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VOLKMARSEN. Gemeinsam mit über 140 Einsatzkräften und 17 Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW wurden am Samstag (17. September 2022) mehrere Unglücksszenarien an insgesamt elf Stationen geübt. Koordiniert wurde die Übung durch die örtliche technische Einsatzleitung (OETEL) der Feuerwehr Volkmarsen.

Nachdem sich alle Übungsteilnehmer am Samstagmorgen am Feuerwehrstützpunkt in Volkmarsen versammelt und eine kurze Einweisung von Wehrführer Torsten Tegethoff bekommen hatten, wurden die Fahrzeuge besetzt und zu den ersten Übungen ausgerückt.

Sobald eine Übung erfolgreich abgearbeitet wurde, erhielten die Kräfte einen neuen Einsatzauftrag über Funk. Die Schwerpunkte bei der diesjährigen Herbstabschlussübung lagen unter anderem auf der Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst und der Feuerwehr. Der Vorteil für die Übungsteilnehmer war, dass jede Gruppe die Chance hatte die Einsatzübung mit ihren eigenen Mitteln zu bewältigen.

Beobachtet wurde das Geschehen von mehreren Ausbildern, mit denen im Anschluss das Vorgehen besprochen wurde. Folgende Übungsszenarien mussten absolviert werden.

  • Werkstattbrand mit Personen im Gebäude
  • Fahrradunfall im unwegsamen Gelände, Person droht abzustürzen
  • Person in Holzstapel und PKW eingeklemmt
  • Unterstützung Rettungsdienst (Reanimation)
  • Tiefbauunfall, Person verschüttet
  • Gefahrgutunfall
  • Ausgelöste Brandmeldeanlage mit Brandereignis
  • Brand einer Trafostation
  • Kind in Spielgerät eingeklemmt
  • Schachtrettung
  • Feuer in Schule mit Personen im Gebäude

Gegen 16 Uhr neigte sich das diesjährige Zirkeltraining dem Ende. Nachdem alle Stationen zurückgebaut und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren, wurde der Nachmittag gemütlich im Feuerwehrstützpunkt Volkmarsen ausgeklungen. Besonders positiv zeigte sich erneut die gute Zusammenarbeit auch über die Grenzen der eigenen Kommune und der verschiedenen Hilfsorganisationen hinaus.

Ein großes Dankeschön gilt den freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männern aus dem Stadtgebiet Volkmarsen sowie unseren Freunden und Kameraden aus Warburg, Bad Arolsen, Mengeringhausen, sowie dem THW Warburg, die die Übungen mit sehr großem Engagement und Bravour abarbeiteten. Ebenfalls danken wir allen Einheiten der unterschiedlichen Rettungsdienste für die Teilnahme an der Übung. Ein weiteres großes Dankeschön geht an die Ausbilder, die durch Ihre Teilnahme die Durchführung des Zirkeltrainings ermöglicht haben, dem gesamten Organisationsteam und den Volkmarser Unternehmen, die ihre Flächen und Gerätschaften zur Verfügung stellten. Außerdem danken wir der Firma Henkelmann, die das Mittagessen für die fleißigen Einsatzkräfte kostenlos zur Verfügung stellte.

Publiziert in Feuerwehr

KORBACH/MEDEBACH. Seit mehr als 10 Jahren arbeiten die Feuerwehren aus Medebach und Hillershausen über die Landesgrenze hinaus eng zusammen. Aufgrund der nachbarschaftlichen Lage gibt es Kooperationen in den Alarmplänen, um die Hilfsfristen entsprechend einhalten zu können. Durch regelmäßige Übungen wird das Zusammenspiel der Einheiten verfestigt. In diesem Jahr stand aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine Waldbrandübung auf dem Plan.

Angenommen wurde der Brand einer landwirtschaftlichen Zugmaschine unter dem Schleppdach eines Forsthauses. Dieser griff auf den angrenzenden Wald über, zwei Personen wurden bei eigenen Löschversuchen verletzt. Ein sehr realistisches Szenario, das von Berthold Clement (Feuerwehr Medebach) sowie von Tamara Zimmermann und Silas Huneck (Feuerwehr Hillershausen) ausgearbeitet wurde.

Der Schwerpunkt der Übung lag in der Wasserversorgung in dem abgelegenen Waldgebiet. Zum Einsatz kam ein mobiler Faltbehälter der Feuerwehr Medebach, der im Pendelverkehr durch Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr und auch durch landwirtschaftlich genutzte Fässer mit Löschwasser gefüllt werden kann. Das TSF-W der Feuerwehr Hillershausen übernahm die Wasserentnahme am Behälter und versorgte die Medebacher Löschfahrzeuge, deren Personal zur Brandbekämpfung und Menschenrettung eingeteilt wurde.

Es wurden mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt, die Personenrettung mittels Schleifkorbtragen funktionierte reibungslos. Auch in diesem Einsatzabschnitt wurden Kräfte beider Wehren kombiniert eingesetzt. Bei der anschließenden Besprechung wurden die Ausbildungsinhalte nochmals vertieft. Stadtbrandinspektor Herbert Kordes (Medebach) sowie Stadtbrandinspektor Carsten Vahland (Korbach) dankten allen Beteiligten für das Engagement.

Die Übung hat wieder gezeigt, dass interkommunale Zusammenarbeit auch über Landesgrenzen sinnvoll und effektiv gestaltet werden kann.

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Dienstag, 12 Oktober 2021 14:27

THW und Feuerwehren üben für realen Zugunfall

WALDECK-FRANKENBERG. An fünf Tagen im September dieses Jahres konnten die Feuerwehren aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg ihr Wissen an einem umgestürzten Steuerwagen der Deutschen Bahn in Kassel vertiefen und sich dem Thema technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen widmen.

An drei Objekten der Kurhessenbahn im Rangierbahnhof Kassel haben etwa 250 Feuerwehrleute und 20 Einsatzkräfte des THW ihr Können unter Beweis gestellt und weitere interessante Details erfahren. Vorarbeiten hatten die Initiatoren Dirk Gernand vom THW Korbach und der Notfallmanager der Deutschen Bahn Markus Bähr bereits organisiert. Drei  Vt 628 der Kurhessenbahn sollten vor Ort verschrottet werden, daher hatten Gernand und Bähr die Gelegenheit genutzt um allen Feuerwehren im Zuständigkeitsbereich der Strecken in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Kassel die Möglichkeit zu geben, an den verschiedenen Objekten Unfallszenarien zu üben. 

Am Sonntag, 29. August begann das THW Korbach damit, einen der Steuerwagen vom Motorwagen zu trennen und 20 Meter vorzuziehen. Anschließend wurde der Steuerwagen angehoben und neben der Schiene auf Holzklötzen abgesetzt. Im weiteren Verlauf konnte der Steuerwagen mit Hebekissen und Seilwinden kontrolliert auf die Seite gelegt werden, um an den Folgetagen den Feuerwehren ein Unfallszenario zu bieten, an dem eine Personenrettung nach oben aus dem umgestürzten Fahrzeug geübt werden kann. Im weiteren Verlauf legte das THW weitere zwei Triebwagen auf die Seite.

Verletzte Person aus Zug retten

Jede Wehr hatte zweieinhalb Stunden Zeit die verschiedene Unfallszenarien durchzuspielen. An allen Tagen stand den Feuerwehren  Aufgleisleiter Dirk Gernand vom THW Korbach und Notfallmanager Markus Bähr für Fragen zur Verfügung und gaben den Einsatzkräften Informationen und Sicherheitshinweise während des Übungsverlaufs. In jeweils zwei Gruppen geteilt, machte sich die erste Gruppe mit dem umgestürzten Steuerwagen vertraut und versuchten eine verletzte Person aus dem Inneren des Zuges zu bergen. Dazu mussten sie sich erst einmal Zutritt zum Fahrzeug durch die jetzt oben liegende Tür verschaffen, anschließend in das Fahrzeug eindringen, die verletzte Person bergen und auf demselben Weg wie sie hineinkamen wieder aus dem Fahrzeug sicher hinausbringen. Was sich bei Actionfilmen immer mühelos darstellt, trieb den Einsatzkräften den Schweiß aus den Poren.

Eindringen in Schienenfahrzeuge

Die zweite Gruppe übte an den anderen Vt 628 das Eindringen in Schienenfahrzeuge. Sie versuchten die Türen und Fenster mit den verschiedensten Hilfsmitteln zu öffnen und sich Zugang mit schwerem Gerät durch die Außenhaut der Vt`s zu verschaffen. Es wurden dabei die verschiedensten Einsatzgeräte ausprobiert, um herauszufinden welches Gerät für welche Zwecke geeignet ist oder eben nicht. Unter anderem wies Gernand darauf hin, dass beim Einsatz eines Trennschleifers beim Zerschneiden von Fenstern Glasstaub entsteht, der von Einsatzkräften und zu rettenden Person zwar eingeatmet wird, dieser die Lungen aber nicht mehr verlässt. Es kann daher zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen.

Die erworbenen Kenntnisse werden den Feuerwehren bei ihren nächsten Einsätzen helfen, das jeweils beste Einsatzgerät für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen. Zur Halbzeit tauschten die Gruppen die Unfallszenarien, sodass alle Beteiligten an beiden Stationen üben konnten. Insgesamt, so Dirk Gernand, waren drei Jahre Vorbereitungszeit und 100 Arbeitsstunden nötig, um diese Sonderübung umsetzten zu können.

Publiziert in THW
Freitag, 01 Oktober 2021 14:27

Übung in Goddelsheim: Positives Fazit

GODDELSHEIM. Am Mittwochabend wurden die Wehren Goddelsheim, Immighausen und Fürstenberg unter dem Alarmkürzel "F2 Y, drei vermisste Personen nach Staubexplosion in Schreinerei" zur gemeinsamen Übung alarmiert. Als Übungsobjekt diente die ehemalige Schreinerei in der Heimbachstraße.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits Rauch (in diesem Falle zu Simulationszwecken Nebel aus einer Nebelmaschine) aus dem Gebäude  und ein Mitarbeiter lief verwirrt durch die Gegend. David Martini, Wehrführer in Neukirchen, hatte die Einsatzleitung. Nach erster Erkundung der Lage und Befragung des Mitarbeitenden, rüsteten sich die ersten Trupps mit Atemschutz aus und gingen zur Personensuche vor. Des Weiteren wurde eine Riegelstellung zur angrenzenden Halle des Unternehmens Holzbau Kastens errichtet. Die Atemschutzüberwachung wurde aus dem Einsatzleitwagen organisiert.

Die vermissten Personen, die zu Übungszwecken durch Dummys dargestellt wurden, konnten schnell gefunden und ins Freie gebracht werden. Somit konnte zügig das Übungsende gemeldet werden. Anschließend wurden alle Einsatzmittel wieder auf den Fahrzeugen verlastet.

Auf dem Hof der Feuerwehr Goddelsheim gab es noch eine Nachbesprechung. Der Goddelsheimer Wehrführer Peter Bochon bedankte sich in dem Zuge für das zahlreiche Erscheinen - insgesamt waren 30 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Mit dem Ergebnis der Übung war er zufrieden. Den Worten Bochons schloss sich Stadtbrandinspektor Klaus Debus an und erinnerte noch an die offizielle Fahrzeugübergabe sowie die Einweihung eines neuen Gebäudetraktes des Feuerwehrgerätehauses in Immighausen.

Im Vordergrund standen bei dieser Übung die Themen Einsatz unter Atemschutz, Atemschutzüberwachung, das Funken und die ortsübergreifende Kommunikation. All diese Bereiche konnten im Zuge der gemeinsamen Einsatzübung, organisiert durch Wehrführer Peter Bochon, erfolgreich geübt werden.

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MEINERINGHAUSEN. Am Donnerstagabend mussten abermals einige Korbacher Wehren ihre Leistungsfähigkeit beweisen. Eine simulierte Explosion in einem Meineringhäuser Handwerksbetrieb rief die Wehren aus Meineringhausen, Strothe und Helmscheid auf den Plan. Neben der Menschenrettung standen Brandbekämpfung und Sicherungsmaßnahmen auf dem Programm.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte aus Meineringhausen an der Einsatzstelle ein. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretende Wehrführer Werner Isenberg. Nach kurzer Erkundung wurden drei Einsatzabschnitte gebildet. Als Führungsunterstützung stand der Einsatzleitwagen der Kernstadt ebenfalls zur Verfügung. Er koordinierte den Funkverkehr und dokumentierte alle Lagemeldungen.

Die Meineringhäuser Wehr übernahm die Menschenrettung unter Einsatz von Atemschutzgeräten im Innenangriff. Die Lagerhalle war komplett verraucht und verlangte den Einsatzkräften einiges ab - dennoch konnten die vermissten Personen zeitnah gerettet werden. Die benachbarte Wehr aus Strothe übernahm den zweiten Einsatzabschnitt und ging von der gegenüberliegenden Seite ebenfalls zum Innenangriff vor. Auch hier kamen Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Die nachrückenden Kräfte aus Helmscheid übernahmen Sicherungsaufgaben im Nahbereich der Explosionsstelle - insbesondere galt es, eine betriebseigene Tankstelle vor einem Flammenüberschlag zu schützen. Durch eine sogenannte Riegelstellung konnte dies erfolgreich realisiert werden.

Bei der Nachbesprechung wurde von Stadtbrandinspektor Carsten Vahland und seinem Stellvertreter Arno Zenke insbesondere das rasche Arbeiten und die reibungslose Zusammenarbeit gelobt. Diese Übung hat gezeigt, dass auch kleinere Wehren wichtige Aufgaben bei größeren Einsatzlagen übernehmen können. "Alle 15 Korbacher Wehren sind sehr gut aufgestellt und der Ausbildungsstand ist trotz der Corona-Einschränkungen der letzten Monate auf einem sehr hohen Niveau", so das Fazit von Vahland.

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EDERSEE. Am 10. Juli 2021 übte die Fachgruppe Absturzsicherung der Feuerwehr Stadt Waldeck die Personenrettung am Steilhang auf der Halbinsel Scheid am Edersee - die angenommene Lage war, dass eine Person am Hang abgestürzt war.

Die beiden auf dem Hilfeleistungstanklöschfahrzeug mitgeführten Absturzsicherungssätze wurden nach Ankunft am Übungsort vorbereitet und der erste Trupp legte die Absturzsicherungsausrüstung an. Aufgrund der Gegebenheiten des Steilhangs entschied sich der Einsatzleiter für eine Rettung der Person den Hang hinab. Da die abgestürzte Person nur liegend den Hang hinab transportiert werden konnte, wurde eine Schleifkorbtrage mit abgeseilt.

Nachdem ein Anschlagpunkt gefunden wurde, stieg der Trupp mittels Absturzsicherungsausrüstung den etwa 45 Meter langen, teilweise fast senkrechten Steilhang mit der Schleifkorbtrage im Gepäck herab bis zum Ufer des Edersees. Dort wartete ein Boot der DLRG, welches von Einsatzkräften der Feuerwehr Waldeck besetzt wurde. Anschließend wurde die Schleifkorbtrage mit dem am Steilhang geretteten fiktiven Patienten an Bord verladen.

Die Bootsbesatzung steuerte das Boot mit Schleifkorbtrage und dem abgestiegenen Trupp an Bord um die Halbinsel Scheid herum zum Westufer. Dort konnte der fiktive Patient wieder an Land gebracht werden.

Die gesamte Ausbildung wurde von vier weiteren Trupps wiederholt - somit ist die Fachgruppe Absturzsicherung, bestehend aus speziell ausgebildeten Einsatzkräften der Feuerwehren Sachsenhausen und Höringhausen, auch weiterhin sehr gut vorbereitet für Einsätze dieser Art.

An den Steilhängen des Edersees finden rund um Scheid und Fürstental jährlich durchschnittlich zwei Einsätze statt, an denen Personen von Wanderwegen an den Steilhängen des Edersees herabstürzen. Hierbei kommt die Fachgruppe Absturzsicherung der Stadt Waldeck sowie in Fürstental zusätzlich das Absturzsicherungsteam der Gemeinde Vöhl zum Einsatz. Je nach Wasserstand des Sees, Position des Verletzen, Beschaffenheit und Tiefe des Hangs kommt bei den Einsätzen entweder eine Rettung den Steilhang hinauf oder, so wie in dieser Übung, eine Rettung herab zum Ufer mit Weitertransport per Boot in Frage.

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KORBACH. In diesen Herbsttagen finden üblicherweise Alarmübungen der Freiwilligen Feuerwehren statt, um den Ausbildungsstand vor den Wintermonaten nochmals zu definieren. Wie macht man dies, wenn der Ausbildungsbetrieb mit Blick auf die Systemrelevanz noch immer coronabedingt eingeschränkt ist und eine einheitsübergreifende Ausbildung vermieden werden muss?

Die Verantwortlichen der Feuerwehren der Großgemeinde Korbach haben dazu eine Lösung erarbeitet und erfolgreich in die Tat umgesetzt. "Begreifen wir die Krise einfach als Chance und nutzen unsere Möglichkeiten", das war die Devise der Korbacher Stadtbrandinspektoren. Erst kürzlich wurde eine neue Führungskomponente, die sog. Örtliche Technische Einsatzleitung (ÖTEL), einsatzbereit gemeldet. Diese Einheit sollte in das Übungsgeschehen ebenfalls integriert werden.

Schnell war der Gedanke gefasst: die Simulation einer größeren Schadenslage, die zum einen von der ÖTEL zentral geführt werden kann, zum anderen aber auch zulässt, dass jede Wehr autark nur in ihrem Ortsteil arbeiten kann. Die Führungskräfte der Wehren wurden in die Planung mit einbezogen, sodass auch die örtlichen Voraussetzungen und Besonderheiten berücksichtigt werden konnten. Schlussendlich ergaben sich zwei Übungseinheiten mit jeweils sieben beteiligten Ortsteilswehren, die am Montag- und Dienstagabend in Form von Alarmübungen zur Durchführung gelangten. An beiden Abenden waren jeweils 14 verschiedene Einsatzszenarien abzuarbeiten. Den Auftakt machte jeweils die Alarmierung der ÖTEL, die in Korbach ebenfalls auf zwei Gruppen aufgeteilt ist. Das komplette digitale Lagezentrum im Stützpunkt konnte in weniger als 15 Minuten aufgebaut und einsatzbereit gemeldet werden.

Im zweiten Schritt wurden die jeweils beteiligten sieben Ortsteilswehren alarmiert und in Bereitschaft versetzt. Nach Eingang der simulierten Notrufe koordinierte die ÖTEL die Arbeit aller sieben Wehren zeitgleich. Dies war eine besondere Herausforderung und erforderte  bei der Kommunikation im Funkverkehr ein großes Maß an Disziplin und Können. Besonderes Fachwissen war auch bei den Wehren vor Ort gefragt. Die insgesamt 28 Einsatzszenarien waren sehr breit gestreut: umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und brennende Immobilien mit eingeschlossenen Personen waren ebenso dabei wie technische Hilfe bei Verkehrsunfällen, bei Arbeitsunfällen oder auch die Vermisstensuche in Waldgebieten.

Insbesondere bei den Brandszenarien kamen auch zahlreiche Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Nach Abschluss der Übungen konnte ein überaus positives Fazit gezogen werden. Die Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland, Sascha Franken und Arno Zenke lobten das Engagement der eingesetzten Kräfte. "Unter den besonderen Bedingungen der Pandemie haben wir gemeinsam einen Weg gefunden, die Ausbildung weiter voranzutreiben. Das neue Übungskonzept ist zwar aus der Krise geboren, wird aber unsere künftige Arbeit sicher weiter begleiten".

Neben den Ausbildungseinheiten für die 14 Ortsteilswehren arbeitet auch die Kernstadtwehr seit vielen Wochen auf der Grundlage eines speziell ausgearbeiteten Ausbildungskonzeptes. Die Größe der Wehr macht eine Ausbildung in Kleingruppen erforderlich, um die notwendigen Nahkontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. "Wir zollen dem Führungs- und Ausbildungsteam der Kernstadtwehr ganz großen Respekt. Durch die Ausbildung in Kleingruppen hat sich der zeitliche Aufwand vervierfacht. Eine herausragende Leistung, die das besondere Engagement deutlich macht", loben die Stadtbrandinspektoren.

Besondere Alarmübungen sind aufgrund der höheren Einsatzzahlen in der Kernstadt nicht zwingend notwendig. Im laufenden Jahr stehen schon über 150 Einsätze in der Statistik der gesamten Großgemeinde. "In diesem besonderen Zeiten leisten die Feuerwehren tatsächlich etwas Besonderes" macht Stadtbrandinspektor Carsten Vahland deutlich. "Für mich ist immer ganz besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Arbeit in unserer Region komplett ehrenamtlich abgeleistet wird". Am Feuerwehrdienst Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. 

Link: Freiwillige Feuerwehr Korbach

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ESSENTHO. Zu einem Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen wurden Ende Oktober die vier Löschgruppen des Brandschutzbezirks Nord alarmiert. Nahe Essentho war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, näheres noch unklar - über das automatische Notrufsystem eCall war die Unfallmeldung bei der Leitstelle eingegangen.

Aber schon auf der Anfahrt zeigte sich den Einsatzkräften der zuerst alarmierten Löschgruppe Essentho: Zwei Fahrzeuge waren beteiligt, mit mehreren Verletzten war zu rechnen – weitere Rettungskräfte wurden zügig nachgefordert. Mit diesem Szenario wurden die vier Löschgruppen aus Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim auf ihrer diesjährigen gemeinsamen Zugübung konfrontiert.

Die Essenthoer Kameraden Tim Heiße und Philipp Gutzeit hatten gemeinsam mit dem stellvertretenden Wehrleiter Michael Hüwel eine herausfordernde Einsatzlage geplant: An einer Kreuzung waren zwei Pkw kollidiert, woraufhin einer in den Straßengraben geriet, das andere Fahrzeug lag in etwa zwanzig Meter Entfernung auf der Seite. Insgesamt vier Personen waren in den Fahrzeugen eingeschlossen oder eingeklemmt und zeigten unterschiedliche Verletzungsmuster.

Eine fünfte Person, ein Kind, wurde aus einem der Fahrzeuge heraus geschleudert und lag einige Meter von diesem entfernt auf der Straße. Diese Übungslage erwies sich für die Einsatzkräfte aus mehreren Gründen als sehr fordernd. So hatten sie zu Übungsbeginn keinerlei Kenntnis über die Anzahl der Verletzten und auf Grund der zwei beteiligten Fahrzeuge waren mehrere Einsatzschwerpunkte zu setzen, die parallel abzuarbeiten waren. Die besondere Lage der beiden beteiligten Pkw erschwerte die Vornahme hydraulischer Rettungsgeräte und das Retten der Insassen aus ihren Fahrzeugen.

Unter der Leitung von Essenthos Löschgruppenführer Cyrill Stute konnten die etwa 50 teilnehmenden Einsatzkräfte diese Übungslage zügig und erfolgreich abarbeiten. Die Übungslage sah mehrere verletzte Personen vor. Im auf der Seite liegenden Pkw befanden sich noch zwei Insassen, eine bewusstlose und eine ansprechbare eingeklemmte Person, die über Kopf-, Nacken-, Rücken- und Beckenschmerzen klagte. Ein aus dem Fahrzeug geschleudertes Kind lag einige Meter entfernt auf der Straße und musste reanimiert werden.

Im anderen Fahrzeug befanden sich ebenfalls zwei Personen mit ähnlichen Verletzungsmustern. Aus den Fahrzeugen musste jeweils eine Person sofort, die andere schnell gerettet werden. Dazu wurden jeweils innere Retter durch das Heck ins Fahrzeug geschickt. Diese erkundeten nicht nur das Innere des Fahrzeugs, sondern übernahmen auch die Betreuung der ansprechbaren Verletzten. Unter Vornahme hydraulischer Rettungsgeräte konnten die Einsatzkräfte die ihnen gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigen.

Gerade junge Einsatzkräfte, die noch nicht oft die Gelegenheit hatten, mit Schere und Spreizer zu arbeiten, nutzten diese Gelegenheit und konnten ihr Können unter Beweis stellen. Nach knappen anderthalb Stunden konnte die Übungsleitung die Übung beenden und ein positives Fazit ziehen. In einer kurzen Nachbesprechung ließen alle Führungskräfte den Übungsablauf noch einmal Revue passieren und Anregungen für künftige Einsätze wurden ausgetauscht.

Der Löschzug Marsberg unterstützte die Übung mit der Besatzung des ELW und der Simulation der Leitstelle. Nicht nur die Einsatzmaßnahmen vor Ort mussten realitätsnah geübt werden, auch die im Einsatz notwendige Kommunikation mit ELW und Leitstelle wurde in den Übungsablauf eingebunden. Mit einem kleinen Imbiss am Gerätehaus in Essentho ließen die beteiligten Kameradinnen und Kameraden aus dem Brandschutzbezirk Nord diesen gemeinsamen Übungsabend dann ausklingen.

Besonderer Dank gilt den zwei Verletztendarstellern der Jugendfeuerwehrgruppe Essentho, die ihre Aufgabe sehr gut und der Lage entsprechend erfüllen konnten. (Feuerwehr Marsberg)

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Sonntag, 13 Oktober 2019 21:57

Großübung der Feuerwehr an Bottendorfer Schule

BOTTENDORF. Eine Großübung absolvierten die Wehren der Gemeinde Burgwald am Samstag in Bottendorf. Dort brannte angeblich eine Schule, elf Personen wurden vermisst.

Um 16.30 Uhr rückten alle Wehren der Gemeinde Burgwald aus. Schnell wurde eine Wasserversorgung aufgebaut, Entnahmestelle waren hierfür drei Hydranten. Insgesamt 13 C-Rohre wurden zur Brandbekämpfung vorgenommen.

Die vermissten Personen, Schüler und Lehrer, wurden alle unter Atemschutz gerettet. Geplant wurde die Übung von Wehrführer Tobias Schneider aus Bottendorf in Abstimmung mit den Gemeindebrandinspektoren. Ziel war es, die Wasserversorgung zu testen und die jährliche Einsatzübung für die Atemschutzgeräteträger absolvieren zu lassen.

An der Übung nahmen insgesamt 51 Einsatzkräfte teil. Im Großen und Ganzen war Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell mit dem Ergebnis zufrieden. Eine Stunde später war die Übung auch schon vorbei, zur Nachbesprechung trafen sich die Freiwilligen bei einem kleinen Umtrunk am Gerätehaus der Feuerwehr Bottendorf.

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Dienstag, 11 Juni 2019 18:03

Pfingstübung in Girkhausen

GIRKHAUSEN. Pfingstmontag, morgens um acht Uhr - die Sirenen heulen im ganzen Ort. Zum Glück kein Ernstfall. Viele der Bewohner in Girkhausen wissen, dass die traditionelle Pfingstübung der Feuerwehr stattfindet. Feuerwehren aus dem Altkreis Wittgenstein und dem benachbarten Hochsauerlandkreis üben dort einmal jährlich für den Ernstfall.

Um acht Uhr begann die Übung. Die Feuerwehren, die teilgenommen haben, waren um kurz vor dem Beginn alle bereits rund um Girkhausen verteilt und rückten von ihren Bereitstellungsräumen zu den Einsatzszenarien aus. Bei der Übung beteiligt waren die Einheiten aus Girkhausen, Schüllar-Wemlighausen, Berghausen, Raumland, Dotzlar, Weidenhausen, Hemschlar, Aue-Wingeshausen, Bad Laasphe, Langewiese, sowie Züschen mit 105 Einsatzkräften. Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten sich als Verletztendarsteller in das Geschehen mit einbringen. Im ganzen Ort verteilt wurden verschiedene, individuelle Szenarien geprobt. Es kam zu einem Brand in einer Sägehalle mit Brandausbreitung in eine weitere Halle. Für die Brandbekämpfung wurden zwei Wasserentnahmepunkte in der Odeborn errichtet, sowie mehrere hundert Meter Schlauchleitung gelegt. Zu dem Gebäudebrand wurde in der näheren Umgebung noch das Löschen von Flächenbränden geübt. Zudem wurden zwei technische Hilfeleistungen mit Personenrettung abgearbeitet.

Nach rund einer Stunde konnten die Feuerwehren die Übung beenden. Gegen 10:30 Uhr fand der Feldgottesdienst an der Schützenhalle statt mit anschließendem Frühshoppenkonzert und Eintopfessen.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Firma Holz-Harth, die das Sägewerk, sowie eine Fahrzeughalle für die Übung bereitgestellt hat. (Quelle: U. Wahle/112-Magazin)

 

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