Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Bewährungsstrafe

KORBACH/VOLKMARSEN. Es gibt sicherlich bei jedem Menschen Geschichten in seinem Berufsleben, die man nicht vergisst - eine solch kuriose Geschichte begann am Dienstag im Korbacher Amtsgericht und endete in einem Volkmarser Ortsteil, mit der Beschlagnahmung eines Opel Astra. Hauptdarsteller in der "Dreigroschenoper" sind eine 29-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann, die derzeit in dem 128 Einwohner zählenden Volkmarser Ortsteil wohnen.

Wegen mehrmaligen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis war der 34-Jährige schon öfter aufgefallen, das letzte mal im Sommer 2019, als er bei einer Polizeikontrolle in Bad Arolsen zugeben musste, keinen Führerschein zu besitzen. Daraus ergab sich eine Anzeige, die am 11. Februar 2020 vor dem Amtsgericht Korbach verhandelt wurde. Das Urteil lautete zehn Monate auf Bewährung, mit weiteren Auflagen versehen. Dankend nahm der 34-Jährige das Urteil entgegen und gelobte Besserung.

Zufrieden mit dem Urteil waren auch Beamte der Polizei Bad Arolsen, die als Zeugen vor Gericht auftreten mussten. Nach Verlassen des Amtsgerichts setzten die Beamten ihren Dienst weiter fort. Die Streifenfahrt führte die Ordnungshüter über Volkmarsen nach Herbsen und weiter in Richtung Ammenhausen. Auf dem Teilstück in Richtung Hörle trauten die Uniformierten ihren Augen nicht. Vor ihrem Streifenwagen fuhr ein schon bekanntes Fahrzeug, nämlich ein Opel Astra, der auf die 29-jährige Lebensgefährtin des Verurteilten zugelassen ist. Da auch die 29-Jährige bereits mehrfach wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis in Erscheinung getreten war, hielten die Beamten die Frau im Astra an.

Die Wiedersehensfreude hielt sich in Grenzen, hatten die Beamten die Frau doch erst am Vormittag im Gerichtsgebäude in Korbach gesehen, als ihr Lebensgefährte zu zehn Monaten Freiheitsentzug auf Bewährung verdonnert wurde. Der 34-Jährige, der im Astra auf dem Beifahrersitz saß, äußerte sich zum Sachverhalt nicht. Auch nicht auf die Frage, ob er am Amtsgericht Korbach von seiner Lebensgefährtin abgeholt worden sei - vom Zeitraum her würde das nämlich passen. 

Um die Halterin des Opels vor weiteren Fahrten ohne Fahrerlaubnis zu schützen, wurde das Fahrzeug von der Polizei  beschlagnahmt. Es folgte eine neue Anzeige wegen Führens eines Kraftfahrzeugs ohne gültige Fahrerlaubnis. (112-magazin)

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Publiziert in Polizei

FRANKENBERG. Ein 42 Jahre alter Mann, der Frauen, Mädchen und einen Jungen in der Freibad-Umkleide filmte, ist vom Amtsgericht Frankenberg zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt worden.

Verwechseln kann man den Angeklagten aufgrund seiner markanten äußeren Erscheinung sicher nicht. Kein Wunder also, dass sich die drei geladenen Zeugen zu 100 Prozent sicher waren, dass es sich um denselben Mann handelt, der am 10. und 11. Juni 2014 das Frankenberger Freibad besuchte und sich dort mit einem Familienvater um ein Handy stritt.

Der 36-jährige Zeuge hatte den Täter zur Rede gestellt, nachdem dieser seine damals elfjährige Nichte nackt in der Umkleidekabine gefilmt hatte. "Zitternd und weinend" habe ihm seine Nichte von dem Mann erzählt, der sie gefilmt habe. "Ich wäre vor Wut fast geplatzt", sagte der Familienvater. Das Mädchen habe ihm den Mann gezeigt, er habe dessen Handy ergriffen. Das sorgte für Streit, auf den die Badeaufsicht - eine heute 49 Jahre alte Fachangestellte - aufmerksam wurde. Sie rief noch eine 64-jährige Mitarbeiterin hinzu und alarmierte die Polizei. Der Täter hatte unterdessen zu Fuß die Flucht ergriffen. Seine Flucht wurde von einer Überwachungskamera festgehalten.

Die Polizei stellte auf dem Handy zahlreiche weitere belastende Fotos und Videos fest. Angeklagt wurden schließlich vier Fälle, in denen der 42-Jährige drei Frauen und einen Jungen in der Umkleide oder auf der Toilette gefilmt hatte.

Handy angeblich vor Vorfall verloren
Er wisse von all dem nichts, er sei auch gar nicht in Frankenberg gewesen, sagte der Angeklagte, der den Beruf des Malers und Lackierers erlernt hatte, sich jedoch als "arbeitsunfähig" bezeichnete. Sein Handy habe er im März oder April des Jahres 2014 "verloren".

Der Mann ist einschlägig vorbestraft - unter anderem wegen Körperverletzung, sexuellen Missbrauchs und sexueller Nötigung eines Kindes.

Mit ihrem Urteil folgte Richterin Andrea Hülshorst weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Mit einem Unterschied: Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährung ausgeschlossen, weil der Mann keinerlei Bemühung zeige, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Richterin Hülshorst räumte ein, dass der Mann „kein festes soziales Umfeld“ habe; sie stellte aber auch fest, dass der 42-Jährige in den vergangenen zwei Jahren nicht erneut straffällig geworden sei. Deshalb stellte sie ihm einen Bewährungshelfer zur Seite und verordnete ihm zusätzlich 100 Stunden gemeinnützige Arbeit.

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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Wegen versuchter sexueller Nötigung ist ein 26-jähriger Mann aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Außerdem muss er 800 Euro in monatlichen Raten zu 50 Euro an das Bad Wildunger Frauenhaus zahlen. Das Gericht blieb damit unter der von der Staatsanwältin geforderten Haftstrafe zur Bewährung von neun Monaten.

Sein Geständnis vor Gericht und die Tatsache, dass er dem Opfer damit eine Aussage ersparte, floss laut Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling mit in das Urteil ein. Allerdings seien auch die vorhergehenden Straftaten des Angeklagten ins Gewicht gefallen. Der 26-Jährige wurde im Jahr 2006 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und im Jahr 2009 wegen exhibitionistischer Handlungen zu jeweils einer Geldstrafe verurteilt.

Im aktuellen Fall hat er in einem Sonnenstudio eine Angestellte unter einem Vorwand in die Kabine gelockt und sich ihr zunächst nackt gezeigt und dann von ihr verlangt, dass sie ihm den Rücken eincremen sollte. Beim Eincremen hielt er der Angestellten das Handgelenk fest, forderte "hier noch ein bisschen und da noch ein bisschen Creme" und versuchte dann, die Hand der Frau an sein Geschlechtsteil zu führen. Doch die Frau konnte sich aus dem Griff befreien und die Kabine verlassen. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Dort stritt er die Tat allerdings ab, die er jetzt vor Gericht zugab.

Das Opfer blieb während der Verhandlung im Wartebereich des Gerichtes. Laut Kalhöfer-Köchling wollte sie nicht im Beisein des Angeklagten aussagen. Das musste sie nach dem Geständnis auch nicht mehr und wurde durch Kalhöfer-Köchling informiert. Der Angeklagte bestätigte die Anklageschrift, ins Detail wollte er aber nicht gehen.

Sein Verteidiger, der ehemalige Amtsrichter Wolfgang Damm, der nach 40-jähriger Richtertätigkeit aus dem Ruhestand als Anwalt zurückgekehrt ist, erklärte, dass es keine Frage sei, dass der Angeklagte verurteilt werden müsse, aber, so Damm, "was ist das gerechte Strafmaß?" Es gebe ganz andere sexuelle Nötigungen, bei denen Frauen auch körperlich angegriffen würden. Der Angeklagte wollte nur, dass sie sein Geschlechtsteil kurz berühre. Nachdem die Angestellte ihre Hand losreißen konnte, habe er es dann ja auch gelassen. "Wir haben es mit einem Versuch zu tun, deshalb kann das Gericht auf das gesetzliche Mindestmaß heruntergehen", sagte Damm. Er sprach sich für eine höhere Geldstrafe aus, die wahrscheinlich hilfreicher sei und seinen Mandanten empfindlicher treffe als eine Bewährungsstrafe. Und wenn schon Bewährungsstrafe, dann unter sechs Monate, forderte Damm. "Eine gewisse Bestrafung hat er schon dadurch erfahren, dass er sich seiner Frau offenbart hat", sagte der Anwalt.

Die Ehefrau des Angeklagten, die der Verhandlung beiwohnte, erwartet das zweite Kind von ihm. Amtsrichter Kalhöfer-Köchling ging aber von einem normalen, nicht von einem minderschweren Fall aus. Deshalb wurde der 26-jährige Leiharbeiter, der ungefähr 900 bis 1000 Euro monatlich verdient und zudem vom Sozialamt unterstützt wird, erstmals zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. "Das zweite Kind ist unterwegs, da wird ihn das Strafmaß sicherlich beeindrucken", sagte Kalhöfer-Köchling. "Wenn das so nicht funktioniert, wird die Bewährung aufgehoben", gab ihm der Amtsrichter noch mit auf den Weg.

Der Verteidiger ließ offen, ob er Rechtsmittel gegen dieses Urteil einlegen wird. Quelle: HNA

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 05 Januar 2012 19:56

21-jähriger Schläger erneut in Haft

WINTERBERG. Ein 21-Jähriger aus Winterberg muss wegen erneut begangener Gewaltdelikte wieder in Haft. Der junge Mann war laut Polizeisprecher Stefan Trelle im Juli 2011 vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Er hatte eineinhalb Jahre seiner zweieinhalbjährigen Haftstrafe abgesessen. Ein Jahr wurde zur Bewährung ausgesetzt. Seit seiner Entlassung trat er in Winterberg insbesondere über den Jahreswechsel wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung in Erscheinung.

Am Dienstag schließlich nahm ihn die Winterberger Polizei fest, einen Tag später wurde der Schläger der Haftrichterin beim Amtsgericht in Medebach vorgeführt. Die hob die Bewährung sofort auf und verkündete den Sicherungshaftbefehl. Der 21-Jährige muss jetzt dieses eine zur Bewährung ausgesetzte Jahr absitzen. Dazu kommen noch die Strafen für die Taten, die er nach seiner Haftentlassung begangen hat.

Publiziert in KS Polizei

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