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FRANKENBERG. Erneut kam es zu einem Betrug durch Falsche Polizeibeamte, bei dem eine Seniorin aus Frankenberg um ihre Ersparnisse gebracht wurde.

Nachdem die angeblichen Polizisten ihr am Telefon Angst vor Einbrecherbanden gemacht und sie nach Wertsachen ausgefragt hatten, übergab sie Bargeld und Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages an einen unbekannten Abholer. Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

Am Freitagmorgen (22. Juli) gegen 10 Uhr ging der erste Anruf bei der älteren Frau ein, den sie aber zu spät hörte. Kurz danach rief dieselbe Telefonnummer wieder bei ihr an. Es meldete sich eine gut Deutsch sprechende Frau, die sich als Polizeibeamtin vorstellte. Sie schilderte, dass sich derzeit eine ausländische Einbrecherbande in ihrer Nähe befindet. Zwei Täter dieser Bande habe man schon festnehmen können, es seien aber noch weitere Täter flüchtig. Bei einem der festgenommen Täter habe man eine Liste gefunden, auf der auch ihr Name stehe. Daher wolle man nun mögliche Opfer warnen.

In weiteren, lang andauernden Telefonaten, die teilweise von einem angeblichen Polizisten Schmidt geführt wurden, erschlichen sich die Betrüger das Vertrauen der Frau. So gelang es ihnen, dass die Frau auch Angaben zu ihren Wertgegenständen machte. Letztlich schilderte man ihr, dass ein Mann in Zivil unauffällig bei ihr vorbeikommen wird, um ihre Ersparnisse abzuholen und in Sicherheit zu bringen. 

Gegen 12.30 Uhr, noch während die Seniorin mit dem angeblichen Polizeibeamten Schmidt telefoniert, klingelte es an ihrer Haustür. Die Frau übergab Bargeld und Schmuck in Stofftüten an den Unbekannten, der noch versprach, dass sie ihre Wertgegenstände am nächsten Tag wiederbekomme. Als sie anschließend nochmal die im Display angezeigte Telefonnummer anrief und diese nicht mehr erreichbar war, schöpfte sie Verdacht und rief die richtige Polizei über den Notruf an. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizeistation Frankenberg führten nicht zum Erfolg. 

Von dem unbekannten Abholer liegt bisher folgende Personenbeschreibung vor:  Etwa 25 bis 30 Jahre alt, ca. 1,65 m groß, dunkelblonde, kurze Haare, sprach Deutsch, bekleidet mit grauer Jacke und grau gemusterter Hose. Die Kriminalpolizei Korbach hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Wer Hinweise auf den beschriebenen Abholer geben kann oder am Freitag (22. Juli), insbesondere in der Mittagszeit, im Bereich der Altstadt in Frankenberg, verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 05631/9710 zu melden. 

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Mittwoch, 20 April 2022 15:25

"Bankmitarbeiter" ruft an und erbeutet Geld

BAD AROLSEN. Eine Frau aus Bad Arolsen wurde am letzten Donnerstag (14. April) Opfer einer miesen Betrugsmasche durch einen bislang unbekannten Täter. Der sich fälschlicherweise als Bankmitarbeiter ausgegebene Mann hatte sich bei ihr gemeldet und am Telefon Daten erfragt, die er später für betrügerische Überweisungen nutzte.

Numerische Codes herausgegeben

Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor der immer wieder auftretenden Betrugsmasche. Am Donnerstag letzter Woche, meldete sich der Betrüger telefonisch bei der Bad Arolserin, die sich zu dieser Zeit im Ausland aufhielt. Der Anrufer nannte seinen angeblichen Namen und stellte sich als Sicherheitsbeauftragter ihrer Bank vor. Er schilderte, dass er Unregelmäßigkeiten bei ihrem Konto festgestellt habe, es sei zu unberechtigten Überweisungen von ihrem Konto gekommen. Gemeinsam könne man das Geld aber zurückholen und das Konto sperren. Er bot der Frau an, die entsprechende Unterlagen vorzubereiten, benötige dazu aber zwei PINs.

4000 Euro weg

Die Auskünfte des angeblichen Bankmitarbeiters erschienen der Bad Arolsen glaubhaft, sodass sie zwei PINs anforderte und anschließend an den Betrüger weitergab. Dieser nutzte sie zu zwei betrügerischen Überweisungen im Gesamtwert von etwa 4000 Euro. Danach rief die Bad Arolserin ihre Schwester an und bat diese, zu überprüfen, ob ihr Konto nun tatsächlich gesperrt ist. Die Schwester nahm Kontakt mit der Hausbank auf und musste dabei erfahren, dass ihre Schwester auf einen Betrüger hereingefallen war.

Keine Daten herausgeben

Um sich vor einem Betrug durch falsche Bankmitarbeiter zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps: Ist Ihnen der Name des Anrufers unbekannt, prüfen Sie, ob es diesen Mitarbeiter tatsächlich gibt. Kontaktieren Sie dazu ihren eigenen Bankberater. Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus. Bankmitarbeiter werden niemals persönliche Daten oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl (PIN), der EC-Kartennummer oder der Transaktionsnummer (TAN) verlangen. Geben Sie am Telefon niemals Daten, wie Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter, etc. preis.  Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.  Beenden Sie das Telefonat, sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt.  Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche Anrufe und holen Sie sich Rat. Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei.

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DIEMELSTADT. Erneut wurde ein Bürger aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg Opfer von Betrügern, die den Messenger-Dienst WhatsApp nutzen und sich als Angehörige ausgeben. Die Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis diese Betrugsmasche in Erinnerung zu rufen und davor zu warnen.

Die Vorgehensweise der Täter ähnelt denen des Enkeltricks. Als Tatmittel dient ihnen aber nicht das klassische Telefon, sondern ein Messenger-Dienst wie WhatsApp. In einer ersten Textnachricht stellt man sich als enger Verwandter, in der Regel als Sohn oder Tochter vor und erklärt dabei, dass man eine neue Handynummer habe, da das alte Handy kaputt oder verloren gegangen sei. In der Folge kommt in der Regel eine Geschichte über eine finanzielle Notlage, wobei die geforderten Beträge meistens im vierstelligen Bereich liegen. Im Gegensatz zum Enkeltrick wird das Geld nicht von Unbekannten abgeholt, sondern von den Opfern überwiesen.

In Diemelstadt traf es einen 70-Jährigen

Das Opfer hatte am Donnerstag (31. März) eine Nachricht über WhatsApp erhalten. Die Absendernummer war dem Diemelstädter nicht bekannt. Der Absender schrieb ihm: "Hallo Papa" und direkt danach: "Mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer, die kannst du dir einspeichern (Herzchen-smiley). Bist du Zuhause?"

Durch weitere Textnachrichten gelang es dem Betrüger, den 70-Jährigen davon zu überzeugen, dass er der Sohn sei. Eine Anrufbitte lehnte der Betrüger mit der Begründung ab, dass er ein altes Handy benutze und daher schlecht zu erreichen sei, er wolle aber später anrufen. Er schilderte nun, dass er noch vor einer bestimmten Zeit zwei Rechnungen überweisen müsse. Er könne das aber nicht selbst machen, da ja sein Handy kaputt sei. Der "Vater" willigte ein, die Rechnungen für seinen "Sohn" zu übernehmen. Nachdem er zweimal Geld in Höhe von insgesamt 4000 Euro überwiesen hatte, schickte er "seinem Sohn" auf Verlangen eine Bestätigung der Überweisungen. Dem Betrüger war das aber noch nicht genug. Er schickte zwei weitere Rechnungen über insgesamt fast 5500 Euro, die der gutgläubige Diemelstädter ebenfalls überwies. Der Betrüger bedankte sich und kündigte einen Anruf an, den es aber natürlich nicht gab.

Am Donnerstagabend telefonierte der 70-Jährige schließlich mit seinem richtigen Sohn. Bei diesem Telefonat wurde ihm schnell klar, dass er auf Betrüger hereingefallen war. Er hat nun einen finanziellen Schaden von fast 9500 Euro.

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KORBACH/DIEMELSEE. Aktuell kommt es im Raum Korbach und Diemelsee zu einer Welle betrügerischer Telefonanrufe. Bei der Polizei wurden bisher etwa zehn Fälle gemeldet.

Die Täter gaben sich in den meisten Fällen als Polizeibeamte aus und erzählten alle eine ähnliche Geschichte. Sie schockierten die Angerufenen, überwiegend Seniorinnen und Senioren, mit einer schlimmen Nachricht - ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht, weshalb nun sogar eine Haftstrafe drohe. Um dies zu vermeiden, müsse sofort eine hohe Kaution gezahlt werden. Glücklicherweise hatten die Angerufenen in den bislang bekannten Fällen am Mittwoch Verdacht geschöpft und waren nicht auf die Betrüger hereingefallen.

Angerufene reagieren richtig 

Die Angerufenen legten richtigerweise auf, riefen ihre Angehörigen an und ließen sich bestätigen, dass die Geschichte der Anrufer nicht stimmte. Anschließend verständigten sie die Polizei. Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen in allen Fällen aufgenommen.

Da immer wieder überwiegend Seniorinnen und Senioren auf die Masche der Betrüger hereinfallen, warnt die Polizei eindringlich vor diesen betrügerischen Schockanrufen und gibt folgende Tipps.

  • Die Polizei ruft nach Unfällen nicht bei Angehörigen an und fordert hohe Geldsummen. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie sofort auf, wenn Sie ein solcher Anruf erreicht. 
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (ots/r)

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Donnerstag, 05 November 2020 10:17

Neue Corona-Betrugmasche: Polizei klärt auf

WALDECK-FRANKENBERG. Betrüger versuchen im Landkreis Waldeck-Frankenberg weiterhin Geld mit der Angst vor dem Corona-Virus zu machen. Über eine neue Masche informiert die Polizei. Ein Mann meldete sich am Mittwochnachmittag telefonisch bei einer Frau und gab sich als Arzt aus. Der Mann erklärte der Angerufenen, dass sich ihr Sohn im Krankenhaus befände und er so schwer an Covid-19 erkrankt sei, dass er dringend in eine Berliner Klinik verlegt werden müsse.

Da die medizinischen Kapazitäten des hiesigen Krankenhauses aufgrund des lebensgefährlichen Krankheitsbildes begrenzt seien, sei die sofortige Verlegung nötig. Außerdem machte er deutlich, dass lebensrettende Maßnahmen nur mit einer kostenintensiven Medikation möglich sind und die Verlegung des Sohnes per Hubschrauber erfolgen müsse. Die Gesamtkosten würden sich, so der Mann weiter, auf 65.000 Euro belaufen.

Im weiteren Verlauf des Gespräches wurde die Angerufene auch nach anderen Barschaften befragt und wie schnell sie den entsprechenden Geldbetrag zur Verfügung stellen könnte. Außerdem betonte der Anrufer in der Befragung immer wieder, dass die Angelegenheit geheim bleiben müsse und sie auch keinen anderen Arzt hinzuziehen solle.

Die 80-jährige Angerufene nahm nach eigenen Angaben den Anruf sehr ernst, da der Anrufer den Vornamen ihres Sohnes nannte. Als die 80-Jährige ihm erklärte, dass sie nicht über so große Vermögenswerte verfüge, wurde ihr vom Anrufer ein Covid-19 Schnelltest angeboten, der von einem speziellen Rettungsdienst noch am selben Nachmittag an ihrer Wohnanschrift durchgeführt werden sollte. Spätestens hier wurde der 80-Jährigen klar, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte.

Sie beendete das Gespräch und rief sofort ihren Sohn an, der sich bei bester Gesundheit befand. Anschließend verständigte sie die Polizei und erstattete Anzeige.

Hinweise der Polizei zur Prävention

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie auf, sobald Sie am Telefon mit Geldforderungen konfrontiert werden.
  • Geben Sie am Telefon keine privaten Daten und Informationen über finanzielle Verhältnisse weiter.
  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich nicht selbst mit Namen vorstellen.

Wenn Sie unsicher sind, legen Sie auf und wählen Sie die Notrufnummer 110. Nähere Informationen zu Straftaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und wie man sich davor schützen kann, finden Sie auf www.polizei-beratung.de (ots/r)

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Mittwoch, 28 Oktober 2020 09:52

Senioren im Fadenkreuz von Betrügern

WALDECK-FRANKENBERG. Seit Dienstagmittag, 12.30 Uhr, häufen sich Anrufe von Betrügern bei Senioren im Landkreis Waldeck-Frankenberg. In allen Fällen gaben sich die Anrufer als Verwandte aus und wollten die Senioren um ihr Erspartes betrügen. Sie blieben bislang erfolglos. Die Polizei warnt vor weiteren Kontaktaufnahmen durch diese Betrüger.

Oft geben sich die Kontaktpersonen auch als Polizeibeamte aus, sind bestens geschult im Frage-Antwort Spiel und täuschen nicht selten vor, aus dem engeren Familienkreis zu stammen. 

Die Polizei warnt und gibt Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt, insbesondere wenn der Anrufer das Gespräch mit "Rate mal, wer dran ist? oder "Erkennst Du mich denn nicht?".
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. 
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KORBACH. Erneut haben Betrüger versucht mit der Masche "Falscher Polizeibeamter" überwiegend ältere Menschen aus Korbach um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Betrugsmasche war den Angerufenen größtenteils bekannt, viele erkannten schnell, dass der Anrufer kein richtiger Polizist war.

Dienstagmittag häuften sich die Anrufe bei der Polizei Korbach: Fast 20 Menschen meldeten einen Betrugsversuch durch einen Anruf eines falschen Polizeibeamten. Fast immer stellte sich der Anrufer als "Herr Weber" von der Kriminalpolizei vor, teilweise nannte er auch seinen angeblichen Dienstgrad "Kriminalkommissar" oder Kriminalhauptkommissar". Es folgte die nicht mehr neue Geschichte, dass ein Einbrecher in der Nachbarschaft festgenommen worden sei. Bei diesem Einbrecher habe man einen Zettel gefunden, auf dem der Name und die Anschrift des Angerufenen stehen soll. Der angebliche "Herr Weber" erklärte nun, dass man befürchte, dass auch bei dem Angerufenem eingebrochen werden soll. Er fragte nach Wertsachen, die in Sicherheit gebracht werden müssten.

Spätesten bei der Frage nach Wertsachen reagierten die Korbacher richtig: Sie erkannten den Betrugsversuch, beendeten das Telefonat und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Der Anrufer sprach in allen Fällen akzentfrei Deutsch, seine Stimme wurde als angenehm und sympathisch beschrieben.

Die Betrüger scheitern, wie gestern in Korbach, in den meisten Fällen. Da es aber in einigen Fällen leider tatsächlich zu einer Übergabe von hohen fünfstelligen Beträgen durch Senioren an die Betrüger kam, warnt die Polizei vor dieser miesen Masche.

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MESCHEDE. Die Polizei im Hochsauerlandkreis  hat  zwei Deutsche festgenommen, die sich fälschlicherweise als Polizisten ausgegeben haben.  Am Telefon geben sie an helfen zu wollen. Tatsächlich hatten die beiden Frauen aber nur ein Ziel: Das Geld ihrer Opfer an sich zu bringen. Allerdings ging ihr Plan nicht auf, auch deshalb nicht, weil ein 71-Jähriger die Masche kannte und den beiden Frauen eine Rolle vorspielte, auf die sie hereingefallen sind. In der Nacht zu Freitag konnte die Polizei die beiden Betrügerinnen festnehmen.

Bei den Anrufen der falschen Polizisten handelt es sich um einen dreisten Trick: Die Betrüger rufen an, um vor einem geplanten Einbruch oder einer anderen Straftat zu warnen. Häufig erscheint hierbei die 110 im Telefondisplay. Die Geschichtend er Betrüger gehen soweit, dass sie ihren Opfern glaubhaft machen, dass selbst Bankmitarbeiter der vermeintlichen Bande angehören. Die Opfer werden angewiesen ihre gesamten Sparbeträge von der Bank abzuheben und die Wertsachen aus dem Haus an einen vermeintlichen Kriminalbeamten zu übergeben. Selbstverständlich versprechen die Betrüger die Wertsachen zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist. Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger schon fünfstellige Summen erbeutet.

Genau mit dieser Masche riefen die Täter am Donnerstagabend einen 71-jährigen Mescheder an. Der angebliche Polizist warnte vor einer Einbrecherbande. Zur Sicherheit würde er eine Kollegin schicken, welche die Wertsachen des Mescheders in Sicherheit bringt. Dem 71-jährigen Rentner war die Betrugsmasche bekannt. Während des Gesprächs informierte er seine Frau. Diese rief den echten Polizeiruf 110 an. Ab diesem Zeitpunkt stand die Polizei den beiden Meschedern zur Seite. In enger Absprache konnte so die Geldübergabe geplant und durch die Einsatzkräfte vorbereitet werden. Wie von dem Betrüger angekündigt, erschien um 00.20 Uhr eine Frau vor die Haustür. Sofort schritten die Polizeibeamten ein und nahmen die 58-jährige Deutsche fest. Kurz zuvor wurde Sie von einer Fahrerin in der Nähe abgesetzt. Den Wagen stoppten die Beamten ebenfalls. Hier wurde eine 35-jährige Deutsche angetroffen und festgenommen. Da bei der Fahrerin ein Drogentest positiv verlief, wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg wurden die beiden Rheinländerinnen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Laufe des Freitags entlassen. Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an. (ots/r)


Publiziert in HSK Polizei
Mittwoch, 04 September 2019 14:13

Betrüger versucht Seniorin abzuzocken

FRANKENBERG. In der letzten Woche versuchte erneut ein Betrüger mit der miesen Masche "Falscher Polizeibeamter" eine Seniorin aus Frankenberg um ihre Ersparnisse zu bringen. Während bei den meisten bisherigen Fällen von "Falschen Polizeibeamten" die schon bekannte Geschichte von angeblichen Einbrüchen im Wohngebiet der Angerufenen erzählt wird, gab es diesmal eine neue Version: Das Geld der Seniorin bei ihrer Bank sei nicht mehr sicher.

Die in einer Seniorenresidenz in Frankenberg wohnende Frau erhielt in der letzten Woche einen Anruf auf ihrer Festnetznummer. Der Anrufer stellte sich als ein "Herr Brackmeier von der Polizei" vor. Er gaukelte für die Frau glaubhaft vor, dass das Geld bei ihrer Bank nicht mehr sicher sei. Wegen betrügerischen Bankangestellter müsse sie das Geld so schnell wie möglich abholen und an die Polizei übergeben. Dem Betrüger gelang es, die Seniorin nach ihrem Vermögen auszufragen und davon zu überzeugen, das Geld von ihrer Bank zu holen. Sie bestellte sich ein Taxi, um zu ihrer Bank zu fahren. Dies bekam ein Mitarbeiter der Seniorenresidenz mit und fragte sie nach dem Grund ihrer Taxifahrt. Nachdem die Frau ihm die Geschichte mit dem Anruf des angeblichen Polizeibeamten erzählt hatte, wurde er misstrauisch und verständigte die Polizei Frankenberg. Durch das aufmerksame Handeln des Mannes konnte ein größerer finanzieller Schaden für die Seniorin verhindert werden.

Die Kriminalpolizei Korbach hat in diesem Fall die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Die Betrüger scheitern zwar in den meisten Fällen, in einigen Fällen endeten diese Anrufe aber in der Vergangenheit leider tatsächlich mit der Übergabe von hohen fünfstelligen Beträgen durch Senioren an die Betrüger. (ots/r)

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BAD AROLSEN. Immer wieder die gleiche Masche: Sie bekommen per Telefon, E-Mail oder Post, eine Nachricht, die lautet: Sie haben gewonnen! Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln.

Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist immer ähnlich. Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel eine kostenpflichtige Hotline (Telefondienst) anzurufen, "Gebühren" zu bezahlen oder Gutscheinkarten zu kaufen.

So erging es auch einem Mann aus Bad Arolsen: Er erhielt einen Anruf mit der vermeintlich erfreulichen Mitteilung, dass er 49.000 Euro gewonnen habe. Damit der Gewinn ausgezahlt werden könne, müsse er 1000 Euro in Form von I-Tunes Karten überweisen. Als Begründung gab der Betrüger an, dass das Geld mit einem Sicherheitsunternehmen zu ihm gebracht werden müsse. Der Bad Arolser kaufte die Gutscheinkarten und teilte die Nummern der Karten dem Betrüger bei einem weiteren Telefonat mit. Statt des erwarteten Gewinns bekam er anschließend einen erneuten Anruf: Er habe nicht nur 49.000, sondern 94.000 Euro gewonnen. Zur Auszahlung dieses hohen Gewinns müsse er aber 4.400 Euro auf ein Konto einzahlen, die Kontonummer werde ihm noch mitgeteilt.

Nachdem der Mann mit einem aufmerksamen Bankmitarbeiter gesprochen hatte, wurde er nun stutzig und erstattete Anzeige bei der Polizei Bad Arolsen. Auf dem Schaden von 1000 Euro bleibt er aber sitzen. (ots/r)

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