zu einem Großeinsatz rückten am gestrigen Dienstag die Wehren aus Vöhl, Korbach, Lichtenfels, Bad Arolsen und Waldeck aus - etwa 50.000 Quadratmeter Waldfläche fielen den Flammen zum Opfer. Zwei Einsatzkräfte wurden bei Löscharbeiten verletzt.

Alarmiert wurden die Vöhler Ortswehren um 15.25 Uhr mit dem Alarmstichwort "F Wald 2, brennt Fichtenschonung" bei Marienhagen. Daraufhin setzten sich die Wehren aus Marienhagen, Obernburg, Thalitter, Herzhausen sowie die Wehr aus Vöhl und Tanklöschfahrzeuge aus der Kreisstadt Korbach in Richtung "Am Kindeloh", nördlich von Marienhagen in Bewegung. 

Bei Ankunft am Einsatzort befand sich das Feuer in Ausdehnung, hatte bereits auf eine umzäunte Douglasienschonung übergegriffen und breitete sich - angefacht vom Wind - weiter aus. Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk übernahm sofort die Leitung, wies die Einsatzkräfte vor Ort in die Lage ein und ließ den ersten Löschangriff durchführen. Da das mitgeführte Löschwasser zur Neige ging, wurden ein Schlauchwagen aus Korbach sowie ein Wasserbassin mit 5000 Liter Fassungsvermögen und weitere Tanklöschfahrzeuge aus Sachsenhausen angefordert. Als auch das nicht ausreichte, mussten die Kameraden aus Kirchlotheim ihr Wasserbassin anliefern und aufbauen. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Wehren von Landwirten, die mit vier Wasserfässern (insgesamt 42.000 Liter) im Pendelverkehr immer wieder die Bassins auffüllten. Auch die Löschfahrzeuge pendelten von den Wasserentnahmestellen zum Einsatzort, um das begehrte Löschmittel in die fordere Linie zu bringen.

Rettungskräfte versorgen Verletzte

Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Kamerad am Unterarm, eine junge Frau musste aufgrund physischer Überlastung im RTW von Promedica, der zur Brandstellenabsicherung vor Ort war, behandelt werden. Nach Angaben von Bernd Schenk summierte sich die Zahl der am Einsatz beteiligten Feuerwehrmänner- und Frauen auf 207. Immer wieder wurden Einsatzkräfte aus der Brandzone herausgenommen und ausgetauscht, dennoch waren viele Brandschützer am Ende ihrer Kräfte. Insbesondere die unter Atemschutz im Einsatz stehenden Freiwilligen wurden permanent herausgelöst. Um 17.30 Uhr konnte dem ebenfalls anwesenden stellvertretenden Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer gemeldet werden, dass das Feuer unter Kontrolle ist und ein Ausdehnen des Brandes verhindert werden konnte.

Wehren leuchten aus, Bevölkerung liefert Getränke und Essen

Bis etwa 23 Uhr waren die Einsatzkräfte mit dem Ablöschen der Brandfläche beschäftigt. Immer wieder mussten Glutnester lokalisiert werden. In alten Baumstümpfen hatten sich hartnäckig Glutnester gehalten, die erneut bekämpft wurden. Bei eintretender Dunkelheit entschied Schenk, weitere Unterstützung zum Ausleuchten anzufordern. Auch die Wehr aus Bad Arolsen rückte mit ihrem Teleskopstrahler an. Die Bevölkerung aus Marienhagen brachte sich ebenfalls ein. So wurden Essen und Getränke angeliefert, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Weitere Ehrenamtliche aus Rhadern, Basdorf, Dorfitter, Waldeck, Höringhausen, Buchenberg, Sachsenhausen und Ederbringhausen rückten noch spät in der Nacht an, um die erschöpften Einsatzkräfte abzulösen und die Brandwache zu übernehmen.

Am Mittwochvormittag bestätigte Bernd Schenk vor Ort, dass etwa fünf Hektar Wald, einige Jagdeinrichtungen und die Gatterung den Flammen zum Opfer gefallen seien. Über die Schadenshöhe konnte Schenk allerdings keine Auskunft geben, da Hessen Forst die Schätzung vornehmen muss. Die Brandstelle wollte Schenk nach Abschluss der Löscharbeiten im Laufe des heutigen Tages an das Forstamt übergeben.

Polizei nimmt Verdächtigen fest

Parallel dazu waren zwei Polizeistreifen im Einsatz und nahmen am Dienstagnachmittag einen 22-Jährigen aus der Gemeinde Vöhl vorläufig fest und stellten Beweismittel sicher. Noch steht nicht fest, ob das Feuer durch Brandstiftung ausgebrochen und ob der 22-Jährige dafür verantwortlich ist. Deshalb ist er auch nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Die Ermittlungen zur Brandentstehung dauern also noch an. Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach Zeugen. Hinweise nimmt die Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen. (112-magazin)

Link: Einsatzstandort zwischen Marienhagen und Obernburg am 30. Juli und 1. August 2018

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Freitag, 20 Juli 2018 08:54

Waldboden brannte zwischen Asel und Basdorf

VÖHL. Fehlender Regen und die ausgetrocknete Natur forderten am Donnerstagnachmittag die Vöhler Ortsfeuerwehren heraus. Zwischen Basdorf und Asel, in der Nähe der Kläranlage, brannte der Boden in einem Fichtenwald, der Dank des schnellen Löschangriffs der Ehrenamtlichen erfolgreich bekämpft werden konnte.

Wie Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk auf Nachfrage mitteilte, standen etwa 50 m² Waldboden in einem Fichtenwald in Brand. Alarmiert wurden die Brandschützer um 16.34 Uhr durch die Leitstelle Waldeck-Frankenberg, nachdem ein Zeuge aufsteigenden Rauch aus einem Fichtenwald bemerkt hatte. In einer Stärke von 22 Aktiven aus den Ortsteilen Basdorf, Asel und Vöhl wurden das Feuer mit einer Wassermenge von 2000 Litern gelöscht, sowie der Waldboden mit einem Strahlrohr unter Vollstrahl aufgewühlt.

Mittels Wärmebildkamera wurde der Waldboden im Nachgang auf mögliche Glutnester abgesucht. Nach Angaben des Einsatzleiters war das Feuer im Begriff auf die harzigen Fichten überzugreifen, konnte aber rechtzeitig gelöscht und somit ein ausgedehnter Waldbrand verhindert werden.

Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt, teilte Polizeisprecher Volker König mit. (112-magazin)

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