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HOMBERG. Wenige tausend Euro versuchten unbekannte Täter von einem Unternehmen im Schwalm-Eder-Kreis zu erpressen, nachdem sie eine Schadsoftware auf die Computeranlage des Unternehmens überspielt hatten.

Die Software blockierte mehrere zehntausend Dateien am Freitag, als eine als Bewerbung getarnte E-Mail einging. Eine Unternehmensmitarbeiterin klickte den ZIP-Anhang der E-Mail, in welcher sich die Bewerbungsunterlagen befinden sollten an und lud so einen Trojaner herunter. Durch diesen wurden insgesamt ca. 95.000 Dateien blockiert. Der Schaden fiel dem Unternehmen erst am 27. August auf, vonseiten des Unternehmens wurde ein Großteil der Daten gesichert. In einer gesonderten Datei wurde dem Unternehmen die Wiederherstellung der Daten gegen eine Zahlung von mehreren hundert Euro in Bitcoin in Aussicht gestellt.  

Bei Ransomware, auch Erpressungstrojaner, Kryptotrojaner oder Verschlüsselungstrojaner genannt, handelt es sich um ein Schadprogramm, welches Daten und Dateien auf Computern und/oder angeschlossenen Datenträgern verschlüsselt oder den Zugriff darauf verhindert. Für die Entschlüsselung wird ein Lösegeld (ransom) häufig in der Kryptowährung "Bitcoin" gefordert. Die Bezeichnung Ransomware setzt sich zusammen aus den Wörtern "ransom", welches aus dem englischen kommt und Lösegeld bedeutet und "software/malware".  

Präventionstipps der Polizei


  • Durch folgende Maßnahmen kann die Gefahr einer Infektion mit Ransomware und deren Folgen reduziert werden:
  • Führen Sie regelmäßig Updates der Software und Betriebssysteme durch.
  • Nutzen Sie aktuelle Anti-Viren-Software.
  • Führen Sie regelmäßig Datenbackups ihrer Daten vom Netzwerk auf getrennten Speichermedien (externe Festplatten) durch.  


Tipps für Unternehmen:


  • Ergreifen Sie Schutzmaßnahmen der Netzwerkinfrastruktur (Abschottung, abgestufter Aufbau, Trennung von Netzen etc.), um damit das Risiko einer Infektion und deren Ausbreitung im eigenen Netz zu reduzieren.
  • Beschränken Sie die Zugriffsrechte (Netzwerke, Computer) in geeigneter Form (z.B. lesen/schreiben, Admin/User) der Nutzer.
  • Legen Sie fest, welche zugelassenen und legitimen Softwareprodukte auf betriebliche Rechner installiert werden dürfen.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig für Infektionsmöglichkeiten. 


(ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Einmal mehr spielen Betrüger mit der Angst der Bürger vor Strafverfolgung: Die Täter geben sich in Mails als Ermittler einer Abteilung für Internetkriminalität aus und informieren die Empfänger über ein angebliches Ermittlungsverfahren gegen sie. Details dazu seien einer angehängten Datei zu entnehmen - doch wer diese öffnet, installiert ungewollt einen Trojaner.

Die Masche, vor der beispielsweise die Polizei in Niedersachsen in ihrem "Ratgeber Internetkriminalität" warnt, ist nach Angaben von Polizeisprecher Volker König ein ganz aktuelles Phänomen. Dabei soll im Namen der Polizei Schadsoftware auf Computer argloser Nutzer aufgespielt werden. "Die Masche ist sehr raffiniert. Ein erster Fall ist nun auch am heutigen Tage hier in Waldeck-Frankenberg aktenkundig geworden", sagte König am Montag.

Bei dieser Masche machen sich die Täter die Angst, aber auch die Neugier der PC-Besitzer zunutze. In den Mails, die angeblich von der Polizeiinspektion Cyberabteilung in Köln stammen und einen offiziellen Charakter vermitteln, ist von einem Strafverfahren wegen Betruges die Rede, das gegen den Empfänger der Mail eingeleitet worden sei. Zur Information vorab, vor Erhalt der schriftlichen Ladung zu einer Vernehmung, werde dem Beschuldigten der Inhalt der Ermittlungsakte in digitaler Form zur Verfügung gestellt.

Weil viele Nutzer von der Ankündigung über angebliche Strafverfolgung eingeschüchtert sind und unmittelbar erfahren wollen, was es mit den Betrugsvorwürfen auf sich hat, tappen sie in die Falle: Der Mailanhang enthält nämlich keine Informationen zu den überhaupt nicht geführten Ermittlungen, sondern einen Trojaner. Dieser aktiviert sich beim Öffnen der Datei per Doppelklick und installiert sich auf dem eigenen Rechner. Die Mail der angeblichen Cyberabteilung der Polizei ist nichts weiter als ein Cyberangriff, es extrahiert sich eine Schadsoftware ganz von allein.

Ist dies passiert, übernimmt der Verschlüsselungstrojaner den Rechner. Nach einem erzwungenen Neustart des Computers wird zum Beispiel das aktuelle Betriebssystem blockiert und auf dem Monitor ein Totenkopf oder ein komplett schwarzer Bildschirm angezeigt. Zur Entschlüsselung des Rechners werden dann Geldforderungen gestellt, die man mit dem als Bitcoins bezeichneten virtuellen Zahlungssystem begleichen soll. In anderen Fällen versuchen die Täter auch, an Passwörter für soziale Netzwerke und Webshops, Zugangsdaten zum Onlinebanking oder andere sensible Daten heranzukommen. Vorstellbar ist auch, dass gespeicherte Mailadressen ausgelesen werden und die Empfänger ebenfalls betrügerische Nachrichten erhalten. 

Daher rät die Polizei:

  • Infizierte Systeme umgehend vom Netz (Internet) trennen
  • Die Software des verwendeten Betriebssystems sowie Backups der eigenen Daten aktuell halten
  • Passwörter sehr vertraulich behandeln
  • Neben einem Virenscanner auf dem PC als Basisschutz sollte zudem für eine gute Datensicherung gesorgt sein. Das gilt sowohl für Firmensysteme als auch für Privathaushalte. Wichtige Dateien gehen so nicht verloren
  • Sollten Sie von einem Schaden betroffen sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei

Betroffene können sich auch in einem Leitfaden über als Ransomware bezeichnete Schadsoftware des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik informieren. (pfa) 

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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Eine neue Masche der Erpressung schwappt offenbar von Niedersachsen nach Nordhessen: Trickreich erlangen die Täter persönliche Daten ihrer Opfer und setzen sie unter Druck, um an Geld in Form sogenannter Bitcoins zu gelangen. Ein erster Fall in Waldeck-Frankenberg wurde vergangene Woche angezeigt.

Über eine Verkaufsplattform im Netz wollte das Opfer eine Ware verkaufen. Innerhalb kurzer Zeit kam die Mail eines angeblichen Interessenten. Dieser bat darum, eine Kopie des Personalausweises und die Bankdaten zu übermitteln, damit der Kauf auch sicher ablaufen kann. Das nichts ahnende Opfer kam dieser Bitte nach und schickte so auch den eingescannten Personalausweis an den angeblichen Käufer. Über mehrere Tage erfolgte keine weitere Kontaktaufnahme durch den Käufer. Auch das Geld für die Ware kam nicht.

Drohungen kommen mit der Post
Kurze Zeit später erhielt das Opfer jedoch per Post einen Erpresserbrief. Darin wurde dargestellt, dass man im Besitz der Identität des Opfers sei. Diese Daten wurden im Brief auch ausführlich dargestellt, unter anderem mit der Ausweiskopie. Die Erpresser forderten das Opfer auf, einen gewissen Bitcoin-Betrag - eine Bezahlwährung im Internet - auf eine spezielle Adresse zu senden. Würde dies nicht innerhalb einer vorgegebenen kurzen Zeit erfolgen, so würden die Täter die Daten weiter missbrauchen. Generell drohen die Täter laut Polizei unter anderem Sperrungen von Konten, Handyverträgen und Versicherungen, Einkaufen von Waren aller Art, Bestellungen von Taxidiensten, Meldungen von Verbrechen an die Polizei, dass sie Bankkonten einrichten oder Kredite nehmen, illegale Waren einkaufen, Schlüsseldienste bestellen, kinderpornografisches Material mit dem Opfer in Verbindung bringen und vieles mehr.

Geht man auf diese Forderung nicht ein, so erhält man einen zweiten Brief mit einer zweiten Frist und der erneuten Forderung zur Bezahlung.

Die Polizei rät deshalb:

  • Geben Sie bei Internetverkäufen und Kontakten keine persönlichen Daten an unbekannte, angebliche Käufer weiter
  • Schicken Sie niemandem eine Kopie des Personalausweises
  • Sollten Sie bereits auf diese Masche hereingefallen sein und Sie werden bereits auch durch Cyberkriminelle auf diese Art erpresst, wenden Sie sich unverzüglich an die Polizei! Löschen Sie keine Daten von Ihrem Computer, die möglicherweise Hinweise auf die Täter geben können

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Themen gibt es auf der Seite polizei-beratung.de im Internet.

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