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VÖHL. Gemeindebrandinspektor Marco Amert und rund 35 weitere Einsatzkräfte rückten am Sonntag gegen 16.15 Uhr zu einem Brand der Katergorie "F2" nach Buchenberg in die Straße Zum Estenberg aus - gemeldet war eine brennende Gartenhütte.

Nach Angaben des Vöhler Gemeindebrandinspektors waren die Wehren aus Buchenberg, Herzhausen und Orke im Einsatz. Die ebenfalls durch die Leitstelle Waldeck-Frankenberg alarmierten Wehren aus Lichtenfels konnten auf der Anfahrt wieder abdrehen, weil bei Eintreffen der Vöhler Wehren lediglich Nachlöscharbeiten unter Atemschutz durchgeführt werden mussten. Nachbarn hatten im Vorfeld mit Feuerlöschern bereits gute Arbeit geleistet und die Flammen erstickt.

Mittels Wärmebildkamera wurden Kontrollmessungen durchgeführt und die Einsatzstelle an den Besitzer übergeben. Nach Angaben der Polizei könnte eine Selbstentzündung eines Komposthaufens im Nahbereich der Gartenhütte Auslöser des Feuers gewesen sein. Die Schadenshöhe ist nicht bekannt.

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Freitag, 29 Januar 2021 17:22

Feuerwehr zieht Bus aus prekärer Lage

VÖHL. Erneut konnten die Feuerwehren aus Vöhl und Waldeck ihren guten Ausbildungsstand unter Beweis stellen - ein Linienbus war am Freitag in Höhe des Schwanenteichs über das Ziel hinausgeschossen und drohte am Wanderparkplatz einen Abhang hinabzustürzen.  

Über die Leitstelle Waldeck-Franklenberg ging am Freitagmorgen gegen 9.35 Uhr der Notruf eines 33-jährigen Mannes aus Lichtenfels an die Freiwillige Feuerwehr Vöhl raus. Gemeldet wurde ein Bus in einer prekären Lage an der Landesstraße 3084 bei Vöhl. Umgehend rückte eine Polizeistreife aus Korbach aus und erreichte den Unfallstandort zeitnah. Um ein unkompliziertes Anrücken der alarmierten Feuerwehr zu gewährleisten, sicherten die Beamten die Unfallstelle ab. Nach Angaben der Polizei war der 33-Jährige von Marienhagen kommend in Richtung Vöhl unterwegs gewesen und wollte eine Ruhepause auf dem Wanderparkplatz einlegen. Dazu sollte es aber nicht kommen. Stattdessen geriet der Bus beim Einfahren auf den schneeglatten Parkplatz ins Rutschen, stellte sich quer und kam erst dann zum Halten, als die Vorderräder über den Abhang zum Nebenbach lugten und der Bus aufgesetzt hatte.

Gemeindebrandispektor Marco Amert mit den Kameraden der Feuerwehren aus Vöhl und Asel rückten zur Unfallstelle aus, begleitet von einem Schlepper mit Sicherungsseilen vom Vöhler Bauhof. Umgehend wurden die Seile an dem Bus befestigt und dieser gegen weiteres Abrutschen gesichert. Die angeforderte Wehr aus Sachsenhausen kam mit dem HTLF und zog den Linienbus mit der Seilwinde auf den Parkplatz zurück. Unbeschadet konnte der Fahrer seine Tour fortsetzen, Personen waren zum Glück nicht im Bus, es gab daher auch keine Verletzten.

Nach gut zwei Stunden kehrten die 35 Einsatzkräfte der Feuerwehren, sowie der Mitarbeiter vom Bauhof, in ihre Standorte zurück.

Link: Unfallstandort am 29. Januar am Wanderparkplatz bei Vöhl.

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WALDECK/VÖHL. Rund 52 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und Rettungstauchern wurden am Donnerstag alarmiert, um ein Segelboot im Edersee vor dem Untergang zu bewahren - trotz Einsatz von zwei Saugpumpen konnte das Boot, das an der Steganlage im Fürstental vertäut war, nicht vor dem Sinken bewahrt werden.

Boot sinkt im Fürstental

Gegen 17.15 Uhr, wurden die Wehren aus Vöhl und Waldeck alarmiert. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Bernd Schäfer übernahm die Einsatzleitung und ließ zunächst das Tor zur Steganlage öffnen und mehrere Saugpumpen in das bereits durch einen Wassereinbruch voll laufende Segelboot setzen. Auch der Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing aus Waldeck war vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Wehren aus der Großgemeinde Vöhl rückten an und unterstützten die Kameraden der Waldecker Wehren tatkräftig. Trotz hohem Engagement konnte ein Sinken des Bootes nicht verhindert werden. Etwa 30 Minuten nach der Alarmierung sank das Boot etwa sechs Meter tief auf den Grund des Edersees. Im Nachgang legten die Feuerwehrleute noch eine Ölsperre um die Steganlage, um eventuell auslaufende Betriebsstoffe aufzufangen.

Zwei Beamte der Wasserschutzpolizei Kassel nahmen an der Örtlichkeit den Schaden auf und verständigten den Besitzer des Bootes. Sichtlich geschockt vom Untergang seines Bootes zeigte sich der 54-Jährige aus Vöhl am Einsatzort. Wieso das Boot leckgeschlagen war, konnte sich der Eigner aber nicht erklären. Die angeforderten Taucher erschienen zwar an der Einsatzstelle, ein Heben des Bootes ist aber erst für den heutigen Freitag geplant. Unterstützt haben die Aktion die DLRG, die mit drei Booten im Einsatz war. Die Absicherung hatte ein Team der Promedica Rettungswache aus Sachsenhausen  übernommen, verletzte Personen gab es aber nicht.  

Über die Schadenshöhe und die Ursache der Havarie konnte die Wasserschutzpolizei noch keine Angaben machen. (112-magazin)

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FRANKENBERG/KORBACH. Zwei beschädigte Autos, ein beschädigter Lkw, eine schwerverletzte Person und eine komplett gesperrte Bundesstraße sind das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am Montag (15. Juni) gegen 13.20 Uhr bei Schmittlotheim ereignet hat.

Wie die mit dem Unfall befasste Polizeidienststelle in Frankenberg mitteilt, befuhr eine Frau (63) aus Waldeck mit ihrem blauen Golf, die Bundesstraße 252 von Frankenberg in Richtung Korbach. Unmittelbar hinter dem Golf hatte sich ein Mann (55) aus Frankenau mitsamt Beifahrerin (55) im Suzuki angeschlossen. Etwa 250 Meter vor dem Abzweig nach Schmittlotheim, geriet der Golf unvermittelt nach links auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender weißer Mercedes, der 14 Tonnen Motoröl geladen hatte und von einem 63-jährigen Trucker aus Zierow (Mecklenburg-Vorpommern) gesteuert wurde, versuchte durch Ausweichen nach rechts eine Kollision mit dem Golf zu verhindern. Dies gelang allerdings nicht in Gänze; der Golf krachte in die Seite des Trucks und riss dabei den Dieseltank am Actros auf. Um die Achse drehend, kam der Golf auf der eigenen Fahrspur zum Stehen. 

Zum Leidwesen des 55-jährigen Mannes im Suzuki - völlig überrascht vom Unfallgeschehen, krachte der Suzuki in den Golf. Dabei entstand ein Sachschaden am Suzuki von etwa 3000 Euro. Der Fahrer und die Beifahrerin im Suzuki wurden nicht verletzt. Anders verhält es sich bei der 63-Unfallverursacherin aus Waldeck, nachdem der Golf mit dem Lkw kollidiert war, wurde am Pkw das linke Rad abgerissen und die Front demoliert. Den Sachschaden am Golf gibt die Polizei mit 10.000 Euro an. Notarzt und RTW-Besatzungen trafen umgehend am Unfallort ein, die schwerverletzte Frau kam ins Krankenhaus nach Frankenberg.

Einen weitaus höheren Sachschaden hat das Transportunternehmen aus Recklinghausen zu beklagen. Der Fahrer des Actros blieb zwar unverletzt, der Sachschaden wird von der Polizei aber auf 50.000 Euro geschätzt. Somit summiert sich der Blechschaden an den beteiligten Unfallfahrzeugen auf 63.000 Euro. Weitaus schlimmer könnte sich die Umweltverschmutzung auswirken. Nach Angaben von  Gemeindebrandinspektor Marco Amert wurde die Vöhler Wehr um 13.55 Uhr alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte musste die Strecke auf Anweisung der Polizei gesperrt werden. Weiterhin wurde ein Auffangbehälter aufgestellt und Dieselkraftstoff aus dem lecken Tank gepumpt. Dazu streuten die ehrenamtlichen ausgelaufene Betriebsstoffe ab, um ein Verschmutzen von Lorfe und Eder zu verhindern. Aufgrund des Ausmaßes ließ der Polizeiführer vom Dienst die untere Wasserbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg informieren. Nach eingehender Untersuchung stellte sich heraus, dass das Erdreich im Bereich der Unfallstelle kontaminiert ist, am morgigen Dienstag soll ausgebaggert werden, hieß es aus Polizeikreisen. Mit im Einsatz war auch die Freiwillige Feuerwehr aus Korbach mit ihrem Gerätewagen Umweltschutz.

Nicht mehr fahrbereit, weil die Achse am Lkw durch den Zusammenprall zerstört wurde, musste extra ein Spezialfahrzeug mit Kran zur Unfallstelle beordert werden - die Bergungsarbeiten am Lkw laufen derzeit noch. Vorher müssen die 14 Tonnen Motoröl aber abgepumpt werden - auch das muss eine Spezialfirma übernehmen. Zur Zeit (19.10 Uhr) ist die B252 weiterhin in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt, die Umleitungen sind ausgeschildert.  (112-magazin) 

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MARIENHAGEN. Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei wurden am Dienstagmittag gegen 11.20 Uhr zu einem Wohnhausbrand in den Vöhler Ortsteil Marienhagen alarmiert - zunächst  wurden Personen und Tiere im Gebäude vermutet, daher rückten die Ortswehren aus Marienhagen, Obernburg, Vöhl, Thalitter und Herzhausen, sowie der örtliche Einsatztrupp der Gemeinde Vöhl in voller Stärke an.

Noch während der Anfahrt zu dem Einfamilienhaus "Im Boden" ließ Einsatzleiter Marco Amert einen Trupp mit Atemschutz ausrüsten um zügig in das verqualmte Gebäude eindringen zu können. Zunächst wurde die Tür geöffnet, aus dem mitgeführten Tanklöschfahrzeugen wurde ein weiterer, mit den neuen Atemschutzgeräten ausgestatteter Trupp zum Brandherd ins Wohnzimmer geschickt um Glutnester mit einem schnellen Löschangriff bekämpfen zu können.

Parallel dazu öffneten die Freiwilligen die Fenster und bauten eine Wasserversorgung über die Hydranten auf. Nachdem die Suche im Haus auf die beiden Bewohner ergebnislos verlaufen war, atmeten die Einsatzkräfte auf - wie sich später herausstellen sollte waren die Besitzer der Immobile nicht zuhause. 

Umgehend nahmen Brandermittler der Kripo die Arbeit auf, das Ergebnis der Auswertung steht noch aus, hieß es am Abend aus Polizeikreisen. Fest steht, dass der Brandherd im Wohnzimmer in unmittelbarer Nähe des Kaminofens ausgebrochen sein muss. Das Haus gilt als unbewohnbar.

Im Nachgang ließ Amert mit der Wärmebildkamera das Gebäude auf weitere Glutnester untersuchen und ablöschen. Gegen 13.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden.  (112-magazin)

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Montag, 18 November 2019 12:33

Kleinbus brennt aus - fünf Wehren im Einsatz

HERZHAUSEN/ASEL-SÜD. Einsatzkräfte der fünf Vöhler Wehren aus Herzhausen, Harbshausen, Kirchlotheim, Schmittlotheim und Buchenberg rückten am Montagvormittag zu einem Einsatz aus, um einen brennenden Kleinbus zu löschen.

Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 23-jähriger Mann mit einem Volkswagen T6 gegen 8.30 Uhr die Kreisstraße 59 von Asel-Süd in Richtung Harbshausen.  Etwa 1000 Meter hinter dem Albert-Schweitzer Lager fing der Transporter im Innenraum an zu brennen. Der Fahrer steuerte in letzter Minute einen Parkplatz an, verließ das Ast-Taxi und wählte die Notrufnummer 112.

Zunächst traf die Besatzung vom Promedica Rettungsdienst aus Herzhausen vor Ort ein, zückte einen Feuerlöscher und löschte den Brand ab. Die nachrückenden Wehren mit einer Stärke von 25 Einsatzkräften unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Andreas Thiele führten Nachlöscharbeiten durch, zum Einsatz kam dabei auch die Wärmebildkamera.

Unverletzt konnte der 23-jährige auf ein Ersatzfahrzeug warten und seine Tour weiter fortsetzen. Der T6 musste mit wirtschaftlichem Totalschaden von ca. 7500 Euro abgeschleppt werden, vermutet wird ein technischer Defekt im Motorraum des T6, bestätigte die Polizei Frankenberg auf Nachfrage.  (112-magazin)

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VÖHL. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am gestrigen Samstag um 13.50 Uhr, auf der Landesstraße zwischen Vöhl und Basdorf - ein Rettungshubschrauber musste angefordert werden.

Wie die am Einsatz beteiligten Beamten mitteilten, befuhr ein 58-jähriger Mann aus Willingen mit seiner Kawasaki die L 3086 von Vöhl in Richtung Basdorf. In einer langgezogenen Linkskurve kurz hinter dem Ortsausgang Vöhl, in Höhe zur Einfahrt "Auf den Hesseln" kollidierte er mit dem Mercedes B 180 einer 83-jährigen Frau aus Vöhl, welche aus Basdorf kam und bei besagter Einfahrt nach links abbiegen wollte. First Responder König war als erster an der Unfallstelle und leistete Erste Hilfe, das Rettungsteam von Promedica aus Herzhausen traf wenig später ein und stabilisierte den Verletzten.

Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste per Hubschrauber ins Klinikum nach Kassel verbracht werden. Beide Fahrzeuge haben nach der Kollision nur noch Schrottwert. Insgesamt wurde der Sachschaden an den  Fahrzeugen auf 12.000 Euro geschätzt, wobei der Schaden an der B-Klasse mit 7000 Euro angegeben wird. 

Beide Fahrzeuge wurden außerdem durch einen Gutachter, welcher den genauen Unfallhergang klären soll, sichergestellt und abgeschleppt. Die Fahrbahn war bis etwa 17.30 Uhr gesperrt.

Feuerwehr im Einsatz

Die Vöhler Kameraden erreichte gegen 14.15 Uhr die Alarmmeldung durch die Leitstelle Waldeck-Frankenberg. Polizeikräfte hatten um Unterstützung gebeten, weil die Straße durch ausgelaufene Betriebsstoffe verunreinigt wurde. Mit neun Freiwilligen erreichte Einsatzleiter Heiko Schäl den Unfallort und ließ die Straße reinigen. Ebenso musste eine Umleitung durch die Kameraden aufgebaut und die Straße im Wirkungsbereich des Gutachters gesperrt werden.  ( 112-magazin)

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EDERBRINGHAUSEN. Die Lage schnell erkannt und gehandelt, haben am Montagnachmittag zwei Soldaten der Burgwaldkaserne bei Frankenberg - mit Werkzeug und Material konnten die versierten Flecktarnträger einen Lkw-Fahrer aus seiner misslichen Situation befreien.

Nach Angaben von Einsatzleiter Marco Amert wurden die Wehren aus Orke, Buchenberg und Ederbringhausen um 16.38 Uhr alarmiert um eine Ölspur auf der Kreisstraße 85 zwischen Ederbringhausen und Niederorke abzustreuen und das kontaminierte Bindemittel wieder aufnehmen und zu entsorgen. Insgesamt drei Kilometer lang war die Ölspur, 28 Freiwillige waren im Einsatz. Mitarbeiter von Hessen Mobil wurden ebenfalls angefordert.

Nach ersten Erkenntnissen waren zwei Soldaten auf ihrem Weg von Ederbringhausen nach Frankenberg unterwegs und bemerkten den in Not geratenen Lkw-Fahrer, der verzweifelt versuchte eine defekte Dieselverbindungsleitung zwischen den Tanks mit den bloßen Händen abzudrücken. Mit geübter Fingerfertigkeit und mitgeführtem Material konnten die beiden Soldaten den Lkw wieder so weit reparieren, dass der Fahrer des Lkws seine Fahrt zur nächsten Werkstatt fortsetzen konnte.

Bis 18.30 Uhr musste die Straße zwischen Ederbringhausen und Niederorke für den Verkehr gesperrt bleiben. (112-magazin)

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EDERSEE. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Edersee, die Wehren aus Basdorf und Sachsenhausen, sowie Sprengmeister des Landeskriminalamtes Wiesbaden waren am Sonntag in heikler Mission unterwegs - die Einsatzleitung vor Ort hatte Hauptkommissar Hosse von der Korbacher Polizei.

Camper findet Granate

Nach Angaben der Polizei wurde am Samstag durch einen Camper eine Granate im Bereich Fürstental entdeckt und gegen 13.30 Uhr den Behörden gemeldet. Daraufhin wurden Spezialisten des LKA Wiesbaden hinzugerufen, die am selben Tag nach einer Expertise eine kontrollierte Sprengung der 84 Millimeter-Granate vor Ort favorisierten. Die Sprengung der sogenannten Vorfeldbeleuchtung erfolgte am Sonntag gegen 17 Uhr. Bei dieser Art Munition, die in Grenadiereinheiten als Ilum bekannt ist, wird der Zünder und die Entfernung am Kopf der Granate eingestellt. Verschossen wird diese Munition mit der "Dicken Berta", einer schweren Panzerfaust. Unterlässt der Ladeschütze diese Maßnahme, zündet die Granate nicht und schlägt funktionslos nach einigen hundert Metern im Erdboden ein. Wahrscheinlich war dies der Grund, weshalb die Granate als "Blindgänger" in unwegsamen Gelände am Rande des  Erdersees eingeschlagen war.

Lagebesprechung bei Basdorf

Zur Lagebesprechung versammelte der Einsatzleiter vor Ort gegen 12.45 Uhr den Gemeindebrandinspektor Andreas Przewdzing mit seinem stellvertreter Bernd Schäfer aus Waldeck, sowie den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Marco Amert für die Gemeide Vöhl. Ebenfalls nahm Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei Waldeck an der Einweisung am Sportplatz bei Basdorf teil. Hier wurden anhand von Kartenmaterial die Einsatzorte festgelegt, die Frequenzen der Funkgeräte überprüft und die Aufgaben verteilt. Den Einsatzkräften der Wehren aus Sachsenhausen und Basdorf oblag die weiträumige Absperrung im Fürstental und der Banfe. Um 13.05 Uhr rückten insgesamt 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus, um das Gelände zu sichern. Dies stellte eine Herausfoderung dar, weil viele Radfahrer und Wanderer das gute Wetter ausnutzten und unterwegs waren. Polizeikräfte sperrten mit Pkws und Motorrädern die Zuwegungen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ab.

Keine Weltkriegsmunition

Da es sich um Munition aus Bundeswehrbeständen handelt, darf das Geschoss nicht vom Kampfmittelräumdienst gesprengt werden, sondern nur von Spezialkräften des Landeskriminalamtes, die mit einem Lkw gegen 14 Uhr eintrafen. Gegen 17 Uhr erfolgte die Sprengung kontrolliert, ohne Schäden anzurichten. Um 17.45 Uhr rückten die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr wieder ab. Ein Mitarbeiter von 112-magazin.de war zu diesem Zeitpunkt mit einer Propellermaschine am Edersee unterwegs und "schoss" aus luftiger Höhe einige Fotos vom Einsatzort. (112-magazin)

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MARIENHAGEN. Die Vöhler Ortswehren kommen scheinbar nicht zur Ruhe. Nachdem ein Brand am Dienstag und Mittwoch den Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk und seine Kameraden für 48 Stunden in die Pflicht nahm, rückten die Wehren am Donnerstag erneut aus. Diesmal war um Mitternacht ein Blitz in eine Dougalsie eingeschlagen, das Feuer konnte sich über Stunden hinweg den Weg zur Erde suchen und auf den Waldboden übergreifen.

Ein Radfahrer erkannte gegen 8.40 Uhr die Rauchentwicklung am Schachtenberg und informierte die Leitstelle über den Entstehungsbrand. Daraufhin wurde Einsatzleiter Bernd Schenk mit 21 Einsatzkräften aus Marienhagen und Herzhausen in Marsch gesetzt, die mit einem schnellen Löschangriff aus dem mitgeführten Tanker den Brand bekämpfen konnten.


Die Vöhler Ortswehren sind ständig im Einsatz. Ein wesentlicher Grund dafür ist die derzeitige Trockenheit. Am 31. Juli und am 1. August waren 207 Ehrenamtliche aus dem Landkreis am Kindeloh bei Marienhagen im Einsatz - dort brannte eine fünf Hektar große Douglasienschonung.

Link: 207 Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand bei Marienhagen (01.08.2018, mit Fotos)

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