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Freitag, 18 März 2016 10:48

Erpressung mit illegal gefilmten Sexvideos

SCHWALM-EDER-KREIS. Bei der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis sind mehrere Fälle von Erpressung mit illegal erlangten Sexvideos oder Bildern angezeigt worden. Die Taten ereigneten sich in den vergangenen Monaten. Die Polizei warnt und gibt Ratschläge.

Bei dieser seit einigen Jahren bekannten Erpressungsmasche erlangen zumeist Männer über verschiedenen Internetplattformen Kontakt zu jungen Frauen. Bei einem späteren Videochat per Skype oder WhattsApp fängt das Gegenüber an, sich auszuziehen, und fordert den Betroffenen auf, dies ebenfalls zu tun. Weiterhin wird der Betroffene aufgefordert, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen.

Wenn er dieser Forderung Folge leistet, wird er kurze Zeit später mit heiklen Filmen oder Bildern erpresst, da diese ohne sein Wissen mitgefilmt wurden. Die Konversation wird dabei teilweise zeitverzögert und im schlechten Englisch geführt, da die Täter oftmals im Ausland sitzen und Übersetzungsprogramme nutzen.

Fünfstellige Beträge gefordert
Bei dem geforderten Geld handelt es sich oftmals um fünfstellige Beträge, welche über Paysafe, Bitcoin oder Western Union bezahlt werden sollen.

Im Schwalm-Eder-Kreis wurden in den vergangenen Monaten zwölf solcher Fälle bei der Polizei angezeigt. Die Ermittler gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus, da viele Betroffene schon bezahlt haben oder sich aus Scham nicht trauen, die Erpressung anzuzeigen.

Die Polizei rät in diesen Erpressungsfällen:

  • Werden Sie misstrauisch, wenn Unbekannte sie schnell zu einem Videochat einladen wollen
  • Spätestens, wenn Ihr Gegenüber sich entkleidet und Sie auffordert das gleiche zu tun, sollte das ein Alarmzeichen für Sie sein
  • Lassen Sie sich nicht auf sexuellen Handlungen beim Videochat ein
  • Geben Sie auf keinen Fall Nacktaufnahmen von sich an Fremde weiter

Sollte es dann doch passiert sein und man erpresst Sie:

  • Brechen Sie den Kontakt zu den Erpressern sofort ab, gehen Sie nicht auf deren Forderungen ein, denn trotz Zahlung kann das Video veröffentlicht werden
  • Sollte das Video trotzdem veröffentlicht werden, wenden Sie sich mit der bitte um Löschung an den Betreiber der Plattform

Sollten Sie erpresst worden sein und auch schon gezahlt haben gilt:

  • Alle Beweise (Printscreen, Video, Verbindungsdaten, E-Mails, etc.) sichern und Strafanzeige wegen Erpressung bei der Polizei erstatten
  • Kontaktieren Sie die Portale, bei denen das Video veröffentlicht wurde und verlangen Sie eine umgehende Löschung

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Publiziert in HR Polizei
Donnerstag, 25 Februar 2016 08:16

Fax erhalten? - Locky greift auf Computer zu

FRANKENBERG. Gestern Mittag meldete sich ein Unternehmer aus Frankenberg bei der Redaktion von 112-magazin.de und bat um Veröffentlichung einer Warnung. Nach Angaben des 35-jährigen Frankenbergers hatte er sich den Verschlüsselungstrojaner "Locky" auf seinen Computern eingefangen, als er ein Fax öffnete. Innerhalb kürzester Zeit wurde sein komplettes Netzwerk verschlüsselt und lahmgelegt. Im Anschluss wurde der Frankenberger aufgefordert, eine Lösegeldsumme zu zahlen.

Nach Angaben eines Computerfachmanns, kann der Geschädigte nichts mehr ausrichten, sobald das Fax geöffnet wurde. Von einer Zahlung an die Erpresser wird allerdings abgeraten, da in vielen Fällen keine Entschlüsselung der Computer erfolgt und das Geld auf einem ausländischen Konto deponiert wurde. 

Tipp: Prüfen sie bitte genau die Herkunft ihrer Faxe, öffnen sie keine Dateien die verdächtig erscheinen. Möglichkeiten, dass ihre Daten nach einer Infektion zu retten sind, scheiden derzeit grundsätzlich aus.

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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes weisen auf eine neue und besonders dreiste Variante von Schadsoftware hin. Kriminelle versuchen damit, Geld von PC-Besitzern zu erpressen.

Bei den Attacken werden die PCs von Betroffenen so verschlüsselt, dass eine vollständige Wiederherstellung aller Daten oft nicht möglich ist. Die Polizei und das BSI zeigen Schutzempfehlungen auf und geben konkrete Handlungshilfen für den Ernstfall.

Die neueste Variante der Schadsoftware, der so genannte Windows-Verschlüsselungs-Trojaner, wird bundesweit über Spam-Mails verbreitet. Die angeschriebenen Personen werden beispielsweise im Namen einer Staatsanwaltschaft im Bundesgebiet dazu verleitet, die beigefügten Anhänge zu öffnen. Doch schon beim Öffnen des Anhangs wird der PC verschlüsselt und Geld gefordert.

Auch nach Bezahlen der Forderung, in der Regel 100 Euro per Paysafecard oder 50 Euro per Ukash, wird die Sperrung nicht aufgehoben. Vielmehr sind sämtliche Dateien auf dem PC so verschlüsselt, dass auch die Wiederherstellung mit einer Rettungs-CD ("Rescue Disk") nur teilweise erfolgreich ist.

Immer wieder tauchen neue Varianten dieser bereits seit 2011 bekannten Schadsoftware auf. Um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen, missbrauchen die Erpresser offizielle Logos von bekannten Unternehmen und Behörden. So wurden bereits Logos des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei oder verschiedener Softwareunternehmen zu betrügerischen Zwecken verwendet. Eine andere Variante der Schadsoftware täuscht die Nutzer mit den Logos des BSI und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU).

Kritisch sein und Anzeige erstatten
"Das BSI sowie die anderen Behörden und Unternehmen sind nicht Absender dieser Meldungen", betont BSI-Präsident Michael Hange. "Wir rechnen mit einer weiteren Zunahme relevanter Schwachstellen und neuer Schadprogramme beziehungsweise deren Varianten", führt Hange weiter aus. "Insofern wird die Gefährdungslage tendenziell eher noch zunehmen. Mit Standard-Schutzmaßnahmen lassen sich aber auch im privaten Umfeld bereits 80 Prozent aller Cyber-Angriffe abwehren."

Anwender sollten daher stets auf aktuelle Virenschutzprogramme achten, sowie Sicherheitsupdates für die von ihnen genutzte Software einspielen, sobald diese von den Herstellern bereitgestellt werden. Die Programme der im Markt bekannten Antivirensoftware-Hersteller erkennen in der Regel die bekannten Varianten der Erpressungsschadsoftware und hindern sie daran, den Rechner zu infizieren.

Das BSI und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes raten allen Betroffenen, die geforderte Gebühr unter keinen Umständen zu bezahlen. "Sollten Internet-Nutzer von einer der Erpressungsvarianten betroffen sein, sollten sie umgehend Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle erstatten", empfiehlt Professor Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

"Eine Zahlung des geforderten Betrags führt nicht zu einer Entschlüsselung des Rechners. Jeder sollte sich bewusst machen, dass offizielle Stellen in dieser Form niemanden ansprechen und in dieser Form kein Geld fordern würden", betont Hammann.

Eine Möglichkeit, einen durch Trojanerbefall gesperrten Rechner von der Schadsoftware zu befreien, können Rettungs-CDs sein, die beispielsweise die Anbieter von Antivirensoftware auf ihren Webseiten zum Teil kostenfrei bereitstellen. Diese Rettungs-CDs müssen über einen nicht infizierten Rechner heruntergeladen und auf den betroffenen Rechner aufgespielt werden.

Im Falle der neuesten Schadsoftware-Variante empfehlen Polizei und BSI jedoch, sich an IT-Experten zu wenden, die bei der Entschlüsselung des Rechners behilflich sein können. Darüber hinaus bietet das Anti-Botnetz-Beratungszentrum auf seinem Internet-Angebot unter https://www.botfrei.de/ eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Betroffene ihren Rechner reinigen können.

Publiziert in Internet
Montag, 12 September 2011 17:10

Täter nach Überfall auf Zweiradhändler gefasst

GIFLITZ. Nach dem gewalttätigen Überfall dreier Täter auf einen Zweiradhändler Ende August haben vermutlich dieselben jungen Männer ihr Opfer telefonisch kontaktiert und zu erpressen versucht. Spezialkräfte verhafteten einen mit Schreckschusspistole bewaffneten Erpresser bei der Geldübergabe.

Zu dem Überfall war es am 26. August kurz nach Feierabend im Ladengeschäft des Zweiradhändlers gekommen (112-magazin.de berichtete). Einer der drei Täter schlug dem 40-jährigen Geschäftsmann in einen Büroraum mehrfach gegen den Kopf und forderte unter Vorhalt eines Messers Bargeld. Die Räuber hatten damals die gesamten Tageseinnahmen erbeutet.

Erpresseranruf
Noch während der Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei wurden die vermeintlichen Täter abermals aktiv, wie Polizeisprecher Dirk Virnich am Montag berichtete. "Es besteht der dringende Verdacht, dass sie sich vergangenen Dienstag, gut eine Woche nach dem Überfall, erneut bei dem Überfallenen meldeten und nun einen noch höheren Geldbetrag unter gleichzeitiger Androhung empfindlicher Repressalien forderten", sagte der Sprecher zum derzeitigen Ermittlungsstand.

Festnahmen
Da sich der Geschädigte umgehend und richtigerweise an die Kripo wandte, lief ein größerer Polizeieinsatz an. Die Geldübergabe sollte vergangenen Donnerstag, also zwei Tage nach dem Anruf der mutmaßlichen Erpresser am Autobahnkreuz Kassel stattfinden. Hierbei nahmen Spezialeinsatzkräfte der Polizei einen mit einer Schreckschusspistole bewaffneten Mann am Auto des Erpressten fest. Bei dem Festgenommenen handelte es sich um einen 19-jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen dehnte sich die Fahndung nach den noch fehlenden vermeintlichen Mittätern nach Rheinland-Pfalz in den Raum Anderach und Koblenz aus. Am Freitagabend gelang schließlich auch noch die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers in Koblenz. Es handelt sich dabei um einen 40-jährigen Türken mit Verbindungen nach Waldeck-Frankenberg. Gegen beide Männer wurde Haftbefehl erlassen. Der dritte mutmaßliche Täter, ein 19-jähriger Afghane, befindet sich zur Zeit aufgrund anderer Delikte in Haft. Nach einer weiteren Person wird aktuell noch gefahndet.

Zu den Hintergründen der Taten machten Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben, die Ermittlungen dauern an.


112-magazin.de hatte nach dem Überfall berichtet:
Zweiradhändler überfallen, Tageseinnahmen geklaut (29.08.2011)

Publiziert in Polizei
Seite 2 von 2

Neustes 112-Video

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