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BAD AROLSEN/BERLIN. Bei der schrecklichen Amokfahrt unweit des Berliner Kurfürstendamms, bei dem es am Vormittag mehrere Schwerstverletzte und Schwerverletzte gab, und eine Frau ums Leben gekommen ist, handelt es sich um Schüler und Lehrer der Kaulbachschule in Bad Arolsen. Dies bestätigte ein Polizeisprecher.

Den Angaben zu Folge kam eine 50 jährige Lehrerin der Arolser Schule ums Leben, als ein Renault Clio am Vormittag die Fußgängergruppe auf dem Gehweg überfuhr. Ein weiterer Lehrer und elf Schüler der 10. Klasse, die sich zur Klassenfahrt in Berlin befanden, wurden schwer - teils lebensgefährlich - verletzt, wie die Hessische Landesregierung mitteilte. Der Unterricht an der Schule in Bad Arolsen wurde sofort unterbrochen.

Zeugenaussagen zufolge war der Pkw mit Vollgas in die 24 Schüler gerast. Er sei gegen 10:26 Uhr vom Kurfürstendamm gekommen und habe an der Ecke Rankestraße auf den Gehweg gelenkt, wo er die Gruppe erfasste. Danach habe der Fahrer wieder auf die Straße gelenkt und sei in Richtung Tauentzienstraße weiter gefahren. Auf dem dortigen Fußgängerüberweg verstarb die Lehrerin aus Bad Arolsen. Kurz vor der Ecke der Marburger Straße lenkte der Fahrer erneut auf den Gehweg, touchiert ein Auto und erfasste zwei weitere Fußgänger.  

Die schlimme Fahrt des silbernen Renault Clio endete etwa 200 Meter weiter in einem Schaufenster der Parfümerie Douglas. Der 29 jährige Fahrer des Wagens hatte das Geschäft nach dem Aufprall verlassen und war bei der Flucht von Passanten festgehalten worden, die ihn der kurze Zeit später eintreffenden Polizei übergaben. Der Armenier wurde festgenommen und zunächst einem Krankenhaus zugeführt. Die Polizei untersucht derzeit noch endgültig, ob es sich um eine gezielte Tat, oder einen Unfall gehandelt hat. Die momentanen Ermittlungsergebnisse sprechen allerdings eher für eine gezielte Tat, als für einen Unfall. Medienberichte, nach denen es im Auto eindeutige Bekennerschreiben gegeben haben soll, wurden von Berlins Innensenatorin Spranger dementiert. Es habe sich vielmehr um Plakate gehandelt. Am frühen Abend hatte es einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge einen Einsatz von polizeilichen Spezialkräften an der Wohnung des Autofahrers in Berlin-Charlottenburg gegeben.

In Bad Arolsen sind derzeit Notfallseelsorgeteams im Einsatz, um den Hinterbliebenen und den Lehrern und Schülern in Bad Arolsen beizustehen.

Außerdem hat die Kaulbachschule Teams nach Berlin entsendet, um dort ihren Schülern und den Eltern der Kinder Hilfe zu geben.

 

Wir bitten ausdrücklich, von Wertungen, Urteilen und Beschimpfungen abzusehen.

Unser Mitgefühl gilt den Opfern und den Hinterbliebenen dieser Katastrophe.

Publiziert in Feuerwehr

VOLKMARSEN/KASSEL. Das Landgericht Kassel hat am heutigen Donnerstag sein Urteil im Prozess gegen Maurice P. verkündet. Am 24. Februar 2020 hat der heute 31-Jährige mit seinem Pkw eine Menschenmenge beim Volkmarser Rosenmontagszug angesteuert und dabei 88 Personen zum Teil schwer verletzt.

Neben einer lebenslangen Haft stellte das Landgericht Kassel unter Vorsitz von Richter Volker Mütze die besondere Schwere der Schuld fest - mit anderen Worten: Dem Volkmarser droht nach Verbüßung seiner Strafe die Sicherungsverwahrung. Maurice P. hat sich während der Verhandlungen nicht zum Tathergang oder zum Tatvorwurf geäußert.

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Publiziert in Polizei

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