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OTTLAR/RATTLAR. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag auf der Kreisstraße 63 zwischen Ottlar und Rattlar.

Gegen 17.10 Uhr befuhren ein 58-Jähriger mit einem landwirtschaftlichen Gespann und ein 24-Jähriger mit einem weißen Kleinwagen der Marke Skoda hintereinander die Kreisstraße 63 in Richtung Rattlar. In Höhe des Abzweigs zum Dommelturm wollte der Mann aus einem Willinger Ortsteil mit seinem roten Traktor der Marke Case nach rechts in einen Wirtschaftsweg abbiegen. Um beim Abbiegevorgang nicht mit dem am Straßenrand stehenden Verkehrsschild zu kollidieren, fuhr der 58-Jährige mit seinem Gespann eine größere Kurve auf der Fahrbahn. Zeugenaussagen zufolge hatte er den Fahrtrichtungsanzeiger dabei ordnungsgemäß nach rechts gesetzt.

Aus bislang nicht geklärten Gründen war ein 24-Jähriger aus Bad Arolsen von diesem Fahrmanöver überrascht. Mit seinem weißen Skoda versuchte er das Gespann rechts zu überholen. Da sich dieses aber bereits im Abbiegevorgang befand, konnte keiner der beiden Beteiligten die Kollision verhindern - der 24-Jährige fuhr etwa zehn Meter über die angrenzende Bankette, riss das Verkehrsschild um und krachte fast frontal in die rechte Seite des Traktors.

Durch die Kollision wurde der 24-Jährige verletzt. Ein Notarzt behandelte den Mann vor Ort und eine Rettungswagenbesatzung brachte ihn anschließend in ein Krankenhaus. Der 58-Jährige blieb nach ersten Informationen glücklicherweise unverletzt. Zusätzlich zum Notarzt und den beiden Rettungswagen war eine Funkstreife der Korbacher Polizei im Einsatz.

Über die Dauer der Einsatzarbeiten war der Verkehr im Bereich der Unfallstelle erheblich beeinträchtigt. Über die Sachschadenshöhe liegen bislang keine Informationen vor. 

Link: Unfallstandort zwischen Ottlar und Rattlar auf der Kreisstraße 63 (22. September 2021)

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Montag, 13 September 2021 10:03

Drei Personen bei Motorradunfall in Usseln verletzt

USSELN. Drei verletzte Personen sind das Ergebnis eines Motorradunfalls, der sich am Samstagnachmittag bei Usseln ereignet hat. 

Eine größere Gruppe Motorradfahrer war am 11. September gegen 16.15 Uhr mit ihren Maschinen auf der Düdinghäuser Straße in Richtung Ortsausgang unterwegs. Auf Höhe des Curioseums wollten die Vorausfahrenden nach links auf den dortigen Schotterparkplatz abbiegen - wegen entgegenkommendem Verkehr musste die Gruppe aber halten. Die folgenden Motorradfahrer bemerkten dies, nur einer der Fahrer war aus bislang ungeklärten Gründen vom Bremsmanöver überrascht und krachte in die wartenden Biker. 

Insgesamt kollidierte der Unfallverursacher (33) mit zwei weiteren Motorrädern, die von einem 44-Jährigen und einem 59-Jährigen geführt wurden. Zwei Personen wurden bei der Kollision leicht verletzt, eine schwer - die Beteiligten wurden in Krankenhäuser nach Brilon und Korbach gebracht.

An den drei Maschinen der Marke KTM entstand Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 19.000 Euro. 

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LICHTENFELS. Im Lichtenfelser Ortsteil Münden liegen die Nerven der Bewohner derzeit blank - erneut hat ein Unbekannter gezündelt und einen Schuppen in Flammen aufgehen lassen.

Gegen 23.40 Uhr hat ein Zeuge über die Notrufnummer 112 Feuerschein im Bereich des Sportplatzes an der Brückenstraße gemeldet. Eine Scheune steht in Münden in Vollbrand, lautete die Information. Daher wurden die Wehren Münden, Rhadern, Dalwigksthal, Sachsenberg, Neukirchen und Goddelsheim alarmiert. Wie immer bei gemeldeten "F3" Einsätzen werden die Lichtenfelser Kameradinnen und Kameraden aus Medebach (NRW) unterstützt. Der komplette Löschzug mit der Drehleiter war kurz nach der Alarmierung am Einsatzort um die Lichtenfelser zu unterstützen. Die Drehleiter kam nicht zum Einsatz. 

Wie Einsatzleiter Klaus Debus mitteilt, handelte es sich nicht um einen Scheunenbrand, sondern um einen brennenden Geräteschuppen, in dem Metalle, Brennholz und einige Strohballen gelagert waren. Mittels Schnellangriff konnte das Feuer zunächst unter Kontrolle gebracht werden. Im Nachgang brachte der Stadtbrandinspektor die Wärmebildkamera zum Einsatz - es folgten nochmals Nachlöscharbeiten unter Beimischung von Löschschaum. Insgesamt beteiligten sich 75 Ehrenamtliche an den Löscharbeiten. Zur Absicherung war eine RTW-Besatzung aus Dalwigksthal vor Ort - verletzt wurde aber niemand, wie Klaus Debus mitteilte.

Da sich weder selbstentzündende Stoffe oder Brandbeschleuniger im Schuppen befanden, noch elektrische Anschlüsse vorhanden sind, kommt eine Selbstentzündung nicht infrage. Die Polizei wollte sich nicht zur Brandursache äußern und bestätigte, dass Brandermittler am Sonntag mit der Arbeit zur Klärung der Ursache beginnen werden. In jüngster Vergangenheit hat es im Nahbereich von Münden schon einmal gebrannt. Auch in diesem Fall sucht die Polizei Zeugen.

Wer Hinweise zur Brandursache geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei in Frankenberg unter der Rufnummer 06451/72030 in Verbindung zu setzen.  

Link: Brandstifter in Lichtenfels unterwegs - Polizei bittet um Hinweise (18.08.2021)

Link: Einsatzstandort am 28. August bei Münden.

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Freitag, 27 August 2021 13:03

Rhoden: Einbrecher stehlen Werkzeuge aus Scheune

RHODEN. In der Zeit vom vergangenen Sonntag (18 Uhr) bis Mittwochabend (17 Uhr) wurde in eine freistehende Scheune an der Helmighäuser Straße am Ortsausgang von Diemelstadt-Rhoden eingebrochen.

Die Unbekannten brachen ein Bügelschloss an einer Tür der Scheune auf und durchsuchten daraufhin die Scheune nach Wertgegenständen - die Täter entwendeten kleinere Werkzeuge mit einem Gesamtwert von ungefähr 500 Euro. Es kann davon ausgegangen werden, dass die unbekannten Personen mit einem Fahrzeug an die Scheune gelangten und das Diebesgut damit abtransportierten.

Hinweise die zur Aufklärung beitragen können, bitte an die Polizeistation in Bad Arolsen unter der Telefonnummer 05691/97990. (ots/r)

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FRANKENBERG. Eine Unfallflucht ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Frankenberg - Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.

Im Laufe der Nacht befuhr ein bislang Unbekannter mit seinem Fahrzeug die Bottendorfer Straße. Zwischen der Abfahrt zur Marburger Straße und dem dortigen Penny-Markt geriet der Fahrer auf eine Verkehrsinsel, überfuhr diese und beschädigte dabei zwei Verkehrsschilder.

Bei dem Unfall wurde das Fahrzeug des Unbekannten so stark beschädigt, dass Betriebsstoffe ausliefen. Die Ölspur führte die Beamten der Frankenberger Polizeistation am Sonntagvormittag auf den nahegelegenen Penny-Parkplatz - vom Unfallverursacher fehlte allerdings jede Spur. Zur Beseitigung der Betriebsstoffe wurde die Frankenberger Feuerwehr alarmiert. An der Verkehrsinsel entstand Sachschaden in Höhe von etwa 300 Euro.

Da keine weiteren Spuren gefunden werden konnten, wird davon ausgegangen, dass das Unfallfahrzeug von einer weiteren Person abtransportiert wurde. Hierbei könnte ein Anhänger zum Einsatz gekommen sein. Weitere Hinweise zum Unfallverursacher liegen bislang nicht vor. 

Die Beamten der Frankenberger Polizei bitten Zeugen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag möglicherweise einen Abschleppvorgang auf dem Penny-Parkplatz mitbekommen oder andere verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 06451/72030 zu melden.

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Samstag, 14 August 2021 18:37

10.000 Euro Sachschaden bei Unfall in Helsen

HELSEN. Zu einem Verkehrsunfall wurden am Samstagnachmittag eine Streife der Polizeistation Bad Arolsen und die Feuerwehr Helsen alarmiert.

Der Unfall ereignete sich gegen 14.25 Uhr - ein 58-Jähriger aus Volkmarsen fuhr mit seinem grünen Cabrio der Marke Audi auf der Professor-Bier-Straße in Richtung des Helsener Ortsausgangs. Aus der Straße "An der Bleiche" kommend, wollte eine 37-Jährige aus Bad Arolsen zur gleichen Zeit die Kreuzung mit ihrem schwarzen Seat Ibiza überqueren - hierbei übersah die Frau den von rechts kommenden Audi. Im Kreuzungsbereich kollidierten die Fahrzeuge miteinander, verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

Wegen auslaufender Betriebsstoffe alarmierte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg die Feuerwehr in Helsen. Zunächst wurden die beiden Unfallfahrzeuge auf einen nahegelegenen Parkplatz gebracht, die 14 Kameradinnen und Kameraden streuten anschließend die Betriebsstoffe ab und säuberten die Fahrbahn. Zeitgleich übernahmen die Einsatzkräfte die Verkehrssicherung. Nach etwa 45 Minuten konnten die Feuerwehrleute in ihren nur wenige Meter entfernten Standort zurückkehren.

Den Gesamtsachschaden an den Fahrzeugen schätzen die Beamten der Bad Arolser Polizei auf etwa 10.000 Euro.

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Mittwoch, 11 August 2021 19:03

15.000 Euro Schaden bei Unfall in Bömighausen

BÖMIGHAUSEN. Auf der Bundesstraße 251 ereignete sich am Mittwoch ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen - verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Gegen 11.45 Uhr fuhren am Mittwochvormittag ein 31-Jähriger mit seinem schwarzen Opel Insignia und ein 58-Jähriger mit seinem silberfarbenen Mercedes ML 270 hintereinander auf der Bundesstraße 251 von Korbach in Richtung Willingen.

In der Ortslage Bömighausen wollte der 31-Jährige aus Ronnenberg (Niedersachsen) mit seinem Opel nach links in die Straße "Baumschule" abbiegen und musste hierfür verkehrsbedingt halten - dies bemerkte der folgende 58-Jährige aus Willingen zu spät und prallte frontal in das Heck des Insignia.

Glücklicherweise blieben beide Beteiligten bei dem Unfall unverletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Beamten der Korbacher Polizei am Opel auf etwa 10.000 Euro und am Mercedes auf rund 5.000 Euro.

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KASSEL. Bei einem Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses in der Mittelfeldstraße im Kasseler Stadtteil Rothenditmold konnte die Feuerwehr am Donnerstag durch ihr schnelles und gezieltes Eingreifen einen Totalschaden des Gebäudes verhindern. Bewohner kamen bei dem Brand glücklicherweise nicht zu Schaden. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei dem Einsatz leicht.

Gegen 3.45 Uhr erreichte die Leistelle der Feuerwehr Kassel über den Notruf 112 die Meldung über einen Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses in der Mittelfeldstraße. Umgehend wurde durch die Leitstelle der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1, die Freiwilligen Feuerwehren Harleshausen und Waldau der Stadt Kassel sowie Einheiten des Rettungsdienstes alarmiert.

Vor Ort brannte der vordere Teil des Dachstuhles bereits in voller Ausdehnung und drohte unmittelbar auf die andere Hälfte des Hauses überzugreifen - die Feuerwehr brachte zunächst alle Bewohner sicher aus ihren Wohnungen. Parallel dazu wurde durch einen Trupp unter Atemschutz und einem Strahlrohr ein Übergreifen des Brandes auf die andere Hälfte des Dachstuhles verhindert. In Folge wurden weitere Trupps mit Atemschutzgeräten und Strahlrohren eingesetzt um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, was glücklicherweise schnell gelang. Außerdem wurde zeitweise über die Drehleiter der Brand bekämpft.

Durch das schnelle und gezielte Eingreifen der Feuerwehr konnte ein noch größerer Schaden am Gebäude verhindert werden - die Bewohner des Gebäudes blieben unverletzt. Vorerst sind die betroffenen Wohnungen des Gebäudes nicht bewohnbar. Bei dem Einsatz verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht, er wurde ambulant an der Einsatzstelle behandelt und konnte in Folge den Einsatz fortführen.

Minuten nach Entdeckung des Brandgeschehens meldete sich ein 36-jähriger Kasseler persönlich beim Polizeirevier Mitte und gab an, für den Brand verantwortlich zu sein. Er wurde festgenommen und an die Beamten des Kriminaldauerdienstes übergeben. Zur Sachschadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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KORBACH. In Korbach ereignete sich am Montagnachmittag ein Brand in einem Fachwerkhaus - da die Feuerwehrkräfte das Haus unter Zuhilfenahme der zweiteiligen Steckleiter schnell evakuieren konnten, wurde niemand verletzt. 

Die Leitstelle Waldeck-Frankenberg meldete gegen 14.40 Uhr, dass ein Fachwerkhaus in der Bunsenstraße brennt und sich Personen im betroffenen Gebäude befinden. Unverzüglich machten sich fünf Rettungswagen und die Korbacher Kernstadtwehr auf den Weg zum Einsatzort.

Bei Ankunft in der Bunsenstraße konnte die gemeldete Einsatzlage bestätigt werden - aus den Fenstern im Erdgeschoss drang dichter Rauch, in der Wohnung im Obergeschoss machten Personen auf sich aufmerksam. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Bewohner das Haus nicht über die üblichen Fluchtwege verlassen.

Unter Zuhilfenahme einer Steckleiter wurden die Personen aus dem Obergeschoss gerettet. Zeitgleich wurde der Löschangriff im Erdgeschoss unter Atemschutz eingeleitet, während zwei zusätzliche Trupps das Haus nach weiteren Personen durchsuchten - glücklicherweise konnte noch während der Löscharbeiten Entwarnung gegeben werden, da sich niemand sonst im Haus befand.

Wie Stadtbrandinspektor Carsten Vahland gegenüber 112-magazin.de mitteilte, ereignete sich im Erdgeschoss des Fachwerkhauses ein Schwelbrand - ein Zimmer brannte dabei völlig aus. Der hohe Sachschaden konnte bislang nicht beziffert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei in Korbach aufgenommen.

Durch das schnelle und koordinierte Handeln der Einsatzkräfte blieben alle Betroffenen unverletzt.

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BAD WILDUNGEN/HEIMERZHEIM. Donnerstagmorgen, 08:30 Uhr. An seiner Arbeitsstelle bekommt Oliver Münch von der Bergwacht Bad Wildungen einen Anruf: Es werden Luftretter im Hochwasserkatastrophengebiet benötigt. Menschen sind in Lebensgefahr, müssen von umfluteten Hausdächern gerettet werden. Für den 33-jährigen Bad Wildunger und auch seinen Arbeitgeber, die Kommunalwald GmbH Waldeck-Frankenberg, gar keine Sekunde des Zögerns: Oliver Münch wird den Einsatz sofort wahrnehmen.

„Da hat mein Arbeitgeber sofort zugestimmt und war froh, dass es Menschen gibt, die in dieser Situation helfen können“, ist Oliver Münch begeistert von der unkomplizierten Einstellung seines Arbeitgebers.

Dann geht es ganz schnell: Oliver fährt zur Bergrettungswache in Bad Wildungen und rüstet sich für den Luftrettungseinsatz aus, während in Fuldatal bei Kassel zwei Hubschrauber der Bundespolizei starten. Jene Fliegerstaffel, die mit den Kameraden der Bergwacht Bad Wildungen vier Mal im Jahr in und um Bad Wildungen Luftrettungseinsätze trainiert – für den Ernstfall, der nun in einer ganz anderen Dimension eingetreten ist, als man es eigentlich erwartet. Regionale Einsätze, bei denen ein Wanderer in Not geraten ist und in unwegsamem Gelände nicht vom Rettungsdienst erreicht werden kann, hat Oliver Münch schon geflogen. Ein Hochwassereinsatz aber, bei dem Menschen ertrunken sind und einige sich in letzter Sekunde auf Hausdächer oder Bäume retten konnten, und nun auf seine Hilfe warten – das ist für den 33-Jährigen Neuland. „Da war schon eine Aufregung da“, gesteht er mir in unserem Gespräch. Aber nach dem ersten Einsatz, so erzählt er mir, habe sich das schnell gelegt.

Oliver Münch kam mit einem Hubschrauber vom Typ EC 155 in Heimerzheim, unweit der A61 zum Einsatz. Die Kollegen mit dem zweiten Hubschrauber, einer Super Puma, sind in den Landkreis Ahrweiler geflogen.

„Als wir ankamen, haben wir schon gesehen, was los ist“, berichtet Oliver mir. Der junge Mann sieht Menschen auf Hausdächern, eingeschlossen von braunem Wasser. „Einige haben uns aus der Luft zu verstehen gegeben, dass sie noch aushalten und haben uns vorbei gewunken“, erzählt er. Weiter zu den Menschen, die am Ende ihrer Kräfte waren, die sehnlichst auf die Rettung aus der Luft gewartet haben. „Die haben uns herbei gewunken“, beschreibt er seine Eindrücke. Wie dann das weitere Vorgehen war, möchte ich von ihm wissen. „Wir haben geschaut, ob nichts gefährliches in der Nähe war und dann sind wie sofort runter gegangen“, erklärt er mir. Der Fachmann der Bergrettung hing dabei am Stahlseil, das von einem Windenoperator der Bundespolizei abgelassen wurden – hunderte Male trainiert, zum Beispiel am Hahnberg bei Bad Wildungen, oder am Bilstein. Unten bei den Menschen angekommen erklärt der Bergretter ihnen kurz, was nun geschehen wird, und wie der Winch, also das Aufziehen mit der Winde, ablaufen wird. Die Piloten halten ihre Maschine währenddessen wie eine Eins in der Luft. Was unter ihnen passiert, sehen sie nur eingeschränkt. Sie müssen sich auf die Kommunikation mit Bergretter und Windenoperator verlassen. „Und das hat einfach wunderbar funktioniert mit der Bundespolizei“, freut sich Oliver Münch. Nach der kurzen Einweisung der zu Rettenden werden diese in ein so genanntes Rettungsdreieck gepackt und dann gemeinsam mit dem Bergretter an Bord der Maschine geholt. „Die waren ganz ruhig beim Winchvorgang“, erinnert sich Oliver. Wenn die Menschen an Bord des Hubschraubers waren, wurden sie zu einem nahe gelegenen Sportplatz geflogen und dort von Hilfsorganisationen untersucht und weiter versorgt oder betreut. Der Hubschrauber drehte dann direkt wieder ab, um die nächsten Menschen von den Hausdächern zu retten. „Die waren so dankbar beim Aussteigen...“, beschreibt der Bergretter seine Eindrücke von den Landungen am Sportplatz.

„Es ging wirklich Step by Step“, erinnert er sich an die Einsatzabläufe vor Ort. Als Pausen dienten nur die obligatorischen Landungen, um den Hubschrauber wieder betanken zu können. Mobile Tankwagen der Bundespolizei und der Bundeswehr sind dazu ins Schadensgebiet gefahren. In Heimerzheim waren die Retter insgesamt mit drei Hubschraubern im Einsatz: „Die Bundeswehr war noch dort, wir mit der Bundespolizei mit der EC 155 und ebenfalls die Bundespolizei noch mit einer EC 135“, berichtet Oliver. Letzterer Hubschrauber verfügt bei der Bundespolizei allerdings nicht über eine Winde. „Mit diesem Hubschrauber wurden Erkundungsflüge gemacht. Er hat nach Menschen in Not gesucht, und diese an die beiden Windenhubschrauber gemeldet“, berichtet er.

Ich frage ihn, ob es denn eine gefährliche oder haarige Situation im Einsatz gegeben hat. Gefährlich sei es nicht gewesen, aber einen sehr anspruchsvollen Winch habe es schon gegeben. „Da stand ein Mensch kniehoch im Wasser mitten in einem engen Innenhof und ich dann auch. Das war wirklich sehr eng dort und eine große Herausforderung für die Hubschrauberbesatzung“, macht Oliver deutlich. Aber alles hat super geklappt. „Da weiß man einfach, wofür man das lernt“, resümiert er den Einsatz, der noch bis 19:00 Uhr an diesem Donnerstag andauerte. „Dann sind wir zum Hauptsitz der Bundespolizeifliegerstaffel nach Sankt Augustin geflogen. Schichtwechsel für die Besatzungen. Wir haben dort übernachtet und am nächsten Tag hatten wir eine Bereitschaft aufrecht zu erhalten“, erklärt Oliver mir, der bereits seit 2010 ehrenamtlicher Luftretter bei der Bergwacht ist. Da kam es für den Bad Wildunger aber zu keinem Einsatz mehr. Gegen 21:00 Uhr war der dann am Freitag wieder zu Hause in Bad Wildungen. Mit dem tollen Gefühl, mit seinem Wissen und seinem ehrenamtlichen Engagement Menschen in höchster Not aus einer Extremsituation gerettet zu haben.

Mich interessiert abschließend, wie sein Umfeld seinen Einsatz nach der Rückkehr gesehen hat. Oliver muss nicht lange überlegen: „Die große Erleichterung war sofort als erstes zu spüren. Sie waren heilfroh, dass mir nichts passiert ist. Denn sie hatten ja auch in den Medien mitbekommen, dass dort bereits Einsatzkräfte verunglückt und auch leider ums Leben gekommen waren“, schildert er. „Und vor allem meine Frau und meine Eltern waren sehr stolz“. Wie wir finden auch mit Recht. Wir sagen „Danke für Deinen Einsatz, lieber Oliver und mach weiter so, denn das ist ganz großes Kino!“

Publiziert in Retter
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