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WALDECK/EDERTAL. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Waldeck und dem Edertal, zwei Streifenwagenbesatzungen, vier RTW-Besatzungen und zwei Notärzte waren am Freitagabend an einem Einsatz beteiligt, um Menschenleben zu retten. Vier Personen wurden verletzt, eine Person musste mit hydraulischem Gerät aus einem Fahrzeug geschnitten werden. 

Nach Angaben der Polizei war gegen 19 Uhr ein roter Golf 7, gesteuert von einem 21-jährigen Mann aus Baunatal, auf der Landestraße 3086 von Hemfurth kommend in Richtung Nieder-Werbe unterwegs. Im Bereich der Tauchzone 2 geriet der Wagen ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine geparkte, silbergraue Mercedes E-Klasse. Bei dem Aufprall wurde der Fahrer, ein 23-jähriger Mann aus Korbach, im Mercedes-Benz eingeklemmt. Die Beifahrerin (24), ebenfalls aus Korbach, konnte den Pkw mit leichten Verletzungen verlassen.

Leichte Verletzungen hatten sich der GTI-Fahrer und seine Beifahrerin (20) aus Naumburg zugezogen, beide wurden mit RTW in ein Krankenhaus gefahren, konnten aber am Abend die Klinik bereits wieder verlassen. Dem Fahrer wird vorgeworfen, gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen zu haben, außerdem muss sich der 21-Jährige wegen nicht angepasster Geschwindigkeit und Driftens mit seinem Pkw im Straßenverkehr verantworten.

Auch ein Paar aus dem Raum Frankfurt am Main kam nicht ungeschoren davon. Der 36-jährige Besitzer eines Wohnmobils und seine Partnerin (33) standen gerade in der Küche, als der Benz gegen die Seitenwand gedrückt wurde. Beide Personen kamen zwar zu Fall, wurden aber nicht verletzt. Der Sachschaden am Wohnmobil wird auf 10.000 Euro geschätzt - auch deshalb, weil die linke Seitenwand laut Gutachter erneuert werden muss.

An dem fast neuen Golf entstand Sachschaden von 30.000 Euro, ein umgefahrenes Schild kostet 200 Euro und der Benz der Reihe S211 wird mit 8000 Euro bewertet. Somit ergibt sich ein Gesamtsachschaden von 48.200 Euro. 

80 Feuerwehrleute rücken aus

Laut Gemeindebrandinspektor Andreas Przewdzing, kam die Alarmierung um 19.05 Uhr von der Leitstelle Waldeck-Frankenberg. Die Wehren aus Waldeck und Sachsenhausen, sowie die Erdertaler Wehren Edersee-Hemfurth und Bergheim-Giflitz mit dem Stichwort "Ederseerandstraße, Tauchzone 2, eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall" erreichte die 80 Feuerwehrleute zeitnah. Einsatzleiter Andreas Przewdzing ließ umgehend die Unfallstelle an der Landesstraße ausleuchten. In Absprache mit der Polizei musste die Straße gesperrt werden und konnte erst um 20.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Auf Anraten der Notärztin wurden die Türen des silbergrauen Benz abgetrennt und versucht, die eingeklemmte Person nach hinten schonend aus dem Fahrzeug zu retten. Als einfachere Lösung wurde das Dach des Pkw abgetrennt und der Patient der Notärztin übergeben. Auch am Osterwochenende wird die Polizei Präsenz zeigen.

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EDERSEE. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Edersee, die Wehren aus Basdorf und Sachsenhausen, sowie Sprengmeister des Landeskriminalamtes Wiesbaden waren am Sonntag in heikler Mission unterwegs - die Einsatzleitung vor Ort hatte Hauptkommissar Hosse von der Korbacher Polizei.

Camper findet Granate

Nach Angaben der Polizei wurde am Samstag durch einen Camper eine Granate im Bereich Fürstental entdeckt und gegen 13.30 Uhr den Behörden gemeldet. Daraufhin wurden Spezialisten des LKA Wiesbaden hinzugerufen, die am selben Tag nach einer Expertise eine kontrollierte Sprengung der 84 Millimeter-Granate vor Ort favorisierten. Die Sprengung der sogenannten Vorfeldbeleuchtung erfolgte am Sonntag gegen 17 Uhr. Bei dieser Art Munition, die in Grenadiereinheiten als Ilum bekannt ist, wird der Zünder und die Entfernung am Kopf der Granate eingestellt. Verschossen wird diese Munition mit der "Dicken Berta", einer schweren Panzerfaust. Unterlässt der Ladeschütze diese Maßnahme, zündet die Granate nicht und schlägt funktionslos nach einigen hundert Metern im Erdboden ein. Wahrscheinlich war dies der Grund, weshalb die Granate als "Blindgänger" in unwegsamen Gelände am Rande des  Erdersees eingeschlagen war.

Lagebesprechung bei Basdorf

Zur Lagebesprechung versammelte der Einsatzleiter vor Ort gegen 12.45 Uhr den Gemeindebrandinspektor Andreas Przewdzing mit seinem stellvertreter Bernd Schäfer aus Waldeck, sowie den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Marco Amert für die Gemeide Vöhl. Ebenfalls nahm Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei Waldeck an der Einweisung am Sportplatz bei Basdorf teil. Hier wurden anhand von Kartenmaterial die Einsatzorte festgelegt, die Frequenzen der Funkgeräte überprüft und die Aufgaben verteilt. Den Einsatzkräften der Wehren aus Sachsenhausen und Basdorf oblag die weiträumige Absperrung im Fürstental und der Banfe. Um 13.05 Uhr rückten insgesamt 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus, um das Gelände zu sichern. Dies stellte eine Herausfoderung dar, weil viele Radfahrer und Wanderer das gute Wetter ausnutzten und unterwegs waren. Polizeikräfte sperrten mit Pkws und Motorrädern die Zuwegungen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ab.

Keine Weltkriegsmunition

Da es sich um Munition aus Bundeswehrbeständen handelt, darf das Geschoss nicht vom Kampfmittelräumdienst gesprengt werden, sondern nur von Spezialkräften des Landeskriminalamtes, die mit einem Lkw gegen 14 Uhr eintrafen. Gegen 17 Uhr erfolgte die Sprengung kontrolliert, ohne Schäden anzurichten. Um 17.45 Uhr rückten die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr wieder ab. Ein Mitarbeiter von 112-magazin.de war zu diesem Zeitpunkt mit einer Propellermaschine am Edersee unterwegs und "schoss" aus luftiger Höhe einige Fotos vom Einsatzort. (112-magazin)

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