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ALLENDORF. Bereits vor einigen Tagen kam es an dieser Stelle zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad, bei dem ein Kradfahrer schwer verletzt wurde.

Heute Nachmittag gegen 15.30 Uhr mussten die Rettungskräfte erneut auf die B236 ausrücken. Zwei Rettungswagen aus Allendorf und Frankenberg, der Röddenauer Notarzt, Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ und die Polizei waren auf die Bundesstraße Richtung Osterfeld geeilt. Ihr Einsatz galt vor allem einem 36-jährigen Hallenberger. Der junge Mann war mit seinem Motorrad unterwegs, das nun am rechten Fahrbahnrand in der Böschung liegt. Die Unfallermittlungen der Polizei bringen einen mehr als tragischen Hergang zu Tage: Der junge Motorradfahrer ist von einem Pkw bei voller Fahr überrollt worden.

Wenige Meter vom Motorrad entfernt kämpfen die Ärzte und Notfallsanitäter um das Leben des Motorradfahrers im Rettungswagen. Zwei weitere Fahrzeuge waren an diesem folgenschweren Unfall beteiligt. Sie stehen weit auseinander. Ein Polizeibeamter erklärt vor Ort: Zwei Pkw und der Motorradfahrer fuhren hintereinander in Richtung Bromskirchen. Die beiden Pkw wollten von der Bundesstraße nach rechts in eine Seitenstraße in Richtung Allendorf abbiegen“. Dies, so der Polizeibeamte weiter, habe der junge Motorradfahrer aus bisher unbekannten Gründen nicht mitbekommen. „Erst im letzten Moment bemerkte der Mann das und wich nach links aus“, schilderte der Beamte weiter. Dabei kam der Motorradfahrer jedoch zu Fall. Besonders dramatisch: Ihm entgegen kam aus Richtung Bromskirchen ein Mazdafahrer mit seiner Familie. Der Autofahrer hatte keine Chance mehr, auszuweichen, oder zu bremsen. Er überrollte den auf der Straße gestürzten Motorradfahrer und kam einige Meter weiter zum Stehen.

Der Motorradfahrer erlitt bei diesem schweren Unfall schwerste Verletzungen. Einige Zeit versorgten die Rettungskräfte den jungen Hallenberger, bis er schließlich mit „Christoph Gießen“, der auf einem angrenzenden Feldweg gelandet war, in die Marburger Uniklinik geflogen wurde.

Das Motorrad wurde bei dem Unfall total beschädigt – die Polizei gab den Schaden an der Maschine mit rund 5000 Euro an. Der Golf, der vor dem Unfall nach rechts in die Seitenstraße abbiegen wollte und direkt vor dem Motorrad fuhr, wurde am hinteren Kotflügel und der Felge leicht beschädigt, die Polizei spricht hier von etwa 500 Euro. Der Golf wurde von einem 20-jährigen Bromskirchener gefahren. Das erste Fahrzeug, was auf die Seitenstraße abbiegen wollte, wurde nicht in den Unfall verwickelt.

Der Mazda des 41-jährigen Mannes aus Langen bei Darmstadt, der dem Motorradfahrer in der Folge nicht mehr ausweichen konnte, wurde ebenfalls schwer beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Die Polizei schätzte den Schaden hier auf rund 5000 Euro.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B 236 im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, die im Stau zum Anhalten gezwungen waren, verfolgten den Einsatz und die Arbeiten der Rettungskräfte von ihren Autos und Motorrädern aus, störten den Einsatzablauf aber nicht. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Einsatz vor Ort abgeschlossen.

In der Uniklinik Marburg und bei den Polizeibeamten im benachbarten Hochsauerlandkreis fing die Arbeit da erst richtig an.

Publiziert in Retter

HOHELEYE. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmorgen auf der B 236 bei Hoheleye. Ein 48-jähriger Pkw Fahrer aus Winterberg ist dabei mit einem Wisent kollidiert. Der Mann wurde verletzt, erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht, das Wisent war auf der Stelle tot.

Folgenschwer wohl auch deshalb, weil das Wisentprojekt in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten war. Auch die Verkehrsgefährdung hatte dabei eine Rolle gespielt. Immer wieder war die frei lebende Wisentherde an unterschiedlichen Stellen auf der Straße aufgetaucht. Viele Autofahrer hielten dann bedauerlicherweise an, um die imposanten Tiere zu fotografieren und provozierten so gefährliche Situationen. Am Freitagmorgen hat Leitkuh D´arelia diese Begegnung mit einem Auto mit ihrem Leben bezahlt. Noch in der Dunkelheit und bei Nebel auf den Höhen war es zu dem Unfall gekommen. Der 48-jährige Winterberger war von Hoheleye kommend in Richtung Albrechtsplatz unterwegs, als es in Höhe einer Einmündung zur Kollision kam. Die Wisentkuh hatte mit ihrer Herde die B 236 überquert. Der Mann konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Nach der Spurenlage vorn Ort muss die rund 400 Kilogramm schwere Kuh frontal getroffen worden und in die Beifahrerseite des Pkw eingeschlagen sein. Sie blieb tödlich verletzt auf der Straße liegen. Der Seat des Winterbergers fuhr noch einige Meter weiter, und blieb dann schwer beschädigt auf der Straße stehen. Die Windschutzscheibe des Wagens war zerbrochen und Teile davon in den Fahrerbereich des Pkw eingeschlagen. Der Mann wurde nach dem Aufprall vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Wie schnell der Pkw unterwegs war, dazu konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

Die restlichen Tiere der Wisentherde warteten nach dem Aufprall wenige Meter unterhalb in einer Wiese auf ihre Kuh. Hinweisschilder warnen in dem Gebiet schon seit längerem vor einer möglichen Querung der Wildrinder, die im Rahmen eines europaweit einzigartigen Artenschutzprojektes ausgewildert wurden. Bei der getöteten Kuh, so hieß es vor Ort, handele es sich um eines der in 2013 ausgewilderten Tiere. Das Wisent war mit einem Sendehalsband versehen.

Nach der Unfallaufnahme wurde der schwer beschädigte Pkw abgeschleppt. Das tote Wisent wurde zunächst mit einem Pickup des Wisentträgervereins von der Straße gezogen und anschließend mit einem Kran des Abschleppunternehmers auf den Pickup geladen und abtransportiert. Ersten Informationen zu Folge war das Tier nicht trächtig, könnte aber möglicherweise ein Kälbchen aus dem Frühsommer führen. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es zu Behinderungen im Bereich der Unfallstelle.

Publiziert in HSK Polizei
Donnerstag, 10 Oktober 2019 13:34

Kleinbus mit Leiharbeitern kracht in Lkw

BROMSKIRCHEN-ALLENDORF. Die Fahrt von Bromskirchen nach Allendorf (Eder) endete für acht Leiharbeiter mit einem Ford Transit auf der Bundesstraße 236 im Gegenverkehr. Der Fahrer (62) des Transporters war am Donnerstag gegen 5.30 Uhr in einer Rechtskurve, wahrscheinlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, nach links über die Fahrbahnmitte geraten und gegen einen entgegenkommenden Lkw geprallt. Dabei wurde die linke Fahrzeugseite des Transporters komplett eingedellt.

Während der Fahrer des Lkws (53) unverletzt blieb und seine Fahrt weiter fortsetzen konnte, mussten drei Leiharbeiter mit Verletzungen in das Krankenhaus nach Winterberg gefahren werden. Die medizinische Erstversorgung erfolgte vor Ort durch den alarmierten Rettungsdienst und den Notarzt.  

Nachalarmiert wurde die Freiwillige Feuerwehr Bromskirchen. Einsatzleiter Andreas Kautz und weitere 15 Einsatzkräfte reinigten die Straße und unterstützten den Rettungsdienst. Zunächst blieb die Fahrbahn für einen kurzen Zeitraum gesperrt, bis die Polizei, die mit zwei Streifenwagen anrückte, die Strecke halbseitig freigab und den Verkehr regeln konnte. 

Der Transporter musste im Anschluss mit wirtschaftlichem Totalschaden von der Firma AVAS abgeschleppt werden. (112-magazin)

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Publiziert in Polizei

WINTERBERG. Mehr als glimpflich endete ein spektakulärer Lkw Unfall an der Winterberger Daubermühle in Richtung Züschen am frühen Montagmorgen. „Unfall mit Eingeklemmten in Lkw“, war die Alarmmeldung für den Löschzug Winterberg, den Rettungsdienst der Wache Winterberg und die Polizei gegen viertel nach fünf.

Erleichterung gab es aber bereits kurz nach dem Eintreffen an der Unfallstelle auf der abschüssigen und kurvenreichen B 236: Der Lkw Fahrer hatte das Führerhaus selbstständig verlassen können und war bereits auf der Straße unterwegs. Vorsorglich wurde er dennoch mit dem Rettungswagen ins Winterberger Krankenhaus gebracht.

Sein Lkw – 40 Tonnen schwer und mit Kunststoffteilen beladen – hatte im Bereich einer Rechtskurve die Leitplanken durchbrochen und war dann kopfüber in einen steilen Abhang gestürzt. Gehalten lediglich von zwei Fichten, die dort standen.

Die Kameraden der Winterberger Feuerwehr leuchteten unter der Einsatzleitung von Zugführer Tim Braun die Einsatzstelle großräumig aus und pumpten aus einem der beiden Tanks mehrere hundert Liter Kraftstoff ab. Der Tank war beim Unfall aufgeschlagen und nur so konnte die Feuerwehr rasch eine größere Umweltgefahr verhindern, auch wenn das Andere vor Ort nicht nachvollziehen konnten.

Nachdem der Diesel abgepumpt und aufgefangen worden war, kam auch der Landesbetrieb Straßen zum Einsatz. In guter Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurden die vom Lkw zerstörten Leitplanken und die Pfosten klein geschnitten und mittels Greifzange auf den Baustellen Laster geladen, um die spätere Bergung durch ein Spezialunternehmen vorzubereiten. Außerdem stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und leitete den Verkehr an der Unfallstelle vorbei, solange noch kein schweres Gerät des Bergungsunternehmens eingetroffen war, was die ganze Breite der drei Fahrspuren benötigte.

Warum der Lkw von der Fahrbahn abgekommen und in die Böschung gestürzt war, war zunächst unklar. Möglicherweise könne er von einer Sturmböe erfasst worden sein, hieß es vor Ort.

Der Einsatz von Feuerwehr, Landesbetrieb Straßen NRW und Bergungsunternehmen dauert derzeit noch an. Der Verkehr wird aktuell über Ampeln an der Unfallstelle vorbeigeleitet, im weiteren Verlauf wird aber eine längere Vollsperrung nötig werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Donnerstag, 26 September 2019 18:15

Frontalzusammenstoß geht glimpflich aus

BROMSKIRCHEN. Obwohl es schlimm aussah, ist es noch relativ glimpflich ausgegangen. Der Polizeibeamte auf der B 236 kommt mir erleichtert entgegen. Von kurz nach Bromskirchen, bis kurz vor die Ortschaft Osterfeld hat sich der Stau bereits gebildet. Die Fahrbahn ist blockiert. Auch in die Gegenrichtung staut es sich.

„Die Fahrerin des Toyota und ihre beiden Kinder sind in ein Krankenhaus gekommen. Aber sie konnten noch laufen und wahrscheinlich sind sie zum Glück nur leicht verletzt worden“, erklärt er mir. Kurz zuvor war ihr blauer Wagen, mit dem die Familie aus dem Hochsauerlandkreis aus Richtung Allendorf kommend im Bereich einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort fuhr zu dieser Zeit ein Mercedes Sprinter. Der steht nun im Graben am rechten Fahrbahnrand – nicht mehr fahrbereit. Der Fahrer schaut mir bei meiner Arbeit zu, er versteht mich aber nicht. Der Mann kommt, wie ich später von der Polizei erfahre, aus Rumänien. Er ist erleichtert, aber der Schreck steckt ihm auch noch sichtbar in den Knochen. Der Mann hatte Glück und blieb unverletzt. Weiterfahren kann er mit seinem stark beschädigten Sprinter jedoch nicht mehr.

Der Toyota wird unterdessen auf den Abschlepper gehoben und der Verkehr dann bereits wieder an der Unfallstelle vorbeigeführt. Wie hoch genau der entstandene Sachschaden war, das konnte vor Ort noch nicht gesagt werden. Der Toyota jedenfalls dürfte nur noch Schrottwert haben, der Sprinter wurde im Frontbereich und auf der Fahrerseite schwer beschädigt.

Publiziert in Retter
Donnerstag, 22 August 2019 23:33

Schwerer Sturz mit Roller - Hubschrauber im Einsatz

BROMSKIRCHEN. Zur falschen Zeit am falschen Ort. So könnte man es nennen, was einem Mann auf seinem Motorroller am Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr geschehen ist. Und den Schilderungen der Unfallzeugen nach auch einen ziemlichen Leichtsinn – allerdings von einem anderen Verkehrsteilnehmer.

Der gelbe Motorroller lag noch auf der Bundesstraße, in einem an die Verbindung von Hallenberg nach Bromskirchen angrenzenden Grünstreifen. Sein Fahrer liegt wenige Meter weiter schwer verletzt im Rettungswagen. Die Besatzung des Frankenberger DRK Rettungswagens, sowie der Röddenauer Notarzt versorgen den schwer Verletzten.

Eine Polizeibeamtin vor Ort erklärt, der Mann sei in Richtung Bromskirchen gefahren. An dieser Stelle steigt die B 236 von Hallenberg kommend an. Und macht eine Linkskurve. In dieser Kurve war es geschehen. Die Männer, die an dem Unfall beteiligt waren, stehen noch betroffen an der Straße. Mit ihrem Transporter und dem zugehörigen Anhänger. Mit diesem Gespann hatte kurz zuvor einer der Männer versucht, den Roller zu überholen. Allerdings kam plötzlich Gegenverkehr – mit fatalen Folgen. „Das Gespann ist zu früh wieder eingeschert und der Wagen hat dann den Rollerfahrer zu Fall gebracht“, erklärt die Polizeibeamtin. Und dass gleich ein Hubschrauber kommen solle. Er soll den Rollerfahrer dann in die Marburger Uniklinik fliegen. Schnell, und vor allem schonend.

Ein älterer Mann spricht mich an der Einsatzstelle an. Er ist der Bruder des Verletzten. „Sie wollen mich nicht mehr zu ihm lassen. Das respektiere ich. Man kann die Leute nicht einfach ausschimpfen“, sagt er mir und erzählt, wie schlimm er es findet, dass es Menschen gibt, die den Rettungsdienst oder die Einsatzkräfte bei der Arbeit bedrohen oder beleidigen. „Die sollte man dann alle sofort einsperren“, ist er entschlossen. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie nett der alte Herr ist, wie offen er redet, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Sorgen hat und obwohl ich eindeutig als Pressefotograf zu erkennen bin. „Das finde ich gut. Den Bericht möchte ich gerne lesen“, verrät mir der Mann. Er hat Angst um seinen Bruder. Das merkt man sofort.

Während unserer Unterhaltung durchdringt das Knattern des anfliegenden Rettungshubschraubers unsere Stimmen. „Christoph Gießen“ dreht eine Runde, das Fahrwerk ist ausgefahren, die Türen gehen auf, damit die Besatzung einen Überblick hat und obwohl es ziemlich steil ist, landet der Pilot seine Maschine punktgenau auf dem geraden Stück eines engen Feldweges. „Was hier jetzt für ein Aufwand betrieben wird. Zum Glück gibt es das alles“, gesteht mir der Bruder des Verunfallten. Fast ein wenig verlegen wirkt er.

Im Rettungswagen erfolgt nun die Übergabe des Patienten an das Hubschrauberteam. Der Verkehr hat sich unterdessen in beide Richtungen weit zurück gestaut. Nach kurzer Zeit setzt sich der Rettungswagen in Bewegung und fährt in Richtung Hubschrauber. Während der Verletzte umgeladen wird, gehe ich außer Sichtweite und treffe auf zwei im Stau stehende Lkw-Fahrer. Rund vierzig Jahre ist der Mann, der neben mir steht, schon am Lkw-Steuer unterwegs. „Das ist schlimm und mir unverständlich. Immer diese Raserei“, ärgert er sich. Als ich ihm erzähle, wie es zu dem Unfall gekommen ist, schluckt der Mann. Dass es sich um einen älteren Herrn auf einem Motorroller handelte, das hätte er nicht gedacht. Und dass er derart unverschuldet in den Unfall geriet, wusste er auch nicht.

Der Bruder des Verletzten kommt wieder dazu. Dass sein Bruder erst vor kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, nach einer Herzoperation, erzählt er uns. Er hat große Angst um ihn. Ich versichere dem Mann, dass sein Bruder bei den Rettungskräften in den besten Händen ist. Er tut mir richtig Leid. „Ja, dann auf Wiedersehen. Alles Gute“, verabschiedet sich der Mann, als ich in Richtung des startenden Hubschraubers gehe. Das sitzt. Oft schon bin ich an den Einsatzstellen unterschiedlichen Menschen „am Rande“ begegnet. Aber dass ein Angehöriger, der Sorge um seinen Bruder hat, noch so nette Worte findet, das ist mir selten passiert. Ich habe in dem Moment einen Kloß im Hals. Menschlich ist das. Von beiden Seiten.

Für seinen Bruder wird nun alles getan, die Arbeit vor Ort ist super gelaufen. Auch ich wünsche dem Mann alles Gute. Und seinem Bruder. Der nun wieder in der Uniklinik Marburg liegt.

Publiziert in Retter

ALLENDORF/BROMSKIRCHEN. Mit seinem Roller ist am Freitagmorgen ein 42-jähriger Mann aus Battenberg auf der Bundesstraße 236 gestürzt. Seine Verletzungen waren so schwer, dass der Notarzt einen Rettungshubschrauber anfordern musste.

Um 9.55 Uhr ging bei der Frankenberger Polizeiwache die Meldung ein, dass sich ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 236 bei Bromskirchen ereignet hat. Daraufhin wurden eine RTW-Besatzung, der Notarzt und zwei Polizeistreifen zur Unfallstelle unweit von Bromskirchen beordert.

Bei Eintreffen der Retter am Unfallort konnte der 42-Jährige zunächst stabilisiert und die Erstversorgung durchgeführt werden. Die Polizei regelte den Verkehr auf der B 236 bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers Christoph 90 aus Gießen. Dieser war etwa 700 Meter unterhalb der Unfallstelle in einem Wiesenstück an der Untermühle gelandet. Mit einem RTW wurde der 42-Jährige zum Wiesengrund gefahren und dort schonend in der RTH geschoben. Um 11.25 Uhr hob die Maschine mit dem schwerverletzten in Richtung Marburg ab.

Nach Abgaben der Polizei war der Battenberger mit seinem Roller Ausgangs einer leichten Linkskurve ohne Fremdeinwirkung gestürzt, als er auf dem Weg von Allendorf in Richtung Bromskirchen war. Die Ursache des Sturzes ist bislang unklar.  (112-magazin)

Link: Unfallstandort B 236 am 19. Juli 2019

Publiziert in Retter
Dienstag, 09 Juli 2019 15:15

Blitzer auf der Bundesstraße 236

BERGHOFEN/MÜNCHHAUSEN. Derzeit wird auf der Bundesstraße 236 eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Gemessen wird zwischen den Ortschaften Berghofen und Münchhausen. Das Team von 112-magazin.de appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die jeweils gültigen Tempolimits einzuhalten.

An der Messstelle gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h.

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Publiziert in Blitzer
Mittwoch, 12 Juni 2019 21:39

Schwerer Unfall auf der B 236

WINTERBERG. Zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person wurden heute um kurz vor 15.00 Uhr die Feuerwehr Winterberg, der Rettungsdienst und ein Notarzt des Hochsauerlandkreises, sowie die Polizei auf die B 236 kurz vor dem Winterberger Herrlohtunnel am Abzweig zum Waltenberg alarmiert.

Als Ersthelfer war bereits ein Krankentransportwagen der Feuerwehr Paderborn vor Ort. In drei Pkw wurden insgesamt drei Menschen verletzt. Eine Frau musste von der Feuerwehr befreit werden.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war eine Frau mit ihrem schwarzen Polo vom Herrlohtunnel kommen in Richtung Winterberg unterwegs. „Die Dame wollte nach links auf den Waltenberg einbiegen und ihre Ampel zeigte auch grün“, erklärte ein Polizeibeamter. Die Frau sei jedoch wartepflichtig gewesen, da die Ampel für den Gegenverkehr ebenfalls grün zeige und man erst abbiegen könne, wenn der Gegenverkehr abgefahren sei, hieß es weiter.

Zunächst hatte die Frau auch angehalten, um einen silbernen Toyota, der aus Richtung Neuastenberg kam, durchfahren zu lassen. „Dann ist sie aber – warum auch immer – doch los gefahren“, erklärt der Polizeibeamte weiter. Im Kreuzungsbereich kam es dann zum Zusammenstoß. Der Aufprall war dabei so heftig, dass der Toyota in einem angrenzenden Graben landete und der Polo der Unfallverursacherin wieder zurückgeschleudert wurde und dabei gegen einen dritten Wagen prallte, einen schwarzen Skoda. Zudem drehte der Polo sich um 180 Grad.

Weil der Rettungsdienst bei der Verursacherin Verletzungen der Wirbelsäule nicht ausschließen konnte, wurde die Feuerwehr zur schonenden Rettung eingesetzt.

Unter der Einsatzleitung von Löschzugführer Tim Braun trennten die Kameraden mit der Rettungsschere das Dach des Polos ab, während die Patientin von den Rettungskräften betreut wurde. Mehrere Rettungsassistenten, die sich sowohl im Löschzug engagieren, als auch bei der Rettungswache in Winterberg arbeiten, konnten ihre Kollegen so exzellent unterstützen. Nachdem es der Zustand der Patientin erlaubte, wurde sie dann ganz schonend auf die Vakuummatratze des Rettungsdienstes gelagert. Dabei handelt es sich um eine mit Styroporkügelchen gefüllte Kunststoffmatratze, die sich genau an die Konturen des Körpers anpasst, wenn ein Verletzter darin liegt. Anschließend wir die Luft aus der Matratze abgesaugt, bis ein Vakuum entsteht und die Kügelchen so aneinander gesaugt werden und praktisch eine feste Form bilden. Daher der Name „Vakuummatratze“. Diese Matratze kommt bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen, aber auch nach Anlage eines Beckengurtes bei Verdacht auf Beckenbrüche, oder bei Verdacht auf Frakturen der Beine zum Einsatz.

Anders als bei der Crashrettung von lebensbedrohlich verletzten Patienten spielt hier die Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Die Patientin hier war nicht zeitkritisch. Die hier durchgeführte „Patienten orientierte Rettung“ dient in erster Linie einer Stabilisierung der Wirbelsäule. „Immobilisation“ heißt das im Fachjargon. Das ist deshalb wichtig, weil durch die Wirbelsäule die Nerven verlaufen, die ursprünglich dem Gehirn entspringen und von der Wirbelsäule aus in alle Körperregionen abzweigen. Werden diese Nerven gequetscht, gedrückt oder verletzt, kann dies dazu führen, dass die entsprechenden Körperfunktionen nicht mehr funktionieren, ein Patient zum Beispiel eine Querschnittlähmung erleidet. Um nach einem Unfall mit Wirbelsäulenbeteiligung solche Folgeschäden zu verhindern, oder gering zu halten, kommt der Immobilisation eine große Bedeutung zu.

Aber nicht nur bei dieser für die Patientin optimalen Rettung unterstützte die Feuerwehr den Einsatz. Sie machte noch mehr: „Wir mussten auslaufende Kraftstoffe abstreuen und den Brandschutz sicherstellen“, erklärte Tim Braun vor Ort. Insgesamt waren 24 Kameraden des Löschzuges Winterberg vor Ort.

In den beiden anderen Fahrzeugen, die am Unfall beteiligt waren, wurden zwei Menschen jeweils leicht verletzt.

Um sich für die Unfallaufnahmen und die Beweissicherung ein genaues Bild zu verschaffen, arbeitete die Polizei vor Ort mit Sprühfarbe: Zum einen wurden die Fahrzeuge dabei mit Nummern markiert. „01 steht für das Verursacherfahrzeug, 02 und 03 für Geschädigte oder Beteiligte – je nachdem“, erklärt ein Polizeibeamter. Weiterhin markierten die Beamten auf der Straße sie genauen Standorte der jeweiligen Unfallfahrzeuge und sprühten auch an definierten Messpunkten Markierungen auf die Straße. Mit Hilfe dieser Markierungen konnten die Fachleute im Anschluss mittels des so genannten Monobildverfahrens die Unfallstelle für ihre Beweissicherung genau einteilen.

Schließlich wurden alle drei Fahrzeuge abgeschleppt. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die B 236 zwischen dem Waltenberg und dem Herrlohtunnel über eine Stunde in beiden Richtungen voll gesperrt werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr

ALBRECHTSPLATZ. Kurz unterhalb des Albrechtsplatzes stehen Feuerwehrleute auf der Bundesstraße. Sie kennen mich, als ich ankomme. Wir reden nicht viel. Aber ihre Blicke lassen schon das Ausmaß des Einsatzes erahnen. Ich stelle mein Auto in einer Haltebucht an der Böschung ab, um keine Einsatzfahrzeuge zu blockieren. Ich ziehe meine Presseweste über und gehe in Richtung der Einsatzstelle. Nach der Kurve steht der Rettungshubschrauber auf der Fahrbahn. Die Feuerwehren aus Langewiese und Neuastenberg sichern die Unfallstelle ab. Zuvor haben die ehrenamtlichen Wehrleute Erste Hilfe geleistet. Die eigentliche Einsatzstelle sehe ich zunächst nicht. Ein Feuerwehrmann kommt mir entgegen. Wir vereinbaren, dass er einen Polizeibeamten ordert, der mir nähere Auskunft geben kann. „Da, beim Lkw steht doch einer“, sage ich dem Feuerwehrmann. „Das ist die Einsatzstelle“, kommt die Antwort. Obwohl ich hauptberuflich selbst bei der Rettung arbeite, verstehe ich erst jetzt so recht, was hier geschehen sein muss. Der junge Mann der im Lederkombi hinter dem Streifenwagen auf der Straße sitzt und die Motorräder, die am wenige Meter entfernten Aussichtsparkplatz genau gegenüber des Rettungshubschraubers stehen, lassen erahnen, was passiert ist. Feuerwehrleute stehen an der Tür des Lkw und reden mit dem Fahrer. Jenem 54-jährigen Mann, dem der Motorradfahrer in die Seite geprallt ist.

Der Pilot des Hubschraubers sieht mich und kommt zu mir. „Eigentlich ist es hier wirklich sehr idyllisch, wenn man rechts das Szenario weglässt“, sagt er zu mir, während wir in die untergehende Sonne in Richtung Oberkirchen blicken. Wenige Meter weiter unten – verdeckt durch eine Kurve – kämpfen die Mediziner des Hubschraubers und meine Kollegen des RTW um das Leben des jungen Mannes. Der ist 31 Jahre alt, stammt aus Siegen. Gemeinsam mit Freunden war er vom Albrechtsplatz kommend unterwegs.

Ein Polizeibeamter kommt zu mir. „Hi, grüß` Dich“, wir kennen uns bereits von anderen Einsätzen. Die Zusammenarbeit hat immer sehr gut funktioniert.

„Das will niemand sehen da unten. Glaub` mir, das will keiner sehen“, sagt er zu mir. Er erklärt in groben Zügen, was passiert ist: „Fünfzig Meter Blockierspur, der hat die Kontrolle über das Motorrad verloren und ist gegen die Seitenverkleidung und den Reifen des Lkw geprallt. Möglicherweise hat der Auflieger die Beine überrollt“. Stille.

Wenn der Motorradfahrer im Rettungswagen liegt, oder ausgeflogen wurde, kann man zur eigentlichen Einsatzstelle gehen. Vorher nicht. Das ist eine Selbstverständlichkeit und es bedarf dazu keiner weiteren Erklärung. So wichtig die Pressearbeit ist, und so sehr sie aufklären soll und kann und manchmal auch den Beteiligten bei der Schadensregulierung und Beweissicherung helfen kann – so wichtig, dass man die Privatsphäre Betroffener nicht wahrt, oder Rettungskräfte stört, kann sie gar nicht sein. Nicht erst seit der aufgekommenen Diskussion um Gaffer mit Handys.

Paradox ist, dass der Hubschrauber mit der dezent untergehenden Sonne eine beeindruckende Kulisse bildet. Nach einiger Zeit wird der Patient zum Hubschrauber gebracht. Nicht, wie üblich mit dem RTW, sondern mit der Fahrtrage. Der RTW könnte nicht noch einmal durch die Unfallstelle fahren. Zum einen müsste er auf der engen Serpentinenstraße erst einen Platz zum drehen finden, zum anderen hat die Polizei bereits mit der Spurensicherung mittels Monobildverfahren begonnen und außerdem waren es nur wenige Meter bis zum Hubschrauber. Ich drehe mich um. Mit dem Rücken zu den Kollegen. Gehe zu einem Feuerwehrmann, der auf dem Parkplatz steht. „Ich könnte jetzt etwas anderes machen. Schau Dir diesen Sonnenuntergang an“, sagt er zu mir. Wieder blicken wir in Richtung Oberkirchen. Wortlos. Als der Patient im Hubschrauber liegt, mache ich Fotos vom Start des „Christoph 25“. Die ADAC Luftrettung GmbH, Betreiber des Rettungshubschraubers benötigt Fotos vom Hubschrauber im Einsatz. Sie stellt damit ihre lebensrettende Arbeit in Flyern, Infoschriften oder Kalendern dar. Heute ist ein junger Rettungsassistent auf dem Hubschrauber eingesetzt, den ich im Rahmen seiner Ausbildung mit Schulunterrichten und Einsatztrainings ein großes Stück mit begleiten durfte. Er ist anders als sonst. All das Lockere, das fröhliche und optimistische, was ihn normal ausmacht, ist weg. Er muss nun einen lebensgefährlich verletzten jungen Mann, der kaum älter ist, als er, ins Krankenhaus begleiten.

Nach dem Abflug des Hubschraubers gehe ich in Richtung der Einsatzstelle. Die Polizeibeamten haben die Straße in kleine Quadrate aufgeteilt, die nun abgemessen und fotografiert werden. Es darf nichts verändert werden. So können die Ermittler hinterher den Unfallhergang genau aufklären. Meine Kollegen räumen ihr Material beisammen. Sie sehen mich und kommen kurz zu mir. Ein Hände schütteln und dann reden wir nichts weiter. Blicke reichen aus. Sie sind geschwitzt, abgekämpft, haben alles gegeben. Das sind die Einsätze, die sich niemand wünscht. Feuerwehrleute sammeln ein paar persönliche Gegenstände des Verunfallten ein, reden mit seinen Freunden und dem Lkw-Fahrer. Der saß die ganze Zeit in seinem Führerhaus und sitzt dort immer noch. Er konnte nichts für den Unfall. Eigentlich konnte niemand etwas dafür. Es ist noch unklar, warum das Motorrad außer Kontrolle geraten ist. Es könnte an der Geschwindigkeit liegen. Sicher ist das aber nicht.

Plötzlich kommt ein Auto in die Unfallstelle gefahren. Eine junge Frau steigt aus. Kurzes und gespanntes Blicken. Ist sie durch die Absperrung gefahren? Dann zieht die Dame eine lila Weste an. Die Kennzeichnung der Notfallseelsorger. Sie kümmert sich jetzt um den Lkw-Fahrer. Von der Feuerwehr kommen weitere Spezialisten in lila Westen: Sie gehören zum PSU Team HSK. PSU steht für Psycho Soziale Unterstützung. Diese Menschen sind nicht nur für Angehörige oder Freunde da. Ganz besonders sind sie für Einsatzkräfte da, die mit den Eindrücken die sie erlebten, nicht fertig werden können.

Liebe Biker, wenn Ihr raus fahrt, dann unterschätzt nicht die Kurven. Unterschätzt nicht die Physik, unterschätzt nicht die Geschwindigkeiten, die verunreinigten Straßen, die Wildtiere, oder die anderen Verkehrsteilnehmer. Und überschätzt nicht Euch selbst. Rechnet immer mit den Fehlern anderer, fahrt besonnen und kommt immer gut ans Ziel.

Ein Like unter dem Artikel sehen wir als Anerkennung für die außerordentlichen Leistungen aller Einsatzkräfte vor Ort.

Publiziert in HSK Retter
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